24 Stunden Dienst - wie wieder fit werden?

Ineyllia

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30.11.2011
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Hallo,

Hatte gestern einen 24 Stunden Bereitschaftsdienst im OP, in dem wir komplett durchgearbeitet haben (mit kurzen Pausen).
Ich frühstücke danach meistens und schlafe 7-8 Stunden. Seit dem ich wieder wach bin habe ich Kopfschmerzen, Schwindelgefühl und Übelkeit.
Das soll jetzt kein "Heulbeitrag" werden, wollte nur mal wissen was ihr macht um wieder fit zu werden nach einem solchen Dienst? Meine Kollegen hatten leider keine hilfreichen Tipps.

Danke und viele Grüße
 
Kommt mir bekannt vor, zum Glück sind solche 24h-nonstop-Arbeit-Dinger bei mir die Ausnahme. Toi toi toi, hab morgen BD. *g*

Aber mir geht's danach ähnlich wie dir.
Es reicht dann meist nur noch dazu, nach Haus zu fahren, zu frühstücken, evtl. noch 'n paar Kleinigkeiten zu erledigen, aber Power ist da nicht mehr und das k.o.-Tief recht flott erreicht.
Ich gönne mir dann einfach Ruhe, wenn nötig, den ganzen Tag. Frischluft tut manchmal echt gut. Ansonsten das Übliche.. viel trinken, Vitamine in Form von Obst/-saft, was essen (auch trotz Nicht-Hunger/Überkeit/Unwohlsein) und relaxen. Bis zum nächsten Tag bin ich dann wieder einigermaßen regeneriert. ;o)
 
Deine beschriebenen Symptome kenne ich, wenn ich extrem unter Streß komme. Wenn ausreichend trinken und den BZ anheben nix bringt... ins Bett, Augen zu, entspannen und wenn es geht ... schlafen. Man sollte auf seinen Körper hören. Der weiß schon, was einem fehlt. Und wenn ich dann wieder wach bin... raus in die Natur. Gibt nix besseres.

Elisabeth
 
Schön auf den Magen achten. Ein s.g. nervöser Reizmagen kann auf längere Zeit zum
echten Problem werden : Im 24h Dienst :
- Kaffee nur im Notfall.
- Kippe nö.
- Essen auch ohne Hunger.
- Kohlensäure igitt.
 
Vielen Dank für eure Antworten und Tipps! Habe gestern schonmal den Rat von Elisabeth befolgt und bin an die frische Luft gegangen. Hat gegen die Übelkeit etwas geholfen. War dann aber doch so müde dass ich wieder schlafen gegangen bin ;)
Werde das nächste mal versuchen auf den Kaffe zu verzichten :)

Viele Grüße und auf ruhigere Dienste
 
Sobald ich zuhause bin, trinke ich ein heisses, süßes Getränk, dann gehe ich in die Badewanne und dann lege ich mich hin. Ich schlafe dann gerne vor dem Fernseher, weil ich dort nicht so tief schlafe, wie im Bett. Denn sonst bekomme ich abends die nötige Bettschwere nicht.
Nachmittags gehe ich etwas spazieren, da ich einen Hund habe, kann mein innerer Schweinehund nicht gewinnen, denn der echte muss ja raus.

Allerdings wird es nicht leichter, je älter man wird. Früher habe ich nach einem Dienst normal weiter gemacht. Heute fühle ich mich nach so einem Höllendienst drei Tage krank.
 
Ich hatte zwar noch keinen 24h Dienst aber des öfteren war ich schon jenseits der 24h wach mit 16h Freizeitpark mit einer Achterbahn nach der anderen in der Zeit. Ich mach dann auch leichte Kost, eine laaaaange ausgedehnte warme Dusche und viel Zeit Füsse oben an der frischen Luft und gelegentliche Nickerchen vorm Fernseher. Am Tag drauf bin ich eigentlich für gewöhnlich wieder regeneriert.
 
Es ist etwas anderes, ob man 24 Stunden arbeitet oder Spaß hat.
 
Hallo,

habt ihr die Möglichkeit, Dienste zu teilen? In der Uniklinik damals hatten wir immer nur 12 Stunden BD (ggf. mal 13-14, wenn jemand aus der nachfolgenden Schicht noch was vor hatte oder im Stau stand), und dann kam die Ablösung.
Sehr angenehme Regelung und aufgrund der vielen Mitarbeiter hatte man trotzdem nicht oft Dienst (3-5x im Monat).

Gruß
Die Anästhesieschwester
 
Nein, es ist nicht ähnlich anstrengend.
Nach drei Tagen Schützenfest bin ich nicht halb so kaputt, wie nach 24 Stunden im Galopp in der Klinik.
 
Am schlimmsten sind solche Dienste ohne Spass und ohne Galopp.

In der Heimintensiv & bei Personalausfall ist schon mal eine Kollegin auf dem Heimweg samt Auto auf den Baum geklettert.

Seid bitte vorsichtig !
Im Zweifelsfall : Taxi ! Kostenübernahme Verhandlungssache
 
Ich wollte niemanden angreifen und auch nicht das sich jemand angegriffen fühlt.. kann gerne gelöscht werden.
 
24h musste ich zum Glück noch nie arbeiten, hatte aber schon bei 12h dass Gefühl, ich werde mich nie mehr erholen. Wie Elisabeth schätze ich die Natur sehr. Ansonsten schlafen, ausruhen und körperl. Anstrengung meiden. Geistige sowieso. :-)
 
24 Std. Dienste sind ein unkalkulierbares Risiko:
- menschliche Beziehungen
- Behandlungsfehler
- Wege- und andere Unfälle

Ich kann nicht begreifen, dass AG das noch immer zulassen.
(Hallo : Unternehmenskultur, Selbstdarstellung, Personalsuche)
Und warum bekommen solche Firmen noch Versicherungen ?
Die Versicherungswirtschaft sollte so etwas als Ausschlusskriterium markern.
 
24 Std. Dienste sind ein unkalkulierbares Risiko:
- menschliche Beziehungen
- Behandlungsfehler
- Wege- und andere Unfälle

Ich kann nicht begreifen, dass AG das noch immer zulassen.

Ersteres dürfte nicht die Priorität des AG sein.

Schichtdienst oder Bereitschaftsdienst sind nicht familienfreundlich, aber das Gesundheitswesen hat nun mal zu allererst die Aufgabe, die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Und dies bedeutet eben auch, dass in bestimmten Bereichen rund um die Uhr jemand ansprechbar ist.
 
Jeder Mensch ist anders. Wie man sich erholen soll ist individuell. Ich habe immer wieder solche Dienste, z.B gerade heute. Nachher genug ausschlafen gehört auf alle Fälle dazu, bei mir sind es mindestens 8 Std. Wobei ich glaube, dass viele MA nachher eher psychisch als physisch müde sind. Ich habe sogar 3 Wochen am Stück gearbeitet, habe eine Kundin nach/in Thailand gepflegt. Musste hellhörig schlafen aber sonst machte mir Arbeit nichts aus. 1 Jahr vorher war ich mit einer Kundin 2 Wochen in Italien und nach 1 Woche war mir bereits genug, da wir ein paar Auseinandersetzungen hatten. Häng viel davon ab, ob das Arbeitsumfeld gut ist (sowie ob man seine Arbeit gern hat). Wenn das Arbeitsklima stimmt kann man viel länger arbeiten, ohne sich „ausgepowert“ zu fühlen. Also; mags du dein jetziger Job?
 

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