Einsatz von Pflegehelfern im Krankenhaus

lucia1

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Ich bin seit zwei Jahren in der Altenpflege als Pflegehelferin tätig, ich möchte gerne auf einer klinischen Station arbeiten. Habe nur einen sechs - Wochenkurs.

Meine Frage an Euch, wie stehen meine Chancen in den klinischen Bereich zu kommen?

Vielen Dank
 
In den Krankenhäusern, die ich näher kenne, kämst Du höchstens in den Servicebereich (sprich: teilst Essen aus und sammelst schmutzige Tabletts ein) oder zum Patiententransportdienst (sprich: fährst Patienten im Bett oder Rollstuhl zu Untersuchungen und wieder zurück).

Es mag aber schon einige wenige Krankenhäuser in Deutschland geben, die Pflegehelferinnen beschäftigen. Ruf doch einfach mal bei den PDLs in Deiner Umgebung an und frag nach.
 
Danke, dass ist ein guter Ansatz in einigen Krankenhäusern nachzufragen, wie oder ob überhaupt Bedarf besteht.
Gibt es denn Erfahrungen mit Pflegehelfern im klinischen Bereich?
 
bei uns auf station arbeiten insgesamt 4 KPH's.
Die arbeiten, wie wir auch, in der Pflege mit
Für den Servicebereich haben wir extra eine Kraft.
 
@diamra:
lucia ist aber keine KPH!
 
Das Problem, daß es bei uns gäbe besteht darin, daß "Köpfe" gezählt werden.

Dh jede Kraft wird mit einer vollen Planstelle berechnet, egal wie sie ausgebildet ist.

Daraus ergäbe sich bei einen Stellenplan von 12, 5 "Köpfen", daß wir Stellen mit Helfern besetzen, die nicht alleine arbeiten dürfen, die keinen Nachtdienst machen können, usw.

Das ist also bei uns als Personal nicht so gerne gesehen.
Wenn man für eine Planstellen 3 Helfer angerechnet bekäme, dann könnte man wieder ordentlich planen. Aber mit dem System ist das leider unmöglich, weil man die Schichten dann nicht mehr mit vollexaminierten Kräften besetzen kann. Selbst bei Krankenpflegehelfern ergibt sich daraus schon ein Problem.

Keine examinierte Kraft kann dann zb. mehr an Grippe erkranken und ausfallen, weil die Abteilung dann nicht mehr besetzt werden kann, wenn die Planstellen nicht so besetzt sind, daß ALLE voll einsetzbar sind und auch alleine arbeiten dürfen.

Sicherlich gäbe es Aufgaben für die Helfer, aber solange die als volle Kraft angerechnet werden, bringen sie der Station leider nur Nachteile.

Arbeit wäre wohl sicherlich da, aber bezahlen möchte das keiner zusätzlich.
Da hakt es auch bei den Plänen der Politiker "ungelernte Pflegekräfte" nach 10 Jahren anzuerkennen.

Das ist ja ganz nett, die Idee, aber bei der Stellenplanberechnung in den Kliniken nicht unbedingt praxisnah.


Allerliebste Grüße Fearn
 
hi,

Ich stimme da Claudia vollkommen zu. Du wirst dort nicht großartige Aufgaben bekommen, wenn du verstehst was ich meine. Wie alt bist du denn?? Vill kannst du noch eine Ausbildung machen ??
 
Fearns Aussagen beziehen sich aber nur auf ihre Klinik, nicht generell.

Bei uns gäbe es das Problem nicht. Wir haben auch ein, zwei Pflegehelfer auf den Stationen, werden dort variabel eingesetzt.

Auch am Patienten!

Die Möglichkeit gibt es also.
 
ich bin etwas verwirrt?
wo ist der unterschied zwischen KPH und pflegehelfer?
 
KPH ist eine 1jährige Berufsausbildung mit Prüfung und eine geschützte Berufsbezeichnung, gesetzlich geregelt.

Pflegehelfer irgend ein Kurs irgendeines Anbieters von meist 6 Wochen, nicht zwingend mit Prüfung.
 
Ein Krankenpflegehelfer hat eine ein- bis zweijährige Ausbildung samt praktischer und mündlicher Prüfung hinter sich. Ein Pflegehelfer muss gar keine pflegerische Ausbildung haben; der Lehrgang von lucia1 umfasste sechs Wochen. Das ist schon ein Unterschied.
 
@ Maniac-
Das ist richtig , bezieht sich nur auf einen bestimmten Klinikkonzern. ( leider als Trend.)
Ich hätte das sicherlich gerne wieder anders.

Als ich mit der Krankenpflege begann, war es üblich vollexaminiertes Personal, einjährige Krankenpfleger und auch Pflegehelfer mit 6 Wochen -Kurs, sowie Stationshilfen zu haben.

Das war recht angenehm und sehr positiv und ich habe mit vielen von den Helfern wirklich sehr gerne gearbeitet. ( nicht das jemand meint, ich könnte die Sache an sich als negativ empfinden, sie ist nur mit der Stellenplanberechnung dieses Konzerns nicht vereinbar.)

Wenn man sich die Lohnstreifen ansah, dann waren da damals höchstens 200-300 DM Unterschied zwischen den **** und Helfern, was sicherlich auf die Dauer zu teuer war, für eine eingeschränkte Einsetzbarkeit.

Liebe Grüße Fearn
 
Zunächst vielen Dank für die Anregungen. Zu meiner Person, ich bin 40 Jahre alt und ausgebildete Diätassistentin. Ich habe bis vor zwei Jahren in meinem Beruf gearbeitet, erst in der klinischen Diätetetik und dann im Ernährungsteam einer chirurgischen Abteilung, leider war diese Stelle drittmittelfinanziert, sodass diese Stelle gekürzt wurde. Für mich stand nun die Frage, was machst du? Stellen dieses Berufes sind sehr rar, aber es war auch meine Chance den Sprung in die Pflege zu machen, was ich immer wollte.
Unbedingt möchte ich die dreijährige Ausbildung machen, aber finanziell mit Familie ist es ein grober Einstrich, daher war meine Frage an Euch so gestellt.

Ich möchte nicht mehr in meinem alten Beruf zurückkehren, da ich mich voll und ganz in der Pflege sehe.
 
Dann könntest Du ja versuchen, z.B. im Servicebereich unterzukommen, auf diese Art schon einen Fuß in der Tür zu haben, und Dich dann für den nächsten Ausbildungsstart zu bewerben. Denn für den Beginn im Herbst bist Du schon recht knapp dran.

Wenn Du schon im Haus arbeitest, kennst Du die Gegebenheiten, das Personal kennt Dich und wenn Du einen guten Eindruck hinterlässt, wird Dir das in der Bewerbung zu Gute kommen.

Dein finanzielles Problem wird dadurch zugegebermaßen nicht gelöst.
 
Hallo Lucia,

habe erst heut deinen beitrag hier gelesen. Ist zwar schon wieder ein Stück her, aber vielleicht nützt es dir doch noch.
Zu mir:
Ich arbeite seit 2 jahren auch im Krankenhaus auf einer kardiologischen und neurologischen Station als Pflegehelferin.
Habe im jahr 2000 auch "nur" einen Pflegehelferkurs gemacht. Einige jahre in Pflegeheimen gearbeitet und den Sprung geschafft ins Krankenhaus.
Anfangs war es echt heftig, weil man geschickt wird,zum Infusionen abstöpseln, ect. ohne zu erklärt zu bekommen , wie, warum, wozu,ect.....
Aber man lernt ja dazu.Und nen Mund zum Fragen hat ich auch.
Inzwischen mache ich die gleichen Aufgaben, wie eine Fachkraft, außer Tabletten stellen und Infusionen anhängen, Visite mitgehen+Visite ausarbeiten.
Ich arbeite Früh,Spät und Nachtdienste.
Zu tun gibts immer genug für eine Pflegehilfskraft:
Vitalzeichenkontrolle, Pat. Grundpflegerisch versorgen, Betten machen, Essen eingeben, Infusionen richten ( wo natürlich die ersten male eine Fachkraft nachkontrolliert), Pat. zu Untersuchungen fahren, Station allgemein aufräümen, Lagerbestellungen,Kurvenführung,ect.
Im Nachtdienst sind wir zu zweit und während die Fachkraft Tabletten stellt, geh ich auf Glocken, lagern, und so.
In der heutigen Zeit, wo Fachkräftemangel besteht, ist unser Krankenhaus froh, um eine Pflegehilfskraft.
Gruß mietzedatze80
 

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