Feindseligkeit unter Pflegenden

Hallo,

glaube auch, daß Mobbing garnicht so selten vorkommt.:eek1:

Wie hier schon erwähnt, ist es oft eine schleichender Prozess und kann von den Mobbern als auch vom Opfer als solches nicht gleich zugeordnet oder definiert werden.

Das Opfer fühlt sich zunächst erstmal nur schlecht unter der Behandlung und der Mobber weis erstmal nur wie er den anderen treffen kann.
Beide sind sich aber über die Folgen im längeren Verlauf nicht klar.

Die Motivation ist ja auch nicht immer die gleiche.

Habe ich vor, beruflich aufzusteigen und gibt es jemanden der mir das Wasser reichen kann? ( fachlich, durch Wissen)
Hat dieser das gleiche Ziel und könnte mich überholen und damit das erreichen, was ich haben will?

Motivation: Ich möchte nach oben und gehe über alles drüber, was sich mir in den Weg stellt oder mit mir Schritt halten kann. Dazu suche ich mir unter Umständen noch weniger ehrgeizige Kollegen, die mit mir in eine Horn blasen.

Bin jemand, der auser seiner Arbeit nichts hat, keinen Partner, keinen besonderen Freundeskreis und daher neben neinem Beruf keine ausgleichende Rolle ausfülle?
Vielleich habe ich auch kein besonders gewinnendes Wesen.

Motivation: Ich lasse den anderen bluten, weil ich dem anderen abneide, daß er sobald er die klinik verläßt, daß Leben für ihn weiter geht und ich alleine Zuhause sitze.

Und so gibt es 1000 Möglichkeiten und man kann es so subtil ausleben, daß den meisten drumherum es erst auffällt, wenn es schon Ausmaße angenommen hat, bei denen keiner mehr wegsehen kann oder sich das Opfer zurück zieht.

So selten kann es nicht sein, sonst würden nicht zehlreiche Magazine und Fachjournale darüber schreiben und man könnte keine Literatur darüber kaufen und müßte es auch nicht in der Ausbildung besprechen.
 
Vieles, was ihr in euren Beiträgen erzählt, habe ich über etliche Jahre auch erlebt. Und für mich war dies einer der wichtigsten Gründe, warum ich Freiberuflerin wurde. Ich brauche meine Kraft und meine Energie für wichtigere Probleme als ständig meinen Platz in einem Geklüngel zu suchen, zu definieren, zu verteidigen.
LG blauwolf
 
Hallo,

und ist das nicht tragisch?
Du bist gewichen, hätte auch anderst laufen können.
Hätte man eingegriffen, würdest Du dann noch da arbeiten, wo Du diese Erfahrungen machen mußtest?

Wie hat sich das geäußert?
Für mich gibt es auf der Station, auf der ich gerade arbeite, auch keine Zukunft.
Ich bin zwar kein Opfer, kann aber diese Bissigkeit, die dort sehr ausgeprägt ist, nicht mehr ertragen.

Ich sehe, wie die, die es mit mir auch versucht haben, bei anderen weiter machen und es wird nichts unternommen....obwohl man dem Kind einen Namen geben kann.
Nun heist das kind nicht unbedingt Mobbing, jedoch kann sich das Kind zu einem Mobbingriesen auswachsen, wenn hier keine " Erziehung und Gegegenentwicklung sattfindet.

Bei einem Gespräch mit meiner Leitung, bei der ich die subtile Art und Weise angesprochen habe( als es mich noch betroffen hatte), wurde mir nur gesagt, ich würde mir Gedanken in die falsche Richtung machen.
Der oder die jenigen haben doch nichts gegen mich, sie hätte auch mit den anderen geredet.
Damit hätten die ja dann auch keinen Grund, schlecht mit mir oder irgend jemanden umzugehen.

Wohlwissend was das Problem war und wie es sich geäußert hat.

So kann ich ja auch reagieren, wenn ich nichts dagegen machen möchte....

Und auf einer Station, auf der große Personalfluktuation herrscht und damit begründet wird, es liegt an den Umständen unter denen wir arbeiten müssen ( zu hohes Arbeitsaufkommen in Relation zum Personalschlüssel), kann ich auch so Personal halten.
Indem ich behaupte es ist nichts und somit einen Umsetzungsantrag ablehne.

Natürlich kann ich das auch behaupten......

Es gibt einen haufen Messinstrumente, für Mobbing und deren Unterformen oder Definitionen und die Leitungen kennen sie.
Warum hängt nichts davon offen aus?
Weil sich zu viele darin wieder erkennen würden...wahscheinlich mehr als Opfer denn als Täter.
Hätte aber vielleicht auch die Wirkung, daß ein Täter damit aufhört, weil er erkennt was er da tut.
Unter Umständen tatsächlich Schamgefühl entwickelt oder ihn die Tatsache abschreckt, daß er sich strafbar macht.
Letzteres könnte ja auch sein Opfer wissen.:zunge:
 
Hallo,

möchte dieses Thema doch nochmal ansprechen.
Ich bin mir doch ganz sicher, daß hier viel Erfahrungen gemacht haben in dieser Richtung.
Sei es nur als Beobachter oder doch auch als jemand, der das schon mal aushalten mußte.

Hier gibt es einen Beitrag unter dem Titel: wie geht ihr mit Schülern um?

Ist doch etwas, was durchaus auch hier rein passen könnte. Wie oft damit wohl ambitionierter Nachwuchs vergrault wird?

Natürlich muß es auch kritisch beurteilt werden, wenn ein Schüler klagt, er fühle sich ungerecht behandelt.
Da ist es sicher wichtig, zu durchleuchten weshalb.
Ob hier persönliche Differenzen eine Rolle spielen oder ob es aus einem möglichen "Fehlverhalten" des Schülers resultiert.

Aber hier fängt es schon an, daß vielleicht ein Schüler wirklich nach Nase beurteilt wir und nicht nach der Leistung.

Das hier, kein proffessioneller Umgang stattfindet.

DIES IST KEIN ANGRIFF!!!!!!

Kann man jetzt wichtig finden oder nicht...aber wenn ich mich über, ich weis nicht wie viele Seiten über Piercings beim Pflgepersonal aufhalten kann, finde ich erschreckend, wie viele sich hierzu äußern wollen bzw. nicht.
Und natürlich kann ich daran nichts ändern, hoffe einfach nur auf einen spannenden Verlauf.
Manchmal kommt das ja auch erst in Gang, wenn sich noch mehr beteiligen.
 
Für mich ist folgendes wichtig: ich nehme die Menschen so, wie sie sind!
Ich nehme meine KollegInnen so wie sie sind, ich nehme die Pat. so wie sie sind. Und das erwarte ich auch von ihnen. Aber das scheint zuviel verlangt.
Bei sog. hinter dem Rücken-Gerede habe ich die Personen dazu angesprochen, oder auch bei damaligen Supervisionen daraufhingewiesen. Pat. habe ich auch vorsichtig auf Tratschereien angesprochen.
Aber die Menschen lügen nun mal gerne, ohne sich über die Konsequenzen bewußt zu werden. Hauptsache sie müssen ihre eigenen Fehler nicht anschauen.
Ich bin nicht bereit, Mobbing durchzustehen. Das ist es nicht wert.
Keiner gewinnt bei diesen "Spielchen". es werden nur die primitiven Gefühle der Mobbenden irgendwie befriedigt, aber meistens reicht es diesen nicht, so dass sie immer noch einen drauf setzen müssen.
Die Menschen sind nun mal von Natur aus gehässig, gemein, neidisch usw.
Viele hinterfragen dies nicht, sondern sonnen sich in diesen Gefühlen, fühlen sich dabei stark. Mangelndes Selbstbewußtsein und auch mangelndes fachliches Wissen wird damit nur scheinbar ausgeglichen.Sie sind erbärmlich.
Ich gehe aus diesen Situationen heraus, ich muß mir dies nicht antun.
Als Freiberufler nun komme ich nicht in solche Situationen, da man kurz dabei ist und überhaupt kein Interesse und keine Zeit für solche Primitivheiten da ist. Ich kann mich auf meine Arbeit konzentrieren und das war es.
LG blauwolf
 
Nun sind aber nicht alle Freiberufler und es haben auch nicht alle die Möglichkeit, sich einer solchen Situation, durch Tapetenwechsel, zu entziehen.

Was amche ich mit denen?
Ich betone nochmal, wie wichtig dieses Thema ist und wie wenig Interesse dafür gezeigt wir.
Wenn ich mir überlege, daß es Leute gibt, die behaupten echtes Mobbing gäbe es doch nur selten, dann stimmt doch was nicht...vielleicht mit mir.

Werde mal Statistiken raussuchen.

Auch zu bedenken gilt es, wie wenige AG Intersse an einer Supervision haben, denn sie müßten dann ja was unternehmen.
Oft hört man ja, daß Supervision Geld kostet...machen wir uns mal Gedanken wieviel Geld mobbing kostet.

Krankmeldungen, hohe Fluktuation, muß ja alles irgendwie kompensiert werden, auch finanziell.
 
Bitte schauen, unter Statistiken zu Mobbing in der Pflege (Statistic on bullying in nursing)
Hat mit der Verlinkung nicht geklappt. ;-(
Schuldigung....schau mal wie das hinkriege....
Kann jetzt nicht unendlich aufzählen, aber hier, grob Zahlen, Ursachen, Bekämpfung.
Das sind auch nur die Sachen die ich auf Die Schnelle mal angeschaut habe.
Es gibt unendlich viel mehr, wenn auch nicht alles aus Deutschland.
 
Ich habe heute mitbekommen, das die Streitigkeiten auch verbinden können... die Station hielt zusammen da eine andere Staion über deren Pflege schimpfte, ohne zu wissen was diese leisten... tagtäglich.

Ist es nicht traurig, das man nicht in Ruhe zusammen arbeitet Hand in Hand zusammen fungiert, schon da ja alle das selbe Ziel haben, nämlich die Pat.-versorgung.

Mir ist aber auch aufgefallen das diese Streitigkeiten einfach Überlastung sein können... wenn man tgl unzufrieden nach Hause geht...
 
:verwirrt: Eine Kollegin legt es gerade darauf an, mich etwas feindselig zu machen.
Immer wenn ich ihre Tour fahre (etwa alle 3 Wochen für 5 Tage), legt sie mir eine Übergabe mit diversen Aufgaben hin, welche sie anscheinend für unter ihre Würde hält sie zu erledigen.
Das fängt bei Nägel schneiden (alle Patienten bitte!) an, geht über diverse Bestellungen weiter...und es fällt auch mehrfach beim Patienten der Satz: "Das Bett bezieht dann ....nächste Woche."
Irgendwas scheint sie falsch zu verstehen. Ich werde dann von der Leitung darauf angesprochen warum ich länger brauche. Habs klargestellt und die Antwort erhalten sie sei ja noch jung. Ich müsse aber sehen, daß ich in der geplanten Zeit bliebe.
Habe die Kollegin darauf angesprochen, daß ich bitte nicht nochmal "so eine Übergabe" haben möchte....Das nächste Mal war es aber nicht anders. Leider.
Ich hab ja nix dagegen was anfällt zu erledigen, das ist völlig ok. Aber ich bin doch kein Johann....
Habe mir (so aus dem Bauch heraus) vorgenommen, die nächste derartige Übergabe zu ignorieren und sie vor die Wand laufen zu lassen.
Ist das schon Mobbing?
Würde mich interessieren, denn damit wird sie wohl kommen. Und von der Leitung ist ganz allgemein nicht viel Unterstützung zu erwarten.:anmachen:
 
Ich weis nicht, ob das ne so gute Idee ist.
Würde es der Leitung noch einmal schriftlich zukommen, was das Problem ist. Deine Tour nicht in der Vogegebenen Zeit schaffbar ist, wenn du für die Kollegin die Sachen nacharbeiten mußt.

Notfalls, bitte um eine andere Tour, damit ihr euch nicht mehr so häufig begegnet bzw. vielleicht auch mal ne kollegin diese Liste in die Finger bekommt und sich etwas wirksamer aufregt.
Einen anderen Backround hat.....
 
Ist es nicht schon eine äußerst schlechte Startposition, wenn die neuen Kollegen mitbekommen, daß der neue Mitarbeiter nicht gerne auf der Abteilung ist, weil die sich generell schon einmal abgewertet fühlen könnten?
Ich bin zwar ein sehr friedlicher Mensch, der auch nicht sehr angriffslustig ist, aber bei mir würde sich dann der Gedanke einstellen:
" Na gut, dann laß mich damit in Ruhe, wenn Du nicht bei uns sein möchtest."
lg Fearn
 
Ist es nicht schon eine äußerst schlechte Startposition, wenn die neuen Kollegen mitbekommen, daß der neue Mitarbeiter nicht gerne auf der Abteilung ist, weil die sich generell schon einmal abgewertet fühlen könnten?
Ich bin zwar ein sehr friedlicher Mensch, der auch nicht sehr angriffslustig ist, aber bei mir würde sich dann der Gedanke einstellen:
" Na gut, dann laß mich damit in Ruhe, wenn Du nicht bei uns sein möchtest."
lg Fearn

Das ist allerdings eine Unterstellung der neuen Kollegin/Kollegen gegenüber. O.k. die Gedanken sind frei, wenn Du dies dann allerdings nicht vor dem neuen Kollegen/in so vermittelst, dann passt das eh.

Ich selbst bin ehemaliges Mobbingopfer und ich wehrte mich sogar gerichtlich dagegen. Es blieb mir letztendlich zwar nichts Anderes übrig, aber ich bin durch diese Erfahrung stärker geworden.
Gleichzeitig zum Rechtsstreit ließ ich mich von einer Psychologin begleiten. Mein Fall ist bis heute eine der Fälle, die in dieser Form bisher nicht vorgekommen ist.

Die Mobbinghandlungen gingen bis zu körperlichen und sexuellen Übergriffen.

Es war eine enorm harte Zeit. Meine Peiniger werden bis heute nicht begriffen haben, was sie mir letztendlich angetan hatten. Strafanzeige hätte ich auch noch stellen können. Die Peiniger hätten dadurch die Berufsbezeichnung verloren und darüber hinaus noch eine Freiheitsstrafe. Die Überlegung dies nicht zu tun habe ich mir nicht leicht gemacht.
Ich konnte die Handlungen beweisen u.a. durch Mobbingtagebücher und Zeugen.

Damals hatte ich mir geschworen, dass ich das Thema Mobbing nicht mehr tabuisiere. Wieviele Jahre dachte ich das dies kein Mobbing sei und wie oft war es mir persönlich peinlich an soetwas zu denken. Dann war es zu spät und ich stand mit dem Rücken gegen die Wand.
Damals schwor ich mir auch, dass ich das niemals wieder zulasse und wenn ich mitbekomme, dass Andere in einer ähnlichen Situation sind bzw. das Mobbing beginnt, dann greife ich ein. Bis heute konnte ich das auch einhalten, obwohl es nicht jederzeit Freude bei den Vorgesezten bedeutete.
Aber nun ja....ein Menschenleben dabei zu verlieren wäre schlimmer. Zumal ich einen ärztlichen Kollegen erlebte, der sich tatsächlich wegen Mobbing das Leben nahm und eine Kollegin und Freundin erlebte, die noch heute darunter leidet. Sie hatte schon sehr oft den Gedanken sich das Leben zu nehmen. Ich hatte es nur einmal. ...glücklicherweise. Aber Mobbing ist mit nichts mehr zu entschuldigen und daher sollte man die Pflegenden sensibilisieren.
Es muss endlich ernstgenommen werden und nicht verdrängt werden und wenn damit ein Mobbingbeauftragter und eine Leitung mehr an Aufgaben erledigen müssen, um der Sache nachzugehen. Aber in vielen Einrichtungen ist das auch bitter nötig.

Es ist schwer darüber zu reden, wenn die Gesellschaft einen damit als schlechten Menschen betrachtet bzw. als paranoides Wesen. Aber eigendlich nur Mobbingopfer, die sich ernsthaft wieder erholt haben (wie ich) können da adäquate Aufklärung betreiben.

Das Problem no 2 sind die Arbeitgeber, die dann vermuten könnten, dass man als ehemaliges Mobbingopfer, was klagte...wieder klagen könnte. Da kann ich nur eins zu sagen: Ich persönlich wünsche mir solche Rechtsstreitigkeiten in keinster Art- und Weise mehr. Damals wollte ich das doch auch nicht...aber es ging letztendlich garnicht mehr anders und wie es oft bei Mobbingopfern ist bis sie es erkennen. Daher möchte ich jeden sensibilisieren und lieber Konflikte zeitnah und offen sowohl als auch direkt anzusprechen. So kann Mobbing unterbunden werden und nur so.

So das war mein coming out !
 
:klatschspring::klatschspring::klatschspring:Hallo Pericardinchen,

ich freue mich, endlich mal jemanden gehört oder gelesen zu haben, der die Theorie, es würde ja nur selten vorkommen, widerlegt!

Gleichzeitig bedauere ich es, daß Du so eine Geschichte erzählen kannst im Sinne von, daß es sowas gibt.

Ich bin mir sicher, wer es erlebt hat, möchte es ruhen lassen, wenn er Deinen Weg gehen mußte...aber da ich es so oft sehe und auch erzählt bekomme, finde ich auch, eine Sensibilisierung muß stattfinden!:daumen:

Ich bekomme einen Zorn, wenn ich sowas mitkriege und frage mich, wie das eigentlich mit unserer Berufsethik vereinbar ist.:motzen:

Und ich sage es nochmal....ich bin schockiert, so wenig Interesse an diesem Thema, welches soziale Berufe besonders trifft, zu erfahren.

Ich selbst kann auch eine Geschichte erzählen.

Als ich meine erste Ausbildung zur Altenpflegerin gemacht habe...da wurde ich oft von der SL fertig gemacht.
Aus irgend einem Grund mochte sie mich nicht.
Ich bekam während der gesamten Ausbildung nichts gezeigt, sollte aber alles können.
Sogar auf den klinischen Unterricht, der damals in der Altenpflegeausbildung Praxisunterricht hieß und benotet wurde, durfte ich micht nicht vorbereiten.
Bei der Benotung wollte die SL aber immer mitreden und sie gab sich wenig mühe, mich fair zu benoten.

Ich wurde krank...hatte ne Streptokokkenangina verschleppt und ne Pericarditis bekommen.
Diese war aber zunächst nicht erkannt worden.
Ich kollabierte am laufenden Band...sogar in der Arbeit.
Die SL, instruierte dann meist einen Kollegen, mir Kreislauftropfen zu geben, damit ich ja weiter arbeite.

Als es diagnostiziert wurde, habe ich gekündigt, denn alle meine Beschwerden und Bitten von dieser Station wegzukommen, wurden überhört und mit der SL reden hatte keinen Sinn.
Sie sah sich im Recht und hatte ihre Handlanger.
Sie ließ mir Sanktionen oder Boßhaftigkeiten immer über ander zukommen.
Sie selbst krallte mich nur dann wenn sie ganz schlecht daruf war, dann wurde man auch vor Bewohnern und Angehörigen nieder gemacht.
Das ging auch soweit, daß niemand mehr mit mir gesprochen hat und wenn es mir schlecht ging und ich kam deswegen zu spät zum Frühdienst oder mußte früher gehen oder ich hatte mich krank gemeldet, dann mußte ich zumindest die Zeit nacharbeiten, die zu spät kam oder gehen mußte.
Obwohl ich es begründen konnte und es ersichtlich war, daß ich krank war.

Ich hieng mit Magenschmerzen, brechend über der Schüssel, hatte an nichts mehr Freude und hatte zu diesem Zeitpunkt auch keine Perspektive.
Ich wußte nich was ich machen sollte.

Als ich gekündigt hatte, wurde Die SL abgesegt.
es waren der Heimleitung und der PDl bekannt, wie schwierig es manchmal mit ihr war...
Als ich mich beschwert habe und erzählte wie krank ich war, wurde mir versprochen, daß ich auf eine andere Station darf.
Die SL hatte sich wohl auch hinter meinen Rücken ohne voher mit mir gesprochen zu haben, was ihr nicht paßt, bei der PDL beschwert.

Es ist nie was passiert.
Man hatte mir noch geraten, wenn ich krank wäre, dann solle ich mich auch auskurrieren, um nie mehr eine Krankheit so zu verschleppen.

Aber die SL ist erst verschwunden, als ich gegangen bin und schon andere davor und nach mir.

Also bin ich, was dieses Thema angeht, sehr sensibel.


Ob es neue Mitarbeiter vermögen, die noch neueren so zu impfen, daß diese auch gänzlich den Spaß an der Station verlieren.....
Ich kann sagen, daß ich mit einigen Kollegen ein engeres Verhältnis habe und dies verstehen sich zum Beispiel hervorragend mit denen, die mich gerne trietzen/würden:wink1:

Sie halten das auseinander...die sind die und ich bin ich und das ist ja auch in Ordnung so.

Danke...so konnte ich meine Geschichte loswerden und ich habe mich leider nicht gewehrt...ich bin gegangen...würde ich nie mehr machen!

Uns so sollten wir das hier am leben halten!
Sollten viel darüber sprechen, um andere aufmerksam zu machen.
Vielleicht gibts noch mehr die sich dann noch viel mehr nicht mehr gefallen lassen.
 
hallo

natürlich gibt es Mobbing und natürlich ist das für die Opfer sehr tragisch und wenn man irgendwie kann sollte man sich wehren ........

aber wir müssen auch die Kirche im Dorf lassen, ich kenne auch Fälle, bei denen" normale" Lästereien als Mobbing bezeichnet wurden und Kollegen endlos Krankenscheine hatten, weil sie angeblich gemobbt wurden.....

was sind "normale" Lästereien.......

in unserem Beruf ist es durchaus üblich, das kleinste Kleinigkeiten, die vergessen wurden, nachher den Kollegen erzählt werden.....

vergessene Mülltüten, über die ich nicht mal nachdenke......

mal nicht abgeräumtes Geschirr.....

es wird brühwarm berichtet, das die Kollegin ja" nie" den Müll wegräumt

das ist albern und Kinderk...... für mich

mit gesundem Selbstbewußtsein MUß ich darüber stehen, denn das passiert anscheinend überall

echtes Mobbing muß ich aber bekämpfen....... da habt ihr Recht

viele Grüsse
Bully
 
hallo

natürlich gibt es Mobbing und natürlich ist das für die Opfer sehr tragisch und wenn man irgendwie kann sollte man sich wehren ........

aber wir müssen auch die Kirche im Dorf lassen, ich kenne auch Fälle, bei denen" normale" Lästereien als Mobbing bezeichnet wurden und Kollegen endlos Krankenscheine hatten, weil sie angeblich gemobbt wurden.....

was sind "normale" Lästereien.......

in unserem Beruf ist es durchaus üblich, das kleinste Kleinigkeiten, die vergessen wurden, nachher den Kollegen erzählt werden.....

vergessene Mülltüten, über die ich nicht mal nachdenke......

mal nicht abgeräumtes Geschirr.....

es wird brühwarm berichtet, das die Kollegin ja" nie" den Müll wegräumt

das ist albern und Kinderk...... für mich

mit gesundem Selbstbewußtsein MUß ich darüber stehen, denn das passiert anscheinend überall

echtes Mobbing muß ich aber bekämpfen....... da habt ihr Recht

viele Grüsse
Bully

Das ist genau das Problem, was ich sehe und seit mehr als 15 Jahren in den Krankenhäusern erlebe.

Gerade die Kleinigkeiten führen zum Mobbing...genau dort sitzen nämlich die Samen des Mobbings.
Bei mir fing das genau so an.
Es ging bei mir so weit, dass sogar Patienten auf Leib und Leben gefährdet wurden, um mich zu schädigen.
Mobbing beginnt immer subtil.

Das Problem ist immernoch: Es wird heruntergespielt und Lästereien, Ignoranz und Co nicht ernst genommen und übrigens Krankmeldungen über längere Zeit sind ein Beweisverstärker für Mobbing und sollten ernst genommen werden.
Das Mobbingopfer als Simulanten hingestellt werden liegt sehr stark an der Tabuisierung.
Mit einer Sensibilisierung und damit ggfs. Entabuisierung könnte Mobbing im Keim erstickt werden. Allerdings erlebte ich leider zu oft, dass es fälschlicherweise heruntergespielt wird, weil der Andere ja nur angeblich zu überempfindlich reagiert.
Das ist allerdings vollkommener Unsinn.
 
Wenn ich als Stationsleitung mitbekomme, daß Kolleginnen aufeinander einhacken, dann habe ich mir angewöhnt diejenigen an einen Tisch zu setzen und die Probleme direkt anzusprechen! Meistens hilft das schon, um wieder Ruhe reinzubringen! Wenn es 2 MA sind, die sich bekriegen, dann möchte ich auch, daß sie ein Gespräch suchen und ich als Mentor dabei bin! Bis jetzt hat das immer geklappt!:smlove2:Manchmal reicht auch schon ein Gespräch mit mir unter 4 Augen!
 
Die Kirche im Dorf lassen?!

Ich habe nicht den Eindruck, daß hier übertrieben wird!:motzen:

Wegen solcher Sprüche...man muß die Kirche im Dorf lassen...gibt es Mobbing!
Wer bei scheinbaren Kleinigigkeiten und mit Kleinigkeiten meine ich, vielleicht den Anfang von wesentlich mehr, schon wegschaut....WIE SIEHT ES DANN AUS WENN ES RICHTIG RUND GEHT?

Und was bedeutet das, wenn doch angeblich nur die eine Kollegin nicht den Müll wegräumt?
:megaphon:Offensichtlich geht es doch garnicht um den Müll!
Das nächste mal hat sie vielleicht angeblich was anderes vergessen und wenn das ausgelutscht ist, dann hat sie vielleicht was zu viel gemacht oder falsch.

Ist es möglich, das sich dieses Forum, so großer Beliebtheit erfreut und so eine rege Teilnahme zu beobachten ist(Zynik und Sarkasmus sind was echt häßliches....), weil vielleicht ausreichend Leute das hier gelesen haben, die auch wegschauen?:wut:

Ich habe nicht zu Anfang um sonst gefragt, ob nicht irgendjemand auch schon auf der anderen Seite war.
Damit meine ich, wer hat sich denn schon hinreisen bzw. mitreisen lassen?
Am Ende, hat das nämlich keiner....

Puh, ich kann es nicht fassen..
 
olynthchen, ich persönlich bin selbst Opfer, bin aber nach wie vor nicht so wirklich in der Lage, das Geschehene zu notieren.

Weißt du, warum die "Anderen" nicht zugeben, dass sie es auch schon gemacht haben? weil sie es nicht wissen - sie wissen oft nicht, dass sie überhaupt mit ihrem Verhalten schon was angerichtet haben - sie wissen nicht, dass sie es geschafft haben, einen Menschen über längere Zeit zu verletzen - die meisten von ihnen sind selbst blind und meinen, das richtige zu tun, weil es alle anderen auch machen. Dass da eine Systematik dahinter steckt, realisieren viele erst zu spät, wenn sie im Strudel schon voll drin hängen - die Angst, selbst das schwarze Schaf zu werden, ist am Ende ja doch zu groß... ich möchte niemals mit der Gewissheit leben müssen, jemanden so fertig gemacht zu haben, dass dieser nicht mehr leben wollte.

Das ist die Erfahrung, die ich mit den "Anderen" gemacht habe

ob ich jemals wieder in einem Klinikteam arbeiten werde oder überhaupt möchte - ich wag es zu bezweifeln - ich ziehe den Hut vor den Kollegen hier, die ihre Geschichte offengelegt haben - ich kann das vor einzelnen - persönlich - bei Menschen, wo ich weiß, die gehen mit den Infos pfleglich um.


Allein der Gedanke, dass hier jemand von "früher" mitliest, lässt mich erschaudern - ich will das Abgeschlossen wissen - und nachdem die Systematik sich damals auf meinen weiteren Arbeitsplatz ausgeweitet hatte (nach der Versetzung), werd ich immer mit der Befürchtung leben, dass Kollegen sich untereinander austauschen. Auch über viele Kilometer hinweg.


Ich brauch das nicht nochmal.
 
Vollkommen akzeptabel, auch das ist kein seltenes Phänomen, sich weiter bedroht zu fühlen, wenn man den Kapfplatz längst geräumt hat.
Und es muß nicht jeder seine Geschichte erzählen jedoch glaube ich nicht, das ein Mensch nicht weis , wann er einen ander nieder macht.
Besser, er geht nicht mit dem Vorsatz mobben zu wollen, an die Sache ran aber er ist sich im Klaren, daß er etwas tut, was einen anderen zumindest mal ärgert.

In dem Moment, wo ich jemanden angreife, weis ich was ich tue.
Was meine Motivation ist, spielt dann keine Rolle.
Oft wissen wir , wie schon gesagt, um die Folgen im längeren Verlauf nicht bescheid.
Wir machen uns keine Gedanken, was das über kurz oder lang für Folgen hat.

Ich habe schon einmal gesagt, wer das erlebt hat, möchte das hinter sich lassen aber ich kann jedem nur raten, richtig auf den Busch zu klopfen, wenn er sich schlecht fühlt.
So kann man auch einiges bereinigen......u.U. mit den Leuten mit denen man das Problem hat.

Wünsche Dir, daß das nie mehr vorkommt und wenn doch......dann wünsche ich Dir ne riesen Keule (sinnbildlich gesprochen), um jeden der blöd wird, einen kleinen Schlag auf den Hinterkopf zu verpassen.

Kleine Schläge auf den Hinterkopf erhöhen angeblich das Denkvermögen :wink1:
 
es war u.a. sexuelle Belästigung dabei - bis vor ein paar Monaten war ich auf dem Stand - wenns nochmal passiert, halt ich besser meine Klappe (es hat mir keiner geglaubt >_< )

heute sollte ein Mann das nicht nochmal tun - es könnte sein, dass er danach ziemlich schwer verletzt ist - mittlerweile ist diese Hilflosigkeit in Aggression umgeschlagen - ich glaube, diese Starre erlebe ich nicht nochmal so.
Dafür hab ich mich zu lange damit beschäftigt.


Die Differenzierung in der Ausführung kann ich schon eher unterschreiben - dass die Leute wissen, dass sie jemanden fertig machen, ABER nicht wissen, warum und wohin es führt.

Letzteres ist die eigentliche Katastrophe. Wo jeder von uns anders reagiert.

Kommentar von einem Großteil Kollegen: Leg dir doch ein dickes Fell zu (soso ^^)
 

Ähnliche Themen