Knieprobleme - Hyaloronsäure und MRT-Befund

Josephine

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München
Hallo und guten Abend allerseits!

Ich habe eine Frage an euch, es geht um ihr Knackpunkt, dass Knie!

Dazu muss ich kurz ausholen. Meine Freundin ist täglich mind. 6 Std. zu Fuß im Außendienst tätig. (kein Schreibtischjob und sie läuft am Tag mehrere km).

Im Sommer hatte sie dann Probleme mit dem Knie und es fing mit einem Knacken an. Es wurde von zeit zu zeit schlechter und auch Schmerzen im Knie kamen hinzu.

Meine Freundin wurde dann am 9.11. ambulant operiert (Meniskus wurde teilweise entfernt) und eine Plikareduktion wurde auch durchgeführt (dabei handelt es sich wohl um ein Band welches vom Oberschenkel bis unter dass Knie geht).

Meine Freundin wurde dann 5 Wochen krankgeschrieben und bekam 6mal Krankengymnastik. Anschließend hatte sie Urlaub und war froh sich von dem ganzen zu regenerieren. Als sie beim Arzt war, hat sie ihn gefragt, warum sie noch immer dass knacken im Knie hat. Darauf meinte ihr Orthopäde dass er an der Mechanik des Knies nichts verändert habe und dass Knie angeblich durch dass knacken falsch einrasten würde.

Anfang Januar ging sie arbeiten. Schon am zweiten Tag hatte sie wieder stärkere Schmerzen im operierten Knie und nach 8 Tagen konnte sie so gut wie gar nicht mehr laufen. Zudem hat sie nach dem laufen ein rotes, geschwollenes und heißes Knie. Und Kncken tut es weiterhin, beim Treppen auf und ab steigen, beim setzten auf den Stuhl oder dass Sofa, einfach immer knackt es und sie meint, es wäre schlimmer als vor der OP. 2 Tage später ging sie dann zu einem anderen Orthopäden (da sie zum 1. Arzt keinerlei Vertrauen mehr aufbringen kann; er hatte ihr auch nie exakt gesagt, wieviel Mensikus er wegschneiden musste ect. er war immer kurz angebunden und machte blöde Sprüche wenn es um dass Punktieren des Knies ging).

Der 2. Arzt hat dann das Bein in verschiedene Richtungen gedreht und gesagt, dass sie einen Knorpelschaden hinter der Kniescheibe (beim operierten Knie!) habe. Nun möchte er (der 2. Arzt) zwar die Kernspin Bilder und den OP Bericht haben, aber er hat meiner Freundin zu sogenannten Hyaloronsäurespritzen geraten. Das sind 5 Spritzen und die kosten in Höhe von 340 Euro werden von der Krankenkasse auch nicht übernommen.

Meine Freundin hat auch Angst vor diesen Spritzen, zumal man ja nicht weiß ob dass wirklich hilft bei ihr.

Was meint ihr dazu?
 
Hi,

Bin selber ein Fall des knackenden Knies und habe, glaubt man dem MRT-Befund ebenfalls eine retropatellare Athrose.
Hyaloronsäure soll nach vielerlei Berichten recht gut helfen. Allerdings darf man keine Wunder erwarten - sie lindert nur die Beschwerden, wird aber niemals ganz heilen.
Um aber eine neue OP rauszuzögern soll es wohl gut helfen.

Über kurz oder lang wird sie aber um letzteres nicht herumkommen. Möglichkeiten gibt es viele: von sog. Mikrofrakturierungen über Knorpelzelltransplantationen bis zur evt. Orthesenversorgung.
Wichtig dabei sich nicht nur auf das MRT zu stützen, sondern einen neue ASK (Gelenksspiegelung) machen zu lassen - nur so lassen sich die Schäden und das Ausmaß begutachten.

Das ist meine Meinung die aus meinem Beruf und leider auch eigener Erfahrung herrührt.

Gruß
HHS
 
Mein Orthopäde/Sportmediziner hat mir abgeraten. Sein Therapie-Vorschlag war Muskelaufbau des Oberschenkels (nein, da reicht normales gehen nicht dafür aus!). Hat übrigens gut geholfen. Bislang hab ich nur noch selten beschwerden (v.a. halt bei Überlastung...)

Ulrich
 
Hallo Josephine,
ich habe mit einem Traumatologen gesprochen, der rät auch davon ab.

Also sollte es sich deine Freundin gut überlegen, wenn ich die Resonanz hier so lese.

Liebe Grüsse
Narde
 
Ich schieb mal noch die Begründung nach:
Die Hyaluronsäure kann helfen musses aber nicht. Dann besteht natürlich ein Infektionsrisiko, da ja mehrere Spritzen ins Gelenk gegeben werden. Und das nicht nur einmal, da die Wirkung mit der Zeit auch wieder nachlässt.

Ulrich
 
Ich danke euch allen ganz herzlich für eure Infos. Damit habt ihr meine Freundin bestärkt (sie will diese Spritzen ja auch nicht).

Heute hat sie einen Termin bei dem 2. Arzt (der ihr dass mit den Spritzen vorgeschlagen hat). Mal sehen was er sich nun überlegt!

So kann es ja auch nicht weitergehen für sie.

Liebe Grüße, und danke nochmals
 
Kernspin Befund ! Wer übersetzt und wie sehen Behandlungsmöglichkeiten aus?

Hallo und guten Abend allerseits,

wie ich bereits erwähnt hatte, hat meine Freundin ein Problem mit ihrem Knie.

Nun hat sie einen neuen Orthopäden aufgesucht, der ersteinmal ein Kernspin anordnete. Nun hat sie heute den Bericht erhalten und erst übernächste Woche einen Termin bei ihrem Orthopäden. Sie bat mich nun, ob ich hier den Bericht einstellen könnte, da sie sich mit den ganzen Fachbegriffen nicht auskennt und sie würde sich auch interessieren welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt. Natürlich ohne Gewähr :).

Hier nun mal der Befund:
Die Bandstrukturen intakt. Dysplasie der Patella und des femoropatellaren Gleitlagers. Erosive Knorpelveränderungen entlang der Retropatellargelenkfläche medial. Diskrete Signalerhöhung im Innenmeniskushinterhorn ohne eindeutigen Kontakt zur Meniskusunterflächen im Sinne einer mukoiden Degeneration Grad II, derzeit kein eindeutiger Einriss erkennbar. Keine Knorpelläsion im medialen und lateralen Kniegelenkskompartiment.

Beurteilung:
Leichte Dysplasie der Patella und des femoropatellaren Gleitlagers. Mukoide Degeneration Grad I-II im Innenmeniskushinterhorn.

So und nun seid ihr an der Reihe:daumen:

Ein großes Danke schon jetzt von meiner Freundin und mir.

Alles Liebe Josephine
 
Hi,

Ich denke, das ist die Aufgabe des Arztes - nicht von uns. Hier tummeln sich ehe eher die Pflegekräfte und es gehört auch nicht zu unserer Aufgabe.

Und was die Behandlunsgvorschläge angeht: das ist so oder so die Aufgabe des Arztes.

Gruß
HHS
 
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