Pflegeplanung Naturheilverfahren

Sonnenblume

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20.11.2004
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518
Ort
Nähe Dortmund
Beruf
Gesundheits- und Krankenpflegerin
Akt. Einsatzbereich
stationär - Unfallchirurgie
Funktion
Gesundheits- und Krankenpflegerin
Hallo Zusammen ! :wavey:

Ich habe eine Frage zu einer Maßnahme in der Pflegeplanung.

Ich möchte quasi schreiben, dass die Patientin einen Beruhigungstee haben darf, wann die psychische Belastung zu Ausdruck kommt.

Meine Patientin hatte einen Apoplex und ist psychisch belastet, weil sie vorher noch total selbstständig war.

Wenn ich bei Bedarf schreibe ist das ja zu ungenau, denn eine andere Pflegeperson weiß ja nicht, wann für mich der Bedarf gegeben ist.

Bei psychischer Belastung kann ich auch nicht schreiben, da sie die ja immer hat, nur extrem ist es wenn man ihr wieder etwas abnehmen muss, was sie eigentlich selbst gemacht hat. Dann kommt sie noch mehr ins grübeln und weint.

Grundsätzlich 1 Mal täglich finde ich auch nicht richtig, denn wenn man keine "Medikamente" braucht, warum soll man sie dann nehmen?
Aber eigentlich hat sie die Belastung ja jetzt doch immer, nur halt mal leichter und mal extremer...

Habt ihr eine Idee, wie ich das am besten schreiben kann ? :weissnix:

Liebe Grüße Sonnenblume :flowerpower:
 
Woran merkst DU denn die besondere Belastung der Patientin? (= "Symptome")

Genau das solltest Du in der Pflegeplanung schreiben.

Ich möchte quasi schreiben, dass die Patientin einen Beruhigungstee haben darf, wann die psychische Belastung zu Ausdruck kommt.
Wenn Du beschreibst, wodurch sich die (besondere) psychische Belastung äußert, dann sollte auch klar sein, wann der Tee zum Einsatz kommen soll.

Wobei ich mich frage (ohne den "Fall" näher zu kennen), ob da ein Tee ausreichende Unterstützung bietet, oder ob da z. B. unterstützend fachliche psychosomatische Betreuung angebracht wäre.
 
Wenn man die Patientin z.B. wäscht redet sie viel von früher, weil sie sich immer noch alleine versorgt hat.
Wenn ihr z.B. etwas runterfällt und schellen muss, weint sie schnell, weil sie meint, dass sie uns jetzt wieder belästigt usw
Das ist schon ein Ausdruck für die Belastung.

...aber reicht es dann bei weinen Beruhigungstee auf Arztanordnung ?
 
[...]...aber reicht es dann bei weinen Beruhigungstee auf Arztanordnung ?

Ich wollte in meinem ersten Posting schon schreiben, daß ich ein wenig zweifle, ob das eine Pflegeplanung ist. Mit Deinem jetzigen Posting bin ich mir sicher, daß es keine Pflegeplanung ist!

Die Umsetzung einer ärztlichen Bedarfsanordnung stellt für mich keine Pflegeplanung dar! Insbesondere muß in der ärztlichen Bedarfsanordnung auch der "Bedarf" genau festgelegt sein!
 
Aber das ist unsere Aufgabe von der Schule!

Wir sollen versuchen auf der Station Naturheilverfahren anzuwenden und das was wir machen als Pflegeplanung zu verpacken und dann aufzuschreiben.

Also als Problem z.b. Schlafstörungen und dann nix medizinisches machen, sondern irgendwas aus dem Bereich Naturheilverfahren ... alles aber so aufzuschreiben, wie in einer Pflegeplanung.
 
Aber das ist unsere Aufgabe von der Schule![...]

Nicht alles, was "die Schule" macht, muß auch gut und richtig sein!:fidee:

[...]Also als Problem z.b. Schlafstörungen und dann nix medizinisches machen, sondern irgendwas aus dem Bereich Naturheilverfahren ... alles aber so aufzuschreiben, wie in einer Pflegeplanung.

Hm, mir fällt da ein wenig die Abgrenzung schwer zwischen "nix medizinisches machen" und "irgendwas aus dem Bereich Naturheilverfahren". Sind Naturheilverfahren nichts medizinisches?

Ich hab da ein anderes Verständnis von Pflegeplanung. Aber das ist wohl hier offtopic.

Hier ein Beispiel einer "Pflegeplanung" zu deinem Beispiel in Stichworten:
  • Ressourcen: PatientIn kann sich gezielt verbal äußern, ist in der Lage zu läuten, kann schlucken
  • Problem: PatientIn erlebt ihren Selbstständigkeitsverlust als belastend
  • Maßnahme: Bei besonders ausgeprägter Belastungsreaktion (z. B. weinen), erhält PatientIn Beruhigungstee
  • Ziel: PatientIn wird ruhiger und weint nicht mehr
Wobei ich, wie ich schon vorher gepostet habe, bezweifelt, daß diese Maßnahmen ausreichend und PatientInnenorientiert sind.
Wobei ich mich frage (ohne den "Fall" näher zu kennen), ob da ein Tee ausreichende Unterstützung bietet, oder ob da z. B. unterstützend fachliche psychosomatische Betreuung angebracht wäre.
 
Danke, damit kann ich doch schon was anfangen!

Ich würde wahrscheinlich auch weitere Maßnahmen einläuten, aber für die Schule also für diese Aufgabe muss sich alles nur auf Naturheilverfahren beziehen.
Weitere Maßnahmen sollen wir nicht nennen!

Ich habe aber als Problem eigentlich Schlafstörungen auf Grund der psychischen Belastung.
Vielleicht könnte ich daraus 2 Probleme machen, so dass man gegen die Schlafstörungen was macht z.b. Schlaftee und gegen die psychische Lage den Beruhigungstee ?
 
Na, ich denke, daß Du das schon schaffst, den Weg kennst Du ja.

Ich denke, daß mensch nur das richtig begreift, was mensch sich selbst erarbeitet. Daher werde ich deine "Hausaufgabe" hier nicht für dich machen.:D

[offtopic on]Bei solchen Aufgabenstellungen kann ich allerdings verstehen, daß das Thema Pflegeplanung ein Reizthema ist...[offtopic off]
 
Du hast mich falsch verstanden!

du sollst das nicht für mich schreiben, ich will ja nur vom grundsatz her wissen, was du dazu meinst !? (2 Probleme)
 
Hast du die Möglichkeiten bei Pflegediagnosen nachzusehen? Vielleicht findest du dort Formulierungen.

Mir fällt erst mal nur ff. ein.
Veränderung der Selbstwahrnehmung: ATL - sich als Mann oder Frau fühlen: Veränderung der Rolle - früher sorgende Mutter, Ehefrau und jetzt? Zukunftssorgen, Unsicherheit im Umgang mit der körperlichen Einschränkung

...aber da würde kein Beruhigungstee hinpassen. Wäre aus meiner Sicht ein makabre Intervention: ich übergehe ihr Problem und stelle sie ruhig, damit sie meine Pflegevorstellungen nicht stört.

Aber Symptome bei solchen Situationen ist doch die Schlaflosigkeit, Einschlafstörung u.ä.. Wie wäre es damit? Dann könnte man es gezielt planen.

Pflegeproblem: Einschlafstörungen
Pflegeziel: erholsamer Schlaf
Maßnahme: Beruhigungstee, Atemstimulierende Einreibung, Lavendelkissen, warmes Fußbad usw.

Elisabeth
 
Wenn's zwei Probleme sind (Schlafstörung/psychische Belastung), dann gibt's auch zwei Maßnahmen. (Auch wenn die Probleme möglicherweise verknüpft sind...)

Ein Ansatz wäre vielleicht auch, daß sich die psychische Belastung auf zwei unterschiedliche Arten ("psychische Belastung" = weinen/ Schlafstörung) äußert und daher zwei Maßnahmen sinnvoll erscheinen.

Auch wenn ich mich wiederhole: Ein Tee zur Behandlung psychischer Probleme scheint mir nicht ausreichend!
 
Wenn's zwei Probleme sind (Schlafstörung/psychische Belastung), dann gibt's auch zwei Maßnahmen. (Auch wenn die Probleme möglicherweise verknüpft sind...)

Ich sehe hier die Einschlafstörungen eher als Symptom der psychischen Belastung... um nicht gleich den Begriff depressive Verstimmung zu nehmen.

Auch wenn ich mich wiederhole: Ein Tee zur Behandlung psychischer Probleme scheint mir nicht ausreichend!
Dem schließe ich mich in vollem Umfang an... aber das ist ja hier nicht die Aufgabenstellung der Schule. Diese möchte, wenn ichs richtig verstanden habe, den Einsatz von Naturheilverfahren (Tees u.ä.) bei den geschilderten Symptomen.

Ist schon schwierig sich auf die Bedürfnisse der Schule einzustellen.

Elisabeth
 
Hallo !

Nein, die Schule möchte Naturheilverfahren nicht genau auf diese Symptome.
Wir sollen uns einen Patienten suchen, wo man Naturheilverfahren anwenden könnte.

Es ist klar, dass Tee nicht bei einer psychischen Belastung reicht, aber wie gesagt wir sollen nur naturheilkundliche Maßnahmen aufzählen - nix anderes, auch wenn wir eigentlich was anderes machen würden oder zusätzlich was anderes machen würden!

Liebe Grüße Sonnenblume
 

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