Desweiteren versucht die Zelle den Mangel an Glucose zu kompensieren (weil die Zelle ja Glucose für die Energiegewinnung braucht) und fängt an Fette und Eiweiße zu verstoffwechseln. Dies führt über kurz oder lang zu einer Minderversorgung der Zelle und die Zelle "verhungert" und stirbt ab. (mal abgesehen von den Ketonkörpern die bei der Verstoffwechselung entstehen (; ) .Sterben vermehrt Zellen ab, wird dies wieder mit Bindegewebe ersetzt und der gleiche Mechanismus, wie vorher beschrieben, beginnt von neuem.
Wenn jetzt Beispielsweise die kleinsten Gefäße der Niere oder des Augennervs zerstört werden, kommt es zu teils weitreichenden Komplikationen.
Hallo, ich bin leider auch nicht besonders gut über die Entstehung von Atherosklerose beim DM informiert, aber diesen Abschnitt im Zitat möchte ich korrigieren.
Es ist ein Irrglaube, dass beim entgleisten DM Zellen einen Mangel an Glucose erfahren. Ganz im Gegenteil, mit dem erhöhten Blutzucker besteht sogar ein ausgiebiges Angebot.
Wichtig für das Verständnis sind hierbei die sogenannten Glucosetransporter, kurz GluT. Diese sind notwendig, um die im Blut befindliche Glucose durch die Zellmembran in die Zelle mittels erleichterter Diffusion zu schleußen. Davon gibt es nun verschiedene Unterarten, die sich maßgeblich in ihrer Funktion unterscheiden. Ich fang gleich mal mit einem Sonderfall an: Der GluT4.
Wichtig und besonders an diesem Transporter ist, dass er, im Gegensatz zu den anderen,
insulinabhängig wirkt. Ist kein Insulin vorhanden, so ist auch dieser GluT "nicht vorhanden", er ist nämlich hauptsächlich in Vesikeln im Zytosol gespeichert und somit funktionsuntüchtig.
Hat man nun gut gespeist, wird Insulin freigesetzt und sorgt nun dafür, dass die Vesikel mit der Zellmembran verschmelzen und somit nun auch die GluT4 sich in der Zellmembran befinden. Folge: Glucose wird verstärkt in die Zelle aufgenommen. Diesen Mechanismus findet man übrigens ausschließlich in Muskel- und Fettzellen, das sind also die Zellen, die die überschüssige Glucose aufnehmen. Was natürlich auch Sinn macht: Der Muskel verwendet die Glucose zur Glykogensynthese, die Fettzelle für die Fettsäuresynthese.
Darüberhinaus besitzen aber fast alle Zellen auch den GluT1, der für die Basalversorgung zuständig ist und somit
insulinunabhängig wirkt. Dieser Transporter ist dauerhaft in der Membran und ermöglicht somit allen Zellen ausreichende Versorgung mit Glucose, auch den Muskel- und Fettzellen. Das heißt natürlich nur solange, wie sich ausreichend Glucose im Blut befindet...
Ein weiterer Transporter, der GluT3, funktoniert fast wie der GluT1, mit einer kleinen Besonderheit: Seine Affinität zur Glucose ist höher als beim GluT1, er arbeitet also ein wenig "besser". Diesen Transporter findet man passenderweise vor allem an Nervenzellen, die ja bekanntlich ein Problem mit Glucosemangel haben. Wenn nun also aufgrund einer Hypoglykämie Zucker zur Mangelware wird, dann werden die Nervenzellen mit ihrem "besseren" Transporter bevorzugt und können sich somit ein wenig länger über Wasser halten. Andere Zellen sind robuster und können sich häufig mit anderen Substraten (Fettsäuren, Aminosäuren, Ketonkörper) versorgen.
Soweit zum DM, zur eigentlichen Frage kann ich aber leider auch nichts beitragen

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In dem Sinne...
Cleo42