Martin was ist los mit dir
derartige Verallgemeinerungen auf dem Niveau bin ich von dir nicht gewohnt.
Brauchts auch nicht.
Zumindest sind Sonderaufgaben und Fort- und Weiterbildung zumindest im letzten TVÖD SEHR deutlich berücksichtigt worden.
Das finde ich super, wenn das berücksichtigt wird; aber ich glaube, da hast Du mich mißverstanden:
Ich sprach nur (ebenso wie
@alesig ) von den Erfahrungen in meiner Klinik damals (auf die der TVÖD keine Auswirkung hatte

). Komischerweise hast Du ihr ein "gefällt mir" gegeben und mir nicht, obwohl wir die gleichen Erfahrungen gemacht hatten...

Und ja, ich weiß auch, daß es in verschiedenen Häusern durchaus sehr unterschiedlich gehandhabt wurde/wird:
Ich hab z. B. in meiner jetzigen Versorgung eine Kollegin (übrigens Altenpflegerin), die vorher an einer Rehaklinik tätig war. Dort wurden die "großen" Weiterbildungen (also z. B. Bobath, basale Stimulation etc.) extra honoriert - sie verdiente dadurch deutlich besser als ich zu meinen Klinikzeiten. Auch ich habe nämlich diese ganzen Weiterbildungen, das hatte aber keine Auswirkungen auf mein Gehalt.
sind diese Sonderaufgaben auch höherwertigere Tätigkeiten die eine höhere Bezahlung erforderlich machen würden
Naja, kommt sicherlich auf die einzelnen Sonderaufgaben an.
Z. B. sehe ich es schon so, daß Praxisanleiter bzw. Mentoren (wie ich einer war) durchaus einen Bonus dafür verdient hätten, da wir eine (für viele Kollegen lästige) Arbeit übernommen haben, die durchaus arbeitsintensiv ist.
Ähnlich sieht es auch mit manchen der fachlichen Weiterbildungen aus, wenn diese im Arbeitsbereich benötigt werden. Und das ist bei Bobath und basaler Stimulation im Bereich Neurologie durchaus der Fall.

Wenn nämlich der Uralt-Pfleger nach alter Väter Sitte beim Schlaganfallpat. auf der betroffenen Seite unter die Achsel faßt und an der Schulter rumreißt

, dann sehe ich das durchaus als "weniger hochwertige Tätigkeit" an als die fachgerechte Mobilisation nach Bobath, Stichwort Subluxation.
Ach, und zu der Frage, ob Tätigkeiten am Bett (bzw. Pat.) höherwertiger sind als andere:
Das kann man m. M. n. nicht pauschal so sagen. Nur wenn natürlich generell patientenferne Tätigkeiten höher bezahlt werden, bietet man auch noch einen zusätzlichen (verhängnisvollen) Anreiz für Pflegekräfte, sich vom Pat. ab- und solchen Tätigkeiten zuzuwenden.
Die Frage stellt sich m. E. aber meistens eh nicht, denn wie gesagt arbeiten die meisten ja weiterhin sehr patientennah (z. B. Praxisanleiter, Wundmanager, Pain nurses etc.). Und wenn jemand einen Teil seiner Arbeitszeit am Schreibtisch verbringt (z. B. Hygienefachkraft zur Recherche), dann ist das auch gerechtfertigt, denn es kommt den Kollegen und auch den Pat. zugute.
Man sollte hier nicht patientennahe gegen patientenferne Tätigkeiten ausspielen.
P.S.:
@spflegerle hat´s noch besser formuliert als ich. Die akademisierten Pflegekräfte hatte ich bei meinen Betrachtungen noch gar nicht auf´m Schirm!
