- Registriert
- 15.09.2016
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- Alterstraumatologie
Hallo ihr Lieben 
Ich hab meine Ausbildung am 1.9. begonnen und bin jetzt seit genau einer Woche auf Station (7 Tage durch gearbeitet) und finde das Klima etwas... eigenartig. Mit anderen Schülern oder FJSlern komme ich gut klar und wir begegnen uns auf Augenhöhe. Bei den Fachkräften sieht das allerdings ein wenig anders aus. Wenn es darum geht, mir Aufgaben zu geben, Dinge zu erklären und anderes fachspezifisches Zeug ist meistens alles tutti. Aber wenn wir gemeinsam in der Pause sitzen und frühstücken, werde ich ignoriert. Es wird sich unterhalten und gelacht und ich bin total außenvor. Kann vielleicht daran liegen, dass ich erst fast 20 bin und meine Kolleginnen zwischen Ende 20 und Mitte 30. Dennoch werde ich überhaupt nicht in Gespräche eingebunden. Wenn ich dann doch versuche, meinen Senf dazu zu geben, wird das ignoriert und man unterhält sich munter mit der Kollegin weiter. Vielleicht ist das ja auch normal, wenn man "die Neue" und dazu eine Schülerin im 1. Kurs ist, aber so krass? Mich hat es jetzt am Wochenende sehr belastet, dass eine Drittkurslerin, mit der ich mich sonst viel unterhalten habe, frei hatte und ich somit 8 1/2 Stunden niemanden hatte, mit dem ich mich auf Augenhöhe auch einfach mal nebenbei über private Themen unterhalten konnte, sondern stur meine Arbeit gemacht habe. Man muss dazu auch sagen, dass ich manchmal Phasen habe, in denen ich extrem überempfindlich bin, was heute dazu führte, dass ich, als ich genau darüber nachgedacht habe, schnurstraks auf Toilette rennen musste und da erstmal geweint habe. Alle quatschen, alle lachen und ich werde nicht mit eingebunden und sogar ignoriert, wenn ich versuche, mich einzubringen. Es wirkt wie eine krasse Hierarchie, in der sich Fachkräfte zu schade sind, auf Schüler einzugehen. Zudem fühle ich mich manchmal wie ein Kind behandelt. Gestern unterhielten sich meine Kolleginnen über Schüler, die nicht kritikfähig sind. (Das war, glaub ich, das einzige Gespräch, in dem ich nicht komplett ignoriert wurde) Ich warf dann ein, dass es ja gerade wenn man frisch begonnen hat, nicht leicht ist, sich jeden Tag den ganzen Tag anhören zu müssen, was man alles noch nicht kann, dass ich es aber richtig und wichtig finde, Kritik zu bekommen, da man ja sonst nicht weiter kommt. Da hielt mir eine Schwester nen Vortrag, dass wir ja alle unser privates Päckchen zu tragen haben, dieses auf Arbeit aber ablegen müssen, um für Patienten da zu sein und unsere Probleme nicht an ihnen auszulassen und so weiter und sofort. Und dass man ja keine Ausbildung bräuchte, wenn man schon alles könnte. Das ist für mich eine absolute Selbstverständlichkeit und außerdem hat sie mit dieser Aussage mehr oder weniger das Thema verfehlt. Ich kam mir dennoch so dumm vor, als sie mir diesen Vortrag hielt, weil es für mich einfach total logisch und selbstverständlich war und ich mir die Frage stellte, für wie doof mich diese Frau wohl halten muss. Kann jetzt auch eine Überreaktion meinerseits sein, doch dieser Moment war einfach sehr unangenehm für mich, weil sie auch vor fast versammelter Mannschaft mit mir gesprochen hat.
Letztens gab es auch so eine unheimlich dämliche Situation. Ich habe einen Gegenstand an eine falsche Stelle getan, weil ich ihn da schon mal gesehen habe und mir sicher war, dass er dahin gehört. Irgendwann kam dann eine Kollegin an und meinte, dass er woanders hin gehörte und ich bei sowas doch bitte vorher nachfragen soll. Als ich ihr sagte, dass ich mir aber sicher war, dass es dahin kommt und deshalb logischerweise nicht gefragt habe, meinte sie nur "Trotzdem immer fragen", wo ich mir einfach dachte "HÄ??? Soll ich jetzt bei jedem Lappen, Eimer, Müllbeutel, jeder Inkondinenzhose (die Liste könnte ich ewig weiterführen) fragen, wo was hingehört?" Ich meine, das hat sie mit ihrer (zugegeben dummen) Antwort ja gesagt. Ich hab es dann einfach dabei belassen und es nicht weiter ausdiskutiert, weil ich mich als Schülerin eh wie ein Mensch, der keine Meinung haben darf, fühle. Ein anderes Mal war ich mit der selben Kollegin bei einer Patientin und wir haben sie gerade gewaschen. Als ich das Wasser aus der Waschschüssel in die Toilette gekippt habe (was ich bei einer Kollegin immer so gesehen habe) meinte sie, ich solle es doch unbedingt ins Waschbecken kippen. Ne Begründung gabs nicht. Später sah ich dann, wie es ne andere Kollegin ebenfalls ins Klo gekippt hat und habe ihr von meinem vorherigen Erlebnis erzählt, was sie nur mit einem verwirrten Blick beantwortete. Diese Widersprüche zwischen den Ansichten meiner Kolleginnen kotzen mich so dermaßen an, weil man versucht, es allen recht zu machen, obwohl es bei vielen Dingen (siehe Waschschüssel) kein richtig oder falsch gibt.
So, das waren erstmal meine Gedanken zu den ersten 7 Tagen...

Ich hab meine Ausbildung am 1.9. begonnen und bin jetzt seit genau einer Woche auf Station (7 Tage durch gearbeitet) und finde das Klima etwas... eigenartig. Mit anderen Schülern oder FJSlern komme ich gut klar und wir begegnen uns auf Augenhöhe. Bei den Fachkräften sieht das allerdings ein wenig anders aus. Wenn es darum geht, mir Aufgaben zu geben, Dinge zu erklären und anderes fachspezifisches Zeug ist meistens alles tutti. Aber wenn wir gemeinsam in der Pause sitzen und frühstücken, werde ich ignoriert. Es wird sich unterhalten und gelacht und ich bin total außenvor. Kann vielleicht daran liegen, dass ich erst fast 20 bin und meine Kolleginnen zwischen Ende 20 und Mitte 30. Dennoch werde ich überhaupt nicht in Gespräche eingebunden. Wenn ich dann doch versuche, meinen Senf dazu zu geben, wird das ignoriert und man unterhält sich munter mit der Kollegin weiter. Vielleicht ist das ja auch normal, wenn man "die Neue" und dazu eine Schülerin im 1. Kurs ist, aber so krass? Mich hat es jetzt am Wochenende sehr belastet, dass eine Drittkurslerin, mit der ich mich sonst viel unterhalten habe, frei hatte und ich somit 8 1/2 Stunden niemanden hatte, mit dem ich mich auf Augenhöhe auch einfach mal nebenbei über private Themen unterhalten konnte, sondern stur meine Arbeit gemacht habe. Man muss dazu auch sagen, dass ich manchmal Phasen habe, in denen ich extrem überempfindlich bin, was heute dazu führte, dass ich, als ich genau darüber nachgedacht habe, schnurstraks auf Toilette rennen musste und da erstmal geweint habe. Alle quatschen, alle lachen und ich werde nicht mit eingebunden und sogar ignoriert, wenn ich versuche, mich einzubringen. Es wirkt wie eine krasse Hierarchie, in der sich Fachkräfte zu schade sind, auf Schüler einzugehen. Zudem fühle ich mich manchmal wie ein Kind behandelt. Gestern unterhielten sich meine Kolleginnen über Schüler, die nicht kritikfähig sind. (Das war, glaub ich, das einzige Gespräch, in dem ich nicht komplett ignoriert wurde) Ich warf dann ein, dass es ja gerade wenn man frisch begonnen hat, nicht leicht ist, sich jeden Tag den ganzen Tag anhören zu müssen, was man alles noch nicht kann, dass ich es aber richtig und wichtig finde, Kritik zu bekommen, da man ja sonst nicht weiter kommt. Da hielt mir eine Schwester nen Vortrag, dass wir ja alle unser privates Päckchen zu tragen haben, dieses auf Arbeit aber ablegen müssen, um für Patienten da zu sein und unsere Probleme nicht an ihnen auszulassen und so weiter und sofort. Und dass man ja keine Ausbildung bräuchte, wenn man schon alles könnte. Das ist für mich eine absolute Selbstverständlichkeit und außerdem hat sie mit dieser Aussage mehr oder weniger das Thema verfehlt. Ich kam mir dennoch so dumm vor, als sie mir diesen Vortrag hielt, weil es für mich einfach total logisch und selbstverständlich war und ich mir die Frage stellte, für wie doof mich diese Frau wohl halten muss. Kann jetzt auch eine Überreaktion meinerseits sein, doch dieser Moment war einfach sehr unangenehm für mich, weil sie auch vor fast versammelter Mannschaft mit mir gesprochen hat.
Letztens gab es auch so eine unheimlich dämliche Situation. Ich habe einen Gegenstand an eine falsche Stelle getan, weil ich ihn da schon mal gesehen habe und mir sicher war, dass er dahin gehört. Irgendwann kam dann eine Kollegin an und meinte, dass er woanders hin gehörte und ich bei sowas doch bitte vorher nachfragen soll. Als ich ihr sagte, dass ich mir aber sicher war, dass es dahin kommt und deshalb logischerweise nicht gefragt habe, meinte sie nur "Trotzdem immer fragen", wo ich mir einfach dachte "HÄ??? Soll ich jetzt bei jedem Lappen, Eimer, Müllbeutel, jeder Inkondinenzhose (die Liste könnte ich ewig weiterführen) fragen, wo was hingehört?" Ich meine, das hat sie mit ihrer (zugegeben dummen) Antwort ja gesagt. Ich hab es dann einfach dabei belassen und es nicht weiter ausdiskutiert, weil ich mich als Schülerin eh wie ein Mensch, der keine Meinung haben darf, fühle. Ein anderes Mal war ich mit der selben Kollegin bei einer Patientin und wir haben sie gerade gewaschen. Als ich das Wasser aus der Waschschüssel in die Toilette gekippt habe (was ich bei einer Kollegin immer so gesehen habe) meinte sie, ich solle es doch unbedingt ins Waschbecken kippen. Ne Begründung gabs nicht. Später sah ich dann, wie es ne andere Kollegin ebenfalls ins Klo gekippt hat und habe ihr von meinem vorherigen Erlebnis erzählt, was sie nur mit einem verwirrten Blick beantwortete. Diese Widersprüche zwischen den Ansichten meiner Kolleginnen kotzen mich so dermaßen an, weil man versucht, es allen recht zu machen, obwohl es bei vielen Dingen (siehe Waschschüssel) kein richtig oder falsch gibt.
So, das waren erstmal meine Gedanken zu den ersten 7 Tagen...
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