Praxisanleitung in der ambulanten Pflege

M!aren

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07.03.2010
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308
Beruf
Gesundheits- und Krankenpflegerin
Ich würde gern die Fortbildung zur Praxisanleiterin machen. Ich habe einen guten Draht zu Jugendlichen und leite gern an, habe einiges an Erfahrung aus dem privaten Bereich.
Bei uns lief bisher die Anleitung von Schülern nicht wirklich strukturiert. (mein Eindruck) Die Kollegin die es in der Hand hat, macht es einfach schon sehr lange, hat aber keine spezielle Ausbildung und die Schüler wurden dann halt in verschiedenen Touren eingesetzt.
Durch die Generalisierung muss ja eigentlich jeder Schüler jetzt 400 Stunden in der ambulanten Pflege machen und davon mindestens 40 bei einem ausgebildeten Praxisanleiter. Das stimmt doch so, oder ?

In unserem Landkreis ist das bisher leider noch gar nicht organisiert ... (die Stelle wurde jetzt erst im Landratsamt ausgeschrieben) und ich frage mich wie das praktisch umgesetzt werden kann.
Bis jetzt hatten wir nur ab und zu mal einen Schüler dabei, aber was da auf uns zu kommt...
Bei vielen Patienten kann man zB kaum zu zweit schon gar nicht zu dritt ins Minibad.
Im Gegensatz zur stationären Pflege kann ich ja den Schüler auch nicht allein zum Patienten schicken, was mache ich als Anleiter so lange ? Immer daneben stehen ist räumlich nicht möglich und sicher auch auf Dauer nicht sinnvoll. Zum nächsten Patient gehen ist hier auf dem Land praktisch nicht möglich...
Viele Patienten werden wohl auch nicht ständig jemand "Neues" in ihrem Haus haben wollen....Besonders kritisch stelle ich es mir bei den Dementen oder auch bei den ohnehin überforderten Angehörigen vor.
Plant ihr eine Extra Tour mit "Schülerfreundllichen" Patienten ? (Manche freuen sich ja auch über junges Leben....)
Mein Chef will "erst mal abwarten".

Wie läuft das bei euch ?
Ich würde mich sehr über Berichte freuen !
 

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