Tubusfixierung

Dieses Thema im Forum "Tätigkeitsberichte" wurde erstellt von Rosen, 13.01.2017.

  1. Rosen

    Rosen Newbie

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    Hallo,

    vielleicht könnt ihr mir helfen!

    Das ein Tubus auf Grund eines schlecht haftenden Pflasters mal rausrutsch, hat bestimmt doch schon mal jeder von euch erlebt?

    Nur das einer ganze 1,5cm reinrutscht...wie sind eure Erfahrungen?
    Besteht diese Möglichkeit? Ich kann es mir nur sehr schlecht vorstellen...

    Und womit und mit welcher Technik fixiert ihr nasale Tuben?

    Danke für eure Antworten
     
  2. FLORA.BLEIBT

    FLORA.BLEIBT Poweruser

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    nope, habe ich noch nicht erlebt, ich persönlich finde leukoplast die beste option um einen tubus sicher zu fixieren. ein aufweichen der fixierung mit sekundärer tubusdislokation sieht man m.e. eher bei den ganzen kommerziellen fixierungs ginmicks die es so auf dem markt gibt. nasale fixierung immer mit leuko, hier kenne ich auch keine andere möglichkeit
     
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  3. ludmilla

    ludmilla Poweruser

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    Ja, habe ich auch immer mal wieder erlebt, je kleiner das Kind, desto schwieriger das Fixieren. Und das Tuben raus- und manchmal auch durch das Pflaster reinrutschen habe ich auch so erlebt. Ist bei beatmeten Frühchen nicht ungewöhnlich, weil die ja nicht sediert sind und sich durchaus bewegen, zudem in den Inkubatoren immer eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit besteht, die das Pflaster aufweichen. Das Fixieren eines Tubuspflasters ist da schon eine Herauforderung und sehr knifflig!
    Da es bei der unreifen Haut durch das Pflaster auch schnell Hautdefekte gab, war es teilweise schon schwierig eine intakte Hautstelle zu finden.

    Ich versuche mal zu beschreiben wie wir fixiert haben, für mich war das die erlebte sicherste Methode. Als wir haben je nach Größe des Kindes das schmale Leukosilk längs gedrittelt oder halbiert. Dann mit dem Ende eines Streifens auf dem Nasenrücken begonnen, den Streifen einmal unterhalb des Tubus rechts rum komplett um den Tubus und dann auf re. Wange fixieren. Den anderen Streifen wieder auf der Nase beginnen, um den Tubus herum und von unterhalb des Tubus auf der anderen Wange fixieren.
     
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  4. tacoshy

    tacoshy Senior-Mitglied

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    Das ein Tubus tiefer rutscht ist mir schon mal während der Ausbildung schon mal aufgetreten. Persönlich finde ich dies auch dramatischer. Ein Tubus der raus rutscht ist nicht zwangsläufig aus der Luftröhre draußen. Wenn er es ist macht er sich sehr schnell bei Sättigung bemerkbar bevor es dramatisch wird. Bleibt halt noch die Gefahr des Erbrechens wobei der Magen bei einem Tubus beatmeten Patienten wenn überhaupt kaum gefüllt ist. Ein tiefer gerutschter Tubus macht kann dagegen bedeuten das nur noch eine Lungenhälfte beatmet wird. Das fällt dann wahrscheinlich erst beim nächsten Lunge auskultieren auf das meistens ja nur im Rahmen der Pneumonieprophylaxe gemacht wird. Das kann also dauern. Wenn mir ein Arzt in der Notaufnahme einen Tubus fixieren aufgibt mache ich es auch nur ordentlich mit Leukoplast. Das hält lang genug bis zur Verlegung auf die Intensivstation:zunge:
    Auf der Straße wenn ich ihn lege, gebe ich auch immer des weiteren ein Beißschutz dazu. Die fertigen Beißschutz hatten bei mir immer so einen kleinen Schraubstock womit ich den Tubus festschrauben konnte. Das hielt immer Bombenfest. Zusätzlich habe ich trotzdem nochmal Leukoplast verwendet. Wenn ich kein fertigen Beißschutz hatte, habe ich i.d.R. einen Güdeltubus verwendet und dann den Tubus mit Leukoplast verbunden. Sitzt dann auch Bombenfest. Ist mir jedenfalls nie passiert das ein Tubus in der kurzen Zeit verrutscht ist.


    PS: ich bin von einem ETT oder richtig gelegten Combitubus ausgegangen. Beim Larynxtubus/Maske habe ich verrutschen nie gehört und dürfte wohl auch nur sehr schwer sein.
     
  5. FLORA.BLEIBT

    FLORA.BLEIBT Poweruser

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    ein tubus sollte generell so fixiert sein, dass er nicht "verrutscht". kann natürlich trotzdem immer passieren, da gebe ich dir recht.

    wenn ein tubus zu tief drin ist, dann hat man im worst case eine ein-lungen-ventilation, reicht aber erst mal aus, wird es bemerkt, tubus kontrolliert ein stück zurück und alles wird gut.

    ist der tubus zu weit draussen, heißt dies im worst case ein hypoxischer patient, bei einem schwierigen atemweg wirds u.u. richtig dumm... da geht dann wenns ganz schlecht läuft gar nix mehr, in meiner karriere 2x bisher erlebt, dass ein pat. aufgrund der unmöglichkeit einer atemwegssicherung verstorben ist.

    deswegen verstehe ich es nicht, dass zu weit draussen weniger dramatisch als zu tief sein soll.

    dass ein intubierter pat. nüchtern ist bzw. der magen kaum gefüllt ist, ist blödsinn.
    präklinisch sowieso nicht, da geht man immer vom nicht nüchternen pat. aus und ein pat. der auf IPS beatmet liegt, ist auch nicht zwangsläufig nüchtern, sondern er bekommt ne ernährung und die nach möglichkeit enteral über MS.

    eine auskultation ist keine maßnahme im rahmen der pneumonieprophylaxe und hat damit wirklich nullinger zu tun. sie dient zum erkennen der seitengleichen ventilation und zum erkennen patholog. atemgeräusche.

    diesen tubushalter mit beißschutz nennt man "thomas-holder", als anwender sollte dies egtl. bekannt sein. im notfall gute sache, aber innerklinisch eher wenig sinnig, da zu teuer und zu hohe dekubitusgefahr, auch für einen wachen/spontanatmenden pat. eher wenig geeignet (tubus heißt nicht immer vollnarkose und relaxierung).

    und auch ein LT oder ne LMA kann verrutschen, umschlagen, dislozieren, etc.

    und wenn ein tubus im sinne einer extubation verrutscht, dann merkst du es sofort an einem CO2-abfall. bis die sättigung abfällt kann es je nach fio2 und lungenfunktion noch ei nige minuten dauern. zur kontrolle der tubuslage ist eine sättigung nicht geeignet, sondern hier ist das etCO2 der wichtigste messparameter. man merkt es eben nicht an der sättigung sondern an der kapno...
     
    #5 FLORA.BLEIBT, 23.01.2017
    Zuletzt bearbeitet: 23.01.2017
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Standard Tubusfixierung Intensiv- und Anästhesiepflege 04.05.2009

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