Inko Patienten Abführen

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Hallo alle , wie macht ihr das bei Inko Patienten die bekannt sind mit der Vorbereitung auf die Darmspiegelung.

Um sicher zu gehen das Patienten auch wirklich leer und Sauber sind bestellen wir sie Stationär zum Vorbereitungstag . Meistens versuchen wir 2 Inkopatienten vom gleichen Geschlecht auf einen Termin zu Planen.

Sie werden um 7 Uhr zur Station nüchtern einbestellt an dem Tag , danach erfolgt die Aufnahme auf Station ab 9 Uhr startet das Abführen mit Movieprep und Kamile Fenchel oder Pfefferminzttee zum dazu trinken.Den Patienten wird gesagt bei der Aufklärung das Sie an dem Tag ganz lange auf gepolsterten
Toilettenstuhl sitzen werden und sich Buch oder Tablett mit kopfhörern zur Ablenkung mitbringen sollen.

Es wird meist in 2 Bettzimmer geplant die Patienten werden einzeln in Bad gebeden dort unterstützt im Bedarfsfall bei der Reinigung Intimbereich und das Hautbild gleich Begutachtet und dann wird ein Op Hemd gereicht was über unterhend angezogen werden soll und je nach Wetter darf Jogginghose Leggins Rock usw anbleiben Kompressionsstrümpfe müssen anbleiben. Dann wird der Patient auf Toilettenstuhl gesetzt und dort zum Tisch gefahren schön weit rangeschoben und Bremse festgemacht. Wenn der 2 Patient auch soweit am Tisch sitz und fertig ist bekommen beide ihren 1 Krug Moviepre mit dem Wunschtee gebracht und wir achten darauf das in der nächsten halben Stunde mindestens 0,3 Liter von der Abführlösung schon getrunken werden. Es werden die Patienten immer angeregt zu trinken auch wenn es nicht schmeckt. Falls Patienten dann sagen der Bauch tut weh sagen wir alles gut das muss so sein. Wenn die erhoffte Wirkung trotz trinken nicht eintritt aber der Bauch anfängt mit Weh tuen gibt es eine Bauchmassage bis es erfolgreich plätschert oft reicht es an gewisser Stelle sanft zu drücken dann kommt die AUA Luft raus und Patient entspannt. Falls patient nicht kann geht es plötzlich von alleine wenn Zimmermitpatient schon macht.

Am Abend wird dann Dicke Nachtwindel angelegt und der Nachtdienst macht dann öfters Konntrolle der Windel , wo eventuell gewechselt werden muss.

Je nach erfolg am Tag und in der Nacht werden die Patienten nochmals auf Toilettenstuhl gesetzt bis ca 30 Minuten vor termin mit Moviprep nochmal 2 Beutel und Tee dazu und erst kurz vor Untersuchung abgeholt.
 
Ich sehe, an den Zuständen in deinem Haus und dem entwürdigenden Umgang mit den Patienten hat sich nichts geändert.
 
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Wollte gerade fragen ob es diesen Beitrag schon einmal gab?
Wie kann man nur so entwürdigend mit seinen Patienten umgehen?
 
Gruselig... Gute Nacht...
 
Bei uns in der Viszeralchirurgie wird die orthograde Darmspülung nur noch bei wenigen Eingriffen vorgenommen. Damit ist ein gewisses Maß an Unannehmlichkeiten verbunden, das auch niemandem erspart werden kann. Verzicht auf feste Nahrung, Trinken der nicht eben wohlschmeckenden Flüssigkeit, Kontrolle des Stuhlgangs und im Bedarfsfall kurz vorm Eingriff noch ein Klysma, um den Darm wirklich sauber zu bekommen - da müssen die Patient:innen durch. Geht nun mal nicht anders.

Darmmassage zum Anregen - warum nicht? Vorlage oder Schutzhose bei Inkontinenz - natürlich. Toilettenstuhl neben dem Bett, falls der / die Betroffene Sorge hat, nicht schnell genug zum WC zu kommen - selbstverständlich, dafür haben wir die Stühle schließlich angeschafft. Flügelhemd und medizinische Thrombosestrümpfe statt Privatkleidung für den Eingriff selbst (nicht schon bei der Vorbereitung) - sinnvoll und nachvollziehbar. Kann man den Betroffenen in der Regel auch begreiflich machen.

Aber warum "ganz lange auf dem Toilettenstuhl sitzen"? Sind all Eure Patient:innen in ihren Bewegungen eingeschränkt? Warum Flügelhemd schon vor dem Eingriff (und über der Privatkleidung) und vor allem - wie erklärt Ihr diese Freiheitsberaubung:
Dann wird der Patient auf Toilettenstuhl gesetzt und dort zum Tisch gefahren schön weit rangeschoben und Bremse festgemacht.
Das stellt eine Straftat dar. Ihr dürft das nicht tun. Es gibt keinen Grund für ein solches Verhalten und erst recht keine Entschuldigung.
 
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Gut, wer im Rollstuhl sitzt und keine Kontrolle über seine Darmfunktion hat, der kann in diesem Fall nur im WC-Stuhl oder im Bett abführen. Am Tisch zu fixieren ist dennoch verboten.

Weshalb sollen die Patient:innen schon bei der Vorbereitung ein Flügelhemd anziehen? Das ist doch Wäscheverschwendung.
 
Die Bremse wird ja nur gemacht damit die Patienten sitzen bleiben da und nicht versuchen rumzufahren und je nach Füllstand vom Eimer Schwabt es da neben, maximal ca 45 Minuten wird da so gesessen bis der erste grobe Schub raus ist und derr Bauch sich weich anfühlt momentan . Es wird auch regelmäßig der erfolg kontroliert und wenn Patient sagt Bauch oder po tut weh dann wird massiert oder andere Sitzposition versucht. Kompressionsstrümpfe haben die meisten Patienten schon selbst an wenn sie kommen gegen dicke Beine.Nach ca 1 Stunde ist ausruhen im Bett ermöglicht mit Bettpfanne unter Po zur sicherheit falls noch was kommt. Später gibt es 2 Becher Moviprep zum Trinken und die patienten werden wieder auf Klostuhl gesetzt dafür. Es hat sich bisher fast nieman beschwert in den letzten 10 Jahren wo ich ab und zu mal mit auf der Station aushelfe bei Personalmangel statt ambulanter Dienst
 
Achso, nur 45min Fixierung. Na dann gehts ja.

Euch ist echt nicht mehr zu helfen.
 
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Wolltest du das vor kurzem nicht selbst ausprobieren? Wie waren da deine Erfahrungen?
 
Es hat sich ja fast niemand beschwert?
 

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