Die letzten Tage in der Pflege...

Bumblebee2

Senior-Mitglied
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26.07.2014
Beiträge
191
Beruf
GuK, B.A. Berufspädagogik (Fachrichtung Pflege)
Akt. Einsatzbereich
Pflegeschule
Funktion
Lehrerin
Aktuell arbeite ich nach fast 14 Jahren meine letzten Tage in der Pflege, da ich ab nächsten Monat in Vollzeit an einer Schule als Lehrerin arbeiten werde.
Seit zwei Jahren studiere ich berufsbegleitend, und das war kein Ponyhof. Rückblickend hat sich aber jede Minute Aufwand gelohnt im Hinblick auf die neuen Möglichkeiten, die es mir eröffnet.

Trotzdem ist es ein komisches Gefühl. Die letzten Wochen „am Bett“ haben mir noch mal alles abgefordert, z.B in der Betreuung von Patienten mit seltenen Krankheiten, in Konflikten mit Ärzten über sinnlose Anordnungen, die man dann trotzdem ausführen muss, durch Personalmangel, Patienten und Angehörige, über die man nur noch den Kopf schütteln kann.

Einerseits ist es gut und richtig, dass die Zeit in der aktiven Pflege vorbei ist und ich freue mich auf meine neuen Aufgaben, in denen ich viel mehr Handlungsspielraum habe, als am Patientenbett. Schichtdienst und die damit verbundene Fremdsteuerung des eigenen Lebens sind endlich vorbei.

Aber die schönen Seiten der Pflege werden mir auch ein bisschen fehlen.

Ich wollte das allen erzählen, die über einen Ausstieg nachdenken. Traut euch, wenn Ihr euch nicht mehr gut fühlt in dem Beruf. Es ist viel Aufwand, aber es lohnt sich!
LG
 
Glückwunsch zu deinem neuen Lebens- und Arbeitsabschnitt.
Auch ich denke fast täglich an meinen Ausstieg - dauert nur noch 4 Jahre :cheerlead:
 
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Wohin gehst Du in vier Jahren?
 
Ich bin letztes Jahr zum MDK gegangen und habe es noch keinen Tag bereut. Am Besten war es letztes Jahr. Weihnachten und Silvester frei. Zum ersten Mal seit Beginn der Ausbildung UND zwischen den Jahren war der MDK zu. Großartig.
 
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Hab auch grad einige Bewerbungen laufen.. wenn's klappt dann bin ich im August aus dem Irrenhaus raus, kein bock mehr auf diesem täglichen Schwachsinn
 
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Was ist dein Plan, Flora?
 
Wenn man das so liest, bin ich immer mehr davon überzeugt, für´s erste die richtige Entscheidung getroffen zu haben :D
 
Sorry, ich habe das mit dem Zitieren noch nicht ganz verstanden.
Ich wollte eigentlich Romsen fragen, welche Entscheidung Du getroffen hast.
 
Bumblebee, am Unterrand jeden Beitrags ist u.a. eine Fahne "+Zitat" damit kannst du den Beitrag zitieren und in deinen zu erstellenden Beitrag mit "Zitat einfügen" (Fahne am Unterrand) .
 
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Ich wollte eigentlich Romsen fragen, welche Entscheidung Du getroffen hast.

Zunächst einmal arbeite ich noch in der "direkten Pflege". Ich habe mich im letzten Jahr dazu entschlossen auf eine KMT Station zu wechseln (habe vorher auf einer Kardiologischen Station ein halbes Jahr gearbeitet). Und ich habe es bisher nicht (oder nur wenige male :D) bereut. Von den Arbeitsbedingungen passt es. Unsere Pat. sind nicht klassisch "Pflegebedürftig". Die meisten versorgen sich selber, natürlich haben wir aber auch mal "Pflegeaufwändige" Pat. Diese sind aber klar in der Minderheit (meistens so max. 3 von 15 Pat.). Dennoch versorgt jede PK morgens 3 Pat.. Maximal 4. Nachmittags im schnitt 4-5 Pat. und Nachts sind wir zu dritt, also ungefähr auch 5 Pat.

Aus dem Frei wurde ich (nach nun immerhin 1 Jahr tätigkeit in VZ dort) noch nie geholt bzw angerufen. Zum Vergleich: Im halben Jahr in der Kardiologie bestimmt jede 2 Woche. Wenn ich angerufen werde, dann nur um vom SD evtl. in den FD zu rutschen (da Krankheitsausfall im FD). Auf meine Wünsche wurde bisher fast immer eingegangen (habe aber auch vergleichsweise wenig, ich will halt meine 3 Nächte und gerne entweder Mittwoch oder Freitag FD (oder natürlich frei :D), wegen Vereinssport :D . Hat bisher immer geklappt insofern ich es natürlich auf dem Wunschplan eingetragen habe. Sonst eben selber schuld.

Ansonsten bekomme ich ein gutes Gehalt und kann mich nicht beschweren. Kurz um: Ich habe schon für weniger Geld mehr und körperlich härter gearbeitet. Meine Kollegen ertappen sich selbst immer beim meckern, was ja vollkommen ok ist, aber stellen schlussendlich fest das sie auf schon einem sehr hohem Niveau meckern.

Vor einem Jahr hätte ich gesagt:"Nächstes Jahr gehe ich weiter studieren und bin dann so schnell wie möglich raus". Heute denke ich mir:" Das kann ruhig noch 2-4 Jahre warten!" (will aufjedenfall irgendwann weiter machen)
 
ich muß gestehen, mit "KMT" kann ich jetzt nix anfangen... wofür steht die Abkürzung ?
 
Einerseits ist es gut und richtig, dass die Zeit in der aktiven Pflege vorbei ist und ich freue mich auf meine neuen Aufgaben, in denen ich viel mehr Handlungsspielraum habe, als am Patientenbett. Schichtdienst und die damit verbundene Fremdsteuerung des eigenen Lebens sind endlich vorbei.
Ich muß jetzt etwas Wasser in Deinen Wein gießen:
Schichtdienst wird vorbei sein, das ist richtig.
Aber viel mehr Handlungsspielraum? Keine Fremdsteuerung mehr?
Dir werden Deine Unterrichtsthemen vom Schulleiter vorgegeben. Auch Dein Stundenplan. Also analog zum Dienstplan auf Station, da gibt auch die SL vor.
Wie Du Deine Unterrichte konkret ausgestaltest (Methodik, Didaktik), das bleibt natürlich Dir vorbehalten; aber zumindest die groben Inhalte und Ziele sind vorgegeben.
Wenn Fremddozenten ausfallen (z. B. Ärzte), dann dürft ihr um die rumtanzen und in die Lücken springen, also kurzfristig Unterrichte aus dem Ärmel schütteln.
Natürlich hat´s auch Vorteile, klar - ich wollte Dich nur davor bewahren, es gar zu rosenrot zu sehen.
Auf jeden Fall Glückwunsch, daß es geklappt hat! :wink1:
 
Ich muß jetzt etwas Wasser in Deinen Wein gießen:
Schichtdienst wird vorbei sein, das ist richtig.
Aber viel mehr Handlungsspielraum? Keine Fremdsteuerung mehr?
Dir werden Deine Unterrichtsthemen vom Schulleiter vorgegeben. Auch Dein Stundenplan. Also analog zum Dienstplan auf Station, da gibt auch die SL vor.
Wie Du Deine Unterrichte konkret ausgestaltest (Methodik, Didaktik), das bleibt natürlich Dir vorbehalten; aber zumindest die groben Inhalte und Ziele sind vorgegeben.
Wenn Fremddozenten ausfallen (z. B. Ärzte), dann dürft ihr um die rumtanzen und in die Lücken springen, also kurzfristig Unterrichte aus dem Ärmel schütteln.
Natürlich hat´s auch Vorteile, klar - ich wollte Dich nur davor bewahren, es gar zu rosenrot zu sehen.
Auf jeden Fall Glückwunsch, daß es geklappt hat! :wink1:
 
Ich bekomme das nicht hin, flexi.
Zitat einfügen ist kein Problem, aber wie kann ich dann noch das Antwort-Feld anklicken?

@Martin: ich fange ja an der Schule an, an der ich seit 4 Monaten unterrichte. Natürlich gibt es Lehrpläne und ein Curriculum, aber wie ich das besonders „pflegerelevant“ unterrichte und welche Inhalte ich für besonders wichtig halte, bleibt mir überlassen.

Zur Arbeit auf Station (egal ob früher Intensiv oder jetzt IMC), bei der ich doch ausschließlich „ausführend“ arbeite, ist das schon ein sehr großer Unterschied.
Unglaublich, wie oft ich Sachen machen muss, deren Nutzen ich nicht im geringsten sehe...
 
@Bumblebee2

Hast du das auch wirklich so gemacht?: Gewünschtes Textfeld markieren --> Zitat klicken ---> dann runterscrolen auf die Antwortleiste--> dann auf Zitat einfügen klicken (genau unter der Antwort Leiste)--> Dann werden dir ja unter umständen mehrere Zitate angezeigt. Bei nur einem Zitat einfach auf "Zitat einfügen klicken" (im selben Fenster)--> Du landest wie gewohnt mit dem Zitat in der Antwortleiste.
 

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