Die Pflege soll weiter kaputt gespart werden

Martin H.

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Krankenpfleger, Berufspädagoge im Gesundheitswesen B. A.

Unfassbar! :angryfire: Nachdem man dieses unsägliche DRG-System - endlich - beendet hatte, will man idiotischerweise dahin zurückkehren. Vermutlich will man der Pflege in Deutschland damit endgültig den Garaus machen:?:

(Danke @Jacaranda für den Hinweis auf die Meldung des DBfK).
 
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Unfassbar! :angryfire: Nachdem man dieses unsägliche DRG-System - endlich - beendet hatte, will man idiotischerweise dahin zurückkehren. Vermutlich will man der Pflege in Deutschland damit endgültig den Garaus machen:?:

(Danke @Jacaranda für den Hinweis auf die Meldung des DBfK).
Ich stimme mit dir überein.
 
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Seit dem 14,5 Tage AU Spruch vom Fritze trauen die sich einen ****** rauszuhauen.

Genauso wie es ja heute ok zu seien scheint die AfGd zu wählen, hauen die heute alles ungeniert raus.
 
Ja, auch ich kann nur den Kopf schütteln, wenn ich die Vorschläge in Richtung "Sparmaßnahmen in Krankenhäusern" lese.
Allerdings wundert es mich nicht.
"Immerhin hat man während Corona für uns geklatscht. War doch was !!! "(Sarkasmus aus)

Wenn es um das Portmonee geht , sind üblicherweise die Sorgen und Nöte vergangener Zeit wieder vergessen. Die Bevölkerung muss vor zu hohen Kosten geschützt werden. War leider schon immer so und wird auch immer so sein. Also werden die "Sparmaßnahmen" an uns sehr wahrscheinlich umgesetzt.

Erst letzte Woche war ich schockiert darüber, dass in einem (nicht ganz kleinem) Krankenhaus in meiner Gegend die letzten Gehaltssteigerung in der Pflege (2025 und 2026) mal kurz durch Zustimmung der Mitarbeitervertretung auf 5 Jahre ausgesetzt wurden. Dem Haus geht es ja (angeblich) furchtbar schlecht. In der Presse wurde darüber kein einziger Satz geschrieben.

Und die kommenden Tarifverhandlungen werden wohl eher in die Richtung gehen, wie viel Verzicht wir bereit sind zu ertragen. (keine Lohnerhöhungen und längere Arbeitszeiten.
Vielleicht kriegen wir dann wieder Applaus als "Belohnung".


:weissnix: :confused:
 
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Ich habe das Thena in meiner Tageszeitung lesen können.
Ich habe auf Grund meines Rentnerdaseins einen Freudentanz aufgeführt - ich muss es als Mitarbeiter nicht mehr aushalten.
Denke ich an die meine letzten Jahre im Job - ich bekomme noch immer Panik - so gerne ich "am Patientenbett" gearbeitet habe.
Die Gesamtsituation hat mich fertig gemacht.
Ich bekam allerdings auch Herzrasen und Kopfschmerzen auf Grund meines weiterhin Älter werdens.
Ich las übrigens auch von schlechtem Essen im KH - schlechte Qualität, zuwenig gesunde Nährstoffe.
 
Der DBfK weist zudem die Behauptung zurück, im Pflegebereich sei Personal in problematischem Umfang über Bedarf aufgebaut worden.
Am 1. April hätte ich so eine Posse ja noch erwartet, aber irgendwer meint das scheinbar todernst.
 
Meinst Du damit, daß es lt. Hr. Merz angeblich immer mehr Krankheitstage gäbe?

Meinst Du eine gewisse braun-blaue Partei?
Ja ich mein den Spruch wo er sagte "14,5 Tage AU muß das denn wirklich sein?" Und ich meine die BlauBraune Partei.

Ich finde es fürchterlich welche Gedankenfürze, Ideen laut gedacht und dann auch noch umgesetzt werden.
 
Wenn es um das Portmonee geht , sind üblicherweise die Sorgen und Nöte vergangener Zeit wieder vergessen. Die Bevölkerung muss vor zu hohen Kosten geschützt werden. War leider schon immer so und wird auch immer so sein. Also werden die "Sparmaßnahmen" an uns sehr wahrscheinlich umgesetzt.
sieht man ja an den aktuellen Ideen den Spritpreis in den Griff zu bekommen.

Sorry da muß doch Kalkül hinter sein. So dumm kann man doch nicht sein zu glauben einmal am Tag Preiserhöhung dämmt die Steigerung ein. Nein das provoziert noch Steigerungen.
 
sieht man ja an den aktuellen Ideen den Spritpreis in den Griff zu bekommen.

Sorry da muß doch Kalkül hinter sein. So dumm kann man doch nicht sein zu glauben einmal am Tag Preiserhöhung dämmt die Steigerung ein. Nein das provoziert noch Steigerungen.
Genau das scheint aber in Österreich sehr gut zu funktionieren:


Aber bleiben wir beim Thema…
 
Ja ich mein den Spruch wo er sagte "14,5 Tage AU muß das denn wirklich sein?"

.
Auch hierbei handelt es sich nur um das übliche populistische Geblubber…

„Vor 2022 waren Millionen deutscher Krankheitstage schlicht „unsichtbar". Ein Arbeitnehmer blieb vielleicht zwei Tage mit einer Erkältung zu Hause, bekam einen Papierschein, schickte ihn aber nie an die Krankenkasse. Der „dramatische" Anstieg der deutschen Krankheitstage spiegelt also genau diesen Wandel wider: von Verhalten zu Sichtbarkeit. In der medialen Debatte um Fehlzeiten ist dies mittlerweile angekommen: Deutschlands Anstieg der Krankheitstage (von 11 Tagen im Jahr 2021 auf 15 Tage in den Jahren 2022, 2023 und 2024) spiegeln keinen plötzlichen Verfall der Arbeitnehmergesundheit wider, sondern sind das Ergebnis einer genaueren Erfassung.“

 
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EDIT:

Diese Diskussion ist zu Komplex für ein Pflegeforum und hatte auch nichts mehr mit Pflege an sich zu tuen.
Gehört also nicht hier hin.
 
Zuletzt bearbeitet:
Geht das als seriöse Quelle o.k.?

Interessant, da relevant u.a. der Teil des Regierungsentwurfes
".....Zudem stellt der Entwurf klar, dass Pflegepersonalkosten für Tätigkeiten außerhalb der unmittelbaren Patientenversorgung – etwa für administrative, logistische oder hauswirtschaftliche Aufgaben – nicht Bestandteil des Pflegebudgets sein dürfen, unabhängig von der organisatorischen Zuordnung im Krankenhaus...."

Auf gar keinen Fall wäre ich enttäuscht, wenn sich diese Klarheit auch im finalen Papier finden würde, ich würde das sehr begrüßen.
Wie man sich das umsetzt, es ist mir grad egal.
Es muss deutlich Konsequenzen haben, wenn beruflich Pflegende (die gegenfinanziert sind) zusätzliche Tätigkeiten ausüben, die Zeit fressen, die nicht zusätzlich da ist.
Es wurden (da nicht gegenfinanziert) Stellen abgebaut.
Irgendwann musste man da doch stutzig werden, ich befinde grad - für hiesige übliche Verhältnisse ist die Erkenntnis - recht flott.
 
Auf gar keinen Fall wäre ich enttäuscht, wenn sich diese Klarheit auch im finalen Papier finden würde, ich würde das sehr begrüßen.
Ja, es hört sich logisch und sinnvoll an.......ABER:
Es wir vermutlich genau das Gegenteil für die Pflege erreichen. Das Pflegebudget wird nach und nach im "Gesamtbudget" verschwinden und wir sind dann (wieder) die Gruppe Mitarbeiter, an denen am schnellsten gespart wird.
Nebenbei ist es ja auch leider so, dass die Interpretation was "direkte Pflegetätigkeit" und "Verwaltungstätigkeit" ist, im Auge des Betrachters liegen kann. So wären (nach der geplanten Auslegung) alle Leitungstätigkeiten und Ausbildungstätigkeiten außerhalb des Pflegebudgets. Sie sind KEINE Tätigkeiten, die mit der unmittelbaren Tätigkeit am Patient zu tun haben. Auch Weiterbildungen der Mitarbeiten liegen außerhalb. Die Zeit, (und somit auch das Mehrpersonal) die dafür benötigt werden, sollen also nicht mehr refinanziert werden.

Ich befürchte, dass diese Reform unseren Arbeitsbereich wieder massiv zurückwirft und wir noch höhere Belastungen auszuhalten haben. Für vermutlich etwas weniger Geld. Denn unsere Arbeitgeber bekommen ja auch weniger. :weissnix:

Einer
 
Ja und nun? Es bleibt uns wieder mal nur übrig darüber zu mokieren was DIE ANDEREN so Böses mit uns machen.
Warum - weil wir immer noch kapiert haben wie wichtig es ist uns zu Organisieren und eine berufsständische Vertretung zu haben, die entsprechendes Gewicht hat, Lobbyarbeit betreibt und Einfluss nehmen kann.
So bleibt uns nur mit den Brocken/Bröckchen zufrieden zu sein die uns andere Lobbyverbände hinschmeißen, oder uns darüber Aufzuregen.
Ob DIE PFLEGE das System jemals irgendwann kapiert?
 
Ob DIE PFLEGE das System jemals irgendwann kapiert?
Offensichtlich nicht, wenn man wieder das dumme Gegreine über (gefühlt) 5€ Kammerbeitrag hört.

Und nur fürs Protokoll (weil ich weiß, daß der Einwand wieder kommt):
Nein, Verdi oder irgendeine andere Gewerkschaft kann da nichts dran machen.
 
Die Kammerbefürworter haben noch immer nicht verstanden, dass es nicht hauptsächlich um den Kammerbeitrag geht. RLP hat seit 10 Jahren die Pflegekammer, aber für die Mitglieder zeigt sich das nicht.
Die Pflege darf immer noch nicht mitbestimmen und ihre Interessen werden nicht vertreten. Ich prognostiziere dass das in NRW nicht anders werden wird.
Und nebenbei was den Kammerbeitrag angeht. Es wird nicht bei 20€ ( in NRW) bleiben. die geforderten Fortbildungen (an sich sinnvoll) werden von niemand refinanziert und bleiben an den Pflegekräften hängen.
Aber das sind ja nur „peanuts“!
 

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