Sind ausserdem mal wieder von "Psychologinnen" erstellt, die vom Pflegealltag keine Ahnung haben. - Zeitmanagement? Wenn man dauernd aus dem Frei gerufen wird? Überstunden schiebt?
Oh, ich habe durchaus von Psychologen eine hohe Meinung.
Und Du weißt ja, daß niemand einspringen muß.
Die Psychologen sind vermutlich die Ersten, die Dir sagen werden, daß Du Dich besser abgrenzen mußt und lernen "NEIN" zu sagen, wenn man Dich zum Einspringen nötigen will (davon bin ich überzeugt).
Du selbst nicht der/diejenige bist, die die Zeit in Deinem Unternehmen managt, sondern jemand aus der Chefetage mit dem Taschenrechner, dem die Aktionäre im Nacken sitzen?
DAS seh ich allerdings als ein Hauptproblem der Profession Pflege an:
Die immer noch viel zu starke Fremdbestimmung durch andere (überwiegend Pflegefremde). Da kann man selber noch so gut planen und organisieren, da blökt der Chefarzt dazwischen (ich rede nicht von Notfällen!) und macht damit die beste Planung zunichte...

Dagegen sagen kann man auch nix, sonst fällt einem auch noch die eigene Leitung in den Rücken (alles so erlebt).
Und hinterher wird noch siebengescheit dahergequakt, wir (=Pflegekräfte) könnten nicht organisieren...

Nee, in dem Punkt geb ich Dir 100% recht.
Da muß man aber als Lösung ganz woanders ansetzen, auf einer sehr viel höheren Ebene: Nämlich berufspolitisch.
Hier müssen endlich verbindliche Festlegungen getroffen werden, damit Pflege Planungssicherheit und einen breiteren Handlungsspielraum hat.
Und sowas geht - außer über Gesetze - nur über Kammern.