ein tubus sollte generell so fixiert sein, dass er nicht "verrutscht". kann natürlich trotzdem immer passieren, da gebe ich dir recht.
wenn ein tubus zu tief drin ist, dann hat man im worst case eine ein-lungen-ventilation, reicht aber erst mal aus, wird es bemerkt, tubus kontrolliert ein stück zurück und alles wird gut.
ist der tubus zu weit draussen, heißt dies im worst case ein hypoxischer patient, bei einem schwierigen atemweg wirds u.u. richtig dumm... da geht dann wenns ganz schlecht läuft gar nix mehr, in meiner karriere 2x bisher erlebt, dass ein pat. aufgrund der unmöglichkeit einer atemwegssicherung verstorben ist.
deswegen verstehe ich es nicht, dass zu weit draussen weniger dramatisch als zu tief sein soll.
dass ein intubierter pat. nüchtern ist bzw. der magen kaum gefüllt ist, ist blödsinn.
präklinisch sowieso nicht, da geht man immer vom nicht nüchternen pat. aus und ein pat. der auf IPS beatmet liegt, ist auch nicht zwangsläufig nüchtern, sondern er bekommt ne ernährung und die nach möglichkeit enteral über MS.
eine auskultation ist keine maßnahme im rahmen der pneumonieprophylaxe und hat damit wirklich nullinger zu tun. sie dient zum erkennen der seitengleichen ventilation und zum erkennen patholog. atemgeräusche.
diesen tubushalter mit beißschutz nennt man "thomas-holder", als anwender sollte dies egtl. bekannt sein. im notfall gute sache, aber innerklinisch eher wenig sinnig, da zu teuer und zu hohe dekubitusgefahr, auch für einen wachen/spontanatmenden pat. eher wenig geeignet (tubus heißt nicht immer vollnarkose und relaxierung).
und auch ein LT oder ne LMA kann verrutschen, umschlagen, dislozieren, etc.
und wenn ein tubus im sinne einer extubation verrutscht, dann merkst du es sofort an einem CO2-abfall. bis die sättigung abfällt kann es je nach fio2 und lungenfunktion noch ei nige minuten dauern. zur kontrolle der tubuslage ist eine sättigung nicht geeignet, sondern hier ist das etCO2 der wichtigste messparameter. man merkt es eben nicht an der sättigung sondern an der kapno...