Jetzt habe ich erst mal ganz schön suchen müssen, was Du überhaupt meinst.
Du hängst Dich an dem Wörtchen "gleich" statt "gleichberechtigt" auf, stimmt´s?
Ja, da hast Du recht; ich hatte das nicht mehr wortwörtlich im Kopf, aber sinngemäß gemeint.
Aber, nur am Rande: Im Art. 3 Abs. 2 GG stand ursprünglich nur "Männer und Frauen sind gleichberechtigt."

Der Zusatz "Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin." kam erst 1994 hinzu - und damit der Wille, diesen schönen Satz nicht nur auf dem Papier stehen zu haben, sondern ihn durch geeignete Maßnahmen auch in die Realität umzusetzen - und genau das verstehe ich unter Gleichstellung.
Ach ja, Quelle:
https://www.fernuni-hagen.de/rechtundgender/downloads/Art._3.pdf
Hier fehlt mir eine Quellenangabe zu den anderen Ländern.
https://static1.squarespace.com/sta.../1526238462041/AllBright+Bericht_Mai+2018.pdf
Hatte ich schon erwähnt: Die Frauenquote.
Männer, die sich - wie du schreibst - aus der Uni etc. kennen und sich selbst die geilen Posten zuschustern, wen diskriminieren die noch? Richtig. Andere Männer, die sie nicht aus der Uni kennen und die viel qualifizierter wären. Die Diskriminierung findet also nicht aufgrund des Geschlechts, sondern aufgrund der sozialen Beziehung statt (soweit ich weiß, dürfen Frauen nämlich auch auf die Uni, hab ich mal gehört

).
Mit "Männern, die sich aus der Uni kennen" hatte ich mich wohl etwas undeutlich ausgedrückt; gemeint sind damit vor allem die üblichen Seilschaften wie z. B. Studentenverbindungen, und dort sind Frauen eindeutig unterrepräsentiert, haben also eben kaum eine Möglichkeit, per "Vitamin B" an solche gutdotierten Posten zu gelangen... siehe
Studentenverbindung – Wikipedia
Wobei ich hier die Studentenverbindungen nur als ein Extrembeispiel nenne, das ganze Spielchen funktioniert bekanntlich generell auch ansonsten bestens unter den Zirkeln, die sich gut kennen und unter sich bleiben wollen.
Du zitierst falsch, genauso wie bspw. die Grünen mit ihrem furchtbar sexistischen Wahlprogramm das immer und immer wieder tun.
Wenn Du Dich damit (wie oben geschrieben) auf meinen versehentlich falsch geschriebenen Satz "Männer und Frauen sind gleich" beziehst: Den finde zumindest ich nirgends im "furchtbar sexistischen Parteiprogramm" der Grünen.

Ich lese dort nur immer was von "Gleichberechtigung" und "gleiche Chancen", z. B.
Wir schaffen endlich Gleichberechtigung und Lohngleichheit
Aber, ich glaube,
@hyperion87 und Du, ihr verbeißt euch hier mit der Geschlechterdebatte zu sehr in Nebenschauplätze - ich will ja nicht in Abrede stellen, daß dies auch ein wichtiges Thema ist, es bringt uns aber hier nicht weiter.
Wir sollten lieber wieder zum Thema des Threads zurückkehren, und das lautete eigentlich, daß Pflegekräfte lt. Ministerin Huml angeblich gefördert werden würden - und das stelle ich in Abrede, davon ist bisher entweder kaum oder gar nichts zu spüren - siehe aktuelle Meldungen (auch hier im Forum) über z. B. geplante Mindestpersonalgrenzen, die nun von Herrn Spahn wieder deutlich verwässert wurden bzw. in den meisten Pflegebereichen überhaupt nicht existieren (und auch nicht vorgesehen sind).
Und diesbezüglich verweise ich (da Du die Grünen bereits erwähntest) hier mal auf deren pflegepolitische Forderungen:
Beifall für Pflegebevollmächtigten Westerfellhaus: Auch Grüne fordern Personaluntergrenzen für gesamte Pflege - Politik - Tagesspiegel
Siehe auch
"Wir GRÜNE wollen deshalb die Schere zwischen Ärztinnen und Ärzten und Pflegekräften in Kliniken verkleinern. Wir wollen bundesweit verbindliche bedarfsgerechte und differenzierte Personalschlüssel einführen, die von Expertinnen und Experten festgelegt werden. Die zielgenauen Personalbemessungsregelungen müssen auf empirisch ermittelten und evident belegbaren Grundlagen basieren."
Quelle:
https://www.gruene-fraktion-bayern....onzepte/Pflege_anders_denken_Konzept_2018.pdf S. 5
"Pflegekräfte brauchen aber auch dauerhaft eine angemessene Bezahlung. Eine angemessene Vergütung ist in Deutschland grundsätzlich Sache der Tarifpartner. Aber zur Wahrheit gehört auch, dass der Gesetzgeber Hilfestellungen leisten kann. (...) Eine Möglichkeit, die Gehälter in der Pflege für alle fair zu gestalten, wäre ein „Tarifvertrag Soziales“, der dann durch die Politik für allgemein verbindlich erklärt werden könnte."
Quelle: ebda., S. 7f
"Pflegekräfte brauchen mehr Mitspracherechte. Deshalb ist die bayerische Pflegekammer der einzige richtige Weg.(...)
Die neu gegründete „Vereinigung der Bayerischen Pflegenden“ ist dagegen keine Alternative zur Pflegekammer. Die Pflegekräfte stellen die größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen dar, sind aber an wichtigen Entscheidungen über Organisation und Finanzierung der Pflege nicht beteiligt."
Quelle: ebda., S. 10
"Die derzeitigen Pflegenoten sind nicht aussagekräftig und verschleiern mehr, als dass sie Orientierung bieten.(...)
Wir GRÜNE wollen ein neues, einheitliches Prüfverfahren in der Pflege, das dem aktuellen Stand der Pflegeforschung gerecht wird. Es muss sich konsequent an der Ergebnisqualität der Pflege orientieren und den Dokumentationsaufwand deutlich reduzieren. Wir GRÜNE wollen, dass der „Pflege-TÜV“ mit sofortiger Wirkung abgeschafft wird."
Quelle: ebda., S. 18
Um nur mal ein paar Forderungen/Vorschläge exemplarisch rauszupicken.