- Registriert
- 01.08.2004
- Beiträge
- 761
- Ort
- Bayernland
- Beruf
- Krankenschwester
- Akt. Einsatzbereich
- Krankenhaus
Hallo
In einem Thema vorher ging es um Krankenhaus und Hotel,
Was mich viel mehr aufgregt ist die Forderungen der Verwaltung an uns Schwestern. Die Küche ist überlastet der Hol-und Bringdienst der Küchenwägen muß mit ans Fließband, also muß die Schwester den Wagen aus der Küche holen und zurückbringen, und wehe er kommt zu spät, den die Spülerinnen wollen pünktlich heim, und sind nicht verpflichtet den Wagen zu Fahren.Das Labor leidet an Unterbesetzung also darf die Schwester die BZ-Tagesprofile selber machen, an den Wochenenden sowieso schon seit Jahren Standard.Der Patienten Hol-und Bringdienst ist krank, wer fährt die Patienten zu den Untersuchungen-die Schwester. Die eigenständige CT-Praxis i Krankenhaus ruft an weil Patient auf Topf muß und die Arzthelferinnen sich nicht zuständig fühlen wer sollte ran -die Schwestern.
Das Klo ist dreckig die Putzfrau weigert sich, wer soll putzen- die Schwester. Unsere lieben Docs lassen am Sonntag eine Menge Patienten nach Hause, es gibt keine sauberen Betten mehr, Zugänge kommen, wer putzt die Betten - die Schwestern. Die Docs haben ja so viel Arbeit und in Ermangelung einer Arztsekretärin, wer soll sie entlasten -die Schwestern.
Egal wo es eng wird, wo es personelle Engpässe gibt, wir von der Pflege sollen alles übernehmen wofür die anderen keine Zeit(Lust?) haben.
Und um nicht als die böse Schwester dazu stehen, und damit uns alle weiter lieb haben machen wir es natürlich auch. Rückendeckung von der Verwaltung bekommen wir natürlich nicht weil irgendein Depp muss die Arbeit schließlich machen, und bis jetzt stand auf der Stirn der Pflege immer ganz groß DEPP.
Es ist klar, der Patient muss Essen also hole ich den Wagen, wenn die Spülerin ihn haben will, dann soll sie ihn sich holen.
Der Patient muss zu seinen Untersuchungen also fahre ich.
Der Blutzucker muß stimmen also kontrolliere ich.
Weigert sich die Putzfrau, zitiere ich ihre Vorgesetzte her und sperre so lange das Klo ab.
Kommt die Arzthelferin mit dem Patientenbedürfniss in ihrer Praxis nicht zurecht soll die die 19222 anrufen, nur weil die Praxis am Krankenhaus ist bin ich nicht berechtigt meine Station zu verlassen um rüberzulaufen.
Für die Unsitte alle Patienten am Sonntag heimzuschicken hilft es, dem Doc den Putzlumpen in die Hand zu drücken und zum Putzen aufzufordern, da man selber keine Zeit hat. Dann geht es mit der Entlassung auch am Samstag wo die Betten noch gereinigt werden oder am Montag.
Wollen mich die Docs zu ihrem Bimbo machen, erkläre ich ihnen freundlich daß ich alle Aufträge sofort erledige, wenn ich mit meiner Arbeit fertig bin und ich dann noch Zeit habe. Wenn ich mit meiner Arbeit fertig bin, dann habe ich eh schon meist eine halbe Stunde überzogen und die Docs bekommen ihre Auftragsliste zurück. Ich bekomme schon seit einiger Zeit
keine Listen mehr.*g*
Ich kann mich nur im kleinen wehren und mich abgrenzen,berufsfremde Tätigkeiten ablehnen und um dem Vorwurf der Arbeitsverweigerung zu entgehen erklären ich mache alles sobald ich Zeit habe, und dann habe ich eben keine Zeit mehr. Der Vorteil- ich habe mehr Zeit für die Patienten bin deshalb weniger gestresst, der Nachteil -ich bin für die Docs und die Funktionseinheiten die böse unkollegiale Schwester über die man lästert.
Gaaaaanz langsam wachen meine lieben Kolleginnen auf und lernen sich ebenfalls abzugrenzen, gottseidank habe wir die Unterstützung unserer Stationsleitung.
Alesig
In einem Thema vorher ging es um Krankenhaus und Hotel,
Was mich viel mehr aufgregt ist die Forderungen der Verwaltung an uns Schwestern. Die Küche ist überlastet der Hol-und Bringdienst der Küchenwägen muß mit ans Fließband, also muß die Schwester den Wagen aus der Küche holen und zurückbringen, und wehe er kommt zu spät, den die Spülerinnen wollen pünktlich heim, und sind nicht verpflichtet den Wagen zu Fahren.Das Labor leidet an Unterbesetzung also darf die Schwester die BZ-Tagesprofile selber machen, an den Wochenenden sowieso schon seit Jahren Standard.Der Patienten Hol-und Bringdienst ist krank, wer fährt die Patienten zu den Untersuchungen-die Schwester. Die eigenständige CT-Praxis i Krankenhaus ruft an weil Patient auf Topf muß und die Arzthelferinnen sich nicht zuständig fühlen wer sollte ran -die Schwestern.
Das Klo ist dreckig die Putzfrau weigert sich, wer soll putzen- die Schwester. Unsere lieben Docs lassen am Sonntag eine Menge Patienten nach Hause, es gibt keine sauberen Betten mehr, Zugänge kommen, wer putzt die Betten - die Schwestern. Die Docs haben ja so viel Arbeit und in Ermangelung einer Arztsekretärin, wer soll sie entlasten -die Schwestern.
Egal wo es eng wird, wo es personelle Engpässe gibt, wir von der Pflege sollen alles übernehmen wofür die anderen keine Zeit(Lust?) haben.
Und um nicht als die böse Schwester dazu stehen, und damit uns alle weiter lieb haben machen wir es natürlich auch. Rückendeckung von der Verwaltung bekommen wir natürlich nicht weil irgendein Depp muss die Arbeit schließlich machen, und bis jetzt stand auf der Stirn der Pflege immer ganz groß DEPP.
Es ist klar, der Patient muss Essen also hole ich den Wagen, wenn die Spülerin ihn haben will, dann soll sie ihn sich holen.
Der Patient muss zu seinen Untersuchungen also fahre ich.
Der Blutzucker muß stimmen also kontrolliere ich.
Weigert sich die Putzfrau, zitiere ich ihre Vorgesetzte her und sperre so lange das Klo ab.
Kommt die Arzthelferin mit dem Patientenbedürfniss in ihrer Praxis nicht zurecht soll die die 19222 anrufen, nur weil die Praxis am Krankenhaus ist bin ich nicht berechtigt meine Station zu verlassen um rüberzulaufen.
Für die Unsitte alle Patienten am Sonntag heimzuschicken hilft es, dem Doc den Putzlumpen in die Hand zu drücken und zum Putzen aufzufordern, da man selber keine Zeit hat. Dann geht es mit der Entlassung auch am Samstag wo die Betten noch gereinigt werden oder am Montag.
Wollen mich die Docs zu ihrem Bimbo machen, erkläre ich ihnen freundlich daß ich alle Aufträge sofort erledige, wenn ich mit meiner Arbeit fertig bin und ich dann noch Zeit habe. Wenn ich mit meiner Arbeit fertig bin, dann habe ich eh schon meist eine halbe Stunde überzogen und die Docs bekommen ihre Auftragsliste zurück. Ich bekomme schon seit einiger Zeit
keine Listen mehr.*g*
Ich kann mich nur im kleinen wehren und mich abgrenzen,berufsfremde Tätigkeiten ablehnen und um dem Vorwurf der Arbeitsverweigerung zu entgehen erklären ich mache alles sobald ich Zeit habe, und dann habe ich eben keine Zeit mehr. Der Vorteil- ich habe mehr Zeit für die Patienten bin deshalb weniger gestresst, der Nachteil -ich bin für die Docs und die Funktionseinheiten die böse unkollegiale Schwester über die man lästert.
Gaaaaanz langsam wachen meine lieben Kolleginnen auf und lernen sich ebenfalls abzugrenzen, gottseidank habe wir die Unterstützung unserer Stationsleitung.
Alesig



