Und wie beschrieben ist das nicht das Problem des Arbeitgebers.
Das ist selbstverständlich das Problem des AG.
Natürlich sind das nicht die Einzigen, die die derzeitige Lage verursacht haben; aber sie trugen (und tragen immer noch!) daran entscheidenden Anteil.
Und die Tatsache, daß hier plötzlich an Leiharbeiter bzw. deren Firmen immense Summen (verglichen zum "normalen" Gehalt eines Festangestellten) gezahlt werden können, beweist doch eindeutig, daß das Geld ganz offensichtlich "im System" ist.
Aber das Geld ist nicht das einzige Problem bzw. die einzige Motivation, in der Zeitarbeit zu arbeiten. Auch eine vernünftig planbare Freizeit ist ein gewichtiges Argument. Auch hier dürfen sich etliche AG gern mal an die eigene Nase fassen, wenn es um Ursachen geht.
Der Arbeitgeber kann nicht gewinnen weil es zu wenig Personal gibt
Auch daran sind zu einem gut Teil die Arbeitgeber mitschuld.
Es liegt einzig und allein am System
Nein.
und an Kollegen denen die Vorteile der Zeitarbeitsfirmen überwiegen, auf dem Rücken der Festangestellten.
Ich finde es absolut daneben, jetzt den in der Zeitarbeit tätigen Kollegen den schwarzen Peter zuzuschieben.
Was ich momentan mit Sorge beobachte, daß man nun seitens der Politik zwanghaft versucht, einige der eher exotischen Nischen in der Pflegelandschaft (das ist neben der Zeitarbeit auch aktuell meine Branche, die ambulante Intensivpflege) regelrecht zu vernichten. Das waren Nischen, in denen Pflegekräfte in der z. Z. allgemein vorherrschenden Hölle noch akzeptable Arbeitsbedingungen zu ihren Gunsten vorfanden. Und die AG stehen applaudierend daneben, weil man so offenbar hofft, wieder Pflegekräfte in die regulären (klassischen) Betätigungsfelder zurückzuzwingen.
Ich glaube aber, daß der Schuß eher nach hinten losgehen wird und diese Pflegekräfte dann der Pflege eher endgültig den Rücken kehren werden.
Im übrigen beweisen alle diese Vorgänge einmal mehr, daß in unserem Gesundheitssystem keinerlei freier wirtschaftlicher Wettbewerb herrscht, sondern alles nur "Pseudo" ist. Denn wäre es anders, dann müßten beim seit Jahren herrschenden Pflegenotstand längst die Löhne durch die Decke gehen und Pflegekräfte hofiert werden wie die Fürsten. Davon kann aber noch nicht mal im Ansatz die Rede sein, wenn man sich mal anschaut, wie wir immer noch behandelt werden und daß PflegeFACHkräfte immer noch mit 13 oder 14 € Stundenlohn abgespeist werden!
