Buch: "Abgezockt und Totgepflegt"

Dieses Thema im Forum "Literatur und Lehrbücher" wurde erstellt von Traumtänzerin, 02.04.2006.

  1. Traumtänzerin

    Traumtänzerin Senior-Mitglied

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    Hi Leute,

    mich würde mal interessieren, wer dieses Buch kennt und was eure Meinung dazu ist!



    Gruß

    ~*Traumtänzerin*~:spopkorns:
     
  2. Bruce

    Bruce Junior-Mitglied

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    Das Buch kenne ich nicht, aber der Titel sagt ja schon alles. Wird wahrscheinlich um die drei (schlechten) "S" der Krankenpflege (sauber, satt, sediert) abhandeln. Schwarze Schafe und Missstände werden aufgeführt (gut so) und die "guten" in der Pflege nicht weiter erwähnt (schade). Kennen wir doch schon. Missstände und schwarze Schafe müssen allerdings auch genannt werden um Schlimmes zu verhindern.
     
  3. Suprarenina

    Suprarenina Stammgast

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    Hi,

    ich habe es vor längerer Zeit gelesen. Manches hat mich nicht überrascht, es entsprach genau dem, was ich mir vorgestellt habe.

    Bei manchem war ich auch sehr geschockt. Für mich ist klar: Meine Eltern kommen in kein Altenheim.

    Da ich in einer Notaufnahme arbeite sehe ich viele Bewohner die aus einem Altenheim eingeliefert werden und deren Allgemeinzustand und Ernährungszustand läßt doch teilweise sehr zu wünschen übrig.

    Mal abgesehen von der Einweisungsdiagnose.

    Wir machen von allen Auffälligkeiten Polaroid Fotos.

    Es ist einfach nur skandalös.
     
  4. Bruce

    Bruce Junior-Mitglied

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    Ja, die Einweisungsdiagnosen sind manchmal schon sehr verwunderlich. Besonders an Ostern, Pfingsten, Weihnachten, ... Schon sehr traurig. Ich würde meine Eltern auch nur ungerne in ein Pflegeheim/Altenheim "abgeben". Wenn es beruflich allerdings nicht geht, werde ich es wohl tun müssen. Allerdings würde ich das entsprechende Heim gründlich überprüfen. Nicht jedes Heim ist schlecht.
     
  5. Suprarenina

    Suprarenina Stammgast

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    Die guten zu finden ist aber auch schwierig... leider. Aber ich denke ich habe da noch ein bisserl Zeit mir darüber Gedanken zu machen.

    Ich habe nie in einem Altenheim gearbeitet und möchte hier niemanden einen Vorwurf machen. Dennoch ärgere ich mich täglich über den Zustand der Leute.

    Und nur mal so am Rande:
    Es gibt auch Bewohner, die mehr mitbekommen als manch einer denkt.
     
  6. Bruce

    Bruce Junior-Mitglied

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    Zum Glück muss ich mich mit solchen Gedanken auch noch nicht befassen. Mit Sicherheit ist es schwierig ein gutes Heim zu finden. Meine Mutter hat selbst einmal in einem Altenheim gearbeitet. Das Personal war absolut unterqualifiziert. Daß es dann zu Missständen kam/kommt, stand ja quasi schon im Katalog. Das Personal war total überarbeitet, unterbezahlt und überfordert. Meine Mutter hat es dort auch nicht sehr lange ausgehalten. Später war sie im selbigen Heim beim betreuten Wohnen tätig. Vom Arbeitspensum war es zwar nicht anders, die Pflege war dafür allerdings nicht ganz so aufwendig. Den Patienten ging es auch an sich nicht schlecht.
     
  7. Ogni

    Ogni Junior-Mitglied

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    abgepflegt und totgezockt

    Hallo!
    Mal zurück zum Buch!

    Habe es gelesen und es hat mich nachdenklich gemacht.
    Interessant ist es insofern, dass es sowohl positive als auch negative Erlebnisse schildert (bitte erst Buch lesen, dann Meinung äußern!!!).

    Es zeigt auch, wie schnell man desillusioniert bis hin zum Burn-Out. Alles wichtige Themen in der Pflege!

    Es zeigt auch, was passiert, wenn die examinierten Kräfte ihre Helfer nicht vernünftig einarbeiten, informieren usw.

    Ergo: Es steht nichts drin, was wir nicht alle schon wissen, aber es sollte Pflichtlektüre für diejenigen werden, die sich für Management oder Ausbildung engagieren und bestimmt schon lange vergessen haben, wie es unten (und damit meine ich AM PATIENTEN) aussieht...
     
  8. spielemann

    spielemann Senior-Mitglied

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    Hallo,
    ich denke es sollte Pflichtlektüre für unsere Politiker werden. Und wenn sie dann nichts ändern, sollten diese immer im ersten Heim untergebracht werden was auf dem Arbeitsamt als erstes in der Liste angeführt ist.
    Sie dürfen sich kein anderes aussuchen.
    Grüsse
    Axel
     
  9. Marvi

    Marvi Newbie

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    Hi,
    habe gerade die PDL-Weiterbildung abgeschlossen, und das Buch wurde uns fast am Ende empfohlen.
    Ich habe es gelesen und ich denke, es wird schwierig Sachen zu ändern die schon sehr befestigt sind.
    Vielleicht durch die Erweiterung und Implementierung von Ideen wie "Haus der Generationen", sich vieles in Deutschland ändern wurde.
    Nur wir sind in der Macht solche Missstände zu unterbinden, und wir brauchen nur ein bisschen mit zu beweisen.

    "Baum der krumm wächst wird nicht mehr gerade!"
     
  10. Traumtänzerin

    Traumtänzerin Senior-Mitglied

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    ich bin auch der meinung, dass die politiker dieses buch mal lesen sollten. ich habe auch 10 monate in einem altenpflegeheim gearbeitet und danach dieses buch durch zufall gelesen und ich war echt schockiert. nicht jedes heim ist so, ich habe es ja mitbekommen, aber wenn ich sowas lese von wegen frau xy liegt seit tagen ungewaschen in ihren eigenen fäkalien und hat dekubitis³ , würde ich meine eltern auch niemals in ein heim schicken. ... ich warte noch darauf, dass wir alle mehr personal bekämen. bei uns kam es auch schon vor das wir zu 2. 20 personen waschen und betreuen mussten und wir, bis der spätdienst um 14 uhr kam, noch nicht fertig waren. der alltägliche wahnsinn... und als ich noch dort fsj gemacht habe, hatte ich auch so nette dienste: früh - spät- früh - spät und das 14 tage durchgehend...:angry:
     
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