News Demonstration gegen Pflegekammer

Da bin ich mal gespannt wieviel Gegner sich aufraffen können, ich würde hingehen. Aber leider wohne ich zu weit weg!
 
Tja, genau wegen solchen Aktionen und diversen Stellungnahmen bin ich nach 30 Jahren bei Verdi ausgetreten.
Ausserdem ist es spannend zu sehen welche Energie all die Kollegen, die Jahrzehnte eher phlegmatisch ein wenig gestöhnt haben, nun in die Selbstzerfleischung der berufspolitischen Entwicklung der Pflege legen können ;-) Und was hat sie aufgeweckt, das Geld , bei mir übrigens 15,66 Euro / Monat. Ist auch noch absetzbar, meine ich zumindest.

Das habe ich sonst in 3 Tagen verraucht, kostet mich mein Jobrad, Netflix liegt auch in dem Bereich, Essen gehe ich dafür nicht, Kino ist heute auch schon teurer!
 
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Tja, genau wegen solchen Aktionen und diversen Stellungnahmen bin ich nach 30 Jahren bei Verdi ausgetreten.
Ausserdem ist es spannend zu sehen welche Energie all die Kollegen, die Jahrzehnte eher phlegmatisch ein wenig gestöhnt haben, nun in die Selbstzerfleischung der berufspolitischen Entwicklung der Pflege legen können ;) Und was hat sie aufgeweckt, das Geld , bei mir übrigens 15,66 Euro / Monat. Ist auch noch absetzbar, meine ich zumindest.

Das habe ich sonst in 3 Tagen verraucht, kostet mich mein Jobrad, Netflix liegt auch in dem Bereich, Essen gehe ich dafür nicht, Kino ist heute auch schon teurer!

Da entscheide ich aber selbst ob ich das Geld ausgeben will! Das Geld ist mir persönlich doch schnuppe, da kommt’s mir persönlich nicht drauf an. Andere haben es vielleicht nicht so dicke, für die ist es schon relevant.

Die verpflichtenden Fortbildungen werden die Pflegekräfte selbst bezahlen und eine der gegründeten neuen Kammern spricht schon von einer Haftpflichtversicherung die die Kammermitglieder abschließen sollen. Davon war vorher nie die Rede...

Und bitte jetzt nicht wieder das übliche Gegnerbashing, ich bin seit meinem Examen vor mehr als 30 Jahren berufspolitisch aktiv und nicht erst jetzt werden 15€ aufgewacht....
 
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Ich weiß ja nicht ob eure Arbeitgeber die Fortbildungen zahlen und dafür freistellen. Ich kenne keinen der das in meiner Gegend tut. Ich habe jedenfalls viele Tausende DM und auch € in den letzten 30 Jahren investiert, weil die Arbeitgeber nichts oder nur geringfügig dazu gaben. Wenn jetzt die Fortbildungen verpflichtend sind wird es sicher nicht besser. Hier müssen gesetzliche Regelungen her, das müsste könnte die Kammer regeln, scheint aber nicht vorgesehen, habe auf jeden Fall noch nirgends gelesen dass das auf der Agenda steht....
 
@ludmilla
„Und bitte jetzt nicht wieder das übliche Gegnerbashing“

Bitte jetzt nicht wieder das übliche Kammerbashing. :wink1:
 
Lieber Martin, tue ich nicht! Ich habe damit nur auf den Beitrag von Dirk reagiert wo angedeutet wird, dass manche pflegende sich jahrelang zurückgelehnt haben und jetzt gegen die Kammer sind.

@all
Zu den Fortbildungen: wenn eine Fortbildungspflicht eine eingeführt wird, muss man auch klären wer das finanziert! Diese Frage beantwortet niemand. Da muss doch nicht offiziell festgelegt werden, das die Pflegekräfte das tun müssen. Wenn nicht festgelegt wird, dass die AG dies gewährleisten müssen, wird dies an den Pflegenden hängenbleiben!

Haftpflichtversicherung: ich habe diese Info in einem anderen Forum gefunden
Die Info steht im Gegensatz zur Info der Pflegekammer RLP, aber warum werden die Entwürfe nicht veröffentlicht um sie zu diskutieren....?

 
Zuletzt bearbeitet:
Lieber Martin, tue ich nicht! Ich habe damit nur auf den Beitrag von Dirk reagiert wo angedeutet wird, dass manche pflegende sich jahrelang zurückgelehnt haben und jetzt gegen die Kammer sind.
Ich glaube aber nicht, daß er damit Dich persönlich gemeint hat! :-)
Wenn man Deine Beiträge hier verfolgt, wird klar, daß Du sicherlich nicht auf dem gleichen Stand verharrt bist, sondern Dich konsequent fort- und weitergebildet hast.
Denke mal, daß sein Vorwurf an die Masse der gleichgültigen Pflegenden geht, welche seit (gefühlt) Jahrzehnten ihren üblichen Stiefel vor sich hinwurschteln und jetzt empört sind, daß die Entwicklung inzwischen weitergegangen ist.
Haftpflichtversicherung: ich habe diese Info in einem anderen Forum gefunden
Die Info steht im Gegensatz zur Info der Pflegekammer RLP, aber warum werden die Entwürfe nicht veröffentlicht um sie zu diskutieren....?
Nun ja. :wink:
Dazu muß man sich mal ansehen, wer genau der bffk ist:

"Übersicht über wesentliche Ereignisse/Erfolge des ersten Halbjahres 2019
Bundesweit unterstützt der bffk hunderte von Widerspruchs- und Klageverfahren. Allein im ersten Halbjahr 2019 konnten solche Verfahren ganz oder teilweise erfolgreich hinsichtlich der HWK Flensburg, der IHK Nordwestfalen, der IHK Arnsberg, der HWK Mannheim, der IHK Chemnitz, der IHK Nürnberg, der IHK Dortmund und der IHK Essen beendet werden. Das Bundesverwaltungsgericht wird sich erneut mit dem Thema der rechtswidrigen Vermögensbildung in den Kammern beschäftigen müssen. Im Hinblick darauf wurden bundesweit viele der anhängigen Verfahren zunächst zum Ruhen gebracht. Auch das Thema „Pflegekammer“ hat den Verband im ersten Halbjahr 2019 sehr in Anspruch genommen. Der bffk ist zu einem gefragten Partner des Widerstandes gegen die Pflegekammer geworden."


Siehe: https://www.bffk.de/files/rundbrief_jul19.pdf

Der bffk ist also generell und per se erklärter Gegner ALLER Kammern.
Daß die natürlich alles nicht so gut finden, was z. B. die Pflegekammer RLP so macht, ist irgendwo klar. :wink1:
Ein Tip noch:
Klicke doch mal bitte auf die Links in Deinem Link vom bffk... Du wirst Dich wundern. :D
Ich persönlich sehe das Verbot (bzw. die drastische Einschränkung) von Leiharbeit in der Pflege ja auch sehr kritisch.
Aber, und das muß man der Pflegekammer RLP zugute halten: Sie sehen die wahren Ursachen (im Gegensatz zu Politikern oder AG-Vertretern, die nur möglichst die Kosten drücken wollen):

"Oft sind prekäre Arbeitsbedingungen die Ursache von Leiharbeit, so wie auch in der beruflichen Pflege. Genau hier müssen wir ansetzen, indem wir die Personalausstattung drastisch erhöhen und bedarfsgerechte Personalbemessungsinstrumente entwickeln. (...) Dagegen wäre den betroffenen Parteien mit einem Schlag geholfen, wenn durch eine zielgerichtete Ursachenbekämpfung die Notwendigkeit der Leiharbeit auf ein Minimum schrumpfen würde. Die Landespflegekammer hat schon mehrfach auf die wichtige Rolle von Arbeitgebern und Gewerkschaften zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen hingewiesen. Beide Seiten sind mit verantwortlich für die jetzige Situation“, fügt Mai hinzu."
 
Naja, auch wenn der bffk genereller Gegner von Kammern ist, darf er dennoch Kritik üben! Es muss doch erlaubt sein, dass auch die Gegner negative Entwicklungen aufzeigen. Dass die Kammer sich selbst in ihrer Vorgehensweise gut findet, versteht sich ja auch von selbst!
 
Klar darf jeder Kritik üben, muß sich aber trotzdem die Frage nach seinem Hintergrund stellen lassen. Dieser ist nämlich oftmals sehr erhellend.

Und nochmal der Hinweis auf die (fehlenden) Links auf der bffk-Seite. Ich möchte es daher noch etwas deutlicher ausdrücken:
Ich halte die Behauptungen des bffk für frei erfunden, neudeutsch sagt man auch „Fake News“ dazu.
Kannst es auch Lügen nennen. 8-)
 
Aha, und weil die Pflegekammer auf ihrer Seite schreibt dass sie die Pflegenden kostenlos Haftpflicht versichert ist das per se glaubhaft.
Ich kann das derzeit nicht überprüfen, Du aber auch nicht. Hier den Gegnern zu unterstellen zu lügen ist schon etwas weit aus dem Fenster gelegt in meinen Augen.

Die Kammer könnte doch die geplante Berufeordnung Im Sinne der Transparenz zur Diskussion stellen, tut sie aber nicht! Damit könnte sie die Vorwürfe doch ganz einfach entkräften.
 
Aha, und weil die Pflegekammer auf ihrer Seite schreibt dass sie die Pflegenden kostenlos Haftpflicht versichert ist das per se glaubhaft.
Ich kann das derzeit nicht überprüfen, Du aber auch nicht. Hier den Gegnern zu unterstellen zu lügen ist schon etwas weit aus dem Fenster gelegt in meinen Augen.
Was ist denn jetzt bitte an dem, was ich schrieb, nicht zu verstehen?? :roll:
Noch mal langsam und zum mitmeißeln:
Der bffk hatte auf der von Dir verlinkten Seite sehr heftige Vorwürfe gegen die Kammer erhoben:

"Ganz anders die Pflegekammer in Rheinland-Pfalz. Dort kursieren Entwürfe schon geraume Zeit. Einem bffk-Mitglied, der im Besitz eines solchen Entwurfes ist, wurde mit einer Anzeige gedroht, falls dieser Entwurf veröffentlicht werden sollte. Das ist die Vorstellung, die die Pflegekammer Rheinland-Pfalz von einer partizipativen Erarbeitung einer solchen Berufsordnung pflegt."

Es wird suggeriert, daß dem bffk bzw. seinem Mitglied ein solcher Entwurf vorläge; um den Behauptungen wohl mehr Gewicht zu verleihen, wird so getan, als verlinke man den angeblichen "Entwurf":


Ja und?? Wo ist denn nun der Entwurf? Ich seh nur eine angebliche "Überschrift". Sowas kann ich mir auch schnell selbst basteln.
Behaupten kann man immer vieles, belegen muß man es können.


Eins noch dazu:
Wenn jemand so eine ungeheuerliche Behauptung aufstellt, dann muß er sie auch vernünftig belegen können; nicht jedoch der Beschuldigte widerlegen.
Erinnert sehr an die abstrusen Verschwörungstheorien von gewisser Seite: Wir hatten Besuch von Ufos, aber die Regierung vertuscht das Ganze. Oder sie plant eine Umvolkung (großer Bevölkerungsaustausch). :mrgreen:
Sorry, wenn ich sowas behaupte, dann muß ich das auch zweifelsfrei beweisen können. Und nicht der Beschuldigte (in dem Fall "die Regierung") muß beweisen, daß es nicht so ist. Denn wie könnte er dies auch tun? Er kann nicht nichts als Beweis vorlegen.


Wenn Du diese Argumentation nicht verstehst, kann ich Dir auch nicht mehr helfen.
 
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Hallo liebe Kollegen,
vielleicht kann sich der eine oder die andere noch an die Diskussion mit dem Titel "Pflegekammer in Bayern- größte ideelle Aufwertung" hier im Forum erinnern. Es ging bereits damals zum Thema hoch her und ich stelle fest, daß wir Kritiker durchaus den Finger auf der Wunde hatten. Das mit der größten ideellen Aufwertung war wohl nichts... Wäre eine Demo in meiner Nähe, würde ich mitgehen.
 
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Tja :

Wikipedia

Seit über 100 Jahren fordern Pflegende die Selbstverwaltung ihres Berufes. Schon Agnes Karll definierte 1903 auf der Gründungsversammlung der Berufsorganisation der Krankenpflegerinnen Deutschlands (B.O.K.D.) erstmals das Selbstverständnis des pflegerischen Berufes:

„Wir, die als selbstständige, selbstverantwortliche Menschen dem Leben gegenüberstehen, sind selbst schuldig, wenn wir nicht die rechtlichen Wege suchen und bahnen helfen, um fähig für unsere Lebensaufgabe zu werden. Wer soll denn unseren Beruf aufbauen, wenn wir es nicht selbst tun.“
– Agnes Karll

-mitte der 80íger
-1995
-2014 Reihnland-Pfalz

-2015 Schleswig Holstein
-2016 NDS
... 13 ach ja da war noch was mit Bayern also 12 to go ;)
... Bundesebene ?

2020 - squaw : "Das mit der größten ideellen Aufwertung war wohl nichts... Wäre eine Demo in meiner Nähe, würde ich mitgehen."


Tja - nimmt man nur den Zeitraum in dem Ich mit dem Thema Kontakt habe (seit 1989), also 31 Jahre versuch die Selbstverwaltung zu erreichen. Melde dich noch mal in 20 Jahren, dann kann man zurück schauen. Schaut man sich die Entwicklung an sind wir ja noch im Zeitplan :freakjoint::rocken:
 
Das erste Ziel der Pflegekammer ist eine sachgerechte Pflege der Menschen in unserem Land zu gewährleisten! Die Selbstverwaltung der Pflegenden wird sich diesem Ziel unterordnen.... müssen! So weit so gut! Ich werde nie verstehen, warum es ausschließlich Aufgabe der Pflegenden sein soll, dies zu finanzieren. Es muss im Interesse der gesamten Bevölkerung sein und auch durch alle finanziert werden!
Mir persönlich geht es nicht um die paar €, mir geht es um den Zwang und die vermessene Aussage, dass man meine Interessen vertritt. Wie soll das gehen, wenn man mich zwingt
Wir leben in einem freien Land und ich möchte zu dieser Selbstverwaltung nicht gezwungen werden.
 
Ich auch!
In der Zwischenzeit werde ich in den Pflegeforen meine Meinung gegen die Pflegekammer immer wieder äußern!
Ich glaube, Du warst damals schon dabei und Du läßt nicht locker- Chapeau!
Auch ich begreife nicht, wieso wir ohne private Vorteile wie sie andere Kammern ihren Mitgliedern bieten, hinein gezwungen werden und wieso wir selber für hochqualitative Pflege zahlen sollen. Ud sowas wird als Berufsförderung angesehen... Ganz im Gegenteil. Das schreckt ab.
 
Zuletzt bearbeitet:
Tja - nimmt man nur den Zeitraum in dem Ich mit dem Thema Kontakt habe (seit 1989), also 31 Jahre versuch die Selbstverwaltung zu erreichen. Melde dich noch mal in 20 Jahren, dann kann man zurück schauen. Schaut man sich die Entwicklung an sind wir ja noch im Zeitplan

Welcher Zeitplan??? Anfang der 90iger haben wir gestreikt und damals einiges erreicht. Das ist allerdings alles sukzessive wieder verschwunden. Warum? Weil sich die Pflege um alles kümmert, nur nicht um die eigenen Angelegenheiten. Ein Generalstreik und schon würde man merken, was Pflege ist. Wäre der mit einer Kammer zu machen?
Und Du redest von weiteren 20 Jahren...
Und: Solange sich Menschen finden, die für einen Appel und ein Ei pflegen, wird sich nicht viel ändern.