News Gesundheitsministerin Huml: Pflegekräfte werden gefördert

Dieses Thema im Forum "Diskussionen zur Berufspolitik" wurde erstellt von Redaktion, 20.09.2018.

  1. Redaktion

    Redaktion Redaktionsteam
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    26.03.2015
    Beiträge:
    2.616
    Zustimmungen:
    45
    Ort:
    Frankfurt/Hannover
    Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hat die Initiatoren der Aktion "Stoppt den Pflegenotstand an Bayerns Krankenhäusern" zu mehr Sachlichkeit aufgerufen. Es liege zwar auf der Hand, dass nur mit ausreichend Personal Verbesserungen bei Versorgung und Arbeitsbedingungen geschaffen werden

    Weiterlesen...
     
  2. Martin H.

    Martin H. Poweruser

    Registriert seit:
    03.12.2016
    Beiträge:
    1.798
    Zustimmungen:
    772
    Beruf:
    Krankenpfleger
    Ort:
    Bayern
    Akt. Einsatzbereich:
    Ambulante Intensivpflege
    Und ich rufe dazu auf, am 14. 10. in Bayern das Kreuz an der richtigen Stelle zu machen. 8-)
    Da wird nämlich bei uns gewählt. :mrgreen:
     
    FLORA.BLEIBT gefällt das.
  3. Romsen2014

    Romsen2014 Poweruser

    Registriert seit:
    15.03.2016
    Beiträge:
    522
    Zustimmungen:
    349
    Beruf:
    Gesundheits-und Krankenpfleger/Student
    Akt. Einsatzbereich:
    KMT
    Bayern ist das schönste, reichste, erfolgreichste und generell aller aller beste Bundesland in Deutschland... also sagen Seehofer und Söder.

    Aber liegt doch auch hier vermehrt das Problem in den Ballunszentren. Und gerade dort, wird die attraktivität nunmal so gut wie ausschließlich mit einem deutlicheren Gehaltsplus angehoben. Da ja nun dort vorallem höhere Lebenshaltungskosten vorliegen als auf dem Land.
     
  4. Southpaw

    Southpaw Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    06.01.2017
    Beiträge:
    38
    Zustimmungen:
    3
    Funktion:
    Schüler u. Student
    Also sich selbst bekreuzigen, denn: Wirklich wählbar ist hier keine Partei. Außer Die Partei. :cheerlead:
     
  5. Martin H.

    Martin H. Poweruser

    Registriert seit:
    03.12.2016
    Beiträge:
    1.798
    Zustimmungen:
    772
    Beruf:
    Krankenpfleger
    Ort:
    Bayern
    Akt. Einsatzbereich:
    Ambulante Intensivpflege
    Oh doch. Man kann ja anhand der Parteiprogramme bzw. Äußerungen in der Presse ganz gut einschätzen, wie die jeweilige Partei bezüglich der Profession (!) Pflege eingestellt ist.
    Auf die Schnelle hab ich jetzt das gefunden:
    Region Südost - DBfK
    Der Deutsche Pflegerat e.V. (war zwar Bundestagswahl, aber egal - so grundsätzlich anders ist das ja nicht)
    Landtagswahl 2018 in Bayern: Parteien und Wahlprogramme im Überblick | Politik
    Auch in Fachzeitschriften wie Die Schwester/der Pfleger finden sich einige Aussagen von Politikern.
    Na gut, die kannst Du natürlich auch wählen. Die Stimme halte ich aber für verschenkt.
     
  6. Southpaw

    Southpaw Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    06.01.2017
    Beiträge:
    38
    Zustimmungen:
    3
    Funktion:
    Schüler u. Student
    Nicht wirklich, meiner Meinung nach. Parteiprogramme sind schöne Prosa. Bessere Ausbildung, mehr Personal, mehr Geld, vielleicht noch eine Prise Entbürokratisierung und Stärkung der Akademisierung? Alles Nebelgranaten. Geschrieben ist zudem noch lange nicht getan. Es wird weiter verschlimmbessert, ich seh's kommen.

    Nicht, wenn man mal so absolut keine Lust auf Identitätspolitik oder männerfeindliche Ideologie hat + zwischen Gleichstellung und Gleichberechtigung unterscheiden kann. Ich hätte ja die Humanisten gewählt, bin nur leider nicht aus Oberbayern ...
     
  7. amezaliwa

    amezaliwa Poweruser

    Registriert seit:
    13.12.2007
    Beiträge:
    2.134
    Zustimmungen:
    162
    Beruf:
    Krankenschwester mit WB Stroke Unit, RbP
    Ort:
    Franken
    Akt. Einsatzbereich:
    Stroke Unit mit IMCI
    Hummelchen macht Sachen....
    durfte sie ja nun schon ein paar Mal live erleben... wird iwie nicht besser...

    Wenn sie die Initiatoren kritisiert und zu mehr Sachlichkeit aufruft, geht das an die Adresse von:
    Ver.di, DBfK, Marburger Bund Bayern (Huml ist Ärztin!), Verein demokratischer ärztinnen und ärzte (keine Ahnung ob sie da auch dabei ist, wurde nicht fündig), SPD, Die Grünen, Die Linke, MUT, die SDAJ, mj München, katholische Arbeitnehmerbewegung, & weiteren*, die uns (!) tatkräftig unterstützen, u.a. bei den (inzwischen beendeten) Unterschriftenaktionen.

    Wer fehlt? CSU & FDP, Freie Wähler. Logisch

    *especially for Martin: Claus Fussek :-)
    Er war einer (von mehr als 200) Erstunterzeichnern

    Sorry, hab das jetzt erst entdeckt und bin etwas angefressen.
     
    Martin H. gefällt das.
  8. Martin H.

    Martin H. Poweruser

    Registriert seit:
    03.12.2016
    Beiträge:
    1.798
    Zustimmungen:
    772
    Beruf:
    Krankenpfleger
    Ort:
    Bayern
    Akt. Einsatzbereich:
    Ambulante Intensivpflege
    Das ist zwar richtig, man muß aber der GroKo zugute halten (und das schreibe ich, obwohl ich selbst nicht unbedingt ein Fan davon bin), daß sie - endlich - mal etwas getan haben. Man kann ihnen zwar vorwerfen, daß es noch lange nicht genug ist, aber wenigstens ist mal ein Anfang gemacht worden. Das haben die Vorgängerregierungen - egal ob Kohl oder Schröder - alle versäumt, da ist genau NICHTS passiert.
    Von daher sind das nicht nur Worte. Spahn darf sich nur nicht von Lobbyisten wie AG/Trägern beirren und die Reformen verwässern lassen.
    Aha. Na ich fühl mich jedenfalls nicht diskriminiert. :wink:
     
  9. Southpaw

    Southpaw Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    06.01.2017
    Beiträge:
    38
    Zustimmungen:
    3
    Funktion:
    Schüler u. Student
    Was auch gut und richtig so ist! Je nachdem wen du wählst, fehlt halt ein "noch" in deinem Satz. Ich bin offen gegen Gleichstellung unter dem Etikett "Gleichberechtigung" und mir ist das sehr wichtig.
     
  10. renje

    renje Poweruser

    Registriert seit:
    16.08.2009
    Beiträge:
    3.189
    Zustimmungen:
    446
    Beruf:
    GuK, RA, KHbetrw.
    Ort:
    Bayern
    Akt. Einsatzbereich:
    Angestellt
    Ja genau und es wird sich aber auch gar nichts verändern - genau wie du schreibst - im Gegenteil.
    Solange wir immmer nur erwarten, dass irgendwer und sei es die Politik etwas für UNS tun.
    Nein so langel wir nicht kapieren, dass dies von uns ausgehen muss, durch unsere Initiative und aktives Tun - wird sich auch nichst ändern - da können wir noch so auf die ANDEREN hoffen oder schimpfen.
     
    Martin H. und narde2003 gefällt das.
  11. Martin H.

    Martin H. Poweruser

    Registriert seit:
    03.12.2016
    Beiträge:
    1.798
    Zustimmungen:
    772
    Beruf:
    Krankenpfleger
    Ort:
    Bayern
    Akt. Einsatzbereich:
    Ambulante Intensivpflege
    Ich habe mit Gleichstellung kein Problem.
     
  12. Southpaw

    Southpaw Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    06.01.2017
    Beiträge:
    38
    Zustimmungen:
    3
    Funktion:
    Schüler u. Student
    Wenn jeder Einzelne was unternimmt, mangelt es leider an Struktur und es kommt wieder nichts dabei raus. Da gehört ein Verbund her, eine Organisation, was du sicher auch meinst. Welche Lösung für Bayern? Pflegekammer? Hat ja Frau Huml was dagegen. Dann zur Vereinigung der Pflegenden? Was auch immer, ist halt dann auch wieder fraglich, welchen Einfluss man auf die Politik dadurch gewinnt.

    Ich persönlich empfinde Gleichstellung der Geschlechter halt als sexistisch. Scheinbar Ansichtssache.
     
  13. Martin H.

    Martin H. Poweruser

    Registriert seit:
    03.12.2016
    Beiträge:
    1.798
    Zustimmungen:
    772
    Beruf:
    Krankenpfleger
    Ort:
    Bayern
    Akt. Einsatzbereich:
    Ambulante Intensivpflege
    Pflegekammern sind sicher sehr wichtig; aber zum einen gibt es die bisher nur in 3 Bundesländern, zum anderen sind die auch nicht die Lösung für alles.
    Von daher kann man nur jeder Pflegekraft raten, in einen Berufsverband oder eine Gewerkschaft einzutreten (oder beides). Sich berufspolitisch zu informieren bzw. zu engagieren. Z. B. Leserbriefe schreiben. Oder die Abgeordneten des eigenen Wahlkreises nerven. :mrgreen:
    Gar keinen. Diese sog. "Vereinigung der Pflegenden" (vormals Pflegering) wird nach Kassenlage vom Freistaat "gesponsert", und wer zahlt schafft bekanntlich an.
    Genau. Ich find´s nicht sexistisch. Ist halt Ansichtssache.
     
  14. hyperion87

    hyperion87 Stammgast

    Registriert seit:
    27.04.2017
    Beiträge:
    229
    Zustimmungen:
    78
    Seine Wahlentscheidung nur nach der Stellung einer Partei zur Pflegekammer zu treffen ist imho ein wenig kurzsichtig.
    Für mich als ein Mensch dem ein starker Sozial- und Rechtsstaat zum Schutz der Schwachen wichtig ist.
    Dem aber die heuchlerische Aufgabe der sozialen Frage zugunsten linker Identitätspolitik
    (die uns auch Trump eingebrockt hat Identitätspolitik: Vielfalt von oben? ) durch weite Teile des linken Spektrums zuwider ist, bleibt da eigentlich nur die (Wagenknecht) Linke.



    Gleichberechtigung ist z.B. Männer und Frauen können Marinekampfschwimmer werden wenn sie den Aufnahmetest bestehen.
    Gleichstellung ist der Aufnahmetest wird für Frauen soweit abgesenkt bis mindestens Parität bei den Mitgliedern der Kampfschwimmer besteht.

    Nach meiner Definition ist das Sexismus weil das Verfahren nach Geschlecht unterscheidet.
    Aber es gibt durchaus viele Stimmen die meinen Sexismus kann nur von weißen Männern ausgeübt werden (patriarchalische Gesellschaftsstrukturen/Privilegien).

    Da herrscht vor allem auf Universitätsebene/Medien ein Kulturkampf deren Ausgang sich irgendwann auch in der realen Welt niederschlagen wird.

    "Das Problem mit der Linken der Gegenwart ist, dass sie entschieden hat, bestimmte Formen von Identität mehr und mehr zu feiern. Statt Solidarität um große Kollektive wie die Arbeiterklasse oder die wirtschaftlich Ausgebeuteten herum aufzubauen, hat sie sich auf immer kleinere Gruppen konzentriert, die auf sehr spezifische Weise marginalisiert werden."
    Francis Fukuyama, "Identity" (2018)"
    Das trifft mich dann als weißen Mann in einem Beruf mit subalternen Sozialprestige
    und einhergehender Vergütung dann doppelt hart.

    Eklat unter US-Wissenschaftlern: Hitler, feministisch gelesen - SPIEGEL ONLINE - Wissenschaft
     
    #14 hyperion87, 07.10.2018
    Zuletzt bearbeitet: 07.10.2018
    Southpaw gefällt das.
  15. Martin H.

    Martin H. Poweruser

    Registriert seit:
    03.12.2016
    Beiträge:
    1.798
    Zustimmungen:
    772
    Beruf:
    Krankenpfleger
    Ort:
    Bayern
    Akt. Einsatzbereich:
    Ambulante Intensivpflege
    Ja, richtig. Aber wer macht das? Ich zitiere mich mal selbst:
    Was ausgerechnet an Fr. Wagenknecht so furchtbar toll sein soll, erschließt sich mir nicht.
    Man kann das auch ganz anders sehen:
    Gleichberechtigung ist das, was auf dem Papier steht (juristische Gleichberechtigung). Das ist dann irgend so ein schöner Satz z. B. im Grundgesetz wie "Männer und Frauen sind gleich", der aber in der Realität gar nichts aussagt.
    Obwohl dieser Satz seit Anfang an drin steht... 60 Jahre Grundgesetz: Die Mutter der Gleichberechtigung
    ... so gab es noch in den 60er und 70er Jahren unsägliche Dinge:
    Die erste Frau, die ohne Erlaubnis ihres Ehemannes arbeiten darf
    1977!! 8O Das muß man sich mal geben. Jetzt nur mal als EIN Beispiel.
    Aber auch bestehende Ungerechtigkeiten wie z. B. die Tatsache, daß - in Deutschland! - Frauen z. B. in den höheren Kreisen des Managements immer noch deutlich geringer vertreten sind (im Gegesatz zu anderen Ländern). Und dies liegt sicher nicht nur daran, daß Frauen halt nicht geeignet wären - sondern daß Seilschaften von Männern, die sich z. T. schon seit der Uni kennen, die Posten und Pöstchen lieber unter sich (per "Vitamin B") vergeben.
    Von daher halte ich z. B. Frauenquoten, um dies nach und nach auszugleichen für ein gutes Mittel. Kein Allheilmittel, aber trotzdem ist man damit auf dem richtigen Weg:
    Frauenquote in Norwegen: Willkommen im Club - Wirtschaft - Tagesspiegel
    Quote in Norwegen: Frau am Steuer - SPIEGEL ONLINE - Politik
    Und davon fühle ich mich nicht diskriminiert... 8-)
     
    #15 Martin H., 09.10.2018
    Zuletzt bearbeitet: 09.10.2018
  16. Southpaw

    Southpaw Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    06.01.2017
    Beiträge:
    38
    Zustimmungen:
    3
    Funktion:
    Schüler u. Student
    Du zitierst falsch, genauso wie bspw. die Grünen mit ihrem furchtbar sexistischen Wahlprogramm das immer und immer wieder tun.

    Quelle: Art 3 GG - Einzelnorm

    Als "EIN Beispiel" für Gleichberechtigung, nicht Gleichstellung.

    Hier fehlt mir eine Quellenangabe zu den anderen Ländern.
    Was wäre eine Lösung? Bewerbungsvorgänge, die das Geschlecht außen vor lassen? Bin ich VOLL dafür!

    Dass es Benachteiligung bzgl. Aufstieg in Führungsetagen durch Vitamin B gibt, ist in vielen Unternehmen halt einfach so. Auch ich habe eine Stelle nicht bekommen, weil jemand anders mit dem Sohn des Chefs in die Schule gegangen ist. Ist das fair? Absolut nicht. Ist das ein Grund für die Politik einzugreifen? Warum sollte es das?
    Männer, die sich - wie du schreibst - aus der Uni etc. kennen und sich selbst die geilen Posten zuschustern, wen diskriminieren die noch? Richtig. Andere Männer, die sie nicht aus der Uni kennen und die viel qualifizierter wären. Die Diskriminierung findet also nicht aufgrund des Geschlechts, sondern aufgrund der sozialen Beziehung statt (soweit ich weiß, dürfen Frauen nämlich auch auf die Uni, hab ich mal gehört ;)). Wieso wird sowas unterschlagen?
     
  17. Southpaw

    Southpaw Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    06.01.2017
    Beiträge:
    38
    Zustimmungen:
    3
    Funktion:
    Schüler u. Student
    Kleiner Zusatz noch: So weit ich Norwegen immer verstanden habe, gilt es hier die Familienpolitik hervorzuheben. Norwegen erinnerte mich übrigens an diesen Artikel hier: Sexismusvorwürfe: Männer und Frauen sind eben unterschiedlich
     
  18. Martin H.

    Martin H. Poweruser

    Registriert seit:
    03.12.2016
    Beiträge:
    1.798
    Zustimmungen:
    772
    Beruf:
    Krankenpfleger
    Ort:
    Bayern
    Akt. Einsatzbereich:
    Ambulante Intensivpflege
    Jetzt habe ich erst mal ganz schön suchen müssen, was Du überhaupt meinst.
    Du hängst Dich an dem Wörtchen "gleich" statt "gleichberechtigt" auf, stimmt´s?
    Ja, da hast Du recht; ich hatte das nicht mehr wortwörtlich im Kopf, aber sinngemäß gemeint.
    Aber, nur am Rande: Im Art. 3 Abs. 2 GG stand ursprünglich nur "Männer und Frauen sind gleichberechtigt." :wink:
    Der Zusatz "Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin." kam erst 1994 hinzu - und damit der Wille, diesen schönen Satz nicht nur auf dem Papier stehen zu haben, sondern ihn durch geeignete Maßnahmen auch in die Realität umzusetzen - und genau das verstehe ich unter Gleichstellung.
    Ach ja, Quelle: https://www.fernuni-hagen.de/rechtundgender/downloads/Art._3.pdf
    https://static1.squarespace.com/sta.../1526238462041/AllBright+Bericht_Mai+2018.pdf
    Hatte ich schon erwähnt: Die Frauenquote.
    Mit "Männern, die sich aus der Uni kennen" hatte ich mich wohl etwas undeutlich ausgedrückt; gemeint sind damit vor allem die üblichen Seilschaften wie z. B. Studentenverbindungen, und dort sind Frauen eindeutig unterrepräsentiert, haben also eben kaum eine Möglichkeit, per "Vitamin B" an solche gutdotierten Posten zu gelangen... siehe Studentenverbindung – Wikipedia
    Wobei ich hier die Studentenverbindungen nur als ein Extrembeispiel nenne, das ganze Spielchen funktioniert bekanntlich generell auch ansonsten bestens unter den Zirkeln, die sich gut kennen und unter sich bleiben wollen. :wink:
    Wenn Du Dich damit (wie oben geschrieben) auf meinen versehentlich falsch geschriebenen Satz "Männer und Frauen sind gleich" beziehst: Den finde zumindest ich nirgends im "furchtbar sexistischen Parteiprogramm" der Grünen. :wink1: Ich lese dort nur immer was von "Gleichberechtigung" und "gleiche Chancen", z. B.
    Wir schaffen endlich Gleichberechtigung und Lohngleichheit

    Aber, ich glaube, @hyperion87 und Du, ihr verbeißt euch hier mit der Geschlechterdebatte zu sehr in Nebenschauplätze - ich will ja nicht in Abrede stellen, daß dies auch ein wichtiges Thema ist, es bringt uns aber hier nicht weiter.
    Wir sollten lieber wieder zum Thema des Threads zurückkehren, und das lautete eigentlich, daß Pflegekräfte lt. Ministerin Huml angeblich gefördert werden würden - und das stelle ich in Abrede, davon ist bisher entweder kaum oder gar nichts zu spüren - siehe aktuelle Meldungen (auch hier im Forum) über z. B. geplante Mindestpersonalgrenzen, die nun von Herrn Spahn wieder deutlich verwässert wurden bzw. in den meisten Pflegebereichen überhaupt nicht existieren (und auch nicht vorgesehen sind).
    Und diesbezüglich verweise ich (da Du die Grünen bereits erwähntest) hier mal auf deren pflegepolitische Forderungen:
    Beifall für Pflegebevollmächtigten Westerfellhaus: Auch Grüne fordern Personaluntergrenzen für gesamte Pflege - Politik - Tagesspiegel
    Siehe auch
    "Wir GRÜNE wollen deshalb die Schere zwischen Ärztinnen und Ärzten und Pflegekräften in Kliniken verkleinern. Wir wollen bundesweit verbindliche bedarfsgerechte und differenzierte Personalschlüssel einführen, die von Expertinnen und Experten festgelegt werden. Die zielgenauen Personalbemessungsregelungen müssen auf empirisch ermittelten und evident belegbaren Grundlagen basieren."
    Quelle: https://www.gruene-fraktion-bayern....onzepte/Pflege_anders_denken_Konzept_2018.pdf S. 5
    "Pflegekräfte brauchen aber auch dauerhaft eine angemessene Bezahlung. Eine angemessene Vergütung ist in Deutschland grundsätzlich Sache der Tarifpartner. Aber zur Wahrheit gehört auch, dass der Gesetzgeber Hilfestellungen leisten kann. (...) Eine Möglichkeit, die Gehälter in der Pflege für alle fair zu gestalten, wäre ein „Tarifvertrag Soziales“, der dann durch die Politik für allgemein verbindlich erklärt werden könnte."
    Quelle: ebda., S. 7f
    "Pflegekräfte brauchen mehr Mitspracherechte. Deshalb ist die bayerische Pflegekammer der einzige richtige Weg.(...)
    Die neu gegründete „Vereinigung der Bayerischen Pflegenden“ ist dagegen keine Alternative zur Pflegekammer. Die Pflegekräfte stellen die größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen dar, sind aber an wichtigen Entscheidungen über Organisation und Finanzierung der Pflege nicht beteiligt."

    Quelle: ebda., S. 10
    "Die derzeitigen Pflegenoten sind nicht aussagekräftig und verschleiern mehr, als dass sie Orientierung bieten.(...)
    Wir GRÜNE wollen ein neues, einheitliches Prüfverfahren in der Pflege, das dem aktuellen Stand der Pflegeforschung gerecht wird. Es muss sich konsequent an der Ergebnisqualität der Pflege orientieren und den Dokumentationsaufwand deutlich reduzieren. Wir GRÜNE wollen, dass der „Pflege-TÜV“ mit sofortiger Wirkung abgeschafft wird."

    Quelle: ebda., S. 18
    Um nur mal ein paar Forderungen/Vorschläge exemplarisch rauszupicken.
     
    #18 Martin H., 10.10.2018
    Zuletzt bearbeitet: 10.10.2018
  19. Bachstelze

    Bachstelze Poweruser

    Registriert seit:
    10.03.2011
    Beiträge:
    1.756
    Zustimmungen:
    431
    Beruf:
    Fachkrankenschwester OP, Anästhesie, KODA
    Ort:
    NRW

    Frauen dürfen in die Uni, aber nicht in die Studentenverbindungen, Bruderschaften und Logen und wie die Männerklübchen alle heißen. Die nehmen nur Männer auf und schaffen so ihre Seilschaften.
    Ein Freund von mir ist in einer. An seiner Uni gibt es sogar noch "schlagende Verbindungen" und die nehmen alle keine Frauen in ihre Verbindungen auf. Die Treffen sich regelmäßig Generationsübergreifend. Die Alten und die Jungen und alle dazwischen. Und solange es diese Traditionen gibt, bleibt die "Elite" vorwiegend männlich. Da schustern die alten Herren schon den Erstsemestern die "besseren" Praktika zu und schaffen die richtigen Kontakte.
     
    Martin H. gefällt das.
  20. hyperion87

    hyperion87 Stammgast

    Registriert seit:
    27.04.2017
    Beiträge:
    229
    Zustimmungen:
    78
    Das ist das feministische Narrativ.

    Das waren lediglich Gesetzesatavismen die seit 1958 keinen Niederschlag mehr in die Rechtsprechung fanden weil da gab es nämlich das hier Gleichberechtigungsgesetz – Wikipedia

    Ich bin voll auf Frau Wagenknechts Seite aber da sie einen migrations-kritischen Ansatz vertritt steht sie nun mal für eine gewisse Strömung in der politischen Linken.

    Frauenquoten dienen der Privilegierung einer kleinen Schicht von Frauen und ändert am Los von 99,5% des ärmeren Rest gar nichts.
    Ich war zeitweise an einer technischen Uni und da liefen stellenweise 3 Frauenförderprogramme parallele trotzdem war der Anteil der weiblichen Studenten mit 5%(Info)-15%(Wings) denkbar klein.
    Nach Abschluss und dank Diversitäts-Programmen der DAX Konzerne hatte diese aber die besten Chancen eine lukrative Stelle in einem DAX Konzern zu bekommen, weil da auch in den technischen Abteilungen 50/50 angestrebt wird.
    Während teilweise deutlich qualifiziertere männliche Absolventen in der Arbeitnehmerüberlassung aka Leiharbeit gelandet sind.
    Und in Teilzeit mit Elternzeit würde auch ein Mann in den seltensten Fällen einen Vorstandsposten erreichen. Dieses Modell wird aber von der absoluten Mehrheit der Frauen bevorzugt.
    Eine Männerquote für die zu 70-80% mit Frauen besetzten Personalabteilungen gibt es natürlich nicht.

    Liste der Damenverbindungen – Wikipedia
    Gemischte Studentenverbindung – Wikipedia
    Frauen-Netzwerke und Initiativen | Business Ladys
    Networking: Frauennetzwerke sind besser als ihr Ruf
    Frauennetzwerk
    An den Hochschulen herrscht Anpassungsdruck: Wer nicht „gendert“, bekommt Punktabzug
    LVerfG:Mann darf nicht Gleichstellungsbeauftragter sein
    Geschlechter-Studie: Schulen benachteiligen Jungen massiv - SPIEGEL ONLINE - Leben und Lernen
    Aufnahmetest fürs Medizinstudium: Wiener Uni bevorzugt Frauen - SPIEGEL ONLINE - Leben und Lernen
    Studie über Uni-Karrieren: Den Job bekommt die Frau - SPIEGEL ONLINE - Leben und Lernen
    Erstmals klar belegt: systematische Diskriminierung von Männern an Universitäten
    Männerdiskriminierung an der Universität Mainz?

    Gut mir kann es inzwischen egal sein ich werde aus anderen Gründen keine Karriere mehr machen...hat halt nur für die Pflege gereicht trotz meiner männlichen Privilegien, aber den Wahnsinn muss man als Student mal live erlebt haben um es zu glauben.
     
    #20 hyperion87, 10.10.2018
    Zuletzt bearbeitet: 10.10.2018
    Southpaw gefällt das.
Die Seite wird geladen...
Ähnliche Themen - Gesundheitsministerin Huml Pflegekräfte Forum Datum
Sachverständigenrat stellt Bundesgesundheitsministerin sein aktuelles Gutachten vor Diskussionen zur Berufspolitik 05.07.2007
News Weltfrauentag: Huml fordert mehr Geld für Beschäftigte in der Pflege Pressebereich 08.03.2018
News Huml: Bessere Bezahlung für "klassischen Frauenberuf Pflege" Pressebereich 08.03.2018
News Huml: "Eine Spezialisierung wird es weiterhin geben" Pressebereich 06.04.2016
News Huml sieht Fünf-Punkte-Plan zur Ausbildung auf gutem Weg Pressebereich 27.10.2015

Diese Seite empfehlen

  • Über uns

    Unsere Online Community für Pflegeberufe ist eine der ältesten und mitgliederstärksten im deutschsprachigen Raum (D/A/CH) und wir sind stolz darauf, dass wir allen an der Pflege Interessierten seit dem Jahr 2000 eine Plattform für unvoreingenommene, kritische Diskussionen unter Benutzern unterschiedlicher Herkunft und Ansichten anbieten können. Wir arbeiten jeden Tag mit Euch gemeinsam daran, um diesen Austausch auch weiterhin in einer hohen Qualität sicherzustellen. Mach mit!

    ©2000-2018 - www.krankenschwester.de - Die Online Community für Pflegeberufe

  • Schnellnavigation

    Öffne die Schnellnavigation

  • Unterstützt uns!

    Unser Team von www.krankenschwester.de arbeitet jeden Tag daran, dass einerseits die Qualität sichergestellt wird, um kritische und informative Diskussionen zuzulassen, andererseits die technische Basis (optimale Software, intuitive Designs) anwenderorientiert zur Verfügung gestellt wird. Das alles kostet viel Zeit und Geld, deshalb freuen wir uns über jede kleine Spende!

  1. Diese Seite verwendet Cookies.

    Für eine uneingeschränkte Nutzung unserer Webseite werden Cookies benötigt. Bitte stimme der Verwendung von Cookies zu, um alle Funktionen unserer Webseite nutzen zu können. Wenn Du Dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst Du unseren Einsatz von Cookies. Detaillierte Informationen über den Einsatz von Cookies auf unserer Webseite erhältst Du durch einen Klick auf "Weitere Informationen..."
    Information ausblenden