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Hallo Forenmitlesende,
lange bevor Bundesgesundheitsminister Spahn sich an Verbesserungen zur Personalsituation in der Pflege versucht hat (und meiner Meinung nach damit vollkommen gescheitert ist), haben in mehreren Bundesländern Initiativen aus Pflegekräften, Gewerkschaftsmitgliedern, politisch aktiven Personen (va aus der Partei "Die Linke") und interessierte Bürger sich zusammengeschlossen und Volksbegehren für eine Verbesserung der Personalsituation in den Krankenhäusern angestoßen. Den Anfang machte Berlin.
Hier in diesem thread will ich nun versuchen, den aktuellen Stand bekannter zu machen.
Berliner Volksbegehren:
Offizielle Webseite: Volksentscheid Gesunde Krankenhäuser
Facebook: Berliner Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus
Stand: Die erste Stufe des Volksbegehrens ist genommen, Ende Juli wurden 47512 Unterschriften an den Senat übergeben, dort läuft aktuell noch die rechtliche Begutachtung durch die Innenverwaltung.
Hamburger Volksbegehren:
Offizielle Webseite: Hamburger Volksentscheid gegen Pflegenotstand im Krankenhaus
Facebook: Hamburger Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus
Stand: In der ersten Stufe des Volksbegehrens wurden 27623 Unterschriften eingereicht. Aktuell wurde die zweite Stufe des Verfahrens eingereicht, dann müssen ca 60000 Unterschriften (5% aller Wahlberechtigten in Hamburg) innerhalb von 21 Tagen gesammelt werden um weiter zur dritten Stufe, dem Volksentscheid, zu kommen.
Lesen hier Hamburger mit? --> Werdet aktiv! Helft, Unterschriften zu sammeln!!!
Bayrisches Volksbegehren:
Offizielle Webseite: Volksbegehren Stoppt den Pflegenotstand an Bayerns Krankenhäusern
Facebook: Stoppt den Pflegenotstand an Bayerns Krankenhäusern
Stand: Sensationelle 102137 Unterschriften haben die Bayern bereits in der ersten Stufe gesammelt (25000 gültige Unterschriften hätten bereits gereicht). Das ist ein großartiges Signal gerade jetzt kurz vor der Landtagswahl in Bayern.
Das Essener Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus ruft zur Teilnahme an einem offenen Bündnistreffen auf, wo die Frage diskutiert werden soll, ob es demnächst auch in NRW ein entsprechendes Volksbegehren geben könnte:
Das ist das gleiche Spiel, das die Pflegekräfte an der Charité in Berlin bereits seit Jahren spielen müssen: der Tarifvertrag wird mit allen Mitteln unterlaufen und die Umsetzung verhindert.
Gerade vor diesem Hintergrund und der Tatsache, dass das von allen so herbeigesehnte Machtwort des Bundesgesundheitsministeriums ausgeblieben ist (bzw. nichts weiter als ein schwaches Lüftchen wurde), sind die angestoßenen Volksbegehren umso wichtiger, da mit diesen Volksbegehren die Bedingungen, die wir uns so gerne wünschen würden, in den jeweiligen Landeskrankenhausplänen verbindlich festgelegt werden sollen. Dann hätten wir endlich eine gesetzliche Grundlage, auf die wir uns berufen könnten.
Den Schwachpunkt an diesen Plänen möchte ich euch hier aber auch nicht vorenthalten:
Die Landeskrankenhauspläne regeln, wie es der Name ja schon vermuten lässt, nur die Belange der Krankenhäuser. Andere Pflegeeinrichtungen bleiben außen vor.
Die Hoffnung bleibt, dass verbindliche Regelungen in den Krankenhäusern auch ohne explizite Regeln auf die anderen Pflegeeinrichtungen ausstrahlen. Im Wettbewerb um Pflegekräfte kommen die anderen Arbeitgeber kaum um bessere Bedingungen herum, wenn sie das Personal halten wollen. Aber ein gesetzlicher Anspruch erwirkt sich aus den Volksbegehren für die Kolleginnen und Kollegen in diesen Pflegeeinrichtungen leider nicht.
Gruß spflegerle
lange bevor Bundesgesundheitsminister Spahn sich an Verbesserungen zur Personalsituation in der Pflege versucht hat (und meiner Meinung nach damit vollkommen gescheitert ist), haben in mehreren Bundesländern Initiativen aus Pflegekräften, Gewerkschaftsmitgliedern, politisch aktiven Personen (va aus der Partei "Die Linke") und interessierte Bürger sich zusammengeschlossen und Volksbegehren für eine Verbesserung der Personalsituation in den Krankenhäusern angestoßen. Den Anfang machte Berlin.
Hier in diesem thread will ich nun versuchen, den aktuellen Stand bekannter zu machen.
Berliner Volksbegehren:
Offizielle Webseite: Volksentscheid Gesunde Krankenhäuser
Facebook: Berliner Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus
Stand: Die erste Stufe des Volksbegehrens ist genommen, Ende Juli wurden 47512 Unterschriften an den Senat übergeben, dort läuft aktuell noch die rechtliche Begutachtung durch die Innenverwaltung.
Hamburger Volksbegehren:
Offizielle Webseite: Hamburger Volksentscheid gegen Pflegenotstand im Krankenhaus
Facebook: Hamburger Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus
Stand: In der ersten Stufe des Volksbegehrens wurden 27623 Unterschriften eingereicht. Aktuell wurde die zweite Stufe des Verfahrens eingereicht, dann müssen ca 60000 Unterschriften (5% aller Wahlberechtigten in Hamburg) innerhalb von 21 Tagen gesammelt werden um weiter zur dritten Stufe, dem Volksentscheid, zu kommen.
Lesen hier Hamburger mit? --> Werdet aktiv! Helft, Unterschriften zu sammeln!!!
Bayrisches Volksbegehren:
Offizielle Webseite: Volksbegehren Stoppt den Pflegenotstand an Bayerns Krankenhäusern
Facebook: Stoppt den Pflegenotstand an Bayerns Krankenhäusern
Stand: Sensationelle 102137 Unterschriften haben die Bayern bereits in der ersten Stufe gesammelt (25000 gültige Unterschriften hätten bereits gereicht). Das ist ein großartiges Signal gerade jetzt kurz vor der Landtagswahl in Bayern.
Das Essener Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus ruft zur Teilnahme an einem offenen Bündnistreffen auf, wo die Frage diskutiert werden soll, ob es demnächst auch in NRW ein entsprechendes Volksbegehren geben könnte:
Tatsächlich stellen die Kolleginnen und Kollegen in Essen bereits jetzt fest, dass der gerade erst abgeschlossene Tarifvertrag zur Entlastung des Personals an der Uniklinik von den Betreibern nicht korrekt umgesetzt werden will und unterlaufen wird.Am 05. November, um 18 Uhr, treffen wir uns das nächste Mal zu unserem offenen Bündnistreffen. Das Bündnis entstand im Zuge des Streiks am Universitätsklinikums Essen.
Wir planen weitere Aktionen, Veranstaltungen und mehr. Dieses Mal setzen wir uns verstärkt mit der Frage eines möglichen Volksbegehrens für einen gesetzlichen Personalschlüssel im Krankenhaus auseinander.
Der Treffpunkt ist das Haus der Gewerkschaft, Teichstraße 4a, direkt am HBF. Wir laden alle Interessierten ein, die sich für eine bessere Personalausstattung an allen Essener Krankenhäusern einsetzen wollen.
Das ist das gleiche Spiel, das die Pflegekräfte an der Charité in Berlin bereits seit Jahren spielen müssen: der Tarifvertrag wird mit allen Mitteln unterlaufen und die Umsetzung verhindert.
Gerade vor diesem Hintergrund und der Tatsache, dass das von allen so herbeigesehnte Machtwort des Bundesgesundheitsministeriums ausgeblieben ist (bzw. nichts weiter als ein schwaches Lüftchen wurde), sind die angestoßenen Volksbegehren umso wichtiger, da mit diesen Volksbegehren die Bedingungen, die wir uns so gerne wünschen würden, in den jeweiligen Landeskrankenhausplänen verbindlich festgelegt werden sollen. Dann hätten wir endlich eine gesetzliche Grundlage, auf die wir uns berufen könnten.
Den Schwachpunkt an diesen Plänen möchte ich euch hier aber auch nicht vorenthalten:
Die Landeskrankenhauspläne regeln, wie es der Name ja schon vermuten lässt, nur die Belange der Krankenhäuser. Andere Pflegeeinrichtungen bleiben außen vor.
Die Hoffnung bleibt, dass verbindliche Regelungen in den Krankenhäusern auch ohne explizite Regeln auf die anderen Pflegeeinrichtungen ausstrahlen. Im Wettbewerb um Pflegekräfte kommen die anderen Arbeitgeber kaum um bessere Bedingungen herum, wenn sie das Personal halten wollen. Aber ein gesetzlicher Anspruch erwirkt sich aus den Volksbegehren für die Kolleginnen und Kollegen in diesen Pflegeeinrichtungen leider nicht.
Gruß spflegerle
Zuletzt bearbeitet:
Aber selbstverständlich - ihr könnt jederzeit über diese Mindeststandards hinausgehen - ihr wollt bloß nicht!
"sie haben wenigstens was gemacht..... 


