Einheitliche Ausbildung in den Pflegeberufen: Eure Meinung?

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Exam. Gesundheits- und Krankenpflegerin
Huhu, würde gern eure Meinungen zu dem Thema hören, wie ihr das seht, dass Kinderkrankenpflege,Altenpflege und Krankenpflege in einer einheitlichen Ausbildung stattfinden soll irgendwann?
Weiss nicht ob das so gut wäre und vor allem wie soll das denn funktionieren?Habt ihr evtl. nähere Infos darüber? Würde mich interessieren.
Was sagt ihr dazu?

Freue mich wenn jemand sein Feedback abgibt.
LG :)
 
Morgen,
also ich habe gehört und gelesen in der Fachzeitschrift " Häusliche Pflege" das die drei Ausbildungsrichtungen die ersten zwei Jahre den gemeinsamen Unterricht erhalten sollen in den grundkegenden Fächern z.B. Anatomie, Krankheitslehre, Hygiene , Körperpflege etc. und im dritten Lehrjahr dann die Differenzierung stattfinden soll. Ich persönlich finde dieses Projekt nicht gut, weil ich glaube es gab ja damals einen Grund das man die Goße Krankenpflege von der Kinderkrankenpflege sowie Altenpflege getrennt hat. Weiterhin ist ja auch die Durchführung bestimmter Tätigkeiten von Ausbildungsgrad unterschiedlich so dürfen Gesundheits-und Kinderkrankenpfleger/-In nicht in der Erwachsenenpflege arbeiten oder Altenpfleger nur Wunden bis zu einem Durchmesser von 20 cm versorgen.
Alles im allem ist mein Credo das die drei Ausbildungsrichtungen so getrennt bleiben sollen, weil das arbeiten in den einzelnen Richtungen ja unterschiedlich und spannend ist.
 
Morgen,
also ich habe gehört und gelesen in der Fachzeitschrift " Häusliche Pflege" das die drei Ausbildungsrichtungen die ersten zwei Jahre den gemeinsamen Unterricht erhalten sollen in den grundkegenden Fächern z.B. Anatomie, Krankheitslehre, Hygiene , Körperpflege etc. und im dritten Lehrjahr dann die Differenzierung stattfinden soll. Ich persönlich finde dieses Projekt nicht gut, weil ich glaube es gab ja damals einen Grund das man die Goße Krankenpflege von der Kinderkrankenpflege sowie Altenpflege getrennt hat.

Hallo Kollege.

Ich rupfe den Post bisschen auseinander, damit die Antwort eine Struktur hat. Es sind nicht nur 3 Einrichtungen, es sind mehrere Einrichtungen bundesweit, die integrativ, bzw. generallistisch ausbilden. Dies bedeutet, dass der Unterricht fächerübergreifend und auf alle Altersstufen ausgerichtet. Es besteht Möglichkeit, dann nach 3,5 Jahren die Ausbildung mit 2 Abschlüßen oder nach 4 Jahren mit allen 3 Abschlüßen zu absolvieren. So weit ich weiß, sind diese Ausbildungsgänge schon seit Jahren keine Modellausbildungen sondern Regelausbildungen. Es gab einen Grund, Kurzsichtigkeit und Boom in der Altenpflege und gesetzliche Lücken, so dass man vor 2004 Altenpfleger mit teilweise 2-jährigen Ausbildungen hatte.

Weiterhin ist ja auch die Durchführung bestimmter Tätigkeiten von Ausbildungsgrad unterschiedlich so dürfen Gesundheits-und Kinderkrankenpfleger/-In nicht in der Erwachsenenpflege arbeiten oder Altenpfleger nur Wunden bis zu einem Durchmesser von 20 cm versorgen.
Alles im allem ist mein Credo das die drei Ausbildungsrichtungen so getrennt bleiben sollen, weil das arbeiten in den einzelnen Richtungen ja unterschiedlich und spannend ist.

Es gibt für keine der drei Berufsgruppen Vorbehaltsaufgaben. Kannst du es belegen, dass Altenpfleger nur Wunden bis einem Durchmesser von 20cm versorgen dürfen? Was ist der Unterschied in Versorgung, wenn eine Wunde einen Durchmesser von 23cm hat?

Des Weiteren geht es um die Anerkennung im Ausland. Mir ist es nicht bekannt ob es Länder gibt in den Kinderkrankenpflege abgesonderte Ausbildung ist, aber Altenpflege ist ein deutsches Kostrukt.

Was viel besser als weitere Trennung wäre, wären die Weiterbildungen in unterschiedlichen Bereichen, sowie vertikale Aufteilung der Aufgaben(Stichwort Helfer, Servicepersonal, etc).

Für Gesestzgeber wäre es meiner Meinung nach viel einfacher ein Bundesgesetz für Ausbildung und Ausübung(das fehlt gerade) zu verabschieden, wenn es nur eine generallistische Ausbildung gäbe. Dann könnte man die Vorbehaltsaufgaben leichter erstellen.
 
Guten Abend,
die Angabe mit dem Durchmesser für die Wunde war eine Fragestellung aus meiner Abschlussprüfung 2012 am Tag 3: rechtliche Grundlagen, öklogische und wirtschaftliche Arbeitsweise sowie Pflegequalität, Pflegewissenschaft und Pflegeforschung.

Soviel ich weiß ist die Ausbildung als Gesundheits-und Krankenpfleger/-In Europaweit und in Australien anerkannt, so lt. meinem Rechtskundelehrer, nur das in einigen EU-Ländern die Pflegefachkraft 1/2 Jahr Anerkunng ableisten muss Bsp. England oder Polen.

Ich habe es jetzt so verstanden das Sie für eine gemeinsame Ausbildung sind, nur die Begründung ist mir persönlich etwas dünne. Würde gerne genauere Angaben geben, auch gerne als PN.
 
Weiterhin ist ja auch die Durchführung bestimmter Tätigkeiten von Ausbildungsgrad unterschiedlich so dürfen Gesundheits-und Kinderkrankenpfleger/-In nicht in der Erwachsenenpflege arbeiten oder Altenpfleger nur Wunden bis zu einem Durchmesser von 20 cm versorgen.

Irrtum. Es gibt keinerlei Vorbehaltsaufgaben, es gibt keinerlei gesetzliche Beschränkungen der verschiedenen Ausbildungsberufe auf eine bestimmte Altersgruppe. Laut Gesetz befähigt jeder pflegerische Ausbildungsgang zur Pflege von Menschen aller Altersgruppen. AltenpflegerInnen arbeiten auch in Krankenhäusern, KrankenpflegerInnen in Altenheimen, KinderkrankenpflegerInnen sogar recht häufig in der Erwachsenenpflege.

Zeig mir doch bitte mal das Gesetz, welches regelt , welche Berufsgruppe welche Wundgröße versorgen darf :deal:
 
Hallo, ich bin zufällig im Moment in so einer Klasse wo die 3 Bereiche zusammen gelegt wurden.

3 Jahre arbeitet man und lernt man gemeinsam, allerdings schafft man im eigenen Betrieb, ob es Heim ist oder auch die Klinik. Schimpft sich integrative Pflegeausbildung. Nach den 3 Jahren Ausbildung hast du die Möglichkeit ein weiteres halbes Jahr anzuhängen um beispielsweise als exam. Krankenpfleger noch zusätzlich das Examen in Kinderkrankenpflege zu machen.

Bei uns läufts allerdings garnicht gut, konzentrieren uns viel zu sehr auf Pflege als auf die med. Aspekte, was zu Gunsten der Krankenpfleger einfach sch@1ße ist.
 
Bei uns läufts allerdings garnicht gut, konzentrieren uns viel zu sehr auf Pflege als auf die med. Aspekte, was zu Gunsten der Krankenpfleger einfach sch@1ße ist.

Du weißt aber schon, dass Du einen Pflegeberuf erlernst und nicht Medizin studierst?
 
längst überfällig!!!
In anderen Ländern auf der Welt hats noch nie ne Grundausb. KIKRa oder Altpflg gegeben.
Sind die alle dümmer wie wir, oder halten wir an alten bereits vergammelten Zöpfen fest?
Jedenfalls, selbst im europäischen Ausland sind weder KiKra noch Altpflg anerkannt.

Ansonsten, lieber Kevin, scheintst du berufpolitisch ziemlich große Lücken zu haben - nicht böse gemeint.

Natürlich kann jeder - immer schon - überall in jedem Fachgebiet arbeiten - GUK, GUKK, AP - Kreuz und quer.

Zentimeter bei Wunden - wenn du deinen Rechtskundelehrer zitierst - dann hat der dir doch bestimmt auch die gesetzliche Grundlage gesagt?

Wenn die Frage so gestellt war - Examen anfechten.

Auch das mit der Anerkennung in z.B. Polen/England etc., einfach mal ins KrPflG schauen, da sind die gegenseitigen Anerkennungen im Anhang, zumindest für Europa.
Wundert mich eigentlich, dass dir das alles nicht bekannt ist?
Das sind eigentlich berufspolitische Basics.
 
Ganz so einfach ist das nicht- das Vergleichen mit den anderen Ausbildungen. Deutschland will die "eierlegende Wollmilchsau" und hat ihre Ausbildung deswegen generalistisch angelegt. Wobei das Generalistische in der Regel ganz schnell verschwunden ist wenn man in die Praxis schaut. Da gibt es schon während der Ausbildung Spezialisierungen.

Ich persönlich bezweifele, dass D es schafft eine dem Ausland vergleichbare Grundausbildung zu schaffen. Zu viele alte Zöpfe müssten abgeschnitten werden und wer mag schon mit einem erst mal fast kahlen Kopf da stehen. Wir haben es ja noch nicht mal geschafft, den Bachelor flächendeckend ans Bett zu bekommen.

Elisabeth
 
Deutschland will die "eierlegende Wollmilchsau" und
nein will Deutschland nicht, sondern nur einfach sich an den Welt- zumindest europäischen Standard und die gelebte Realität anpassen.

Wobei das Generalistische in der Regel ganz schnell verschwunden ist wenn man in die Praxis schaut. Da gibt es schon während der Ausbildung Spezialisierungen.
na ja, typisch Pflege, schon wieder unken bevor überhaupt, das Gesetz und der Lehrplan engültig verabschiedet sind.
Wir sind und doch hoffentlich einig, dass die generalisiert Ausb. immer noch ein, zwar mittlerweile scheinbar auf Dauer angelegtes , aber trotzdem defacto noch Pilotprojekt ist und nicht zu verwechseln mit der integrierten Ausb.

Zu viele alte Zöpfe müssten abgeschnitten werden und wer mag schon mit einem erst mal fast kahlen Kopf da stehen.
Weiß ja nicht wie bei euch Zöpfe geschnitten werden, bei uns ist danach KEINER kahl.

Ich persönlich bezweifele, dass D es schafft eine dem Ausland vergleichbare Grundausbildung zu schaffen. ... Wir haben es ja noch nicht mal geschafft, den Bachelor flächendeckend ans Bett zu bekommen.
jetzt bin ich aber gespannt, von welchem Land sprichst du denn?
Wir haben es ja noch nicht mal geschafft flächendeckend GuKs ans Bett zu bekommen, da tummeln sich immer mehr Hilfskräfte, wie in anderen Bereichen auch.
 
Ich persönlich finde dieses Projekt nicht gut, weil ich glaube es gab ja damals einen Grund das man die Goße Krankenpflege von der Kinderkrankenpflege sowie Altenpflege getrennt hat.
Bei der "Gründung" des Berufsbildes der Altenpflege gab es lediglich ökonomische Gründe. Die Ausbildungsvoraussetzung war seinerzeit niedriger angesiedelt und es ging darum, schnell billige Altenpflegekräfte auszubilden. Das hatte und hat definitiv nichts damit zu tun, daß durch die Trennung eine bessere Ausbildung stattfindet.

Heute kann jede Pflegekraft in Deutschland überall arbeiten, mit dem selben Aufgabengebiet und ohne Einschränkung. Zumindest rein von der formalen Qualifikation. Der "Pflegenotstand" an vielen Orten läßt den AGs auch gar keine große Wahl, sich auch im Aktukrankenhaus für Altenpfleger oder Kinderkrankenpfleger (in der Erwachsenenpflege) zu öffnen.

Ich bin sehr gespannt, wenn die ersten Generalisten bei uns anfangen (nach der Ausbildung)... Ich hoffe auf neue Impulse - im schlimmsten Fall passen sie sich gleich an und es bleibt dadurch alles, wie es ist. Soll heißen: ist eine Chance, die man nutzen oder verstreichen lassen kann.
Als Chance z.B. sehe ich hier die Entwicklung von Casemanagement bis hin zur Organisationsform Primary Nursing.. aktuell haben wir nur wenige Mitarabeiter, die hinsichtlich komplexer Fälle die fachlichen und methodischen Kompetenzen zeigen. (leider)
In anderen Ländern auf der Welt hats noch nie ne Grundausb. KIKRa oder Altpflg gegeben.
Sind die alle dümmer wie wir, oder halten wir an alten bereits vergammelten Zöpfen fest?
Zuerst mal: ich halte den Rest der Welt für schlauer ;-)
Warum in Deutschland das anders ist als anderswo, ist natürlich historisch und wäre völlig überholt, wenn es Pflege nicht so "billig" machen würde. Von daher gibt es vom Gesetzgeber keinen Anreiz, irgendwas zu forcieren. Auch von der Berufsgruppe selbst kommen kaum Anstrengungen, daran etwas ernsthaft zu ändern. Und das sind ja offensichtlich nicht nur die Alten.
Aktuell besteht doch nur der Druck, innerhalb der EU die Anforderungen zu erfüllen (sonst wäre die Zulassung zur Krankenpflege schon auf den 9-jährigen Hauptschulabschluss abgesenkt).
 
@Renje- der Herr möge dir deinen Glauben an das Gute erhalten. Das, was da bis jetzt als Reform der Ausbildung gehandelt wird orientiert sich an schnell und billig. Die Grundstruktur bleibt erhalten. Das kann nur funzen, wenn ich in allen drei Bereichen zusammenstreiche.

Welchen Wert die Politik der Profession Pflege zumisst wurde uns schon gezeigt als es um die Zugangsvoraussetzungen ging. Den Gesetzsgebern geht es um die Grundversorgung der wachsenden Anzahl an Pflegebedürftigen in den nächsten Jahren. Die Betonung liegt auf der Grundversorgung. Der Pflege-TÜV, die MDK-Prüfungen zeigen wofür man Fachkräfte braucht- zum Ausfüllen diverser Papiere.


Elisabeth
 
Ja und jetzt jammern wir wieder über den Gesetzgeber und die Politik.

Vorschläge werden runter gemacht - siehe Kammerdiskussion - konstruktive Vorschläge bleiben sowas von komplett aus.

Ausbildungsreform, ja die Richtung ist o.k. - endlich raus aus der Kreisdreherei.
Richtung ist klar und wie im richtigen Leben, muss auf dem Weg der gangbare erst noch gefunden werden u.u.U. auch mal abgebogen oder umgekehrt werden.
Hauptsache es bewegt sich endlich was.
Man wird im laufe der Jahre demütig und freut sich über jeden kleinen Schritt.
Die Berufsgruppe schiebt nicht an, sondern dreht sich um sich selbst im Kreis, wie in Mekka um die Kaaba.
 
Wieso jammern? Man muss den Tatsachen nun mal ins Auge schauen. Erst dann kann überlegen, wohin das Boot überhaupt gehen kann. Es ist nun mal so, dass Pflege auch bezahlbar bleiben muss. Und der Bürger hofft, dass die Regierung dies im Auge behält.

Nun gut- die aktuelle Regierung sollte man daran nicht messen. Die haben den Volksmund schon verändert: Die Oma versäuft des Enkels klein Häuschen". Da darf man gespannt sein, wie das in ein paar Jahren so aussieht mit den Sozialkassen und worauf man sich da dann einlassen darf.

Wer zeichnet eigentlich aktuell für die Ausbildungsreform? Wenn mich nicht alles täuscht sitzen da auch Pflegeakademiker. Und das sogar ganz ohne Mandat einer Kammer. Oder irre ich da?

Elisabeth
 
Erst dann kann überlegen, wohin das Boot überhaupt gehen kann. Es ist nun mal so, dass Pflege auch bezahlbar bleiben muss.
ja ist schon recht, wir überlegen noch wohin wir wollen, da konnten wir uns noch nie einigen und die anderen sind schon im Hafen und bereits am Sitzplätze verteilen. Während wir immer noch Überlegen, sind die Sitze schon besetzt uns bleibt das jammern, während andere sagen wo es lang geht - halt wie immer.

Bezahlbar - Bremen hats vorgemacht, es wird sogar billiger.

Den Rest würde ich als deine üblichen Nebelkerzen bezeichnen und rhetorischen Fragen - no comment.
 
Tja- so ist das, wenn man jahrelang nach dem Motto handelt: wir müssen kleine Brötchen backen. Warum eigentlich? ich denke, weil man sich vor den großen, eigentlich längst überfälligen, Veränderungen gefürchtet hat.

Ich hatte gehofft, dass man sich endlich zur Professionalisierung à la http://www.bosch-stiftung.de/content/language1/downloads/Sonderdruck_Pflege_neu_denken.pdf bekennt. Schon vor über 10 Jahren hat man erkannt, dass man völlig am Bedarf vorbei ausbildet. Und das wird mit der neuen Reform wieder nicht umgesetzt.

Wie geschrieben: wir backen lieber kleine Brötchen. Man darf die Basis ja net überfordern/verschrecken. Der Zug ist längst abgefahren und man sieht nicht mal mehr die Rücklichter. Ein paar wenige sind in diesem Zuge eingestiegen und hoffen, dass die Kammer ihnen hilft doch noch zum Ziel zu kommen. Dumm nur, dass der Zug nur vorwärts fährt und nicht zurück. Ist die Frage: sitzen genug von uns im Zug. Mich interessiert mittlerweile nicht mehr, was aus dem jammernden Volk auf den Bahnsteig wird. Man kann nicht jeden mitnehmen wollen- schon gar nicht mit Zwang.

Elisabeth
 
Liebe Elisabeth,

du fängst immer wieder von vorne an und drehst dauernd das Hamsterrad in deiner Argumentation.
Das ist doch alles schon längst tausendfach beantwortet worden - deshalb bezeichne ich das als rhetorische Fragen, da die Antwort schon längst hinreichend bekannt und beantwortet.

Ich verstehe nicht dass du das nicht zu Kenntnis nimmst und endlich den nächsten Schritt machst.

wir müssen kleine Brötchen backen. Warum eigentlich? ich denke, weil man sich vor den großen, eigentlich längst überfälligen, Veränderungen gefürchtet hat.
nein, weil wir nicht Organisiert sind und deshalb kein Gehör und keine Schlagkraft haben.
Das Problem haben wir vor mindestens 20 Jahren schon erkannt, sonst hätte es u.a. die BIG nicht gegeben und die Kammerbestrebungen bis heute.
Wäre ein Teil zur Lösung gewesen - aber es wird lieber gejammert.

Schon vor über 10 Jahren hat man erkannt, dass man völlig am Bedarf vorbei ausbildet. Und das wird mit der neuen Reform wieder nicht umgesetzt.
hat man schon - wer ist eigentlich man- deshalb auch die Öffnungsklausel im Gesetz von 2003, erste Versuche mit der integrierten Ausb. und klares Bekenntnis zu generalisierten Ausb.

Also Bedarf und Notwendigkeit erkannt, Gesetzgeber hat die Möglichkeiten geschaffen, die Berufsgruppe macht halt wieder nix draus - klar die Politik ist natürlich wieder Schuld.

Der Zug ist längst abgefahren und man sieht nicht mal mehr die Rücklichter.
Ja gott sei dank ist was in Bewegung und weitere Züge auf die Gleise zu stellen oder nen Bus zu mieten - um in deinem Bild zu bleiben - liegt an uns. Wenn wir am Bahnsteig stehen und lamentieren, wie schlimm MAN mit uns umgeht und wir armen und und und ... und nicht endlich überlegen wie bringen wir uns ins Spiel, was müssen wir tun, wie organisieren wir uns, stehen wir in 20Jahren noch am Bahnsteig und jammern über die böse Pollitik.

Dumm nur, dass der Zug nur vorwärts fährt und nicht zurück.
na Hoffentlich, das haben wir ja seit Jahren, 3 Schritt vor - 2 zurück.
Was jetzt - auf den Bahnsteig setzen und schmollen - oder den A... hochkriegen und den nächsten nehmen, den Bus oder ein zwei drei Autos, sich was einfallen lassen, kreativ sein - oh man, da krieg ich nen dicken Hals mit dem ewigen Gejammer.

Man kann nicht jeden mitnehmen wollen- schon gar nicht mit Zwang.
nein oder vielleicht doch? Wenn ich Vorteile genießen will bei einem Autoclub, Rechtschutz, Haftpflicht, Hausrat, Gewerkschaft, Berufverband und und und, dann muss ich Mitglied sein und meinen Beitrag dazu leisten, ist doch jedem klar
und selbstvertändlich,

eine berufständische Vertretung will man für lau.

Das verstehen viele der eigenen Berufgruppe nicht und Aussenstehende schon gar nicht.

Das NICHT Gewerkschaftsmitglieder die Errungenschaften der zahlenden Gewerkschaftsmitglieder wie selbstverständlich geniesen und dann noch auf die Gewerkschaften schimpfen, dass ich das eine wie das Andere nicht für richtig erachte brauch ich wohl nicht extra zu erwähnen.
 
So ist das, wenn man meint, dass das Gegenüber Kontra-Kammer ist weil sie die Meinung vertritt, dass Verdi und Co. den Finger in die Wunde gelegt haben. Ich nehm es dir nicht übel. Ich musste auch erst lernen/ lerne noch, dass Kitrik auch konstruktiv sein kann- vor allem dann, wenn sie aus einem anderen Blickwinkel kommt.

Die Pflege kommt nicht voran, weil sie ständig bemüht ist, alle in den Zug zu holen. Und nein- man kann net immer abwarten und dann ev. den nächsten Zug nehmen. Auch ein Bus geht nicht mehr. Du holst den Zug des Fortschrittes nicht ein. Du kannst ihn nicht ausbremsen, weil du erst mal alle überzeigen musst. Und es ist für die Gesundheitswirtschaft völlig uninteressant wie hoch der Organistationsgrad ist und ob und wann denn nun endlich alle Pflegekräfte begriffen haben, dass Schluss ist mit der geliebten alten Zeit.

Und wenn wir schon wieder den Kammergedanken bemühen- er ändert nix an den Passagieren des Zuges. Im Gegenteil. Wenn die Engagierten jetzt wieder unendlich Zeit vergeuden- kleine Brötchen backen- um ja alle Mitglieder der Berufsgruppe zu überzeugen, dann wird sich nie was ändern. Die Kraft gehört in die Ziele investiert und net in die- eh unsinnigen- Diskussionen ob der Weg zur berufsständischen Vertretung nun der richtige ist. Für einen Teil der Pflegekräfte ist es der richtige Schritt. Und nur das zählt und nix anderes.

Ich mag mich nicht darüber aufregen, dass die Mitläufer im Endeffekt ev. auch partizipieren. Es ist nun mal wie es ist. Fliedner bekommst net raus. Na und? Wir brauchen auch genug Pflegehilfskräfte. Wer sich damit begnügt, soll es tun. Ich werd den teufel tun sie zu missionieren. Ich will endlich mein Fachwissen honoriert sehen. Und dafür braucht es Geld. Das kann man gerne bei den Mitläufern einsparen.

Die einheitliche Ausbildung bringt "Pflegehilfskräfte" hervor solange sie sich nicht von der aktuellen Ausbildungsform verabschiedet. Es wird zuviel Wert auf das Handwerk und auf die Übernahme der ärztl. Tätigkeiten gelegt. NANDA, NIC und NOC kann man net nebenbei beibringen. Dafür braucht es mehr als Checklisten ausfüllen und nach detaillierten Standards arbeiten zu können.

Elisabeth
 
Ich glaube, wir geraten gerade in Henne-Ei. Diskussion.

Die Veränderungen sollten grundlegend sein, aber sollche Veränderungen passieren eben nicht an einem Tag. Es hat jahrzehnte gedauert, bis die Pflege dieses Bild von jetzt gewonnen hat, es dauert auch bis sich das verändert hat. Und selbst mit einem Zwang ist die Änderung noch nicht vollzogen.

Ich weiß es nicht warum so ein Mißtrauen herrscht. Bei Kolleginnen ändern sich schon langsam die Sichtweisen. Außerdem gewinnt erstmal die Pflege ihre politischen Stimmen.
 
Das schlimme ist, dass wir keine Zeit mehr haben, um behutsam zu verändern. Die gesellschaftliche Entwicklung hat uns längst überrollt. Tagtäglich bekommen das die Kollegen vor Ort zu spüren. Die Folgen der verfehlten Arbeistmarktpolitik treffen uns mit als erste. Mehr Minijobs und Billiglohnarbeitsplätze bringen nun mal geringere Einnahmen in den Sozialkassen.

Die Steuereinahmen waren so hoch wie nie. Toll. Schon hat man Ideen wo man das lässt. Auslandseinsätze der Bundeswehr und das Rentenpaket wollen schließlich bezahlt werden. Vom Schuldenabbau wollen wir gar net erst reden. Das duale System der Finanzierung des Gesundheitswesens auszuweiten und hier zusätzlich Steuergelder reinfließen zu lassen... Gott bewahre. Damit kann man die Wirtschaft net ankurbeln.

Elisabeth
 

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