Bewerbung in der Klinik, in der ich selbst Patientin war (Psychiatrie)

Martin H.

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Krankenpfleger, Berufspädagoge im Gesundheitswesen B. A.
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Suchthilfe
Eine bestehende Borderlinestörung, eine Suchterkrankung oder eben oben genannten Dinge, die noch nicht abschliessend behandelt sind, können ein Problem darstellen.
:weissnix:Eine bestehende Suchterkrankung hätte ich jetzt für ein absolutes K. O. Kriterium gehalten... schließlich ist man in der Pflege direkt „an der Quelle“.
 
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Gelöschter User 50029

Gast
Eine Freundin von mir arbeitet in einer großen Psychiatrie und ist dort auch im Personalrat. Die Klinik bildet als reine Psychiatrie auch aus (eigene Krankenpflegeschule). Dort ist es ein Ausschlusskriterium wenn man als Patient dort war (Azubi wie auch Neueinstellung von examinierten Kollegen). Finde ich auch richtig so.
 
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AntjeX

Stammgast
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Beruf
Krankenpflege
:weissnix:Eine bestehende Suchterkrankung hätte ich jetzt für ein absolutes K. O. Kriterium gehalten... schließlich ist man in der Pflege direkt „an der Quelle“.

Das ist kein K.O. Kriterium.
Meistens wird allerdings ein gewisser Suchtmittel freier Zeitraum vorausgesetzt.
 

Ralfine

Newbie
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Beruf
Azubi
Hallo und vielen Dank für eure lieben Antworten! Das motiviert mich nun doch, mich hier nochmal zu melden. :-)

Ich werde eure Ratschläge befolgen und im Vorstellungsgespräch nicht erwähnen, dass ich in der PIA des Hauses behandelt wurde. Also für mich wäre es kein Ausschlusskriterium für die Einrichtung, aber ich kann eure Einwände verstehen. Ich finde, es ist auch ein großer Unterschied, ob man Patient in der PIA war (anfangs bin ich alle 2-4 Wochen hin, danach alle 6-8 Wochen) oder stationär behandelt wurde. Aber das ist nur meine Meinung, da ich eigentlich recht offen mit dem Thema umgehe (später in der Ausbildung werde ich allerdings niemandem davon erzählen, wie man auch hier im Forum sieht, wird das Thema immer noch viel zu sehr stigmatisiert).

Die Einrichtung hat einfach zu viele Vorteile, die andere Krankenhäuser, an denen ich mich beworben haben, nicht haben. Z.B. eine Naturheilkunde-Klinik, ein Bereich, der mich sehr interessiert. Das haben andere Krankenhäuser in der Umgebung nicht. Deswegen reizt es mich so sehr, dort eine Ausbildung anzufangen. Aber vielleicht sehe ich das zu optimistisch. Letztendlich werde ich mich bei der Entscheidung auf mein Gefühl verlassen und eure Antworten auch miteinbeziehen, falls ich mehrere Zusagen bekommen sollte.

Es tut mir leid, aber ich möchte nicht näher auf meine Eignung für diesen Beruf eingehen, da für mich diese Frage schon längst geklärt ist und es in diesem Thread auch nicht das Thema ist. Dazu gibt es ja schon zig Tausende andere Threads und für mich ist es kein Thema, das ich in einem Forum besprechen würde. Ich bitte daher um euer Verständnis! :-)

OFF-TOPIC:
Statistisch gesehen, stimmt es natürlich, dass Personen mit psychischen Problemen es schwer in einem sozialen Beruf haben. Und auch dass der Schichtdienst eher kontraproduktiv ist. Aber bei Statistiken gibt es immer Abweichungen. Mir persönlich tut der Schichtdienst gut. :-) Ich habe immer lieber im Schichtdienst als im typischen Bürojob mit geregelten Arbeitszeiten gearbeitet. Nichtsdestotrotz bin ich auch der Meinung, dass man es sich auf jeden Fall gut überlegen sollte, welchen Beruf man sich aussucht, gerade wenn man noch akute psychische Probleme hat.
 
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