Trachealkanülen

supernurse1985

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Hallo zusammen
Hat von euch zufällig jemand ne Liste mit gängigen Trachealkanülen und wann ich welche anwende?
 
Okay ?!?

Deren Trachealkanülen gibt es viele.
Die Entscheidung, welche ich wo anwende, überlasse ich getrost dem behandelden Arzt.
(Nicht meine Gehaltsstufe)

Wenn der - wie in der ambulanten schon erlebt - mit den Schultern zuckt, gehe ich an die Klinik, die das Stoma gelegt hat.
Hat die Klinik inzwischen Pleite gemacht oder wurde - mit komplettem Personalwechsel - verkauft, hole ich mir einen Stoma- oder Beatmungsexperten von einer Homecare-Firma.
Die Patienten und ihre Stomata lassen sich nicht in eine Schablone pressen. Das ist immer eine Einzelfallentscheidung.

Grundsätzlich kann ich sagen, dass eine zweiteilige sich bei zäher Verschleimung anbietet:
- Wenn verkleistert, wechselst Du - auf die Schnelle - das Innenrohr. -
Auch für die Liste würde ich bei meinen Kliniken oder Homecarepartnern fragen.
Jede Gegend hat ja so ihre Spezialitäten/Spezialisten. Sonst kriegst Du einen "Input-Overload".

:nurse:Frieda
 
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hole ich mir einen Stoma- oder Beatmungsexperten von einer Homecare-Firma.
Bei uns kommt auch demnächst der Experte, nennt sich "Medizinprodukteberater", um zu gucken, ob unser Pat. eine andere Trachealkanüle braucht bzw. welche.
Da gibt es so viele Unterschiede - mit und ohne Inlet (Innenkanüle) nannte Elfriede ja schon.
Außerdem gibt´s noch unterschiedlich lange oder geblockte/ungeblockte; mit Sprechaufsatz und ohne usw.
 
Hallo,

um einen kleinen Überblick (ohne konkrete zu nennen):

Kanülen gibt es:

- starr, flexibel oder ein "Mittelding"
- in Silikon, Silber oder Polyurethan
- mit oder ohne Cuff
- in bis zu ~20 unterschiedlichen Größen
- als Standard oder als Sonderanfertigung
- mit Epithese (plastische Deckung des Stoma)
- mit oder ohne Innenkanüle
- mit oder ohne Fensterung
- mit oder ohne subglottische Absaugung

Ist also wirklich eine sehr sehr sehr individuelle Sache ;)

Schöne Grüße

Toolkit

P.S.: Ich denke schon, dass Pflegende Profis bei den Trachealkanülen bin. Bisher ist mir noch kaum ein Arzt begegnet, der sich ähnlich vielschichtig mit dem Thema beschäftigt hat, wie ich es versucht habe zu tun.
Meistens ist es eher das "notwendige Übel", um Luft rein/raus zu bekommen ;)
 
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Reaktionen: Martin H. und DrCox^^
P.S.: Ich denke schon, dass Pflegende Profis bei den Trachealkanülen bin.
Kommt drauf an, finde ich. Es gibt halt Leute wie Dich, die sich darauf spezialisiert haben; oder der Medizinprodukteberater, der uns demnächst in der Versorgung aufsuchen wird, ist auch Krankenpfleger.
Aber ich z. B. würde mich nicht als absoluten Experten sehen; natürlich habe ich Grundkenntnisse, da ich jahrelang mit beatmeten/tracheotomierten Pat. zu tun hatte.
Andere Pflegende haben davon null Ahnung, wenn sie in einem anderen Fachgebiet arbeiten.
Bisher ist mir noch kaum ein Arzt begegnet, der sich ähnlich vielschichtig mit dem Thema beschäftigt hat, wie ich es versucht habe zu tun.
Mag sein; aber das ist halt hierzulande (leider) wie mit den Wundexperten:
Die können noch so viel Ahnung haben, aber die Produkte verordnet der Arzt, und NUR der. Insofern hat Elfriede recht.
Das ist in anderen Ländern sicherlich intelligenter gelöst.
 
Die können noch so viel Ahnung haben, aber die Produkte verordnet der Arzt, und NUR der. Insofern hat Elfriede recht.
Das ist in anderen Ländern sicherlich intelligenter gelöst.

Nicht verzweifeln: Immerhin gibt es "in diesem unseren Lande" die freie Arztwahl.
Wenn mein Patient nach Luft ringt, ist er meiner Beratung erstaunlich zugänglich, sich an einen anderen niedergelassenen Anästhesisten zu wenden (Vgl. ambulante OP). Im Telefonbuch gaaanz vorne.
 
Nicht verzweifeln: Immerhin gibt es "in diesem unseren Lande" die freie Arztwahl.
Wenn mein Patient nach Luft ringt, ist er meiner Beratung erstaunlich zugänglich, sich an einen anderen niedergelassenen Anästhesisten zu wenden (Vgl. ambulante OP). Im Telefonbuch gaaanz vorne.
Das ist aber eigentlich nicht Sinn der Sache; gemeint hatte ich eigentlich, dass die Leute, die von etwas am meisten verstehen innerhalb des Gesundheitssystems- egal ob Pflege, Physiotherapeuten oder andere - dies auch verordnen - und nicht pro forma den Servus vom Doc drunter setzen lassen müssen.