Sarkasmus in der Pflege

Dieses Thema im Forum "Fachliches zu Pflegetätigkeiten" wurde erstellt von Vannel, 05.05.2012.

  1. Vannel

    Vannel Newbie

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    hallo meine lieben,

    ich habe eine frage an euch: wie weit kann der sarkasmus gehen?! und was versteht ihr darunter?

    ich möchte eure meinungen dazu hören und freue mich auf eure antworten.

    liebe grüße vanessa
     
  2. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Ich verstehe deine Frage nicht :-/

    Könntest du das konkretisieren??
     
  3. Schwester 01

    Schwester 01 Junior-Mitglied

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    OK Sarkasmus in der Pflege bedeutet zweierlei: Mit wem kann ich es machen und wann ist Schluss.
    Ich hab ein Beispiel aus meiner Krankenhauszeit: Zum Mittag sollte es am nächsten Tag Tiegelwurst geben, die Dame verstand aber nicht was darunter gemeint ist, somit habe ich ihr gesagt "tote Oma"- sie hat gewusst was ich meine und hat das gleich als MIttagessen für den nächsten Tag geordert.

    noch ein Beispiel ist: wenn man an den Kühlzellen im Keller steht, jemanden hinbringen muss und in die Kühlzelle leise reinsagt: "macht euch einen schönen Tag" das ist heavy aber irgentwas braucht man um mit dieser Situation umzugehen.
     
  4. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Hmm, da gehen die Ansichten schon auseinander ;)

    Das erste hat für mich überhaupt nichts mit Sarkasmus zu tun. Nichtmal ansatzweise.
    Das 2. geht in die Richtung, würde ich aber eher in die Ecke des schwarzen Humors packen.
     
  5. Vannel

    Vannel Newbie

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    ich möchte es einfach wissen... welche bedeutung hat der sarkasmus in der pflege? wie weit darf er gehen?
     
  6. opjutti

    opjutti Poweruser

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    Hallo Vannel!

    Ich verstehe nicht, worauf du hinaus willst.:-?
    Hast du mal ein Beispiel? Vielleicht kommt ja dann was zu diesem Thema.

    LG opjutti
     
  7. HHS

    HHS Poweruser

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    Du fragst nicht zufällig, weil Deine Lehrer das von Dir wissen wollen?

    Ich sehe das so, und dabei stütze ich mich auch ein wenig auf die Aussagen einzelner verschiedener Psychologen, die ich mal dazu irgendwo gehört habe- daher keine Gewähr auf lerbuchmäßige Richtigkeit:



    Sarkasmus ist ein Weg, eine Möglichkeit mit psychisch belastenden Situationen umzugehen. Sie ist eine Art Ventil.
    Mir fällt immer wieder im Alltag auf, das je länger belastend eine Situation ist (krankheitsbedingter Personalmangel, Noro-Virus auf Station etc.), die sarkastischen Bemerkungen im Team, als auch bei mir selber verstärkt zunehmen.

    Wie weit er gehen darf? Gute Frage- soweit wie kein einzelner persönlich verletzt wird, bzw. sich fühlt. Solange dieser Sarkasmus als solcher noch zu erkennen ist, und dies nicht schädigenden Verhalten führt. Und solange der Sarkasmus wirklich nur in belastenden Zeiten und Situationen auftaucht.
     
  8. KleinesWombat

    KleinesWombat Junior-Mitglied

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    Sarkasmus... gute Frage... verwende relative viel Sarkasmus und Ironie... aber das kommt immer auf den Bewohner an. Mit Manchen kannste rumblödeln etc. und den Leuten gefällt das. Das musst aber du wissen, mit der Zeit kennste deine Leute. Gibt natürlich auch viele "Spießige" oder einfach Leute die keinen Sarkasmus vertragen, das musst du Respektieren und versuchen keinen Sarkasmus zu benutzen. LG
     
  9. squaw

    squaw Poweruser

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    Wenn das schwarzer Humor ist, weiß ich ja nicht... Ich sehe das so, daß das eher ein sensibler Mensch sagt, dem die Situation dort eben nicht egal ist!
    Auf keinen Fall ist es Sarkasmus, der ja eigentlich ein beißender, bitterer Hohn ist.
     
  10. Marty

    Marty Poweruser

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    krankenschwester und diplompsychologin
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    unavailable...
    Moin,

    ein kleiner Beitrag zur Definition:
    Sheldon versteht Sarkasmus - YouTube

    Als ich noch bei der Heimbeatmung war, bin ich eines Morgens mit meinem Klienten (im Rollstuhl) Tram gefahren. Er dünn, sichtlich behindert, ich eine ziemlich massive Person. Also ein witziges Paar. Wir haben ein Schwätzchen gemacht und die Leute, wie immer, guckten ganz neugierig und hörten zu. Auch zwei typisch münchnerische ältere Damen neben uns, die schon auf die Gelegenheit lauerten, sich einzumischen. Und die Gelegenheit kam. Ach ja, sagt die eine, ihr Mann hats auch nicht leicht. Ich wollte schon nichts oder jaja sagen, da seh ich seine Augen funkeln. Da wir wie ein altes Ehepaar funktionierten, kannte ich meinen Pappenheimer. Und sagte zu der Dame:...ja, schon, er hats nicht leicht, aber ich auch nicht. Und nun ist es soweit, nun muß er ins Pflegeheim. Ich mach das alles nicht mehr mit. Und er:...ach Schatz, ich will doch nicht, laß mich doch daheim. Und ich: ...nu isses aber gut, wir haben lang genug drüber geredet, jetzt werden Nägel mit Köpfen gemacht.
    Wir stiegen dann aus und konnten durch die Fenster die empörten Gesichter sehen. Er hat so gelacht, das er bald in den Rollstuhl gebieselt hat und diese Geschichte war auf seiner persönlichen Hitparade ganz weit oben.
    Er hat so etwas sehr gebraucht, zur Bewältigung seiner Situation.
    Ich im Arbeitsalltag brauche auch Humor, Ironie, dumme Sprüche..
    Wobei Sarkasmus oft etwas bitteres hat und verletzendes. Man muß sein Gegenüber schon gut kennen.

    Zwei Sachen noch.
    Manfred, ich denk an dich und
    Sheldon Cooper rulez!
    Bazinga!

    Euch einen schönen Tag,
    Marty
     
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