News Uniklinik Düsseldorf: Neues Schichtmodell vor dem Kadi

Klar das die Klinkleitung auf Dringlichkeit pocht. 12 freie Tage weniger im Jahr als Entlastung der MA zu verkaufen ist ja echt ....... Die Arbeitsbedingungen ändern sich doch nicht nur weil ich die MA kürzer am Tag+ dafür länger am Stück arbeiten lass!
So kann man auch gegen den Fachkräftemangel angehen, das vorhandene (noch) Personal wertschätzen und im Beruf halten.
Wie stehen denn die Beschäftigten dazu?
 
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Die Beschäftigten lehnen es ab. Deswegen ging das auch durch die Presse.
 
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7,7 Std ist doch absoluter Standard. Man erreicht damit innerhalb von 5 Tagen seinen Soll.
Wahrscheinlich war es intern nicht gut kommuniziert und die MA hatten sich zu sehr an die "langen" Arbeitstage gewöhnt.

Das UKD hat insgesamt eine - positiv gemeint! - sehr streikfreudige Belegschaft, mal schauen was da geht.

@seebär die 12 freien Tage sind nicht weg, dafür kommen ja alle jeden anderen Arbeitstag im Jahr ne halbe Stunde eher raus aus der Klinik! Das kann jetzt jede Seite für sich instrumentalisieren.
 
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@Toolkit

So ist es, dachte wir hätten die Diskussion schon mal gehabt, aber wahrscheinlich hatte ich das auf Facebook oder so :)

Die neuen Schichten sind ganz normale 5-Tage-Woche Dienste. Da nun mal Fachkraftmangel herrscht, finde ich es legitim hier auf das Normalmaß zu gehen und bin froh, dass es 2x bestätigt wurde.
 
Ich arbeite ganz extrem: 12 Stunden am Tag (ist in Frankreich für Krankenpflegeeinrichtungen auf Antrag erlaubt). Wir haben vorher auch kürzer und daher öfter gearbeitet, bis wir über die neuen Arbeitszeiten abstimmten und die Mehrheit dafür war.
Ich muss sagen: mit vier freien Tagen pro Woche (35 Std-Woche) bin ich wesentlich weniger belastet als mit fünf mal früh aufstehen und rumfahren. Ich wollte nicht mehr anders arbeiten (und die Mehrheit meiner Kollegen auch nicht). Sechs Arbeitstage gegenüber acht freien Tagen in zwei Wochen.
Wir haben üblicherweise folgenden Rythmus (über vierzehn Tage):
DiMi--Sa-Mo--DoFr---.Sonntags ist die Dialyse immer geschlossen.
 
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Ich arbeite ganz extrem: 12 Stunden am Tag (ist in Frankreich für Krankenpflegeeinrichtungen auf Antrag erlaubt). Wir haben vorher auch kürzer und daher öfter gearbeitet, bis wir über die neuen Arbeitszeiten abstimmten und die Mehrheit dafür war.
12 Stundenschichten sind m. W. auch in Österreich völlig normal; und auch in meiner derzeitigen Tätigkeit schätze ich die 12-Stundenschichten sehr. 8-) Ich würde es auch als Frechheit empfinden, wenn die plötzlich ohne Rücksprache mit den Mitarbeitern plötzlich abgeändert wurden.
 
@Toolkit

So ist es, dachte wir hätten die Diskussion schon mal gehabt, aber wahrscheinlich hatte ich das auf Facebook oder so :-)
Nein, wir hatten die Diskussion hier schon mal im Forum.
Die neuen Schichten sind ganz normale 5-Tage-Woche Dienste. Da nun mal Fachkraftmangel herrscht, finde ich es legitim hier auf das Normalmaß zu gehen und bin froh, dass es 2x bestätigt wurde.
Na klar... warum gehen wir nicht noch weiter runter, z. B. auf 6 Stunden, und dafür dürfen die Leute jeden Tag anwackeln? Und die freien Tage sind ja nicht weg, man hat dann ja jeden Tag NOCH eher frei, voll supi! :-) Ist ja Fachkraftmangel, damit kann man offenbar alles rechtfertigen! Natürlich überspitzt formuliert, aber mit dem Argument kann ich auch geteilte Dienste wieder einführen.
Also es ist schon ein Unterschied, ob ich 12 Tage mehr oder weniger im Jahr frei habe oder nicht.
 
@Toolkit Das ist doch wohl nicht Dein Ernst, dass eine halbe Stunde Arbeit weniger am Tag, mit der man nun echt was anfangen kann, einen Vorteil darstellt gegenüber einem zusätzlichen freien Tag pro Monat?
Früher, als wir in unserem Zentrum auch noch Fünf-Tage-Woche hatten, bin ich ganz schön rumgeeiert, und das an fünf Tagen. Jetzt bin ich möglicherweise nicht mehr so ganz frisch nach den zwölf Stunden, aber nach dem Essen geht's ins Bett und am nächsten Tag ist die Welt wieder in Ordnung, vier Tage in der Woche anstelle von zweien...
 
Nein, wir hatten die Diskussion hier schon mal im Forum.

Na klar... warum gehen wir nicht noch weiter runter, z. B. auf 6 Stunden, und dafür dürfen die Leute jeden Tag anwackeln? Und die freien Tage sind ja nicht weg, man hat dann ja jeden Tag NOCH eher frei, voll supi! :-) Ist ja Fachkraftmangel, damit kann man offenbar alles rechtfertigen! Natürlich überspitzt formuliert, aber mit dem Argument kann ich auch geteilte Dienste wieder einführen.
Also es ist schon ein Unterschied, ob ich 12 Tage mehr oder weniger im Jahr frei habe oder nicht.
Ähm, gibt's doch, 6- tage-Woche.
Habe ich auch noch jahrelang drin gearbeitet im Krankenhaus.

5; 5,5; 6-Tage-Woche sind gängige Modelle, wobei es sich zur 5-Tage-Woche verschiebt.

Ich persönlich hätte auch nichts gegen 12- Stunden-Schichten; ist dann eine 3,x Tage Woche [wobei ich die eh oft genug habe, nur bleibt es dennoch bei 5,0-Tage-Woche ^^ ].

Gibt halt x verschiedene Modelle, das gängige ist dennoch die 5 Tage Woche.
 
@Maniac wenn was "gängig" ist, heist noch lange nicht, dass es das Non-Plus-Ultra ist.
Obwohl ich natürlich voll verstehe, dass für einen Arbeitgeber weniger Überschneidungen bei den Arbeitszeiten weniger Kosten bedeuten. Damit gewinnt man dann an einem Tag im Monat eine reelle Personaleinsparung von drei Schichten. Bei dem anvisierten Modell hat man dann noch 0,4 Stunden Übergabezeit für drei Schichten. Das macht die Rechnung effizient. Fragt sich bloss, für wen. Ich kannte das auch mal. Wir kamen dann früher bzw. gingen später, um halbwegs angemessen "übergeben" zu können - unbezahlt, versteht sich!
Wir haben übrigens eine Stechuhr. Damit wandert jede zusätzliche Minute aufs Konto.
 
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Natürlich ist es nicht das bin plus ultra.
Und natürlich gibt es gegenläufige Interessen.

Ob deine genannte Übergabezeit hier zutrifft, habe ich jetzt nicht geprüft, aber üblicherweise ist der Nachtdienst dann länger, sodass man auf adäquate Übergabezeiten kommt.

Edit: ob es um Kosteneinsparungen geht ist übrigens gar nicht gesagt. Es kann auch die Personaldecke stärken, oder Freiraum für Freistellungen für spezialisierte Fachkräfte o.ä. schaffen.
 
Ähm, gibt's doch, 6- tage-Woche.
Habe ich auch noch jahrelang drin gearbeitet im Krankenhaus.
Schon klar, Maniac... auch ich kenn das noch aus meiner Ausbildungszeit: 7 h Frühschicht, und die Spätschicht betrug (glaub ich) sogar nur 6,5 h... wir hatten in 14 Tagen nur 2 bis 3 Tage frei. Ich war dann immer froh, wenn Unterrichtsblock war... :wink1:
Aber ist das erstrebenswert?? Damals war die Arbeit noch nicht so heftig, wie heutzutage. Da war sowas eher noch machbar. Aber bei der heutigen Arbeitsbelastung...? 8O
 
Nein, ist es nicht! Aber hier gehts um 5,0 Tage.

Ich habe übrigens noch editiert ein Post höher.
 
Edit: ob es um Kosteneinsparungen geht ist übrigens gar nicht gesagt. Es kann auch die Personaldecke stärken, oder Freiraum für Freistellungen für spezialisierte Fachkräfte o.ä. schaffen.
Ja, schon möglich, daß dadurch die Personaldecke - kurzfristig! - gestärkt wird.
Aber ich denke, daß alles, was den Beruf weniger attraktiv macht, langfristig dazu führt, daß Pflegekräfte gehen. Und da die Pflegekräfte davon überhaupt nicht begeistert sind, könnte ich mir vorstellen, daß es so kommen wird.
Das wird man aber sicher nicht sofort bemerken...
 
@Maniac : (7,7x2)+9 = 24,4, so liest sich das in dem Bericht.
Und die Personaldecke wird ganz sicher nicht gestärkt, wenn die gleiche Anzahl Personal weniger Stunden/Tag bei kürzeren Überschneidungen und dafür einen Tag mehr arbeitet. An diesem einen Tag wird Personal eingespart in drei Schichten, während es an den übrigen Tagen gleich bleibt. Das ist Augenwischerei, denn die Summe unterm Strich bleibt gleich. Sie wollen ja dabei nicht mehr einstellen, sondern mit derselben Personaldecke mehr Tage abdecken.
 
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@Maniac : (7,7x2)+9 = 24,4, so liest sich das in dem Bericht.
Und die Personaldecke wird ganz sicher nicht gestärkt, wenn die gleiche Anzahl Personal weniger Stunden/Tag bei kürzeren Überschneidungen und dafür einen Tag mehr arbeitet. An diesem einen Tag wird Personal eingespart in drei Schichten, während es an den übrigen Tagen gleich bleibt. Das ist Augenwischerei, denn die Summe unterm Strich bleibt gleich. Sie wollen ja dabei nicht mehr einstellen, sondern mit derselben Personaldecke mehr Tage abdecken.

Danke, Martin.

Hier dann bereits mein Post zur Übergabe:
News - Fachkräfte-Mangel: Pflegeunterricht in der Gesamtschule

Pausen nicht vergessen.

Ansonsten: Wenn sie mit selbem Personal mehr Tage abdecken, ist an den Tagen ja mehr Personal da. Also eine bessere Personaldecke. Ist doch nicht gesagt, dass sie dort dann abbauen.
 
Nun, jeder hat seine eigenen Lebensentwürfe innerhalb des Pflegelebens. Ich habe in meinem Haus meine Nische gefunden, mit 12 Stundenschichten gäbe es diese Nische nicht - evtl. dann eine Andere.
Aber niemals nicht würde ich heute in eine 12 Stundenschicht wechseln wollen.
Es gibt und gab schon immer für mich den Wunsch, auch an Diensttagen, noch andere Sachen/Kontakte ausüben zu können.
 
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