Heimbeatmung: Beatmungsparameter

bluena86

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Hallo

Ich hab mal eine Frage, bin in der Heimbeatmung tätig, und da sind vor kurzen neue Beatmungsparameter Abkürzungen auf dem Protokoll aufgetaucht.
Jetzt frag ich mich natürlich was die bedeuten. Vielleicht kann mir hier ja jemand helfen?!
Es sind die Parameter:
Pinsp.
und I:E

Wär super wenn mir jemand helfen kann.

Gruß
bluena
 
Pinsp. = inspirator. Druck
I:E = Verhältnis von Inspiration zu Expiration

Elisabeth
 
Mich würde interessieren, ob du keine Geräteeinweisung nach MPG erhalten hast?!?
Auch wenn die Bezeichnungen bei den verschiedenen Respiratoren variieren können,
so zähle ich Kenntnisse über das I:E Verhältnis und auch den Pins zu den basics und finde
es etwas befremdlich, wenn man dir die Verantwortung aufbürdet, den Patienten (vermutlich alleine
in seinen vier Wänden) zu betreuen.
 
@bluena,

für mich haarsträubend, wenn jemand der in der Heimbeatmung arbeitet, solche Fragen stellt!! :gruebel:
 
Ich hab mal eine Frage, bin in der Heimbeatmung tätig, und da sind vor kurzen neue Beatmungsparameter Abkürzungen auf dem Protokoll aufgetaucht.
Jetzt frag ich mich natürlich was die bedeuten. Vielleicht kann mir hier ja jemand helfen?!
Es sind die Parameter:
Pinsp.
und I:E
eieiei, neue Beatmungsparameter?????
was habt ihr denn sonst überwacht, abgelesen oder eingestellt:gruebel:?

grauenhaft, wenn ich mir vorstelle, daß jemand, der mit wirklich absoluten basics nichts anfangen kann, aber entsprechende Patienten versorgt:knockin:
 
Das dachte ich am Anfang auch :"Kann doch nicht sein, dass die nicht wissen, was sie da aufschreiben!" Aber das ist so! Traurig aber wahr. In dem Pflegedienst bei dem ich das letzte halbe Jahr nebenbei gearbeitet hab, war das ganz normal. Das waren alles Krankenschwestern ohne Intensiv- oder Beatmungshintergrund und Altenpflegekräfte, die davon erst recht keine Ahnung hatten. Ich will niemanden diskriminieren, aber in dem von mir erlebten Fall war das echt so. Passieren darf da nix!
 
"Da guckst du hier und die Zahl schreibst du dann da ein."

Seien wir ehrlich, wissen wir wirklich immer alles, wenn wir etwas tun?

Der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht- sagten schon die Altvorderen. Es gibt nun mal keine Vorbehaltsaufgaben mit Festschreibung eines Mindestwissens. Der MDK u.ä. Instanzen scheinen zu glauben, dass man alles in der Grundausbildung lernt. ... Stimmt. Da lernt man kopieren- den Arbeitststil des "Vorarbeiters". Warum der so arbeitet ist nicht wichtig- Hauptsache es funktioniert.

Elisabeth
 
also ich bin ex. altenpflegerin und hatte keine ahnung von beatmung. nur ohne praxis kann man nicht lernen. in meiner alten firma bin ich an beatmungspatienten gelassen worden ohne zu wissen was psv, pcv, apcv. trigger, flow, peep, Vti und Vte , I:E bedeutet. ich habe die Beatmungsparameter abgelesen und das wars. in meiner neuen Firma bin ich geschult worden und trotzdem muß oft nochmals nachlesen. Übrigens einstellen oder umstellen dürfen wir überhaupt nicht das dürfen nur die Kliniken. dort werden die Parameter eingestellt. Das ist nur den Ärzten vorbehalten. ich bin nun seit 4 1/2 Jahren in der häuslichen Intensivpflege und arbeite mit und an Beatmeten Patienten und ich muß sagen das selbst in Wolfsburg der Arzt bzw auch die Schwester nicht mal wußten was ein Cuffdruckmessgerät ist. Traurig aber war.
 
gruselig? Was das mit cuffdruckmessgerät oder das ich an Beatmungspatienten arbeite? Mache jetzt meine fachschwester für ausserklinische beatmung. Wo liegt also das problem. das ich nur altenpflegerin bin? Denke mal das eine normale Krankenschwester in der Ausbildung auch nicht soviel über Beatmung lernt. Ausser wenn man nicht grade Intensiv schwester ist. Habe genug kollegen aus der Uni usw. die noch nie ein TK gewechselt haben. Mann kann alles lernen.
 
Ich finde es einfach besser, dass Menschen erst eine Ausbildung machen und sich mit den Geraeten vertraut. Und dann erst am Menschen arbeiten.
 
ach und deswegen arbeiten auch soviele krankenschwestern in der intensivpflege die von alldem auch keine ahnung haben. ich muß sagen hahaha. man kann alles erlernen. sicherlich wäre es besser, das ist richtig aber die realität sieht anders aus.
 
Ich versteh nicht, warum sich hier einige so aufregen. Ich persönlich finde es doch besser man fragt nach, als weiter die Beatmungsparameter aufzuschrieben, ohne, das man nicht weiß, was diese bedeuten.

Ich bin seit September auf einer Beatmungsstation tätig, ich hatte eine Tag zur Einarbeitung (und dabei war nicht mal ein Beatmungspatient zu dieser Zeit da). Ich hab auch keine Ahnung gehabt, was der ein oder andere Beatmungsparameter bedeuten, mal von den Beatmungsmodi abgesehen.
Zur Zeit nehme ich jede Weiterbildung dazu mit, die ich bekommen kann. Ich kann jeder Zeit meine Kollegen fragen oder ich hole mir einfach verstärkung von einer Schwester/Pfleger von der ITS.

Mal ganz ehrlich, ohne Praxis, fällt einen doch die Theorie schwerer in die Praxis um zusetzen. Außerdem woher soll ich den Wissen, auf ich die Fachpflege für Beatmung machen möchte, wenn ich nicht weiß, auf mir die praktische Arbeit am Beatmungspatienten liegt?? Immerhin lernt man so nebenbei 2 Jahre dafür.

Ich weiß bis heute noch nicht alles, habe bis heute noch nicht alles gemacht (TK wechseln z.Bsp.), ich lerne jeden Tag aufs neue dazu, meine Kollegen unterstützen mich voll und ganz.

Wenn ich dann ab April 2012 nur noch auf der Beatmungsstation eingesetzt werde, werde ich auf alle Fälle meine Fachweiterbildung machen.

Seit mal alle ehrlich, das fängt doch schon an, wenn eine Schwester, die jahrelang auf der Inneren gearbeitet hat, plötzlich auf eine chirurgische Station arbeitet. Die Schwester fängt auch bei null an. SOllte man deswegen nicht mehr die Fachrichtung wechseln dürfen, wenn man kein Fachwissen hat????
Ich finde es viel schlimmer, wenn man keine Ahnung vom Fach hat und nicht weiß wo seine Kompetenz aufhört, aber so tut als wäre man das Genie schlecht hin.
Lieber stelle ich Fragen, wenn ich etwas nicht weiß und versuche meine Wissenslücke zuschließen, nicht nur theroretisch auch paraktisch
 
Danke Anne du sprichst mir aus der Seele. Es ist hier noch keine mit super Wissen geboren. Hier mußten sich alle das Fachwissen an eignen und viel lernen und das meiste lernt man aus Erfahrung der jenigen die es schon jahre lang tun. Es wird immer etwas geben was man selbst nicht weiß und dieses hinterfragen muß . ich habe auf jedenfall eine Menge gelernt und meine Wissbegierde ist noch nicht erschöpft. Für mich ist das Arbeiten mit den Patienten mein Leben. Und so lange ich noch fröhlich meine 2 bis 3 stunden fahrt mit guter Laune auf mich nehme um dann meinen 12 Stunden Dienst zutätigen und ich dann mit guten Gewissen alles für den Patienten getan zuhaben wieder nach Hause fahre, weiß ich das ich mit freude Arbeite.

Es sollte sich jeder vor Augen halten das er nicht als Einstein geboren wurde sondern das er viel Lernen mußte auch aus Fehlern die er begangen hat.
 
feli übrigens sind es von calvörde bis mainz 427 km eine strecke ich arbeite im schnitt 220 bis 240 std a 12 std. habe so schon wenig zeit für meinen Mann. Soweit zufahren auf meine Kosten, muß ich dir sagen dafür habe ich einfach nicht die Zeit . Obwohl ich das eine Tolle Sache finde.

Außerdem wenn du die komplette Schulung über 2 Tage machen würdest, dann müßtest du z.b am 12.12 und 19.12 hinfahren das heißt ich würde 1708 km verfahren +378 Euro die Kurspreise. Allerdings könnte man auch mal mit dem Chef wegen einem Zuschuss sprechen weil ich denke das es ja in seinem Sinne ist. nun ja der Termin am 12.12 ist ja eh hinfällig und ohne den ersten teil brauche ich den Zweiten nicht machen.
 
Manche AG`s übernehmen die Kosten und die Kurszeit als Arbeitszeit.:D Ist schließlich auch im Sinne des AG`s, wenn die Angestellten sich fortbilden.

Es ist sehr beeindruckend zu sehen, was man an einem Beatmungspat. alles "kaputt machen" kann (am Simulator natürlich). Herumprobieren am echten Pat. sollte man jedenfalls vermeiden...
 
der patient ist ja auch kein versuch kaninchen. Und rum experimentieren dürfen wir eh nicht und würde ich nie tun. weil nochmals einstellungen an den Beatmungsgeräten dürfen nur die Ärzte in der Klinik und nicht wir. Wir lesen std lediglich die Einstellung ab und tragen sie ein. O2 gabe am O2 Konzentrator und Am Oxymeter Sättigung und Puls. Und die normalen VZ sowie Auskultation Lunge und Abdome Verhalten. RR und Temp. Lagerungen. Wie das Sekret Aussieht was wie Endotracheal, Subglotisch oder Oral/nasal Absaugen. also der normale werdegang wie im KH. Wir wechseln einmal die Woche TK. us
 
Manchmal muss man auch sehr hartnäckig gegenüber dem AG sein, wenn man seine Weiterbildung haben möchte. Notfalls opfere ich auch etwas von meinen Urlaub (was ich sicherlich nächtes Jahr tun werde). Mein Mann steht mir zu Seiter und über nihmt liebend gern den Dienst an unserer Tochter (18 Monate).
Wie Feli so schön treffend geschrieben hat:" Es wird immer etwas geben was man selbst nicht weiß und dieses hinterfragen muß . ich habe auf jedenfall eine Menge gelernt und meine Wissbegierde ist noch nicht erschöpft."
Genauso empfinde ich das auch.
 

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