Kompetenzstufen nach Benner

pflegeschüler1988

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02.02.2006
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543
Ort
Nieder-Olm
Beruf
Gesundheits- Krankenpfleger, Rettungssanitäter, Student Pflegemanagement
Akt. Einsatzbereich
Anästhesieintensiv
Hallo,

bei uns sollen auf Station die Kompetenzstufen nach Benner angewand werden, es geht natürlich auch um Geld...
Ich scheide zwar allgemein aus, da ich mich nicht als "Experte" ansehe, jedoch meine Frage, lassen sich die Kompetenzstufen nach Benner einfach in der BRD anwenden....
Habt ihr Erfahrungen damit...
 
Hallo,
ich arbeite in der chirurgischen Klinik einer Unikinik als Pflegeprozessverantwortliche (PV), dies ist ein Pflegekonzept, welches an das Primary Nursing angelehnt ist . Um in die Funktion einer PV zu kommen, sollte ich mich selbst einschätzen nach den Kompetenzstufen nach Benner. Ziel sei es, einen gewissen Durchschnitt zu erlangen, der einen dazu befähigen soll als PV zu arbeiten. Man sollte mindestens als kompetent Pflegende durchgehen.
Hier ging es lediglich darum einzuschätzen, ob man eine gewisse Weitsicht für Pflegeprobleme hat um dem Job gerecht zu werden. Finanziell allerdings stellt man sich schlechter, da man im Kerndienst tätig ist und somit sämtliche Zuschläge weg fallen, aber dies ist ein anderes Thema.

Schönen Abend
 
Hallo,

nein ich meine wieder einfach die Übernahme eines US-Amerikanischen Konzept ohne genau nachzudenken und die Originalquelle zu lesen...
Unsere Klinik will für Mitarbeiter der Stufe D-E, also Erfahrener Pflegender 3-5 Jahre und "Experte" mindestens 5 Jahre, 300 € mehr Brutto zahlen(Ist jetzt ne starke Verkürzung, man könnte jedoch einfach sagen, die letzten 2 Stufen von Benners Pflegekonzept, für die gibt es Geld, es hat nichts mit Tarifvertrag zu tun.., laut der Zeittafel bin ich fortgeschrittener Anfänger...:mryellow:
 
Wenn ich mir den TVöD anschaue, dann betreibt er nix anderes mit seiner Stufeneinteilung. Er geht davon aus, dass mit zunehmender Berufserfahrung ein zunehmender Wissenszuwachs anzunehmen ist, der entsprechend honoriert wird. Wobei die Steigerungen weit von den 300 Euro entfernt sind.

In D hat sich Hintergrundswissen/ zusätzlich erworbene Fachkompetenz noch nie ausgezahlt. Und so kommst in die "Verlegenheit" zwar nach Benners Vorstellungen als Experte zu arbeiten- infolge der mangelnden Jahre im Betrieb aber als Anfänger gezählt zu werden.
eher sekundär von Bedeutung.

Wenn dein Tarifvertrag die Einteilung zulässt und der BR/die MAV zugestimmt hat, kannst gar nix machen... außer dich ärgern über die Verballhornung eines sinnvollen Ansatzes, der übrigens net von Benner erfunden, sondern lediglich von ihr in die Pflege übertragen wurde.

Elisabeth
 
Hallo,

also ich bin auch nicht scharf auf das Geld. Ich finde es nur wieder komisch, das wir uns so indirekt ausdrücken. Die Kollegen meiner Station die neue Mitarbeiter einarbeiten und Patienten nach LTX usw. versorgen sollen mehr Geld verdienen, weil sie auch mehr Arbeit als ich haben. Aber deshalb brauchen wir nicht einfach das von Benner übertragene Konzept anzuwenden....
Die Frage ist, ob der Personalrat zustimmt..
 
Steckt hinter der Mehrarabeit net auch ne entsprechende WB/Fobi? Waum net endlich mal diesen Aspekt aufwerten. Ist in der freien Wirtschaft schon lange üblich. Die setzen allerdings auch gute MA net in "Hilfspostenbereiche" ein sondern nutzen das Potential.

Elisabeth
 
Hallo,

teils teils, ein großer Teil hat die FWB I/A, wenige einen Praxisanleiter und manche gar nicht.
Das ist so, weil meine STL die Praxisanleitungskurse für nicht so wichtig hält und die Station natürlich dann wieder auf Mitarbeiter verzichten muss, wenn der betreffende Mitarbeiter in Weiterbildung ist.
 
Ich schrieb schon: in D zählt die Berufserfahrung.

Elisabeth
 
Ich habe mir das mit den Kompetenzstufen nach Benner nochmal angeschaut und mich verwirrt das etwas. In manchen Quellen wird das so interpretiert, dass man am Ende der Ausbildung auf Stufe 3 ist (man hat ja quasi 3 Jahre Berufserfahrung durch die Ausbildung), bei anderen Quellen verstehe ich es eher so, dass man drei Jahre nach der Ausbildung in Stufe 3 wäre... Wie ist es denn nun, was denkt ihr?
 
Ich habe mir das mit den Kompetenzstufen nach Benner nochmal angeschaut und mich verwirrt das etwas. In manchen Quellen wird das so interpretiert, dass man am Ende der Ausbildung auf Stufe 3 ist (man hat ja quasi 3 Jahre Berufserfahrung durch die Ausbildung), bei anderen Quellen verstehe ich es eher so, dass man drei Jahre nach der Ausbildung in Stufe 3 wäre... Wie ist es denn nun, was denkt ihr?


Das ist keinesfalls starr nach ein, zwei oder drei Jahren zu verstehen. Übertrieben ausgedrückt gibt es sicher Kollegen, die Stufe "Expert" nie erreichen! Andere sind schon in der Ausbildung oder unmittelbar danach top fit und sicher.

Matras
 
Das ist keinesfalls starr nach ein, zwei oder drei Jahren zu verstehen. Übertrieben ausgedrückt gibt es sicher Kollegen, die Stufe "Expert" nie erreichen! Andere sind schon in der Ausbildung oder unmittelbar danach top fit und sicher.

Matras

Mich hat halt irritiert, ob man nun die Ausbildung als "Berufserfahrung" mitzählt? Denn dann sollte man ja durchaus nach dem Examen auf Stufe 3 sein, sonst ist man ja gar nicht in der Lage eigenständig zu arbeiten. Somit wäre das Erreichen von Stufe 3 während der Ausbildung eine Voraussetzung fürs Examen. Nun, jetzt bin ich wieder ein bisschen klüger, vielen Dank :)
 

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