Vorbehaltsaufgaben für examiniertes Pflegepersonal im OP?

Um zum Thema, bzw. zur Ausgangssituation zurück zu kommen:

In unserem Unternehmen wird verstärkt nach MFAs gesucht. (3-Jährige Ausbildung) Diese solle im OP mitarbeiten . Sowohl springen als auch instrumentieren.

ABER:
1. Alle Eingriffe , die sie selbständig instrumentieren können, müssen dokumentiert werden und die Dokumentation bei der Personalabteilung hinterlegt werden.
2. Bereitschaftsdienst ist ausgeschlossen. Hintergrund sind die Notfälle, vor allem Not-Sectios.

Begründung der Firmenleitung ist die Haftung der Firma bei unzureichend Qualifizierten MA im Funktionsbereich OP.

Der rechtliche Hintergrund wird auf mögliche Klagen von Patienten geschoben. Der AG muss nachweisen, dass im Schadensfall alle am Patient arbeitenden Personen qualifiziert waren.

LG Einer
 
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Der AG tut sich auch wirklich gut damit das nur ein gewisser teil von MFAs gemacht wird. Damit meine ich nicht das MFAs zu blöde sind, sondern das es nicht hauptsächlich ihr Aufgabengebiet ist. Soweit ich weiß lernen MFAs aber aber diverse ambulante Eingriffe zu assistieren.

Denn der AG macht sich immer sehr angreifbar wenn er abseits der üblichen Qualität Personal einsetzt.

Und eine Examinierte Pflegekraft kann sich nicht rausreden was die Remonstrationspflicht angeht.

Bei MFAs weiß ich es nicht. Ich kenne die Inhalte der Ausbildung nicht ob sie in der grundsätzlichen Kenntnis sind die Tragweite ggf. zu verstehen. Glaube aber das auch hier das Anatomische, wie Patho-/Physiologisches Ausbildung ausreichend für einen Remonstration ist.

Es ist nicht nur möglich MFAs für gewisse Tätigkeiten im OP ranzuziehen, sondern sogar auch üblich, anhängig von der ASA Klassifikation

Ich für meinen Teil als Pflege in der ZNA, AN und ITS würde mich mit Händen und Füßen wehren bei einer HTX zu instrumentieren. Während ich schon locker mit dem MKG Zähne gezogen habe.
 
Ich komm gerade nicht drauf was genau das war und wo es steht.

Hilf mir mal bitte kurz.
Unsere Vorbehaltsaufgaben stehen im Pflegeberufegesetz, die Voraussetzungen für die Leitung ambulanter Pflegedienste und Pflegeheime im SGB XI.
 
Übrigens Finanzieren sich alle Kammern aus dem Beiträgen ihrer Mitglieder. Die Beiträge gehören hier mit zu den Lohnnebenkosten. Sieht nur keiner das der Maurer/ Friseuse/ Maler etc. selber die Kammer bezahlt. Genauso ist es in der Handelskammer, Juristen, Ärzte piepfeke etc. Und siehe da... dort sind die Berufe auchgesellschaftlich höher bewertet als die Pflege. ;)
Stimmt nur nicht. Bei Handwerkern zahlt normalerweise der Betrieb, also der AG, die Kammerbeiträge der Mitarbeiter:

„5. Wer zahlt Beiträge zur Handwerkskammer?

Handwerkskammerbeitrag: Sie fragen, wir antworten.

Beitragspflichtig sind alle bei den Handwerkskammern eingetragenen Betriebe, unabhängig von ihrer Rechtsform. Natürliche und juristische Personen sowie Personengesellschaften zahlen also genauso Beiträge wie Filialen, deren Hauptbetrieb außerhalb des Kammerbezirks liegt.“


Darauf habe ich auch schon mehrfach hier im Forum hingewiesen, ebenso auf die Tatsache, daß Handwerkskammern u. a. deswegen mit den Kammern der Gesundheitheitsberufe (Ärzte, Psychotherapeuten, Pflegekräfte…) sehr schlecht vergleichbar sind. Im Gegensatz dazu zahlen Angehörige der verkammerten Gesundheitsberufe alle ihre Beiträge selber und sind auch selber als Personen Kammermitglieder - niemals der Betrieb (Klinik etc.).

Daß Handwerker heutzutage „höher gewertet werden als die Pflege“ wage ich mal zu bezweifeln, außer vielleicht bei irgendwelchen völlig weltfremden Ewiggestrigen.
Das war einmal.

Ansonsten stimme ich natürlich der Befürwortung der Kammer zu.
 
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Eben:

Dieser Thread zeigt nur sehr deutlich das einen Kammer eben genau solche Fälle mit den Vorbehaltsaufgaben, von denen es in der Pflege (auch Rettungsdienst) eben kaum reglementiert und vorhanden sind.

Ich persönlich finde es auch immer sehr schwierig wenn ich wen vor meiner Nase habe der über Dinge philosophiert/ Herrscht von denen er keine Ahnung hat. Und das halte ich bei einer leitenden KPH für gegeben.

Find ja schon schlimm was unsere studierten Stationsleitungen von sich geben.
 
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