Ausgelernter Krankenpfleger - und nun?

Clexane

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Hallo Leutz,

ich habe bald meine Praktische Prüfung *zitter*. Ich hoffe, das ich diese ohne Probleme schaffe. Jedenfalls arbeite ich danach ja noch bis zum 31.08.08 laut Lehrvertrag und dann gehts los mit richtigem Arbeiten.
Nur habe ich durch die Lehre noch keine Berufserfahrung. Nun meine eigentliche Frage. Was kann ich alles noch machen, obwohl ich eben noch keine Erfahrung habe???
Krankenpfleger is klar, was ist noch möglich?? Welche Weiterbildungen oder anderen Berufe basieren auf meiner Ausbildung`???

Bitte um Hilfe

Thx
 
Ich würde dir raten erstmal Berufserfahrung auf Station zu sammeln und dich dann um Weiterbildung oder andere Bereiche zu kümmern.
 
Ich denke auch, dass es prinzipiell besser ist, eine "normale" Station wie zB Chirurgie zu bevorzugen.
Aber das ist natürlich von Person zu Person unterschiedlich.
Ich kenne 2, die direkt nach dem Examen auf die Intensiv gegangen sind.
Mich persönlich hätte das ehrlich gesagt überfordert und wäre eindeutig zu früh gewesen. Ich hätte Mühe gehabt, zB die ganzen Parameter der Beatmungsmaschinen und der Blutgasanalyse nicht nur zu verstehen, sondern auch zu interpretieren. Wie hängen BGA, Beatmung und Dialysator zusammen!? Und welchen Einfluß haben diese ganzen Apparate auf den Körper?
Desweiteren hätte mir einfach die praktische Erfahrung gefehlt wie zB die Einschätzung, ob ein Pat nun wirklich zB intensivpflichtig ist. Wie hört sich ein akutes Lungenödem an...und wie eine Pneumonie...kann ich diese beiden voneinander unterscheiden...usw? Was zum Teufel ist CPAP, BIPAP usw.!???
Ungewohnt wäre auch der selbstverständliche Umgang wie folgende Info an den Stationsarzt : Der Pat mit der akuten LAE ist mit dem O2 wieder bei XY, ich laß ihn gerad Cpappen.
Andererseits hätte ich mir eine Tätigkeit in der Notaufnahme direkt nach dem Examen schon eher zugetraut.
Aber wie auch immer - egal wo Du auch landest, Du wirst eine Einarbeitung benötigen - mal mehr mal weniger - gerade in den speziellen Fachabteilungen umso mehr. Eine Freundin von mir hat ca 4 Monate nach dem Examen im OP angefangen, und hat in der ersten Zeit echt jeden Tag Instrumente und Arbeitsabläufe gelernt.
Welche Stationen haben Dir denn am meisten Spass gemacht? Bist Du mehr "chirurgischer Typ" oder mehr der "internistische"? Bastelst Du gerne mit Verbänden herum?
 
Ich glaube das wildeste ist nach dem Examen aufwachen zu müssen und wirklich zu sehen wie das so ist als Examinierter.... Plötzlich mit sachen konfrontiet die einen vorher weniger angingen. Deligieren müssen (ob man will oder nicht), Verantwortung für den gesamten Stationsablauf uvm. Ist denke ich auch echt nicht einfach und überall anders gehandhabt. Von daher auch die empfehlung : erstmal sehen was hat denn Spass gemacht während der Ausbildung?
Hab ich schon ne Ahnung wo ich mal ein Ziel für mich sehe? (Mentor, Stationsleitung, Direktion) ist glaube ich zu früh, weil ich mich selbst überfordern könnte.
das kommt später. Alleine das erstemal Nachtwache, oder Kollegen aus dem Frei holen müssen, 32 Patienten und 3 Azubis bringen einen an den Rand des ertragbaren... Ob und wie man damit fertig werden kann zeigt sich erst mit der Zeit und sollte noch nicht beantwortet werden. Ggf. stellst Du ja noch fest "Das ist dann doch nicht mein Ding, oder auch Ich will in richtung Dr. oder PDL..." Lass Dir Zeit damit! Geniesse zunächst mal ein bisschen mehr Knete. Nicht mehr lernen müssen (sondern können und dürfen). Auch mal Baggersee, echter Urlaub... Das hast Du Dir einfach verdient!!!!!
Dann entwickelt sich schon das von dir gewünschte irgendwann von selbst. Für viele Weiterbildungen brauchst Du sowieso erstmal Berufserfahrung... viel kann auch auf einer Station ausprobiert werden mit der Zeit...
Geh´s langsam (deinen Neigungen entsprechend, zielgerichtet) an!!
Und dann : herzlich willkommen bei den "alten" Schwestern :mrgreen:
 
kenne das problem sich entscheiden zu müssen. bin auch in der ausbildung, im 2. jahr und so langsam beginne ich auch darüber nachzudenken was ich machen möchte. ich weiß nur zu gut was ich nicht machen will (gyn, kinder, geriatrie, bauch, kardio, hno) und kann miich nicht entscheiden was ich will. fand den einsatz auf der its total ´klasse. die verantwortung, die abwechslung, das gefordert sein und einfach das intensive pflegen eines patienten und nicht das rum wurschteln an 12 patienten, fand ich super. auch op finde ich spannens, aber eher fließband artig....

wie habt ihr examinierten euch entschieden, habt ihr einfach was angenommen oder nur das gemacht was ihr wolltet??
 
Hey,

ich bin jetzt im 3. Ausbildungsjahr und somit fast fertig(noch einen Monat genau) ;-) und musste mich ja auch entscheiden, was ich nach der Ausbildung machen möchte. Ich hab mich schon immer für den Bereich Notaufnahme, Intensivstation und Anästhesie interessiert ( kam so durch meine Tätigkeit bei einer großen freiwilligen Feuerwehr). Naja dann hatte ich meinen Intensiveinsatz und war total begeistert, hat mir echt Spass gemacht. Dann hatte ich mein Op Einsatz und hab da auch viel mit in die Anästhesie reingeguckt....:-) Naja dann war mir eigentlich klar, was ich gerne machen möchte also halt Intensivstation... Dazu kam, das bei uns die Personalsituation immer schlechter wird und ich so nicht gerne auf einer Normalstation arbeiten möchte.

Und da ich noch meinen Zivildienst machen muss, war es nicht schwer als examinierter GuK eine Stelle zu finden. Ich fang jetzt auf einer chirugischen Intensiv an einem Krankenhaus der Maximalversorgung an ( Ausbildungskrankenhaus hat 150 Betten) . Und im Vorstellungsgespräch wurde schon gesagt, dass sie wissen das ich noch Berufsanfänger bin und die mich gut einarbeiten werden:-)

Mit freundlichen Grüßen
 
Hey erstmal!

Ich würde mich wahrscheinlich auf eine Stelle bewerben, die möglichst vielseitiges Arbeiten bietet. Es gibt einige Fachbereiche, wie z. B. Nephrologie, die mehrere Lernangebote bieten:
- meist viel Pflege
- innere Medizin mit oft besonders interessanten Erkrankungen wie z. B Hanta-Infektionen usw.
- Chirurgie wie Op´s(Dialysezugänge),chronischen Wunden, viele Verbandwechsel, die selbständig druchgeführt werden usw.
- Notfälle wie Reanimationen, Blutungen usw.

Ist eigentlich für jeden was dabei. Ist zwar gerade zu Anfang zugegeben nicht eine der leichtesten Fachbereiche, aber ist auch eine Menge zu lernen, gerade in punkto Krankenbeobachtung.
Außerdem werden KS, die aus dem Neph.-Bereich kommen, später in Dialysezentren gerne genommen, ist auch für später mal die Chance, aus der Pflege in einen Funktionsbereich zu wechseln. Außerdem ist das Fortbildungsangebot ziemlich groß, wie Fachpfleger/in Nephrologie, und gesponsorte Fb´s von Pharmafirmen.
Vielleicht konnte ich ja weiterhelfen, wünsch erstmal viel Glück für den Berufsstart.
Lieben Gruß
Rabenmädel:nurse::)
 

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