Inkontinenzeinlagen

LinLin

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wir sagen bei uns auch meistens: vorlage wechseln bzw. einlage!
hab noch nie gehört dass jemand pampers gesagt hat...das is ja voll abwertend!
bei und gibts auch so ne spezielle hose, die nennen wir ruck-zuck-hose, weil man sie ruck-zuck an-u ausziehen kann :P
 

Maniac

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hab noch nie gehört dass jemand pampers gesagt hat...das is ja voll abwertend!
*seufz*
Warum soll das denn abwertend sein?

Ich möchte mal grob schätzen, die Hälfte meiner (orientierten) Patienten nennt das Ding selbst "Pampers".
Ist halt ein gängiger Begriff - wie das heute schonmal angesprochene tesafilm, Prittstift usw...
 

Jacaranda

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LinLin, du kannst doch nicht zu einem Inkontinenzslip Einlage sagen? Du verwirrst doch damit auch die Pat. Wie sagst du dann zur Einlage? Wie dokumentiert ihr das, und wie sagt ihr Kollegen untereinander zu den zwei komplett verschiedenen Sachen?
 

Lucas2010

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Hallo,


ich hatte heute an andere Stelle mich bereits geäußert.


Bin ein Patient (50) mit Inkontinenz. Ich habe die Erfahrung bei meinen vielen Khs. Behandlungen gemacht, dass es jede Krankenschwester od. Pfleger anders bezeichnet. Die einigen sagen Pampers od. Hose, auch gibt es welche die Windel sagen.


Mir persönlich ist es eigentlich egal. Es ist wie es ist. Ich brauche halt eine Versorgung. Da ich aber immer zusehe im ein Einbettzimmer zu bekommen, gibt es keinen Mitpatienten und da liegt wahrscheinlich auch der "Knackpunkt". Wenn noch jemand im Zimmer liegt und von Windeln od. Pamers gesprochen wird, hätte ich wahrscheinlich auch meine Probleme. Aber man kann ja auch flüstern od. ein Zeichen (zum Wechseln der Versorgung) vereinbaren.


Viele Grüße
 
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Panski

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Ich sage auch "Hose" oder Vorlage, haben mir meine Schwestern so eingebläut, einige haben auch Windelhose gesagt aber da passt mir iwie das Wort Windel nit :<

Einige liebe ältere Damen oder Herren meinten auch schon das ich das Ding ruhig Pampers nennen darf das macht denen nichts die sind da offen, war recht witzig immer mit solchen fiten Pat.^^
 

Jens2021

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Also als selbst Betroffener (Gehirnblutung, Gehirn-OP) kann ich nur sagen, dass ich häufig Wörter wie "Schutzhose", "Hose", "weiße Hose" oder auch "Windel" gehört hab, wobei Windel eher die Schwestern untereinander verwendet haben ("hast du schon die Windel für Herrn XXX gemacht?). Diese Hochziehbaren Dinger, ich glaube sie heißen Pants, wurden auch "Einmal-Unterhose" genannt. "Pampers" hab ich nie gehört. "Vorlage" oder "Einlage" auch nicht.
 

InetNinja

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Ich sag immer "Ich leg ihnen etwas zum Schutz in die Hose" das wird gut angenommen.
Wenn es Pat. unangenehm ist das sie einem "Arbeit" machen geht auch "das machst uns beiden etwas leichter" sehr gut.

Ich leg auch immer noch ein Moltex unter das Steckbecken. Das wird gut angenommen. Auch bei den Herren wenn sie die Urinflasche benutzten. Mich wunder es immer das so wenige die "Ente" kennen.
 

Neuromaus

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Lustig ist, dass es bei uns in der Pflegeplanung (digital) sowohl "Wickeln" als auch "Wechsel von Inkontinenzmaterial" anzuklicken gibt. Liegt vermutlich daran, dass die Vorlagen für die ganze Klinik gleich sind und wir sowohl Kinder- als auch Erwachsenenstationen haben. So weit, so gut. Und wer legt jetzt fest, bis zu welchem Alter ich "wickeln" sagen darf und ab wann ich "Wechsel von Inkontinenzmaterial" nehmen muss? :gruebel:
Tatsächlich würde ich nie auf die Idee kommen, das Wort "Einlage" zu verwenden, da Einlagen in meinem Arbeitsbereich immer mit Schuh-Einlagen gleichgesetzt sind. Da gab es schon manch nette Anekdote, weil Eltern und Auszubildende völlig aneinander vorbei geredet haben.
Bei uns wird von Windeln oder Pampers gesprochen, solange das Kind ein Alter hat, in dem auch ein gesundes Kind gewickelt werden würde. Bei größeren Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen sagen wir meistens, dass wir "eine frische Hose" machen möchten, egal ob es sich dann um die normalen Windeln mit Verschluss handelt oder um die Pants oder um die Inkontinenzvorlagen à la Strampelpeter.
Bei Pat. mit primärer Inkontinenz ist das noch relativ einfach. Schwieriger ist es bei Jugendlichen oder (jungen) Erwachsenen, bei denen die Inkontinenz neu aufgetreten ist (z.B. durch Unfall, Entzündung...). Für diese Pat. ist es ja schwierig genug, diese Tatsache zu akzeptieren. Und je größer man das Thema macht, desto schwerer fällt es ihnen. Für die meisten ist es am einfachsten, damit umzugehen, wenn wir als Pflegende so natürlich wie möglich damit umgehen. Und da erleben wir häufig, dass Formulierungen wie "Schutzhose" oder "Inkontinenzmaterial" auf starke Ablehnung stoßen. Alles, wo das Wort "Inkontinenz" drin vorkommt, geht sowieso gar nicht, weil es viel zu sehr den Fokus darauf lenkt. Und bei "Schutzhose" haben viele das Gefühl, dass wir Pflegenden damit krampfhaft versuchen, etwas zu umschreiben, weil wir uns nicht trauen, es beim Namen zu nennen. Damit vermitteln wir ihnen das Gefühl, dass es für uns unangenehm ist. Und wenn es schon für uns unangenehm ist, dann ist es für den Betroffenen ja noch viel unangenehmer, und er fühlt sich damit total unwohl. Das hat mir eine sehr reflektierte 14-jährige Patientin mit Querschnittssyndrom mal alles sehr genau beschrieben, und mit diesem Gespräch im Hinterkopf merkt man die gleiche Einstellung auch hinter dem Verhalten und den Bemerkungen anderer Teenies in der gleichen Situation. Mit der recht neutralen Formulierung "frische Hose" haben wir bisher keine Probleme gehabt. Manche Jugendlichen übernehmen das auch, andere fragen dann nach einer frischen Windel. Und wenn der Patient Windel sagt, dann sage ich auch Windel. Denn dann ist das die Bezeichnung, die er sich ausgesucht hat und die damit seinem Verarbeitungsstand entspricht.
 

Neuromaus

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Ich weiß, dass das von Pflegenden im Erwachsenenbereich vielfach anders gesehen und auch in der Schule anders vermittelt wird. Und früher hätte ich da auch zugestimmt, dass die Ausdrücke "Windel" oder "Pampers" die Gefahr bergen, den Pat. zu verkindlichen. Aber nach den Erfahrungen mit o.g. Pat. sehe ich das etwas anders. Inzwischen plädiere ich sehr dafür, sich der Ausdrucksweise des Patienten anzupassen, sofern es möglich ist, ohne in Vulgärsprache zu rutschen.
Ähnliches:
  • "Hattest du gestern Stuhlgang?" finden viele auch furchtbar peinlich. Die mögen lieber: "Warst du gestern groß auf Toilette?" oder (auch sehr beliebt) "Kann ich bei dir für gestern einen Strich in die Kurve machen?"
  • "Kannst du mal das Gesäß ein Stück anheben?" bei der Grundpflege im Bett traue ich mich schon fast nicht mehr zu fragen, weil ich dafür von bisher 100% der Pat. ausgelacht worden bin (heißt nicht, dass es nicht auch welche gibt, die die Formulierung ok finden). Da kommt man mit "Kannst du mal eine Brücke bauen?" oder "Kannst du den Popo ein Stück hochheben" einfach weiter.
  • Kleiderschutz oder Wäscheschutz kommt auch überhaupt nicht gut an.
 

-Claudia-

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