Moin,
ein kleiner Beitrag zur Definition:
Sheldon versteht Sarkasmus - YouTube
Als ich noch bei der Heimbeatmung war, bin ich eines Morgens mit meinem Klienten (im Rollstuhl) Tram gefahren. Er dünn, sichtlich behindert, ich eine ziemlich massive Person. Also ein witziges Paar. Wir haben ein Schwätzchen gemacht und die Leute, wie immer, guckten ganz neugierig und hörten zu. Auch zwei typisch münchnerische ältere Damen neben uns, die schon auf die Gelegenheit lauerten, sich einzumischen. Und die Gelegenheit kam. Ach ja, sagt die eine, ihr Mann hats auch nicht leicht. Ich wollte schon nichts oder jaja sagen, da seh ich seine Augen funkeln. Da wir wie ein altes Ehepaar funktionierten, kannte ich meinen Pappenheimer. Und sagte zu der Dame:...ja, schon, er hats nicht leicht, aber ich auch nicht. Und nun ist es soweit, nun muß er ins Pflegeheim. Ich mach das alles nicht mehr mit. Und er:...ach Schatz, ich will doch nicht, laß mich doch daheim. Und ich: ...nu isses aber gut, wir haben lang genug drüber geredet, jetzt werden Nägel mit Köpfen gemacht.
Wir stiegen dann aus und konnten durch die Fenster die empörten Gesichter sehen. Er hat so gelacht, das er bald in den Rollstuhl gebieselt hat und diese Geschichte war auf seiner persönlichen Hitparade ganz weit oben.
Er hat so etwas sehr gebraucht, zur Bewältigung seiner Situation.
Ich im Arbeitsalltag brauche auch Humor, Ironie, dumme Sprüche..
Wobei Sarkasmus oft etwas bitteres hat und verletzendes. Man muß sein Gegenüber schon gut kennen.
Zwei Sachen noch.
Manfred, ich denk an dich und
Sheldon Cooper rulez!
Bazinga!
Euch einen schönen Tag,
Marty