Ausbildung zum Krankenpfleger geplant

Nokin

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Hallo zusammen,

ich würde gerne die Ausbildung zum Krankenpfleger machen, habe aber dazu eine Frage.
Vielleicht kurz zu ein paar Worte zu mir..

Ich bin 32 Jahre und ausgebildeter Rettungsassistent mit 10 Jahren Berufserfahrung.
Seit ca. 2 Jahren arbeite ich in Vollzeit unbefristet im Krankenhaus auf einer Heart Failture Unit.
Meine Aufgabenbereiche sind grds. an die der Krankenpflege angeglichen.
Ich lege Zugänge, stelle Medikamente, gebe Antibiosen bzw. i.v. Therapie und erledige die pflegerischen Aufgeben etc.

Nun möchte ich die Ausbildung gerne anstreben, denn hier ist meine Qualifikation nach wie vor "Rettungsassistent" und ich möchte mich gerne weiterbilden.

Diese Ausbildung zu machen, wäre grds. vom Haus aus auch kein Problem. Die Hürde ist mehr oder weniger das Ausbildungsgehalt in das ich mit Aufnahme der Ausbildung rutschen würde.

Da ich als Alleinverdiener (Haus, Familie mit 2 Kindern) den Lebensunterhalt dann nicht mehr so stemmen könnte wie in meinem Beschäftigungsverhältnis jetzt. Stehe ich dann vor einem Problem.

Meine Frage ist jetzt, habt ihr Erfahrungen oder Ideen ob es hier Möglichkeiten gibt um meinen Verdienst von jetzt in etwa halten zu können (auch etwa angeglichen an den Lohn einer ausgebildeten Krankenschwester).
Gibt's da vielleicht in der aktuellen Situation sogar irgendwas staatliches oder sonstige Förderungsmöglichkeiten die ich nicht gefunden oder überlesen habe?
Klar kann ich nebenbei noch arbeiten gehen usw. aber vielleicht gibt es da ja auch einen anderen Weg.

Ich würde mich sehr über eure Erfahrungen oder Ratschläge freuen, denn die Ausbildung würde ich wirklich gerne machen nur geht das leider aufgrund der Situation nicht ganz so ohne Weiteres.

PS: Ein Gespräch mit der Pflegedirektion ist in Planung und vielleicht kommt das Haus mir auch etwas entgegen. Nur ein wenig vorbereitet in das Gespräch zu gehen und evtl. schon den ein oder anderen Vorschlag vorbringen (den ich evtl. hier abgreifen kann) wäre doch top.

Vielen Dank schonmal
 
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-Claudia-

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Du solltest bei der zuständigen Behörde einen Antrag auf Ausbildungsverkürzung stellen. Die Ausbildung als Rettungsassistent müsste im Rahmen der Gleichwertigkeit anerkannt werden; Du müsstest also nicht mehr die vollen drei Jahre machen.

Ab 2020 wird die Ausbildung zum Pflegefachmann über die vollen drei Jahre als Umschulung finanziert, aber da Du nicht von Arbeitslosigkeit bedroht bist, hast Du darauf wahrscheinlich keinerlei Anspruch.

Es gibt oder gab vereinzelt Projekte, bei denen die Ausbildung unqualifizierter Pflegehelfer zum Altenpfleger über Fördermittel finanziert wird, so dass sie mit ihrem bisherigen PflegehelferInnen-Gehalt die Ausbildung machen können. In der Regel führt das zu einigen Jahren Verpflichtung beim Arbeitgeber. Du müsstest Dich erkundigen, ob Dein Haus das anbietet.

Ansonsten würde ich mal mit Deiner Bank sprechen, inwieweit die Dir z.B. bei der Kreditrate fürs Haus entgegenkommen könnten. Eine verkürzte Ausbildung wäre ja ein recht überschaubarer Zeitraum.
 
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FLORA.BLEIBT

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negativ. zumindest zu meiner zeit konnte man sich vom RA auf KP nichts anrechnen lassen (umgekehrt schon). RA ist nun mal keine staatlich anerkannte ausbildung und ein auslaufmodell. wird sich ggf. mit der notsan nummer in zukunft ändern.
 

renje

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RA ist nun mal keine staatlich anerkannte ausbildung
Das wüsste ich aber.

Stichwort Rettungsassistentengesetz!
Die sind sogar weiter wie in der Pflege, da ist eine vorgeschriebene Stundenzahl Pflicht an Fortbildungen pro Jahr festgelegt, die der AG bezahlen muss.
 

FLORA.BLEIBT

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die pflichtfortbildungsstunden haben ja per se erst mal überhaupt nichts mit der ausbildung zu tun (RD ist ländersache und deshalb sind dinge wie fobi pflicht in den versch. rettungsdienstgesetzen der Bundesländer geregelt, in bawü gilt diese 30h regel z.b. auch für RS die in der Notfallrettung eingesetzt sind).

früher konntest du ne verkürzte ausbildung zum RA nach paragraph 8.2 bzw. 8.3 machen. für KP war das unterm strich dann noch ein paar Wochen theorie, stunden als RS in der notfallrettung konnte man sich komplett auf das anerkennungsjahr anrechnen lassen, dass dieses u.u. sogar komplett entfiel. seit 2014 (?) gibts das neue berufsbild notsan. der RA ist aktuell noch in einer übergangsfrist und ein auslaufmodell.
Anrechnung RA auf KP eher no way, da wird sich eher nichts geändert haben, seit es den notsan gibt noch viel unwahrscheinlicher.



.
 

renje

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die pflichtfortbildungsstunden haben ja per se erst mal überhaupt nichts mit der ausbildung zu tun (RD ist ländersache und deshalb sind dinge wie fobi pflicht in den versch. rettungsdienstgesetzen der Bundesländer
Nein natürlich nicht, aber mit der Durchsetzungsfähigkeit und Lobby anderer Berufsgruppen, an denen wir uns ein Beispiel nehmen könnten. Denn wenn ich mich mit Kollegen unterhalte aus dem RD, dann scheint das für RA in ALLEN Bundesländern Pflicht zu sein, auf Kosten des AG - ist eine Anspielung auf einen anderen thread in dem über Kammer und Fortbildungspflicht sich aufgeregt wurde, die man dann auch noch selbst zahlen müsse.

Auch wenn du dich noch so echauffierst bleibt die Behauptung trotzdem falsch.
RA ist nun mal keine staatlich anerkannte ausbildung.

Anrechnung RA auf KP eher no way, da wird sich eher nichts geändert haben, seit es den notsan gibt noch viel unwahrscheinlicher.
Dafür würde ich meine Hand nicht ins Feuer legen. In diesen Zeiten, wird seeeeeehr großzügig anerkannt und kaum jemand abgelehnt der in die Pflege will.
Was das mit dem Notfallsan zu tun hat erschließt sich mir nicht.
RA werden bei uns mit etwa, je nach Abschhlussnote und wie lange zurückliegend von 6-12Monaten anerkannt. Notgfallsan. werden es dann halt ein paar Monate mehr sein.

Also Nokin - versuch macht kluch - einfach beantragen bei der Schulaufsichtsbehörde, mehr wie nein sagen können se ja nicht.
 
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Reinsdyr

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Ich würde an deiner Stelle erstmal herausfinden, wie lange deine Ausbildung gehen würde. Dann weiß man nämlich schon mal besser, wie viel Geld insgesamt fehlt zwischen Ausbildungsgehalt und dem mindestens nötigen Gehalt für die Familie. Dabei müssen natürlich sämtliche Ein- und Ausgaben realistisch überprüft werden. Wenn alle mitziehen, dann kann man eben 2 Jahre den Gürtel enger schnallen und dann würde es gehen.

Vielleicht hilft ein Kredit der KfW?

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Studieren-Qualifizieren/Finanzierungsangebote/Bildungskredit-(173)/
 
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Medicus72

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Hallo,
ich denke in deinem Fall wäre das WeGebAU Programm gefördert durch das zuständige Arbeitsamt für dich am Besten . WeGebAU
Schau es dir einfach mal an, besprech es mit deinen Arbeitgeber - genehmigt er dies und das Arbeitsamt ist ebenfalls einverstanden, hast du während deiner Ausbildungszeit keinerlei finanzielle Einbußen, sondern erhälst das gleiche Gehalt wie in deiner jetzigen Position .
Kleiner Hinweis: ,,Älterer Arbeitnehmer,, entspricht nicht mehr ab 45 . Wir haben in meiner Einrichtung zur Zeit 5 MA , die sich in der Ausbildung befinden und durch WeGebAU gefördert werden .
 
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Nokin

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Danke für eure Antworten. Das mit dem „Wegebau“ klingt ganz interessant. Da werd ich mal etwas mehr einlesen.

Ich muss auch nochmal kurz was zur Anerkennung beim Rettungsassistenten sagen. Ja...als ein Auslaufmodel könnte man es grds. sehen, weil der RS vom NFS abgelöst wird. Dennoch ist es definitiv eine anerkannte Ausbildung.
Der Rettungssanitäter ist keine anerkannte Ausbildung.

Auch auch das Ding mit der fachlichkeit...ich würde schon sagen, dass ein RS medizinisch vielleicht fachlich dem Krankenpfleger einen Schritt voraus ist wo es dann genau anders ist, ist eben bei den pflegersichen Tätigkeiten...hier steckt der Krankenpfleger den RS in die Tasche.

Aber egal..anerkannt ist der Berif jedenfalls schon. Ob man die Ausbildung nun verkürzen kann wird sich zeigen. Ich werde das jedenfalls mal probieren hier nachzufragen und dann hier nochmal berichten.

Danke erstmal und falls noch jemand einen anderen Rat hat bin ich natürlich weiterhin offen...
 

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