- Registriert
- 19.01.2010
- Beiträge
- 9
- Beruf
- Gesundheitspflegerin
- Akt. Einsatzbereich
- Interdisziplinäre Intensivstation (Innere, Operative)
Hallo Ihr alle,
ich weiss nicht, ob dieses Thema hier reingehört...aber ich brauche unbedingt Eure Hilfe und Euer Feedback dazu-
es geht um das Berufsverständnis von Pflegenden, die auf einer Intesivstation arbeiten.
Heute hatte ich eine sehr emotionale Diskussion mit einer Kollegin, primär ging es in dieser Diskussion um Überlastung der Pflegenden auf unserer ITS, denn bei uns ist es im Frühdienst z.B. üblich, dass die Pflegenden für die Blutentnahmen, Transport der BEs zum Labor, EKGs (wenn welche angeordnet sind), Medikamentengaben (p.o. und i.v.), Mobilisation (weil die KGs irgendwie immer net da sind, wenn man sie braucht!), Abheften von Befunden, Verbandswechsel (auch bei OP-Wunden!!!) u.s.w. zuständig sind und ich gesagt habe, dass mir manche Arbeiten eben berufsfremd vorkommen und ich für die Pflege (meinen WAHREN!!! Job) kaum Zeit habe, blöderweise habe ich als Beispiel Rasur genommen (als ob die Pflege einzig und allein im Saubermachen des Patienten besteht, dieser Meinung scheint aber meine Kollegin zu haben), das hat sie als dankbare Argumentation genommen, um zu sagen dass sie deswegen auf einer Intensivstation arbeite, um sich um sowas nicht kümmern zu müssen...da stand mir erstmal die Kinnlade auf!!!
Daraufhin habe ich sie gefragt, wer denn dann die "Pflege" des Patienten übernehmen soll, wenn nicht wir Schwestern???
Und sie darauf, sie wäre auf einer Intensivstation weil es dort primär um die Akutversorgung und Stabilisierung des Patienten ginge und nicht um Pflege, wie waschen...und meine Kinnlade wurde noch größer und noch größer (das ist wie Birnen mit Äpfeln vergleichen, finde ich!).
Dann hat sie sich in einem Atemzug darüber echauffiert, dass ein Chefarzt zu uns gesagt hätte, wir wären ja nur "professionelle A...abwischer" (hoffentlich werde ich jetzt wegen dem Zitat nicht gelöscht!)-
so und jetzt die Frage an Euch:
Sind denn nicht gerade die Pflegenden selbst (wie meine Kollegin), die die Arbeitsethik der Pflege auf das Saubermachen von Patienten reduziert und somit das Stigma der "ah...NUR Krankenschwester" aufrechterhalten?
Sind es teilweise Menschen aus unserer Berufsgruppe, denen wir es zu verdanken haben, dass wir als eigenständige Profession nicht ernst genommen werden?
Ich war wirklich sehr enttäuscht und auch wütend auf meine Kollegin, weil sie so etwas von sich gegeben hat und ich habe immer noch so viel Wut im Bauch, das glaubt ihr garnicht!!!
So jetzt habe ich es mir von der Seele geschrieben, jetzt kann ich ins Bett!
Gute N8,
Nursemommy
ich weiss nicht, ob dieses Thema hier reingehört...aber ich brauche unbedingt Eure Hilfe und Euer Feedback dazu-
es geht um das Berufsverständnis von Pflegenden, die auf einer Intesivstation arbeiten.
Heute hatte ich eine sehr emotionale Diskussion mit einer Kollegin, primär ging es in dieser Diskussion um Überlastung der Pflegenden auf unserer ITS, denn bei uns ist es im Frühdienst z.B. üblich, dass die Pflegenden für die Blutentnahmen, Transport der BEs zum Labor, EKGs (wenn welche angeordnet sind), Medikamentengaben (p.o. und i.v.), Mobilisation (weil die KGs irgendwie immer net da sind, wenn man sie braucht!), Abheften von Befunden, Verbandswechsel (auch bei OP-Wunden!!!) u.s.w. zuständig sind und ich gesagt habe, dass mir manche Arbeiten eben berufsfremd vorkommen und ich für die Pflege (meinen WAHREN!!! Job) kaum Zeit habe, blöderweise habe ich als Beispiel Rasur genommen (als ob die Pflege einzig und allein im Saubermachen des Patienten besteht, dieser Meinung scheint aber meine Kollegin zu haben), das hat sie als dankbare Argumentation genommen, um zu sagen dass sie deswegen auf einer Intensivstation arbeite, um sich um sowas nicht kümmern zu müssen...da stand mir erstmal die Kinnlade auf!!!
Daraufhin habe ich sie gefragt, wer denn dann die "Pflege" des Patienten übernehmen soll, wenn nicht wir Schwestern???
Und sie darauf, sie wäre auf einer Intensivstation weil es dort primär um die Akutversorgung und Stabilisierung des Patienten ginge und nicht um Pflege, wie waschen...und meine Kinnlade wurde noch größer und noch größer (das ist wie Birnen mit Äpfeln vergleichen, finde ich!).
Dann hat sie sich in einem Atemzug darüber echauffiert, dass ein Chefarzt zu uns gesagt hätte, wir wären ja nur "professionelle A...abwischer" (hoffentlich werde ich jetzt wegen dem Zitat nicht gelöscht!)-
so und jetzt die Frage an Euch:
Sind denn nicht gerade die Pflegenden selbst (wie meine Kollegin), die die Arbeitsethik der Pflege auf das Saubermachen von Patienten reduziert und somit das Stigma der "ah...NUR Krankenschwester" aufrechterhalten?
Sind es teilweise Menschen aus unserer Berufsgruppe, denen wir es zu verdanken haben, dass wir als eigenständige Profession nicht ernst genommen werden?
Ich war wirklich sehr enttäuscht und auch wütend auf meine Kollegin, weil sie so etwas von sich gegeben hat und ich habe immer noch so viel Wut im Bauch, das glaubt ihr garnicht!!!
So jetzt habe ich es mir von der Seele geschrieben, jetzt kann ich ins Bett!
Gute N8,
Nursemommy