News Hochschulische Ausbildung: Personalmix benötigt mehr Akademiker

"Sollte das Pflegeberufereformgesetz (PflBRefG) in der aktuellen Fassung verabschiedet werden, zeichnen sich bei der Pflegeausbildung in Deutschland zwei Neuerungen ab: Zum einen die Einführung einer generalistischen Pflegeausbildung, bei der Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpflege zu einem gemeinsamen Pflegefachberuf zusammenführt werden. Und zum anderen eine neu aufgestellte hochschulische Pflegeausbildung als Voraussetzung dafür, um über ein Studium den primären Zugang zum Pflegeberuf zu ermöglichen. Durch diese zweite Neuerung könnten erstmals Akademiker ohne praktische Berufsausbildung in der Pflege arbeiten. Für Deutschland ein absolutes Novum – bisher müssen Pflegestudenten entweder im Vorfeld eine Berufsausbildung abgeschlossen haben, oder aber sie absolvieren einen dualen Studiengang, der Ausbildung und Studium miteinander verbindet."

... und überall sonst auf der Welt absolut gang und gäbe (bezogen auf das kursive). Und für Deutschland in Zukunft unverzichtbar, um nicht komplett abgehängt zu werden!
Aber man ist hierzulande ja offenbar überhaupt nicht in der Lage, mal über den Tellerrand zu blicken... :roll:
P.S.:
Ach ja... kleine Ergänzung:
Es ist Quatsch, daß dann "erstmals Akademiker ohne praktische Berufserfahrung in der Pflege" arbeiten würden. Denn auch die akademisch ausgebildeten Pflegekräfte hätten genau so ihre Praxiseinsätze wie die bisher an Berufsfachschulen ausgebildeten! Vielleicht sollte man sich erst mal den Gesetzentwurf genau durchlesen, bevor man einen solchen Bullshit verzapft... :x
 
nun, wie es dann genau hier in deutschland vielleicht mal ablaufen wird, kann ich nicht sagen.

aus den erfahrungen hier in norwegen heraus abgeleitet, sind die praxiseinsätze quantitativ nicht mit dem zu vergleichen, was wärend der "klassischen" ausbildung so an praktischen erfahrungen gesammelt wird.
ein gewisses manko an " praxis " wird vermutlich dann auch in der deutschen Version der verakademisierten ausbildung vorherrschen....

zudem kommt, dass die studenten sich dann als gäste fühlen werden, deren zugehörigkeitsgefühl zum praxisplatz begrenzt sein wird. zusammen mit der ohnehin dann höheren wertschätzung seiner selbst, kommt die arroganz dann auch mal der stationsschwester die levite zu lesen und ihr zu erklären, was die rechte und pflichten der " azubis " sind - das lässt den angestammten und als praktisch empfundenen arbeitsablauf mit azubis in zukunft als schwieriger im ablauf gestalten.....

bitte beachtet: diese veränderungen werden als notwendig erachtet, um die aufwertung des berufes langfristig in gang zu bringen, aber erstmals wird es für viele recht schmerzhaft werden: vor allem für die, die die azubis gestern noch als leicht form- und manipulierbar, vor allem aber befehlsempfängerisch erlebt und geschätzt haben....

aber wie schon richtig bemerkt:
 
zudem kommt, dass die studenten sich dann als gäste fühlen werden, deren zugehörigkeitsgefühl zum praxisplatz begrenzt sein wird. zusammen mit der ohnehin dann höheren wertschätzung seiner selbst, kommt die arroganz dann auch mal der stationsschwester die levite zu lesen und ihr zu erklären, was die rechte und pflichten der " azubis " sind - das lässt den angestammten und als praktisch empfundenen arbeitsablauf mit azubis in zukunft als schwieriger im ablauf gestalten.....
Glaub mir, um solche Allüren an den Tag zu legen, brauchst Du keinen Studentenstatus. ;) Unter den heutigen Schülern gibt (und gab es schon lange) auch solche Exemplare.
 
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Macht euch darüber nicht zu viele Gedanken:
Das Pflegeberufereformgesetz wird nicht kommen !!!! :-(

Die Lobby der Arbeitgeberverbände (besonders der privaten Altenpflege ) hat ganze Arbeit geleistet und hat dafür gesorgt, dass es zu keiner Abstimmung im Bundestag kommen wird.
Und was nach der Wahl wird ........:weissnix:

Einer
 
nun, wie es dann genau hier in deutschland vielleicht mal ablaufen wird, kann ich nicht sagen.

aus den erfahrungen hier in norwegen heraus abgeleitet, sind die praxiseinsätze quantitativ nicht mit dem zu vergleichen, was wärend der "klassischen" ausbildung so an praktischen erfahrungen gesammelt wird.
ein gewisses manko an " praxis " wird vermutlich dann auch in der deutschen Version der verakademisierten ausbildung vorherrschen....
Nein, wenn man sich mal den Vorentwurf so ansieht, dann schaut es (zumindest für mich) nicht so aus...
Keine Ahnung wie man hier was hochlädt - hier das was man per Google findet:
https://www.bundesgesundheitsminist...dnungen/GuV/P/160113_KabinettentwurfPflBG.pdf
Teil 3 bzw. § 37 ist interessant "Hochschulische Ausbildung".
Praxis ändert sich (fast) nicht, sondern theoretische Ausbildung (statt wie bisher an BFS an Hochschule).
Ok, Praxiseinsätze sind gerinfügig kürzer als in der beruflichen Ausbildung:
"Die Praxiseinsätze gliedern sich entsprechend der beruflichen Ausbildung in Pflichtein-sätze, einen Vertiefungseinsatz sowie weitere Einsätze. Die Hochschule unterstützt die Praxiseinsätze durch eine Praxisbegleitung. Wesentlicher Bestandteil der Praxiseinsätze ist die von den Einrichtungen zu gewährleistende Praxisanleitung. Der Umfang der Praxiszeiten soll gegenüber der beruflichen Ausbildung geringfügig auf das durch die EU-Berufsanerkennungsrichtlinie vorgegebene Mindestmaß von 2 300 Stunden reduziert werden. Eine Besonderheit der hochschulischen Ausbildung ist, dass ein geringer Anteil der Praxiseinsätze in Einrichtungen durch praktische Lerneinheiten an der Hochschule ersetzt werden kann. Als Orientierungsgröße können 5 Prozent der Praxiszeiten gelten." (S. 94/95).
zudem kommt, dass die studenten sich dann als gäste fühlen werden, deren zugehörigkeitsgefühl zum praxisplatz begrenzt sein wird. zusammen mit der ohnehin dann höheren wertschätzung seiner selbst, kommt die arroganz dann auch mal der stationsschwester die levite zu lesen und ihr zu erklären, was die rechte und pflichten der " azubis " sind - das lässt den angestammten und als praktisch empfundenen arbeitsablauf mit azubis in zukunft als schwieriger im ablauf gestalten.....
Ganz ehrlich würde ich das z. T. als gar nicht mal so tragisch erachten... klar, ich kenne die Schüler und vor allem Praktikanten auch, die arrogant sind (hatte mal einen Diakonenpraktikanten auf Station, der uns was von "zukünftigen Führungskräften" erzählte bla bla bla...). Aber andererseits sehe ich vor allem, daß Schüler heutzutage massenhaft als billige Arbeitskräfte in der Pflege ausgebeutet werden; häufig wird nicht gesehen, daß die in erster Linie zum Lernen da sind, sondern sie werden als billige Arbeitskräfte gesehen, die man voll einsetzen kann (und hier braucht mir keiner was zu erzählen - theoretisch zählt ein Schüler nur einen Bruchteil einer Planstelle, de facto laufen sie in der Praxis häufig voll mit)... das muß sich dringend ändern!
 
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Aber andererseits sehe ich vor allem, daß Schüler heutzutage massenhaft als billige Arbeitskräfte in der Pflege ausgebeutet werden; häufig wird nicht gesehen, daß die in erster Linie zum Lernen da sind, sondern sie werden als billige Arbeitskräfte gesehen, die man voll einsetzen kann (und hier braucht mir keiner was zu erzählen - theoretisch zählt ein Schüler nur einen Bruchteil einer Planstelle, de facto laufen sie in der Praxis häufig voll mit)... das muß sich dringend ändern!
Letzteres kenne ich gar nicht, nirgends wo ich war, standen Schüler auf dem Stellenplan. Aber OK, mag es geben - wenn du das behauptest, wirst du ja viele Stellenpläne kennen.
Nichtsdestotrotz arbeiten Schüler natürlich mit und lernen auch im Alltag. Klar ist es eine Hilfe, wenn ich im FD und SD einen Schüler habe.

Wo ich aber widersprechen will: NICHT heutzutage! Heutzutage ist es eben genau anders herum. Früher haben die Schüler viel eigenständiger arbeiten müssen, ich erinnere nur an Nachtdienstübernahmen auf den Stationen.
Heute bekommen die Schüler viel mehr, es gibt mehr Praxisanleiter, die Schulen kümmern sich aktiv...
 
Glaub mir, um solche Allüren an den Tag zu legen, brauchst Du keinen Studentenstatus. ;) Unter den heutigen Schülern gibt (und gab es schon lange) auch solche Exemplare.

glaub mir, es werden dann keine " allüren " mehr sein, sondern strukturell bedingte standards ! ich weiss wovon ich rede !
 
Letzteres kenne ich gar nicht, nirgends wo ich war, standen Schüler auf dem Stellenplan. Aber OK, mag es geben - wenn du das behauptest, wirst du ja viele Stellenpläne kennen.
Nichtsdestotrotz arbeiten Schüler natürlich mit und lernen auch im Alltag. (...)QUOTE]

wir standen damals mit auf dem stellenplan ! und ja, teilweise waren wir auch billige arbeitskräfte...

allerdings habe wir aus diesem system heraus einfach " das arbeiten " auf station gelernt, was meiner meinung unabdingbar ist, um seinen berufsalltag zu meistern.

hier bei uns in norwegen lernen die leute das auch - allerdings oft erst wenn sie schon fertig ausgebildet sind... ob das besser ist ? ich persönlich zweifle daran!
 
Letzteres kenne ich gar nicht, nirgends wo ich war, standen Schüler auf dem Stellenplan. Aber OK, mag es geben - wenn du das behauptest, wirst du ja viele Stellenpläne kennen.
Bitte:
Anrechnung von Schülern auf den Stellenplan?
Und auch aus meiner Zeit an der Klinik kann ich mich noch an solche Aussagen seitens der Stationsleitungen erinnern.
Nichtsdestotrotz arbeiten Schüler natürlich mit und lernen auch im Alltag. Klar ist es eine Hilfe, wenn ich im FD und SD einen Schüler habe.
"Eine Hilfe" ist gut gesagt! Ja, das wäre schön, wenn sie nur quasi "zusätzlich" dabei wären... de facto würde doch manchmal ohne Schüler "der Laden zusammenbrechen".
Wo ich aber widersprechen will: NICHT heutzutage! Heutzutage ist es eben genau anders herum. Früher haben die Schüler viel eigenständiger arbeiten müssen, ich erinnere nur an Nachtdienstübernahmen auf den Stationen.
Heute bekommen die Schüler viel mehr, es gibt mehr Praxisanleiter, die Schulen kümmern sich aktiv...
Wenn das bei euch so vorbildlich läuft, ist es ja gut; ich kenne es aber ganz anders:
Ganz früher wurden die Schüler oft einfach ins eiskalte Wasser geschubst, Nachtdienstübernahmen kenne ich noch aus meinen Anfangszeiten bzw. aus der Zeit davor.
Dann war es eine Weile ziemlich gut, es wurde sich aktiv gekümmert, es ging aufwärts...
Aber nachdem die Situation in der Pflege allgemein immer schlechter geworden ist, fiel auch die Praxisanleitung häufig hinten runter... und die Schulen sind großteils draußen, die praktische Ausbildung ist Sache der Praxiseinrichtungen.
Zur Situation siehe auch Ausbildungsreport Pflegeberufe 2012 - Ver.di (S. 28):
"Die Auszubildenden wurden nach ihrer Einschätzung gefragt, ob die Praxisanleiterinnen
und Praxisanleiter genügend Zeit für Anleitungen bekommen. Über 50 Prozent der Befragten
verneinten dies (58,4 Prozent)."
 
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hier bei uns in norwegen lernen die leute das auch - allerdings oft erst wenn sie schon fertig ausgebildet sind... ob das besser ist ? ich persönlich zweifle daran!
Ich sehe das halt von zwei Seiten:
Einerseits sind sie dann vielleicht nicht gar so tief "drin" wie die Schüler in Deutschland.
Andererseits ist das vielleicht gar nicht so schlecht, weil sie dann nicht schon während ihrer Ausbildung in diesem ganzen System drin stecken und alles (z. T. ohne es zu hinterfragen) so machen, wie alle es machen ("Das haben wir schon immer so gemacht")... und sie haben mehr Zeit zum Lernen.
 
Bitte:
Anrechnung von Schülern auf den Stellenplan?
Und auch aus meiner Zeit an der Klinik kann ich mich noch an solche Aussagen seitens der Stationsleitungen erinnern.
Dann lies in deinem verlinkten Thread bitte #15, dem ich mich anschließen möchte.
Das betrifft auch deinen Nachsatz, in dem du dich zu deiner Aussage, dass sie 'defacto' voll in den Stelleplänen mitlaufen, ja nun auf Hörensagen irgendwelcher Stationsleitungen beziehst...

Bekommen Praxisanleiter genug Zeit? Hmm ... Wieviel ist genug - ich wünsche mir auch oftmals mehr Zeit für gewisse Aufgaben.

Aber der grundsätzliche Tenor ist korrekt, optimal ist die Betreuung sicher nicht. Ich meine nur, dass es in den letzten Jahren deutlich h besser, nicht schlechter, geworden ist.
 
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Dann lies in deinem verlinkten Thread bitte #15, dem ich mich anschließen möchte.
Ich hatte mich mit meiner Aussage auch auf renje bezogen, der ja im Prinzip genau das aussagt, nämlich daß Schüler zwischen 1/6 und 1/8 angerechnet werden... auch bei uns kursierte sowas in der Größenordnung, ich meine es wurde 1/7 genannt. Siehe #13
Das betrifft auch deinen Nachsatz, in dem du dich zu deiner Aussage, dass sie 'defacto' voll in den Stelleplänen mitlaufen, ja nun auf Hörensagen irgendwelcher Stationsleitungen beziehst...
Das ist nicht "Hörensagen" sondern Beobachtung aus knapp 18 Jahren Tätigkeit an der Klinik... wenn ich eine 30 Betten-Station habe und z. B. im Spätdienst 3 Leute, davon 1 Schüler, dann wird dieser voll angerechnet. Sollte der ausfallen, kann sich jeder ausmalen, wie es dann aussieht (1 PP für 15 Pat.).
Einen solchen Pesonalschlüssel halte ich übrigens für absolut daneben. Ich hoffe, da sind wir uns doch einig?
Bekommen Praxisanleiter genug Zeit? Hmm ... Wieviel ist genug - ich wünsche mir auch oftmals mehr Zeit für gewisse Aufgaben.
Hmm... keine Ahnung, was machst Du denn?
Ich kann nur aus meine Erfahrung heraus sagen, daß bei uns die Praxisanleiter bestenfalls zu den praktischen Examensprüfungen (bei denen sie ja mitgehen mußten) vom Dienst freigestellt wurden. Für die ganz normale Anleitung unterm Jahr wurde niemand freigestellt. Eigentlich sollten 10% der Dienstzeit der Schüler Anleitungszeit sein, naja. Und ich als popliger kleine Mentor (weniger als ein PA) bekam überhaupt keine freigestellte Zeit.
Das mag anderswo besser gelaufen sein, aber bei uns war es so.
Aber der grundsätzliche Tenor ist korrekt, optimal ist die Betreuung sicher nicht. Ich meine nur, dass es in den letzten Jahren deutlich h besser, nicht schlechter, geworden ist.
Der Fairness halber muß ich sagen, daß ich seit Mitte 2013 aus der Klinik raus bin, was danach passierte, kann ich zumindest aus eigener Anschauung nicht mehr sagen. Allerdings hört sich das, was meine ehemaligen Kollegen erzählen, nicht gerade danach an, daß sich an meiner alten Klinik was verbessert hätte, eher im Gegenteil.
 
glaub mir, es werden dann keine " allüren " mehr sein, sondern strukturell bedingte standards ! ich weiss wovon ich rede !
Standardisierte Arroganz und Überheblichkeit? Wie geht das denn? :lol:
 
Um es abzukürzen: Wie so oft, werden Stellenplan und Dienstplan durcheinander geworfen.

Ich bin nicht als PA tätig, ich meinte eher grundsätzlich: Wer wünscht sich nicht mehr Zeit für gewisse Facetten seines Jobs. Das ist wie, wer wünscht sich nicht einen höheren Verdienst.

Und dass es zu wenig Anleitungszeit gibt, sehe ich ja ebenso, ich sprach von der Entwicklung.
Nebenbei finde ich 10% auch nicht notwendig, aber da wird weit vom Thema entfernt sind, sollten wir es hier beenden :)
 
Standardisierte Arroganz und Überheblichkeit? Wie geht das denn? :lol:


wie ds geht ?

das geht ganz einfach: man transformiert einen ausbildungsberuf zum akademischen werdegang und suggeriert den zukünftigen experten, dass sie was ganz bsonderes seien !

und schon hat man die grundlagen für standartisierte arroganz und überheblichkeit geschaffen !

der rest ergibt sich von selber !

orginalton einer studentin var ca 4 Jahren:
" ich putze nicht !" " eine krankenpflegerin putzt nicht ! " ( und das in einem bereich, wo gemeinsames reinigen der wohnungen therapeutiche zwecke erfüllt ! )
 
orginalton einer studentin var ca 4 Jahren:
" ich putze nicht !" " eine krankenpflegerin putzt nicht ! "

Hab ich schon vor ca. 15 Jahren von Nicht-Studenten gehört, die intellektuell nicht mal zum Lesen eines (medizinischen) Wörterbuchs in der Lage waren.

Korrigiere mich, wenn ich falsch liege, aber meines Wissens wurde die Pflege in Skandinavien noch im letzten Jahrtausend akademisiert. Ergo müssten doch etliche Pflegeakademiker auf den Stationen arbeiten, denen gegenüber sich die Studenten nicht wegen ihrer höherwertigen Ausbildung überlegen fühlen dürften. (Oder aber müsstest nach Deiner These fast nur Kollegen mit einem Benehmen wie Graf Koks von der Gasanstalt haben, weil das Teil der Hochschulzugangsberechtigung ist.)

Ich kenne aus Großbritannien ein hohes berufliches Selbstbewusstsein unter den Pflegeakademikern. Arroganz und Überheblichkeit habe ich während meines Aufenthalts dort nicht kennengelernt. Allerdings sind die Briten wirklich ein sehr höfliches Volk.

(By the way: Außer zu therapeutischen Zwecken denke ich auch nicht, dass Putzen eine pflegerische Aufgabe ist.)
 
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Um es abzukürzen: Wie so oft, werden Stellenplan und Dienstplan durcheinander geworfen.
So kann man sich natürlich auch aus der Affäre ziehen.
Ich bin nicht als PA tätig, ich meinte eher grundsätzlich: Wer wünscht sich nicht mehr Zeit für gewisse Facetten seines Jobs. Das ist wie, wer wünscht sich nicht einen höheren Verdienst.
Ich wollte nur wissen, was Du machst. "Führungskraft" kann ja alles mögliche heißen, SL, PDL oder auch (im Pflegeheim) Heimleitung.
Und ich muß sagen, daß ich/wir in der ambulanten Pflege nicht mehr Zeit brauchen. Eigentlich ist es pervers, im stationären Bereich rennt man sich zu Tode, hier ist es eher das Gegenteil. Und die Bezahlung ist nicht schlechter. Irgendwo krankt das System.
Und dass es zu wenig Anleitungszeit gibt, sehe ich ja ebenso, ich sprach von der Entwicklung.
Nebenbei finde ich 10% auch nicht notwendig, aber da wird weit vom Thema entfernt sind, sollten wir es hier beenden :-)
Wie Du meinst, aber die Bedingungen der Ausbildung sind schon zum Thema passend, finde ich.
 
orginalton einer studentin var ca 4 Jahren:
" ich putze nicht !" " eine krankenpflegerin putzt nicht ! " ( und das in einem bereich, wo gemeinsames reinigen der wohnungen therapeutiche zwecke erfüllt ! )
Das ist aber m. M. n. nicht von akademischer oder nicht-akademischer Ausbildung abhängig... ich hatte weiter oben ja schon den Praktikanten erwähnt und könnte noch viel mehr Beispiele aufzählen, vom Zivi, der sich "zum ***** auswischen" zu fein war (auf den Hinweis, daß wir das ja - als 3-jährig Examinierte - auch machen, kam die Antwort "Ja, das ist ja auch euer Beruf!"). Oder eine im Grunde genommen strunzdoofe Schülerin, die meinte, weil sie sich mit einer Stationsleitung und einem Oberarzt auf ihrer letzten Station so super verstanden hatte, wär sie was bessseres. Oder Schüler, die an andere Schüler unangenehme Aufgaben weiterdelegiert haben (bzw. dies versuchten, bis ich/wir ihnen mal bescheid gesagt haben! :twisted: )... usw.
Es wäre halt m. M. n. hier auch insbesondere Aufgabe der (Hoch)Schulen, den Auszubildenden keine falschen Vorstellungen zu vermitteln. Dann würden sich solche Verhaltensweisen, wie Du sie beschreibst, eher erledigen.
 
So kann man sich natürlich auch aus der Affäre ziehen.
Ich ziehe mich aus keiner Affäre.
Du sprachst in deinem defacto- Satz vom Stellenplan und hast es dann mit
Das ist nicht "Hörensagen" sondern Beobachtung aus knapp 18 Jahren Tätigkeit an der Klinik... wenn ich eine 30 Betten-Station habe und z. B. im Spätdienst 3 Leute, davon 1 Schüler, dann wird dieser voll angerechnet.
hinterlegt. Und das ist DIENSTplan!
 

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