"Ausschließliche" Pflegetätigkeiten

Bumblebee2

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GuK, B.A. Berufspädagogik (Fachrichtung Pflege)
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Pflegeschule
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Lehrerin
Hallo @all!

Im Rahmen einer Hausarbeit beschäftige ich mich gerade mit der Professionalisierung der Pflege und der Abgrenzung zu anderen Berufsgruppen.

Dazu interessiere ich mich für Tätigkeiten, die uns nicht von anderen Berufsgruppen delegiert wurden, und die außer Pflegekräften keine andere Berufsgruppe durchführen kann. Stichworte zB. Pflegediagnosen und Pflegeanamnese.

Was denkt Ihr darüber? Habt Ihr noch Beispiele?

Grüße
 
Entschuldigt bitte den Tippfehler in der Überschrift, ich kann ihn leider nicht mehr ändern. Vielleicht kann ein Admin helfen?
 
Hallo,

ich befürchte, es gibt im Arbeitsalltag - so wie er heutzutage ist - nicht mehr wirklich viele Tätigkeiten, die ausschließlich von Pflegekräften ausgeführt werden.
Dürfen, beherrschen (auch mit entsprechendem Hintergrundwissen zu den medizinischen und rechtlichen Folgen des Handelns) und tun sind leider verschiedene Paar Schuhe.
Ich möchte aber auch anmerken, dass ich diese Entwicklungen keinesfalls gutheiße.
 
Ureigenstes Gebiet der Pflege sind die Übernahme bzw. Unterstützung der Pat. in den ATLs (oder ABEDL).
 
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Ureigenstes Gebiet der Pflege sind die Übernahme bzw. Unterstützung der Pat. in den ATLs (oder ABEDL).

Die Frage ist ja, ob man dafür eine dreijährige Ausbildung braucht, oder ob das nicht auch Pflegeassistenten übernehmen können.
 
Die Frage ist ja, ob man dafür eine dreijährige Ausbildung braucht, oder ob das nicht auch Pflegeassistenten übernehmen können.
8O

Genau das kann eben kein Assistent oder Helfer übernehmen - genau das ist der Kern unserer Arbeit! :o
 
Genau das kann eben kein Assistent oder Helfer übernehmen - genau das ist der Kern unserer Arbeit!

Tut mir leid, lieber Martin H., aber drei Viertel der Pflegebedürftigen in Deutschland erhalten die Hilfe bei den ATLs nicht von Pflegefachkräften, sondern von ihren Angehörigen. Die können das sehr wohl übernehmen und tun es Gott sei Dank auch, sonst wäre unser System schon vollends zusammengebrochen.

Meines Erachtens ist der Pflegeprozess mit Anamnese, Zielsetzung, Maßnahmenplanung und Evaluation der alleinige Aufgabenbereich der Pflegefachkräfte. Die Durchführung von Pflegemaßnahmen jedoch kann zumindest teilweise an Helfer delegiert werden. Bei Primary Nursing wird es ja auch so praktiziert.
 
Tut mir leid, lieber Martin H., aber drei Viertel der Pflegebedürftigen in Deutschland erhalten die Hilfe bei den ATLs nicht von Pflegefachkräften, sondern von ihren Angehörigen.
Gibt es auch eine valide Quelle für die Zahl?
Und wie ist „Hilfe“ definiert? Mal die Wohnung putzen oder für den alten Menschen einkaufen gehen kann freilich jeder Laie. Leider wird in der öffentlichen Diskussion diese Art von Hilfe mit professioneller Hilfe durcheinander geschmissen.
Die können das sehr wohl übernehmen und tun es Gott sei Dank auch, sonst wäre unser System schon vollends zusammengebrochen.
Hilfe im von mir erwähnten Sinne ja; echte Pflege wird m. M. n. überwiegend von ambulanten Pflegediensten oder in Pflegeheimen erbracht.
Nur mal ein Beispiel rausgepickt, das ATL Atmen... also ich möchte bitte nicht, daß Laien an Beatmungsmaschinen rumpfuschen. Das ist Sache von Profis.
Meines Erachtens ist der Pflegeprozess mit Anamnese, Zielsetzung, Maßnahmenplanung und Evaluation der alleinige Aufgabenbereich der Pflegefachkräfte. Die Durchführung von Pflegemaßnahmen jedoch kann zumindest teilweise an Helfer delegiert werden. Bei Primary Nursing wird es ja auch so praktiziert.
Auch die ausführenden Pflegekräfte im Primary Nursing (Associate Nurses) sind m. W. meist Pflegefachkräfte und keine Pflegehelfer.
 
Die Durchführung der Körperpflege ist eher dem "Handwerk" zuzuordnen, das auch im ambulanten Bereich oder in der Altenpflege eher von Pflegeassistenten durchgeführt wird.
 
Gibt es auch eine valide Quelle für die Zahl?
Und wie ist „Hilfe“ definiert? Mal die Wohnung putzen oder für den alten Menschen einkaufen gehen kann freilich jeder Laie.
Selbstverständlich gibt's die: Pflegeversicherung, Zahlen und Fakten
Es dürfte bekannt sein, für welchen Hilfsbedarf die Pflegeversicherung Leistungen vorsieht.
Nachtrag: Das statistische Bundesamt hätten wir auch noch: Staat & Gesellschaft - Pflege - Statistisches Bundesamt (Destatis)

echte Pflege wird m. M. n. überwiegend von ambulanten Pflegediensten oder in Pflegeheimen erbracht.
Als ich gelernt habe, waren die ATLs "sich pflegen und kleiden", "sich bewegen", "essen und trinken", "ausscheiden" usw. Bestandteile eines Pflegemodell und Unterstützung dabei demnach "echte Pflege". Wann hat sich das geändert?

Nur mal ein Beispiel rausgepickt, das ATL Atmen... also ich möchte bitte nicht, daß Laien an Beatmungsmaschinen rumpfuschen. Das ist Sache von Profis.
Ganz abgesehen davon, dass Pflegebedürftigkeit ja nicht Einschränkung bezogen auf alle ATLs bedeutet, gehen wir hoffentlich darin konform, dass die künstliche Beatmung nur die absolute Spitze einer dortigen Einschränkung darstellt. Die Bedienung von Beatmungsmaschinen ist für den Großteil der Pflegekräfte auch nicht tägliche Aufgabe; sie bezieht sich nur auf eine vergleichsweise kleine Patientengruppe.
 
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Vorbehaltstätigkeiten für die Pflegeprofession sind IMHO als äußerst Wünschenswert anzusehen, das möchte ich bei dem Thema vorweg anführen. Ich halte sie für einen längst überfälligen Schritt in der ausstehenden Professionalisierung unseres "TäglichBrot".

Hierbei würde ich mir für die zukünftigen "generalistischen" Pflegefachkräfte ohne verteifender Fachweiterbildung (wie z.B. Notfallpflege / Intensivpflege) sowie schon die bisher 3-jährig ausgebildeten Pflegekräfte (GuK, AP, KGuK) die Bedarfserhebung (incl. Anamnese/Biografiearbeit usw.) Planung (Probleme, Ressourcen, Ziele, Maßnahmen) und Evaluation des Pflegeprozesses wünschen (eine teilweise Durchführung delegierbarer Pflegetätigkeiten in diesem Rahmen werden in Zukunft unumgänglich sein, das sehe ich auch so wie Claudia und sehe dieses Vorgehen IMHO auch guten Gewissens durch unsere Profession tragbar). Auch die Umsetzung und Durchführung der nationalen Expertenstandards halte ich für eine gute Idee für die "Vorbehaltstätigkeitsliste".

In den Fachpflegen (zumindest in denen, welche zukünftig noch Bestand haben, noch ausgebildet werden oder vielleicht im Nachgang der Generalistik hinzukommen) kann ich mir auch noch mehr Vorbehaltstätigkeiten vorstellen - aber das ist hier nicht gefragt.

Falls mir noch mehr Vorbehaltstätigkeiten für die grundständige Pflegedisziplin einfallen, möchte ich sie in diesem Thread bei Bedarf noch schreiben - jetzt gerade, auf die Schnelle fallen mir aber nur die 2 oben genannten Komplexe ein. Also... tbc ;)

[SideTopic:]
@Martin H.

Eine weitere Quelle zu Claudias Argumentation, welche ich hiermit, in Übereinstimmung bekräftigen möchte.

"Etwa drei Viertel (2,08 Millionen) aller Pflegebedürftigen wurden zu Hause versorgt, die meisten davon allein von Angehörigen. Das betraf knapp 1,4 Millionen. Bei rund 692.000 der Menschen, die zu Hause gepflegt wurden, geschah das mithilfe ambulanter Pflegedienste. Gut ein Viertel (783.000) der Pflegebedürftigen lebten in Pflegeheimen." [Quelle]

Okay... die Quelle bezieht sich auf Zahlen von 2015 - aber es ist anzunehmen, dass die letzten drei Jahre die Zahlen nicht gesunken sind. :wink1:
 
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Die Durchführung der Körperpflege ist eher dem "Handwerk" zuzuordnen, das auch im ambulanten Bereich oder in der Altenpflege eher von Pflegeassistenten durchgeführt wird.
Der Begriff "Handwerk" gefällt mir hier nicht. Handwerker hatten Berufsordnungen und Ausbildungen schon Jahrhunderte vor der Pflege; die Bezeichnung sollte nicht abfällig verwendet werden.

Auch dass die Hilfe bei der Körperpflege ebenso wie das Herrichten von Mahlzeiten usw. bei vielen Patienten zu den eher weniger komplexen Aufgaben gehört und daher im Alltag sicher auch gut von Hilfskräften (oder Angehörigen) erbracht werden kann, bedeutet nicht, dass sie nicht zu den pflegerischen Tätigkeiten gehört.

Um beim Beispiel der Körperpflege zu bleiben: Ein pflegender Angehöriger dürfte erkennen, wenn sein Familienmitglied nicht mehr selbst dazu in der Lage ist. Und er wird wahrscheinlich stellvertretend diese Aufgabe übernehmen und dem Pflegebedürftigen beim Waschen und Ankleiden helfen. Aber er kann keine möglichen Ursachen erfassen, keine potentiell folgenden Pflegeproblem erkennen, keine aktivierenden Maßnahmen ergreifen, weil ihm dazu das Fachwissen fehlt. Letzteres gehört zu den Aufgaben der Pflegefachkräfte. (Wir können und sollten dann natürlich unser Wissen mit ihm teilen und ihn dazu befähigen, seinen Pflegebedürftigen besser zu versorgen.)
 
.... Es gibt Bereiche, in denen ich erst mal nach meiner fachlichen Ersteinschätzung eigenständig Entscheidungen fälle, im Verlauf jedoch andere Berufsgruppen mitbeurteilen/ Maßnahmen einleiten können.
Ganz vorne dran das große Thema Dysphagie.
Ändert sich etwas, in meiner (täglichen) Einschätzung - handle ich trotz Vorgabe eigenständig entgegen einer Verordnung.
Arzt: Karrenz, Medis auf IV, umsetzen, parenterale Flüssigkeitszufuhr anpassen, FEES, ggfs. transnasale Ernährungssonde - erfolgt nach Rücksprache mit der PFK, ergänzt durch den Befund der Logopädie.
Falls dann enteraler Kostaufbau - läuft der i.d. R. ohne ärztliche Verordnung.

Häufiger sind Ko-Komponenten von belang wie Demenz oder Parkinson.
Die kognitive Komponente: Fähigkeit zu Konzentration, Aufmerksamkeitsspanne.
Tageszeitabhängige Komponenten wie Depression, Medikamente.
Eingeschänktes handling wie sensomotorische Parese, degenerativ veränderte Gelenke (häufig die Schulter), Rheuma, MS.
Sehen (chronisch/akut) ist verändert, z.B. durch Neglect, sonstige Einschänkungen wie Hemianopsie, Linsen eingetrübt, Brille fehlt.
Nicht selten: Wenig Zähne, keine Zähne, nur noch Zahnstümpfe, nicht (mehr) benutzte Zahnprothesen.
Die genannte Checkliste ist nur ein kleiner Auszug aus dem Bemühen eine korrekte Einschätzung zu treffen - da Erkenntnisse auch durch andere Beobachtungen mit reinspielen.
Ich denke, dass "wir" (egal wo) da immer die ersten sind, die akute und auch vorbestehende (und da dann häufiger progrediente) Einschränkungen erkennen und einschätzen können.
Ergänzt durch weitere Befragungen der Patienten/ der Angehörigen ergibt sich ein Gesamtbild und die erforderlichen Konsequenzen.
Dazu brauche ich umfangreiches Basiswissen + Fachkompetenz. Grob anlernen lässt sich nur das ganz offensichtlichste, weswegen der Beitrag doch ziemlich lang geworden ist.

Sowas?
 
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@Claudia:
Nur mal auf die Schnelle (nervt hier am Handy):
Dein eigener Link widerlegt Deine Behauptung:
Staat & Gesellschaft - Pflege - Pflegebedürftige - Statistisches Bundesamt (Destatis)
Daraus geht hervor, daß knapp über 70% der Pflegebedürftigen zu Hause versorgt werden; davon aber nur etwa die Hälfte von Angehörigen.
Also etwa 35% und nicht Dreiviertel.
Also wenn Du schon kritisierst, dann richtig:
73% aller Pflegebedürftigen werden zu Hause versorgt (nicht ganz drei Viertel, akzeptiert).
48% aller Pflegebedürftigen werden allein durch Angehörige versorgt.
24% aller Pflegebedürftigen werden mit oder allein durch ambulante Pflegedienste versorgt; die Empfänger von Kombinationsleistungen, wo sowohl Pflege durch Angehörige als auch durch Pflegefachkräfte erbracht wird, sind in dieser Gruppe mit enthalten.
Nur 27% aller Pflegebedürftigen sind in Pflegeheimen.

Heißt: Die Hälfte der Pflegebedürftigen stemmt die Angehörigenpflege allein, bei einem weiteren Viertel helfen sie zumindest zum Teil noch mit und nur ein gutes Viertel der Pflegebedürftigen ist wirklich im Heim. Gar nicht mit erfasst: Die Hilfe wie "Einkaufen gehen" oder "Wohnung durchwischen" durch Angehörige. Denn dafür gibt's keinen Pflegegrad.

Aber auch wenn es weniger als die erwähnten drei Viertel sind: Denkst Du tatsächlich, dass eine pflegerische Tätigkeit - für die immerhin die Pflegeversicherung bezahlt! - keine solche ist, wenn sie ein Angehöriger übernimmt?
 
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@Claudia:
Kritisiere erst mal selber richtig.
Der Link besagt, daß 72% zu Hause versorgt werden - aber nicht, daß sie, wie von Dir behauptet, alle von Angehörigen versorgt werden.
An der Stelle bin ich raus - unglaublich, wie sich Pflege hier selbst das Wasser abgräbt.
Möchte nur noch an den mindestens einmal von Romsen verlinkten Artikel über die unsinnige Trennung von „Grund- und Behandlungspflege“ erinnern...
 
Erst mal danke euch allen für die Diskussion. Die Dache mit dem Multi Zitat habe ich nicht drauf, deshalb antworte ich mal so.

@niesreiz :
Doch, auch solche Vorbehaltstätigkeiten sind gefragt. Deshalb schreib gern alles, was Dir einfällt.

@Claudia :
„Handwerk“ war ein etwas unglücklich gewählter Begriff nach Stunden am Schreibtisch. Keinesfalls abwertend gemeint. Ich wollte auf den Unterschied zwischen Beruf und Profession hinaus, bzw. auf die „angelernten“ Tätigkeiten vs. Profession.

@amezaliwa :
Ja, genau so etwas. Vielen Dank für die Beispiele!

Für mich ist auch die Gesundheitsfürsorge, die Familiengesundheitspflege und die Prävention ein Bereich, den ausschließlich die Pflege auskleiden wird, und kein MTA oder Physician Assistent könnte das übernehmen. Ich denke, dieser Bereich wird sich besonders im ambulanten Sektor in den nächsten Jahren sehr ausweiten.
 
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Also vertrete nun einmal eine ganz einfache Meinung, ohne diese mit Quellen genauer Belegen zu können:

Ich denke, dass die Patientenedukation und Schulung der Patienten eine eigentlich der Pflege zuzuschreibende Tätigkeit ist. Denn um eine gelungene Schulung, Beratung etc. durchzuführen, müssen alle aspekte des Menschlichen zusammenlebens mit einbezogen werden. Also einerseits seine Biologischen (Krankheiten), psychischen (Depressionen, psychische Belastungen), soziale (Familienverhältnisse, Lebensumgebung etc) sowie spirituelle (Religion, Weltanschauung) Gegebenheiten mit einbezogen werden.

Und ich bin der Meinung, dass die Pflege als Profession, die einzige darstellt welche in ihrer Berufsausübung diese "Ganzheitlichkeit" in ihrem Ureigensten Berufsbild verankert hat. Oder anders gesagt: Es ist die DNA des Pflegeberufs, den Menschen in seiner Gesamtheit zu sehen und ihn nicht zu fragmentieren.

Dazu ein Interessanter Artikel bzw. Kommentar:
 

Anhänge

  • Nursing - the new wave.pdf
    593,9 KB · Aufrufe: 3
Kritisiere erst mal selber richtig.
Der Link besagt, daß 72% zu Hause versorgt werden - aber nicht, daß sie, wie von Dir behauptet, alle von Angehörigen versorgt werden.
Nach aktuelleren Daten sind es inzwischen 76%: Pressemitteilungen - 3,4 Millionen Pflegebedürftige zum Jahresende 2017 - Statistisches Bundesamt (Destatis)

Richtig; ein Teil davon wird auch von ambulanten Pflegediensten versorgt. Dennoch decken die Angehörigen einen Großteil der pflegerischen Maßnahmen ab und ich für meinen Teil respektiere und bewundere jeden, der das auf sich nimmt.

1,76 Millionen Menschen werden allein von den Angehörigen versorgt, teilweise über Jahre. Wir machen uns als Profession unglaubwürdig, wenn wir diese Leistung herabwürdigen.
 
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Vorbehaltsaufgaben /-tätigkeiten in der Pflege... ich hab letzthin einen vielleicht passenden Artikel von einem L. Barth gelesen in welchem dieser die Idee der pflegerischen Vorbehaltsaufgaben analog zur ärztlichen Tätigkeit definiert. KLICK MICH für den Artikel. Ein interessanter Gedanke in der Thematik, wie ich finde - vielleicht ist er dem Ein oder Anderen in der Diskussion (noch) nicht bekannt.

Grundsätzlich muss in meinen Augen bei dem Thema einerseits auch eine juristische Komponente bedacht werden (Gesetzgebung in dieser Beziehung anpassen, mehr bzw. umfassende Rechtssicherheit für solche Tätigkeiten schaffen) andererseits aber auch eine systemkritische Komponente in Bezug auf z.B. verkrustet-etablierte Hierarchiestrukturen gegenüber der Profession der Pflege seitens der ärztlichen Disziplin gedacht werden. Hier kommt aber der begeistert-überzeugte Anarcho in mir durch - da mag es, unter gut denkbaren Umständen, wohl auch viel Gegenwind, auch aus dem eigenen Lager der Pflege für mich geben. :roll: Darum, explizit der Hinweis, ich verurteile das bestehende System aber nicht die Menschen, welche aus IMHO vordergründig erscheinender Alternativermangelung am Aufrechterhalten dessen arbeiten (quasi... ohne es besser zu Wissen bzw. denken zu können). Versteht mich bitte nicht falsch, ich möchte einem Missverständnis in der Charakteristik der Überheblichkeit vermeiden. Ich wage es einfach in diesem Zuge auch an an Utopien grenzende Ideen zu denken und daraus ein Ideal zur Entwicklung zu ermöglichen.

...falls das, @Bumblebee2 den Rahmen deiner Hausarbeit nicht sprengt. :knockin:

Vielleicht noch der eine Nachschub: In diesem Gedanken sehe ich aber auch schon die Errungenschaften meiner Vorgänger und weiß diese sehr wohl zu würdigen. ;)

Den Punkt der Edukation, welchen Romsen angeführt hat, halte ich auch für eine gute Idee. Vielleicht liese sich dieser Gedanke noch auf eine umfassendere Gesundheitsbildung für die Bevölkerung im Anspruch der Wissenschaftsdisziplin PublicHealth vertiefen. Andernorts (-länders) ist es ja auch üblich, dass z.B. die Schoolnurses hier eine zentrale Rolle spielt.
 

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