Gleich mal zu Beginn:
Ich habe den Expertenstandard Entlassungsmanagement nicht gelesen und habe wenig Einblick in das was danach passiert (ist ja wohl Systembedingt).
Die Aufsplittung der ganzen Abrechnung nicht nur in Krankenkasse vs. Pflegekasse, sondern auch innerhalb der Krankenkassen in ambulant vs. stationär, in Hilfsmittel vs. Arzneimittel usw. ist sicherlich hinderlich und verursacht m. E. mehr Kosten als es je einsparen könnte (und viel Frust und Kosten bei den Betroffenen). Falls das in der Pflegekasse ähnlich abläuft, um so schlimmer.
Die mir bekannten Überleitungsbögen sind alle eher nicht dafür gedacht, dass Pflegekräfte nach dem Lesen über den Patienten bescheid wissen. Das berichten mir auch KollegInnen aus Pflegeheimen mit denen ich mich unterhalten habe. Das liegt allerdings nicht daran, dass es sich um eine Papierversion handelt, sondern am Inhalt der Überleitungsbögen, bzw. daran, dass sie wohl eher auf Rehakliniken und Krankenkassen ausgerichtet sind
Die zunehmende Klientel chronisch Kranker profitiert meiner Meinung nach nicht von der möglichen Fachkompetenz der Pflege.
Da gibt's ja gleich mehrere Probleme:
Erstens ist die Fachkompetenz nur möglich und nicht immer und überall vorhanden. Das kommt sicherlich mit daher, dass man eigentlich auch zunehmend weniger Fachkompetenz benötigt, weil man sowieso für Pflegeinterventionen häufig nicht die Ruhe oder Zeit hat und viele Kollegen v.a. mit organisatorischem Tätigkeiten beschäftigt sind und Denken im Sinne einer Pflegeplanung oder eines Pflegeprozesses schwer umsetzbar ist und auch die Liegedauer im Akutkrankenhaus eine Pflege mit einem Sichtbaren Prozess(-planung) an sich schon aufgrund der Kürze schwer und evtl. sogar unnötig(?) macht.
Wo wird diese Problematik von uns systematisch angegangen?
Wer setzt den Entlassungsstandard um mit welchen Mitteln? Welche Rolle spielen dabei elektronische Medien? Wie geht man mit der Klientel um, die kein Internet nutzen? Wie kann Pflege in Funk und Fernsehen aktiv werden?
Geht also alles in den Bereich der Beratung, Anleitung und Begeitung.
Elisabeth
An der Organisation der Entlassung sind wir z. B. beteiligt als Schnittstelle zwischen Arzt, Patient und Sozialdienst. Und natürlich beim Ausfüllen diverser Anträge. Elektronische Medien benutzen wir dabei eigentlich nicht (der Überleitungsbogen wird zwar auf einer Word-Vorlage basierend erstellt, aber das wars dann schon an Elektronik), vermutlich v.a. da bei uns überhaupt die ganze Pflegedokumentation auf Papier läuft.
Internet Wozu benötigt ein Klient Internet? Ohne elektronische Gesundheitskarte können doch gar keine Daten an Außenstellen übertragen werden und ob es überhaupt geplant ist (praktisch und nicht nur als theoretisches Modell), dass der Patient selbst Zugriff auf seine Daten hat, wage ich mal an zu zweifeln. (Davon abgesehen, dass das wahrscheinlich bei der Anzahl der Virenbefallenen heimatlichen Rechner keine Gute Idee ist).
Aber vielleicht verstehe ich Dich da auch falsch oder Du arbeitest in einer Modellregion?
Pflege in Funk und Fernsehen
Ich glaube, ich komme wirklich nicht mit

Meinst Du Sendung über oder von Pflege? Zum Zweck der Werbung für unseren Beruf? Oder als Beratungssendung? Das wäre dann eher ein weitgefasster Begriff von eHealth und nicht so wie Angus oder ich den Begriff auffassen würden.
Pflege kann zumindest da aktiv werden, wo wir Fortschritten nicht entgegen stehen. Also ist es z. B. wichtig, dass sich jeder einzelne mit dem Umgang mit EDV allgemein beschäftigt und v.a. Grundfertigkeiten in diesem Bereich erlangt.
Ulrich Fürst
*der sich nicht sicher ist, ob er nicht völlig an Deiner Frage vorbei geantwortet hat.*