Einheitliche Pflegedokumentation mit PPR?

Elisabeth Dinse

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Hallo @all

ich suche Krankenhäuser, die eine komplett einheitliche Dokumentation auf allen Stationen (außer Intensiv) haben, meint jede Station unabhängig vom Fachgebiet benutzt das gleiche Stammblatt und den gleichen Planungs- und Dokumentationsbogen. Gibt es Häuser mit einer einheitlichen Auffassung von Pflege?

Elisabeth
 

Manegger

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Klinikum Hannover

Hallo Elisabeth,
im Klinikum Hannover (Zusammen 6 Kliniken=Häuser) gibt es das.
Es ist eine Planung, welche als Faltblatt vor dir liegt und etwa 4 (?) Doppelseiten mit möglichen Pflegeproblemen,-Zielen, und -massnahmen hat. Diese sind bei Bedarf anzukreuzen. In jeder ATL gibt es Möglichkeiten zur Freitexteingabe, Rückseitig ist sogar ein ganzes Blatt für den Freitext reserviert. Leider wird dieses Blatt so gut wie nie genutzt.
Ich persönlich finde diese Pflegeplanung nicht ausreichend, einige Ziele und auch viele Probleme können nicht in den entsprechenden Bereichen abgebildet werden, auf der Rückseite werden sie vergessen und nicht beachtet, wenn man sie dort aufschreibt.
Wäre diese Planung, ergänzt durch viele Fachspezifische P/R, Z und M in einer simplen Exceldatei anclick- und ausdruckbar, dann würde sie viel individueller geführt werden, da bin ich mir fast sicher.
So ist es leider in der Praxis, dass man zum "schnellen abhakeln" der PPR-einstufung wegen verleitet wird.
Meine persönlichen Versuche den Mitarbeitern die Wichtigkeit näher zubringen und bessere Planungen zu schreiben sind aus verschiedensten, frustrierenden Gründen leider erfolglos geblieben.
Grundsätzlich war aber die Idee hinter so einer systematisierten Pflegeplanung gut, da sich vor allem Azubis, welche in allen Häusern eingestzt werden, viel besser zurecht finden.
Gruß
Klaus
 

Jakobi

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duetzmann schrieb:
Meine persönlichen Versuche den Mitarbeitern die Wichtigkeit näher zubringen und bessere Planungen zu schreiben sind aus verschiedensten, frustrierenden Gründen leider erfolglos geblieben.
Da werden meine Adleraugen ganz groß! Zwecks Diplomarbeit durchforste ich dieses fantastische Forum auf der Suche nach einem Stückchen Pflegealltag. es geht mir ins Besondere um Kinderkrankenpflege auf entsprechenden Stationen, ich bin allerdings über jeden weiteren Einblick glücklich. Als Studentin bin ich völlig "vertheoretisiert", möchte allerdings meine D-arbeit praktisch untermauern, hinterfragen,... .
Meine Erfahrungen diesbezüglich basieren nur auf 2 Stationsaufenthalten meines 2jährigen Sohnes, welche mich übrigens auch zum Thema meiner D-Arbeit verleiteten (mehr dazu im Themenbereich "Kinderkrankenpflege, wo ich bereits eine große Bitte platziert habe)

So und nun zum Punkt:
Laut Zitat gibt es Äußerungen über Sinn und Unsinn von Pflegeplanung. Eine Gegenüberstellung entsprechender Argumente (am besten gekoppelt an praktische Erlenisse, Erfahrungen) würde mich sehr interessieren. Das neongelbe vom Ei währe natürlich, hier und da ein Statement aus dem Bereich Kinderstation, aber wie gesagt, eigentlich bin ich für jeden Beitrag dankbar, um meine "Theoriebirne" mal ein wenig vom Alltag an den Bettkanten zurechtrücken zu lassen.

Hoffnungsvolle Grüße an alle
 

Sinclaire

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Hallo Jakobi,

was ist denn das Thema deiner Diplomarbeit. Denn über den Sinn und Unsinn von Pflegeplanung wird kaum noch jemand in der Pflege diskutieren. Es ist eher die Frage nach dem "wie" und welche Grundlagen (Pflegemodell) liegt dem ganzen zugrunde.

Insbesondere von Wichtigkeit ist eher ob konsequent nach der Planung gearbeitet. Wie ist die Pflege in sich organsiert, um die Pflegeplanung durchführen - Primary Nursing oder Funktionspflege. Welche Durchgängigkeit haben Pflegeplanungen, denn die beste Pflegeplanung nützt nichts, wenn nur einige danach handeln.

Cheers

Ingo :roll:
 

Jakobi

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Hallo von mir nun direkt!

Das Thema meiner Diplomarbeit lautet: Stationäre Kinderkrankenpflege zwischen Vorschrift, Wunsch und wirklichkeit.

Dieses läßt natürlich kaum einen direkten Zusammenhang zu meiner hier plazierten Fragestellung erkennen. Zur Erklärung: das Thema wuchs mir wie bereits angedeutet, aufgrund von "erschreckenden" Erfahrungen als Mutter auf einer hiesigen Kinderstation, beim krankheitsbedingten Aufenthalt meines Sohnes (2x1Woche). Ich habe Pflege und gesundheit studiert (fast bis zum bitteren ende) und in dieser Zeit viel Theorie, viel Vorschrif, und Viel Wunsch über mich ergehn lassen, und oft stellt sich dann die Frage: Das ist ja alles schön, aber wie sieht es wirklich aus? Leider mußte ich innerhalb der FH-Mauern oft feststellen, dass darauf kaum treffende Antworten gegeben werden konnten, also begab ich mich in der vorbereitungsphase meiner D-Arbeit zum heimischen Krankenhaus, auf die Kinderstation, und drängelte mich mit Fragen aufunter anderem wurde dort "sehr zaghaft das Pflegeleitbild als solches Thematisiert, und ich hatte den Eindruck, als stünde dieses nur zur Deko, oder weil es alle so machen in der Hompage dieses Hauses beschrieben. Ich selber habe meine Vorstellung von Sinn und Unsinn der Pflegeleitbilder. Unser Studium behandelte diese Themen als durchaus selbstverständlich, nur mein Praxisbeispiel (welches übrigens Pflegeplanung als "überflüssig" empfindet verwirrte mich ein wenig, und veranlasste mich, doch mal bei anderen Betroffenen o. Beteiligten nachzufragen, wie das nun wirklich abläuft.

Die in deinem zweiten Absatz beschriebenen "Wichtigkeiten" betrachte ich ebenso als unabwendbare Themen, nur irgendwo mußte ich anfangen. Wie bereit erwähnt ist auch das Wort Pflegeplanung auf meiner Beispielstation mehr Schein als Sein, ähnlich wie die Bezugspflege, welche man sich auf die Fahne schreib, aber geneuer betrachtet, erkanne ich (laut den mir vorgekommenen Definitionen ) eher die Grundzüge der fununktionspflege auf der entsprechenden Station) desweiteren wurde (immer nur zaghaft) die absolute Sturheit des "veralteten " Teams beschreiben,...
zusammenfassend betrachtet hatte ich nach meinen ersten Eindrücken das Gefühl, das die Dinge bekannt sind, aber aus verschidenen Gründen ignoriert, abgelehnt, falsch verstanden oder ihre Umsetzung als zu kompliziert betrachtet wird.

...
LG
 

Sinclaire

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Hallo Jakobi,

mich ließ das Thema gerade aufhorchen, da ich mich gerade im Rahmen des Qualitätsmanagements damit beschäftige, wie viel Schwachsinn von Pflege behauptet wird und wenn man nachfragt, es mehr als nur schwache Luftblasen sind, insbesondere wenn noch andere Berufsbereiche das Qualitätsmanagement machen. :gruebel:

So z.B. hatte ich mit dem QMB aus einem großen Hamburger Klinik zu tun, der stolz in seinen schönen bunten Folien über die Qualität der Pflege frohlockte und von Bezugspflege in der Somatik im ganzen Haus berichtet. Mich ließ das aufhorchen und ich fragte nach - Ergebnis: Mehr als Funktionspflege war nicht drin und die psychiatrische Abteilung im Haus machte zarte Ansätze Bezugspflege umzusetzen.

Da ich selbst gerade meine Diplomarbeit geschrieben habe, weiß ich wie schwer es ist sich einem so komplexen Thema anzunähern.

Aber ich glaube jetzt schweifen wir völlig ab von Elisabeths Grundfragestellung. Sorry dafür.
Ingo :mrgreen:
 

Manegger

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Wenn ich deinen Titel lese, dann drängt sich mir die Frage auf, wieviel Seiten du wohl Schreiben willst? Ich schätze mal, das auf ca 60 Seiten da kaum Platz ist, wenn du du dein Thema nicht genauer definierst.
Du kannst jeweils zum Wunsch, oder Wirklichkeit oder Vorschrift und dann noch aus den verschieden Sichtwiesen der betroffenen als auch aus deiner Sicht je eine Diplomarbeit schreiben, ganz abgesehen davon, dass man die vielfältigen Probleme auch durchaus , je nach Volumen, in einer Diplomarbeit behandeln könnte.
Über die Unzulänglichkeiten einer Pflegeplanung diskutiert heute wirklich keiner mehr, jeder weiß es. Es wird vielmaehr nach neuen, besseren Erfassungssystemen gesucht, bzw. nach Systemen, die den tatsächlichen Pflegebedarf darstellen und darüber hinaus abrechenbare Leistungen der nach Bedarf geleisteten Pflege transparent machen, von jedermann einfach zu nutzen und am Besten noch innerhalb der Abteilung und ausserhalb des Hauses vergleichbar und anwendbar sind.

Dein Thema hört sich allerdings eher an, als möchtest du auf die emotionalen Belastungen der Pflegenden und Betroffenen Angehörigen Schreiben, die sich im Hexenkreis zwischen Vorschrift und Wunsch befinden. Die Beschreibung der Realität und die wissenschafftliche Begründung, warum sich so verhalten wird und Wünsche unerfüllt bleiben kann dann ein zentrales Thema sein. Dies ist jedoch auch wieder sehr weit gesteckt und man müsste dann schauen, welche Problematik man beschreiben möchte. Welches Problem/Emotion ist dir am Wichtigsten, was hat dich am meisten berührt. Tabus spielen hier eine Rolle und damit schwindet auch die Chance einer ausführlichen Recherche. Allerding, so sagte mal eine Dozentin, wenn man merkt, man kommt in der Praxis nicht weiter, dann kann das auch ein Ergebnis sein, über das man Schreiben kann.

Viel Spass dabei

Gruß
Klaus
 

Jakobi

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Hallo Duetzemann und Ingo

Ersteinmal lieben Dank für eure Beteiligung an meinem Problem trotz Abweichung vom eigentlichen Thema, dafür ein Sorry an Elisabeth.

Ich würde gerne weiterführend üder die Dinge Fachsimpeln, und habe mich auch wie bereits erwähnt im Forum Pädiatrie unter Kinderkrankenpflege bittend verewigt, die Überschrift meines Themas ähnelt meinem D-Arbeitsthema.
Also Duetzemann und Ingo, ich würde mich freuen, wenn Ihr mir dorthin folgt, denn sonst gerät die Übersichtlichkeit sehr ins wanken.

LG und vielleicht bis bald
 

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