News Im Kampf gegen Corona-Infektionen erfordert der Schutz der Mitarbeiter höchste Priorität

Och Leute, muss man sich jetzt gegenseitig beleidigen? Fakt ist doch, dass es nicht gelingen kann, alle Dialysen die in Zentren stattfinden, aufgrund der fehlenden Ressourcen ( Personal und Geräte) mobil zu bewerkstelligen. Und das hat mit Frankreich oder Deutschland nichts zutun!
 
Letzten Endes bleibt im Worst Case Szenario sowieso nichts anderes übrig als zu Triagieren / Selektieren.
Das ist in der Dialyse und auch bei Intensivplätzen mit Beatmungsmöglichkeit so. Da wird man fragen müssen, wer hat die besten Chancen, wer braucht die Behandlung am Dringendsten.
Wer wird beatmet / intensivmedizinisch behandelt. Der 90jährige multimorbide Patient oder der 40jährige mit Lungenversagen?
Wie bei Transplantationen auch. Wer profitiert am meisten von der Behandlung.

Wollen wir hoffen, dass uns das erspart bleibt.
 
Interessantes Dokument: Risikoanalyse einer hypotetischen SARS-CoV-Pandemie
Das Szenario im Detail ab Seite 55.
Der feine Unterschied im Szenario zur aktuellen Krise: es wird in dem hypotetischen Szenario ein Virusstamm angenommen, der über alle Bevölkerungsgruppen (jung-alt) eine gleich hohe Verbreitungswahrscheinlichkeit hat und es wird eine Todesrate von 10% angenommen. Das sollte man sich vor Augen halten, wenn man über die Zahlen im Bericht stolpert.

Für das Gesundheitswesen wird es sehr drastisch zusammengefasst:
Die medizinische Versorgung bricht bundesweit zusammen.
 
Bei uns ist mitlerweile seit Anfang letzter Woche eine restriktive Besuchereinschränkung (2 Besucher pro Pat./Tag) in Kraft die auch durchgesetzt wird
 
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Auch ohne Personalmangel kämen wir jetzt in Zugzwang. Man kann nicht ständig genug Personal für eventuell auftretende Pandemien vorhalten, das ist schlicht nicht möglich.
Ach ja...

„Die Intensivkrankenschwester einer Lungen-Intensivstation in NRW berichtet, dass ohnehin ein gewisser Teil der deutschlandweit 28.000 Intensivbetten schon jetzt nur in der Theorie belegbar ist: „In der Praxis fehlt es dafür jedoch an Pflegekapazitäten, deswegen werden diese Betten im Alltag nicht belegt. Insbesondere Kräfte mit der notwendigen Qualifikation für Intensiv- und Beatmungstherapie sind knapp.“

Ähnliches berichtet eine Oberärztin aus Bayern: „Der echte Engpass ist nicht die Intensivbetten-Kapazität, sondern der Pflegemangel.“ Laut einer Umfrage des Deutschen Krankenhausinstituts, die zum Jahreswechsel veröffentlicht wurde, sind deutschlandweit rund 17.000 Pflegestellen nicht besetzt.“



Hinzuzufügen wäre hier nur, daß 17000 deutlich beschönigend ist. Das sind vielleicht ausgeschriebene Stellen, es fehlen aber deutlich mehr.
 
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Diese Schutzkittelproblematik und auch die potentiellen Übertragungswege im Krankenhaus liessen sich eindämmen,wenn man zunächst mal eine äußert restriktive Besucherregelung fände, bis hin zum kompletten Besuchsverbot. Wenn ich denke, wie viele Schutzkittel da eingespart werden könnten...

Wie sieht es also in euren Häusern damit aus? Gibt es schon dtl. eingeschränkte Besucherregelungen?

fragt sich spflegerle

Bei uns im Haus, dürfen isolierte Patienten seit gestern pro Tag max. von 2 Personen für jeweils 30 Minuten Besuch erhalten.
 
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Auch bei uns ging heute eine restriktive Besucherregelung an den Start: Pro Tag & Patient nur noch 1 Besucher.
 
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Bei uns wird Fieber gemessen...Dabei dürfen aber noch alle rein. Besonders fein: bei uns legen die Ambulanzleute die Patienten direkt ins Bett, ohne Schutzkleidung und Gedöns, weil wir dafür kein Personal abgestellt haben. So stelle ich mir eine lückenlose Präventionskette vor (BTW: in jedem Hühnerzuchtbetrieb muss man sich mit Schutzkleidung inklusive -schuhe versehen, bevor man in den Stall darf...).

Und die meisten unserer Patienten sind alt und damit besonders anfällig, nicht nur für Corona. In der Vergangenheit haben sie ausserdem die Reinigungskrâfte eingespart, weil sie kein Pflegepersonal einsparen dürfen, so viel mal hinsichtlich häufigerem Desinfizieren sensibler Stellen wie z. B. Tüklinken, Telefone, etc...

Ich schwör auf ein inoffizielles, gerüchteweise auch gegen Corona wirksames Naturmittel: essentielles Oreganoöl, wirksam auch gegen antibiotikaresistente MRSA, und nehm das schon mal vorsorglich ein, denn ich warte nur auf den ersten Verdachts/Infektionsfall und die dann ausbrechende Panik. Unsere Patienten reisen zwar nicht sonderlich viel, ihre Angehörigen aber schon...

Und ich gestehe: ich hab einen Notvorrat für zwei Wochen angelegt...*hust* Und meinen eigentlich für morgen geplanten Flug nach Deutschland storniert.
 
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Und ich gestehe: ich hab einen Notvorrat für zwei Wochen angelegt...*hust* Und meinen eigentlich für morgen geplanten Flug nach Deutschland storniert.
Man soll wenn möglich auf Reisen verzichten. Und da Frankreich bei geringerer Einwohnerzahl mehr Corona-Fälle als Deutschland hat, ist Dein Entschluss vielleicht nicht verkehrt ;) https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ...hlen-international.pdf?__blob=publicationFile

Nein, im Ernst. Ich werde wohl auch meine geplante Teilnahme an einer Tagung Ende März absagen. Der Deutsche Pflegetag wurde bereits auf November verschoben; mein Patenkind bekommt keine feierliche Übergabe ihrer Bachelor-Urkunde, Konzertaufführungen etc. werden abgesagt... die Auswirkungen auf das öffentliche Leben sind erkennbar.
 
@-Claudia- Ja, ausserdem wohne ich in der Provinz (Aquitanien), wo es augenblicklich noch ruhig ist (aktuell 50 Fälle). Ich müsste für Deutschland Zug, Bus, Flugzeug (=Flughafen) in Anspruch nehmen und ins Hotel ziehen. Das alles war mir zu mulmig.

Lourdes (nebenan) hat seine Pilgerbecken geschlossen...Wir hatten jedes Jahr Pilger als "Urlauber" in Behandlung, dieses Jahr wohl nicht...

Und da wir hier von Schutzmassnahmen reden: Vielleicht kann ich Euch mal mein Oreganoöl ans Herz legen? Es ist ein pflanzliches, aber hochwirksames Virostatikum, das oft dort noch greift, wo unsere überreizten Antibiotika versagen.


Ziemlich weit unten im Artikel:

"Bakterien, Pilze oder Viren werden durch die Öle bekämpft und über das enthaltene Phenol abgetötet. In Heidelberg konnte diese antivirale Wirkung durch den Plaquereduktionstest nachgewiesen werden.

Die „Antennen“, welche von Viren als Andockmechanismus genutzt werden, können durch ätherische Öle abgeknickt werden. Dadurch wird das Andocken an die Erbsubtanz verhindert, und die Viren können keinen Schaden mehr anrichten. Somit lassen sich virale Erkrankungen wie Herpes, Warzen oder Grippe wirksam behandeln. Auch Viren wie Corona (COVID-19) oder Influenza könnten von dieser Wirkung betroffen sein. Der Coronavirus ist dabei eine Mutation des aus dem Jahr 2003 bekannten SARS-Virus."


Und nein, ich kriege keine Provision!
 
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Zum Thema Covid-19: Da kommt IMHO ein echt dickes Brett, mit vielen verhärteten Astlöchern auf uns alle zu und ich will damit keine Hysterie schüren. Einen Vergleich mit der saisionel auftretenden Influenza - auch wenn diese ein Thema ist - erspare ich mir. In meinen Augen kann man die Influenza nicht mit Covid-19 vergleichen bzw. zielführend gegenüberstellen, wenn man nur mal kurz auf die bisherig verfügbaren Daten schaut und die unterschiedlichen Ausgangssituationen für diese Viruserkrankungen beachtet.

Wir schmieden jetzt schon Notfallpläne (Notfallpläne, welche über die bereits verfügbaren Pandemie- und Katastrophenpläne hinaus gehen - quasi ein Auffangnetz, wenn der doppelte Boden bricht), wie wir bei uns mit weniger Personal und dann notdürftig "crashkurs"-geschulten KollegInnen die Versorgung in der Notaufnahme bzw. im gesamten Krankenhaus aufrecht halten können. Da ist es auch gar keine so schlechte Idee, wenn elektive, aufschiebbare OPs ausgesetzt bzw. aufgeschoben werden um das dadurch freiwerdende Personal auf den Stationen und in den Notaufnahme (oder ausgelagerten Isolationsambulanzen) zur Verfügung steht. Bedauerlicherweise stehen uns da so einige, zum Teil auch klinikinterne Interessengruppen /-personen im Weg.... manch Chefarzt will es grundsätzlich besser wissen und blockiert konstruktive Planungsüberlegungen, die kaufmännische Leitung ist nicht unbedingt für diese Entscheidungen gebildet bzw. weitsichtig genug und das Gesundheitsamt (zumindest das, welches für uns zuständig ist) betont auch lieber die Überlastung als mögliche Problemlösungen bzw. -linderungen.

Achja... und zum Thema des Eigenschutzes. Zum Glück haben wir eine äußerst wache bzw. aufmerksame Klinikhygiene, welche sich früh um einiges an Nachschub an Material gekümmert hat und unsere Apotheke (glücklicherweise haben wir da auch noch eine eigene) verfügt wohl über einiges an Grundzutaten, dass wir erstmal hinreichend geeignetes Desinfektionsmittel verfügbar haben.

Zum offTopic Oreganoöl: Oregano-Öl als pflanzliches Antibiotikum? | Medizin Transparent

Die spannendste Frage - neben der, wie das alles so wird - ist in für mich aber, was unsere Entscheidungsträger aus dieser Pandemie lernen (wollen). Einige Stichworte dazu sind: wieder mehr nationale bzw. europäische Mediakamentenproduktion, zukünftige zentrale Bevorratung von Verbrauchsmaterial (Schutzausrüstung), vermehrtes vorhalten von Laborkapazitäten und das leidige Dauerthema der grundsätzlichen Personalverfügbarkeit (in der Dimension der Menge).
 
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@DieFranzösin Hey, Peace. ;) Mein Link ist nicht gegen dich. Claudia hat ja schon geschrieben worum es geht. Wenn dir oder jemanden anderen das Oreganoöl gut tut, ist es ja willkommen. Die Sicherheit die da so manches Schriftstück im Netz vermitteln will könnte in dem Umfang aber doch etwas trügerisch sein. Drum der informativ breiter angelegte Link von mir dazu.

Wenn Oreganoöl tatsächlich der "infektologisch Overkill" sein sollte, wäre ja z.B. auch die S3-Leitlinie zur Sepsis dringend überarbeitungsbedürftig. Aber einer Abwägung zu einer Empfehlung widerspricht der Link bzw. die Veröffentlichung ja nicht. :cleanglasses: Weiter heißt es ja auch, dass die Datenlage noch zu dünn ist... Im übertragenen Sinn bedeutet das ja nur: "bitte, liebe Fachleute, forscht mehr dazu.".
 
@niesreiz Deine Webside hat wohl nur österreichische Studien gesucht? Vielleicht gibt es da wirklich keine...Ich habe eine Liste einer amerikanischen Medizinfachbibliothek verlinkt ... und ich halte solche Fachartikel keineswegs für "haltlos". Und einen Fachartikel der Johns Hopkins (die ja u. A. die internationale Corona-Situation überwacht) auch nicht, auch wenn der eher populärwissenschaftlich gehalten ist.

Aber bekanntlich kann ja wirklich jeder machen, was er will.
 
@DieFranzösin --> Öhm.... Nein?! Ein kurzer Blick in die, aus Ermangelung der Evidenz zu diesem Thema, wenigen verfügbaren Quellen zeigt, dass es keineswegs nur österreichische Studien sind.

Cochrane-reviews gelten als einer der höchsten Standards im Wissenschaftsbetrieb... und da ist es egal ob die "Cochrane-Reviewer" aus Österreich oder sonst woher kommen.

Aber ich zitiere einfach Mal den Wissenschaftler aus deinem verlinkten John Hopkins-Artikel: "At this stage these essential oils look very promising as candidate treatments for persistent Lyme infection, but ultimately we need properly designed clinical trials." Nichts anderes haben die Cochrane-Wissenschaftler aus Österreich auch resümiert. Und... Btw. dieser Artikel thematisiert, entgegen deiner Darstellung, wirklich nur die Wirkung von Oreganoöl (neben anderen Ölen) in seiner Wirkung auf Borrelien (wohlgemerkt in der Petrischale).

Ja, es gibt andere "perty-dish-studys", aber auch die kamen alle nur zum gleichen Ergebnis, dass es hier noch präzisere Studiendesigns braucht um die Wirksamkeit, entsprechend der Applikation am menschlichen Organismus zu prüfen. Das war mein Hinweis mit diesem Link, deine Gegenschrift lässt in mir eher den Verdacht erwecken, dass du das nicht ernsthaft gelesen hast....

Deinen letzten Satz kann ich unter diesern Betrachtungen nicht auf Claudia oder meine Argumentation beziehen - eher auf deine eigene :oops:

...genug offtopic von mir, für dieses topic, versprochen :hippy:
 
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Ich stimme euch zu, daß die bisherige Datenlage zum Oregano-Öl als Ersatz für Antibiotika eher dünn ist.
Allerdings ist bekannt, daß ätherische Öle als Vielstoffgemische (Terpene (Monoterpene,Sesquiterpene, Diterpenen) und ihre Derivate wie z.B. Alkohole, Aldehyde, Ketone, Phenole, Ester, Ether und Oxide, sowie Aromatische Verbindungen) eine keimabtötende Wirkung, zumindest im Labor, bewiesen haben. Der große Vorteil gegenüber herkömmlichen Antibiotika wäre, daß diese i. d. R. nur einen keimabtötenden Stoff enthalten. Dadurch können die Keime gegenüber ätherischen Ölen nicht so leicht Resistenzen entwickeln.
Und zumindest eine RCT habe ich gefunden, allerdings ging´s da um Teebaumöl (Randomisierte, kontrollierte klinische Studie zur Eradikation von MRSA Teebaumöl Behandlung im Vergleich zu einer Standardbehandlung (Dryden et al.; Journal of Hospital Infection 2004; 56: 283-286)).
(Quelle meiner Angaben: Fortbildung "1. Nürnberger Wundkompetenztag", 2016, Vortrag von Fr. Hoch).

Aber ich stimme euch natürlich zu, da gibt´s noch deutlichen Forschungsbedarf! :wink1:
 
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Klar, statt Impfungen und Medikamenten einfach essential oils draufklatschen.
Sollten die Menschen und Tiere dennoch sterben, kann man die Schuld bei den bösen bösen Ärzten und pharmaunternehmen suchen.