Online-Umfrage: 60 Prozent der Pflegenden gegen Generalistik

Martin H.

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Stimmt halt auch nicht immer was hier geschrieben wird. Dieses Argument kommt leider häufig, um zukünftige Auzubildende gegen die Ausbildung in der Kinderkrankenpflege zu überzeugen. Ich kenne etliche Kinderkrankenschwestern, die im europäischen Ausland arbeiten, gearbeitet haben, habe selbst mehrere Angebote u.a aus GB gehabt vor einigen Jahren.
Hm, das was ich von den beiden da gelesen habe, klang für mich schon stark nach eigener Erfahrung... und daß es unmöglich ist, so eine Anerkennung zu kriegen, hatten sie nicht geschrieben, nur halt nicht so einfach. :weissnix:
Aber da hast Du sicher Deine eigenen Erfahrungen gemacht, die ich keinesfalls anzweifeln will. :wink:
 

schwimmer

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Ich glaube, dass die Ausbildung mit drei Jahren zu kurz ist.
Bei uns freut man sich auf eine Generalistik, damit man überall einsetzbar ist,
heute Kinderstation, morgen Pflegestation, übermorgen Chirurgie.
Da wird die Qualität bestimmt besser.
In den 80er Jahren musste man 4 1/2 Jahre lernen, um Krankenpflege- und Kinderkrankenpflegeexamen zu machen.
Ich glaube auch nicht, dass die Kollegen nachdem Examen, dann ihre Lieblingsdisziplin erhalten, nein die kommen dahin wo der größte Mangel ist und hier auf dem Land wechselt man die Klinik nicht so schnell.
Die Verlierer sind die Kinderkliniken, leider.
 

renje

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@schwimmer
Die 3ährige Ausbildung ist ein Grundausbildung und sonst nichts.
Nein die Ausbildung muss auch nicht mit der Generalistik verlängert werden.
Examinierte kommen aus einer Grundausbildung und dann geht das Lernen erst richtig los, je nachdem in welchem Fachgebiet ich arbeite. Nur jetzt mehr oder weniger freiwillig und von der persönlichen Motivation abhängig.
Das MUSS sich ändern!

Bei uns freut man sich auf eine Generalistik, damit man überall einsetzbar ist,
das ist doch Status quo - für alles einsetzbar aber für nichts so wirklich richtig geeignet.
Jeder arbeitet in jedem Bereich - Realität.

In den 80er Jahren musste man 4 1/2 Jahre lernen, um Krankenpflege- und Kinderkrankenpflegeexamen zu machen.
Wo hast du das denn her? Das ist Unsinn.

Ich glaube auch nicht, dass die Kollegen nachdem Examen, dann ihre Lieblingsdisziplin erhalten, nein die kommen dahin wo der größte Mangel
Genau so ist es jetzt - was hat das mit der Generalistik zu tun?

Natürlich muss und soll eine Spezialisierung NACH der Grundausbildung erfolgen, wie in vielen vielen anderen Berufen auch - Geselle - Meister.
 
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schwimmer

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@renje,
wieso meinst Du das das Unsinn ist, mit der Ausbildung, in den 80er Jahren.
ich musste 3 Jahre lernen um die Berufserlaubnis zur Kinderkrankenschwester zu bekommen und habe dann anschließend 1 1/2 Jahre lernen müssen um dann die Berufsbezeichnung Krankenschwester zu bekommen.
Eine ziemlich umfassende Ausbildung also.
Es müsste dann ja nach der generalistischen Ausbildung, eine weitere erfolgen. Aber wie das geregelt ist, steht nirgends.
Macht dann jemand in der Altenpflege eine zusätzliche Qualifikation, wo kann er die erlangen, was ist mit den Kosten??
D.h. es müsste ja viele erweiterte Zusatzausbildungen geben, wie es jetzt schon teilweise gibt, aber die Voraussetzungen sind meines er achtens durch die Generalistik nicht gerade besser.
Dein Vergleich Geselle - Meister ist leider unzutreffend, ein Maurer ist Maurer und macht dort seinen Meisterbrief, der ist dann nicht Fliesenleger und Zimmermann und Dachdecker., der müsste diese Qualifikation vorher in einzelnen Berufswegen erlangen.
 

renje

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ich musste 3 Jahre lernen um die Berufserlaubnis zur Kinderkrankenschwester zu bekommen und habe dann anschließend 1 1/2 Jahre lernen müssen um dann die Berufsbezeichnung Krankenschwester zu bekommen.
Eine ziemlich umfassende Ausbildung also.
Entschuldigung habe dich falsch verstanden,
- damit du beide Berufsanerkennungen hast.
Aber auch damals um in jedem Bereich zu Arbeiten formal unnötig.
Übrigens - was hat das mit den 80igern zu tun, das ist auch Heute noch so, obwohl nach Gesetz die Anerkennung der vorherigen Ausbildung etwas erhöht wurde.
Absoluter volkswirtschaftlicher Wahnsinn, nochmal 1-1,5 Jahre machen zu müssen obwohl die speziellen Inhalte jeweils gerade mal 200- max. 300Std. ausmachen

Dein Vergleich Geselle - Meister ist leider unzutreffend, ein Maurer ist Maurer und macht dort seinen Meisterbrief, der ist dann nicht Fliesenleger und Zimmermann und Dachdecker.
Also diese Vergleiche sind sowas von daneben, das sind doch völlig unterschiedliche Berufe.

Pflege von Menschen in verschiedenen Lebensabschnitten, da muss ich doch keinen völlig neuen Berufszweig erlernen!

In der Krankenpflege geht es doch darum, Pflege von Menschen in ihren jeweiligen Bedürfnissen.

Grundsätzlich sind doch viele Pflegetätigkeiten gleich, egal wie alt und es gibt Umgebungsvariablen mit denen ich Lernen muss zu recht zu kommen - macht zum einen eine Spezialisierung zum anderen das Erfahrungswissen.

Ein Elektriker lernt seinen Beruf - ist dann Geselle.
Muss sich auch auf die Gegebenheiten einstellen und Lösungen finden.
Elektroinstallation in Altbau - Neubau - Hochhaus - Villa - ersetzen, komplett neu, SmartHome etc.
Als Meister erweitertes Wissen, erweiterte Verantwortung, erweiterte Kompetenzen,
und vor allem
bestimmte Aufgaben vorbehalten.

Ironie an - ein Elektriker macht auch keine Ausbildung getrennt nach dicken, dünnen, langen oder kurzen Kabeln oder nach Farben oder Elektriker für Altbau oder Neubau - ironie aus.
 

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