Tabuthema "Wachhalter" bei Endlosdiensten

Elfriede

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Niedersachsen
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KrSr
Akt. Einsatzbereich
ambulante
Methylphenidat/Equasym

Als Wachhalter bei Endlosdiensten?
Ist da was dran?
 
Ritalin??

Nein! Gibt zwar Anwendungsmöglichkeiten für das Zeug (gefährlich genug...), aber "nur" für lange Dienste ... abgesehen davon, dass da Preis/Nutzen kaum im Verhältnis stünde - was genau würdest du dir davon versprechen?
 
Ich hab von meiner Tochter erzählt bekommen ( die nen "Anwender" auf ner Party reanimiert hat) dass das Zeug bei Studenten ziemlich bleliebt ist/war (ca vor zwei Jahren) um in stressphasen längere aufmerksamkeitszeiten zu erzielen.
 
...Gibt zwar Anwendungsmöglichkeiten für das Zeug (gefährlich genug...), aber "nur" für lange Dienste ...
Ich glaub, hier wäre der Ironiebutton angebracht gewesen. Nicht das das jemand als Tipp ansieht.

Elisabeth
 
Äh, nee - keine Ironie.

Es gibt Anwendungsmöglichkeiten die gefährlich genug sind, aber es nur für lange Dienste zu nutzen ... da ging der Satz noch weiter ... hier steht der Nutzen zum Preis (im übertragenen Sinne) in einem schlechten Verhältnis.
Also: NEIN!

Ich werde demnächst deutlicher schreiben ;D
 
Das halte ich ganz klar für einen Mißbrauch. Ich bezweifele ernsthaft, dass dir irgendein seriöser Arzt das Medikament für diesen Zweck verordnen wird. Da tun sich für mich wahre Abgründe auf wenn ich mir überlege, dass das überhaupt jemand in Erwägung zieht.

Gibt es wirklich Kollegen, die dies machen?

Elisabeth
 
Hallo Elfriede,

was verstehst du unter "Endlosdienst"?

Auch wenn ein Dienst einem "endlos" erscheint, so ist er doch endlich!

Statt STOP!! zu sagen und Grenzen zu setzen, so ein Zeugs zu nehmen, kann nicht der Lösungsvorschlag einer Fachkraft zur Selbstpflege sein:(

Ich hoffe wirklich, dass die Frage ironisch gemeint war.

LG opjutti
 
Zuletzt bearbeitet:
Habe ich bisher in meinem Umfeld in den Kliniken, in denen ich bisher gearbeitet habe, noch nicht erlebt. Substanzmissbrauch ja (Im Sinne von habe ich mitbekommen bei wenigen Kollegen), aber nicht primär dafür um lange Dienste durchzustehen.

Im Studium ist das leider ganz anders. Angefangen von harmloseren Substanzen wie z.B. Baldrian, bis zu Betablockern und ganz vereinzelt auch mal Methylphenidat wird vor Prüfungen oder während der Abschlussarbeit, schon mal auf "Doping" gesetzt.

Das sind wie gesagt nur persönliche Erfahrungen, die ich keinesfalls verallgemeinern will.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Abgesehen davon, dass Kaffee echt ausreicht
ich wüsst nicht mal wie ich problemlos da dran kommen könnt (als Nichtstudent, Nicht-was-auch-immer)
Ist das Medikament auf Station vorrätig - wär es im BTM-Schrank mit all den Schwierigkeiten, die das beinhaltet.
 
@ -Claudia-
Illegale Beschaffung ist kaum notwendig.
15 Min. Gespräch, 3o Min. Testbögen, 1Wo. später noch einmal 15 Min. Gespräch und schon geht man mit seiner
ADS-Diagnose und einem gelben Rezept nach Hause.

@ Elisabeth
Ich denke, dass es in jeder Gegend einen s.g. "Doc Hollyday" gibt. Wenn desses "Hobby" gerade ADS ist, werden
dort auch genug Kollegen die Quelle nutzen.

Leider keine Ironie.
 
Das zählt sicher zum Thema "Drogenmissbrauch" und damit ist man arbeitsunfähig.
Also wenn die Dienste wirklich ständig endlos erscheinen und man über solche Methoden nachdenkt, würde ich lieber über eine andere Stelle/Station nachdenken
 
..Illegale Beschaffung ist kaum notwendig. 15 Min. Gespräch, 3o Min. Testbögen, 1Wo. später noch einmal 15 Min. Gespräch und schon geht man mit seiner ADS-Diagnose und einem gelben Rezept nach Hause.....

Sprichst Du hierbei von selbst gemachten Erfahrungen?
Irgendwo weiß ich immer noch nicht wohin das führen soll
Primär ist die Frage ob es in großem Umfang Pflegekräfte gibt, die um lange Dienste durchzustehen BTM-missbrauch betreiben.
Missbrauch - auch in dem Sinne, dass sie sich ein Medikament verschreiben lassen, dabei vortäuschen es krankheitsbedingt zu benötigen.
Ist dies ein großes Tabuthema unter Pflegenden?
Kann es bislang nicht erkennen. Falsche Zielgruppe?
 
amezaliwa;396878) Kann es bislang nicht erkennen. Falsche Zielgruppe?[/QUOTE schrieb:
Falscher Einsatzbereich.
Eigene Erfahrung und aus Fehlern gelernt.
Umfang erheblich (5-10%)
Tabuthema nur nach außen.
 
Es gibt da auch noch strafrechtliche "Probleme".

BtMG - Gesetz über den Verkehr mit Betäubungsmitteln
[FONT=&amp]Gesetz über den Verkehr mit Betäubungsmitteln (Betäubungsmittelgesetz - BtMG)[/FONT]
...
[FONT=&amp]Sechster Abschnitt
Straftaten und Ordnungswidrigkeiten[/FONT]

[FONT=&amp]Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis[/FONT]
...
[FONT=&amp]§ 29 Straftaten[/FONT]
[FONT=&amp](1) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer [/FONT]
[FONT=&amp]1.Betäubungsmittel unerlaubt anbaut, herstellt, mit ihnen Handel treibt, sie, ohne Handel zu treiben, einführt, ausführt, veräußert, abgibt, sonst in den Verkehr bringt, erwirbt oder sich in sonstiger Weise verschafft,[/FONT]
[FONT=&amp]….[/FONT]
[FONT=&amp]….[/FONT]
[FONT=&amp]9.unrichtige oder unvollständige Angaben macht, um für sich oder einen anderen oder für ein Tier die Verschreibung eines Betäubungsmittels zu erlangen...."[/FONT]
 
Du scheinst das recht locker zu sehen, oder täusche ich mich?
 
Ich denke eher, dass Elfriede uns auf eine unheilvolle Entwicklung aufmerksam machen will. Der Umgang mit der Diagnose ADS gilt mittlerweile als sehr umstritten. Siehe hierzu auch die Beschreibung, wie schnell da diese Diagnose gestellt wird.

Elisabeth
 
Du scheinst das recht locker zu sehen, oder täusche ich mich?

Es ging hier doch nicht darum, ob Elfriede wohl Abhängigkeitspotential hat.
Es ging darum, ob Ritalin eine Möglichkeit ist, "Endlosdienste" besser durchzustehen und einen wach zu halten.

Das Ritalin und auch andere Medikamente von allen Bevölkerungsschichten missbraucht werden, ist denke ich jedem klar. Und das es Hausärzte gibt, die schnell mit Rezepten (und auch AUs, nicht...) an der Hand sind, wo ein andere Arzt anders regaieren würde, auch.
Und das es bei illegalen und legalen Medikamenten Beschaffungskriminalität gibt, ebenfalls.

Ich denke, darüber müssen wir uns nicht auslassen, das führt ja zu nichts...
 
Da man nie weiß wer hier mitliest..
..man könnte es auch als Anleitung sehen, ganz klare Abgrenzungen dazu - die les ich leider nicht.
Mit "was zu beweisen wär" verbinde ich eine lockere Einstellung zur Problematik, die ich absolut nicht teilen kann.
Sollte das eine Fehlinterpretation sein, nur her damit.
Elfriede schreibt in der Vergangenheitsform, von Fehlern, es wär doch ganz gut auch auf diesen Punkt einzugehen.
Ist es falsch Anmerkungen aus dem Strafrecht zu machen um darauf hinzuweisen (wie schon erwähnt, offenes Forum, mitlesen kann jeder)?
Was ich auch nicht ganz verstehe...sind es Vermutungen über die hohe Anzahl von Kollegen (5-10% wurden genannt), oder gibt es ganz konkret was, wie Medikament gesehen, Kollege bei Einnahme beobachtet?
Das es ein zunehmendes Problem ist - bestreite ich nicht. Aber wie wird damit umgegangen?
Habe damit aber bisher persönlich noch keine Berührungspunkte gehabt. Was vermutlich auch daran liegt, das mir naheliegendes nicht so auffallen würde.
Kennt man hingegen typische Anzeichen, nimmt man sie anders wahr.

Deutsches Ärzteblatt: Fehlzeiten-Report der AOK: Neuroenhancer auf dem Vormarsch (10.09.2013)