News Regierung will 21.000 neue Krankenschwestern

Es gibt mit Sicherheit Viele " da Oben ", die uns hören. Stellt sich eben immer nur wieder die Frage ob dem Gehörten auch die erwünschten Reaktionen folgen können.

Textauszug: " (...) Nun konkretisierte sie ( Schmidt ) ihr Angebot: Sie werde dem Parlament vorschlagen, in den kommenden drei Jahren je etwa 7000 neue Pflegekräfte zu finanzieren (... )


Hoffentlich werden dann auch die Entscheidungsträger dem Vorschlag Folge leisten.....

Es bleibt abzuwarten !!!!
 
" Die Botschaft hört ich wohl, allein mir fehlt der Glaube...."

Matras
 
Tja das war ja alles schön und gut, aber die Rechnung wurde ohne Frau Angela Merkel gemacht!

Quelle: ver.di.de ver.di: PressemitteilungenGesundheitspolitik

Merkel stoppt Gesetzgebung für eine sichere Finanzierung der Krankenhäuser

24.07.2008
Als „skandalös und nicht nachvollziehbar“ kritisierte Ellen Paschke, Gesundheitsexpertin im Bundesvorstand der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), das völlig unerwartete Veto der Bundeskanzlerin im gerade beginnenden Gesetzgebungsverfahren für eine sichere Finanzierung der Krankenhäuser. „Mit diesem Schritt lässt die Kanzlerin das Pflegepersonal im Regen stehen“, betonte Paschke und forderte Angela Merkel auf, ihre Blockade aufzugeben, damit das Gesetzgebungsverfahren noch in diesem Jahr zügig abgewickelt werden könne.
Der gestoppte Entwurf des Gesundheitsministeriums sollte unter anderem die Einstellung von 21.000 neuen Pflegekräften für die Krankenhäuser ermöglichen. Damit hatte Gesundheitsministerin Schmidt auf die Klagen über eine völlig unzureichende Personalausstattung in den Krankenhäusern reagiert, da die Arbeitsbelastung der Pflegekräfte auch die hohe Qualität der Krankenhäuser gefährde.

Paschke wies darauf hin, dass ein Missverhältnis zwischen Personalausstattung und Versorgungsbedarf bestehe. Grund dafür sei die Unterfinanzierung der Krankenhäuser. Seit über 15 Jahren dürften die Ausgaben der Krankenkassen für die Krankenhausbehandlung nicht stärker steigen als die Löhne und Gehälter, aus denen die Kassen ihre Beitragseinnahmen erhalten. Zudem bekämen die Krankenhäuser nicht die ausreichenden Fördermittel, um erforderliche Investitionen zu tätigen. „Die Krankenhäuser können sich nicht am eigenen Schopf aus dieser Situation befreien. Sie brauchen die Unterstützung der Politik“, forderte das ver.di-Bundesvorstandsmitglied.

Seit Mitte der 90er Jahre wurden in den Krankenhäusern rund 100.000 Stellen abgebaut, allein beim Pflegepersonal mehr als 50.000 Stellen. Gleichzeitig hat die Zahl der stationär behandelten Patienten um 670.000 zugenommen.

Herausgeber:

V.i.S.d.P.: Harald Reutter
ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin
Tel.: 030/6956-1011 bzw. -1012
Fax: 030/6956-3001
E-Mail: pressestelle@verdi.de
 
Es scheint fast, als behalte ich mal wieder recht. Und wie nun weiter? Ich mutmaße mal, die Basis der Pflegekräfte nimmts zur Kenntnis und geht zur Tagesordnung über... falls sie überhaupt von dem Ansinnen wusste.

Elisabeth
 
Ich hab´s auch erst gestern auf pflegen-online gelesen und war surprised. Mal abwarten und schauen was passiert...

Womit hast Du mal wieder recht @Elisabeth? Und machst Du jetzt irgendwas besonderes?


Grüsse,
Sr. Schnecke:nurse:
 
Es scheint fast, als behalte ich mal wieder recht. Und wie nun weiter? Ich mutmaße mal, die Basis der Pflegekräfte nimmts zur Kenntnis und geht zur Tagesordnung über... falls sie überhaupt von dem Ansinnen wusste.

Elisabeth

Sie wusste nix davon- denn außer der Welt gab es kein Medium, das dies publiziert hatte. DAS finde ich erschreckend daran- Diskussionen und Infos über das Gesundheitssystem, Finanzierung, pflegende Angehörige etc. - aber die Bedürfnisse der Pflegegilde selber geht in den Medien leer aus....:x
 
Sie wusste nix davon- denn außer der Welt gab es kein Medium, das dies publiziert hatte. DAS finde ich erschreckend daran- Diskussionen und Infos über das Gesundheitssystem, Finanzierung, pflegende Angehörige etc. - aber die Bedürfnisse der Pflegegilde selber geht in den Medien leer aus....:x

Logisch, Pflegekräfte machen ja auch nicht auf sich aufmerksam! Sie schlucken alles und regen sich nur im stillen Kämmerchen auf.

Wenn am 25.September bei der Großdemo in Berlin, zu der neben ver.di, der Marburger Bund, die Kommunalen Arbeitgeber, die Deutsche Krankenhausgesellschaft und und und, aufrufen, die Pflegekräfte wieder mit Abwesenheit und Desinteresse glänzen wird es ganz, ganz eng für uns.
Das die Ärzteschaft gut vertreten sein wird ist fast klar, denn die haben wenigstens ein bischen Interesse an Berufspolitik, vor allem wenn es um ihre Interessen geht.
 
Info: Von den 21.000 Pflegestellen, die die Bundesregierung WILL müssen Krankenhäuser 50 Prozent davon selber finanzieren. :knockin:
 
Info: Von den 21.000 Pflegestellen, die die Bundesregierung WILL müssen Krankenhäuser 50 Prozent davon selber finanzieren. :knockin:

Wo kommt diese Info her? So weit ich weiß hat sich bei dem Treffen in Ploen so richtig niemand dazu geäußert wo das Geld herkommen soll.
Allerdings würde diese Info so richtig zu dem verschobenen Bild der Krankenhausfinanzen passen, welches Angie, Ulla & Co. haben.
 
Wie kommst du auf die 50 %? Quelle? Aber erstmal ist ja Veto eingelegt worden... von Angie...
 
Wenn am 25.September bei der Großdemo in Berlin, zu der neben ver.di, der Marburger Bund, die Kommunalen Arbeitgeber, die Deutsche Krankenhausgesellschaft und und und, aufrufen, die Pflegekräfte wieder mit Abwesenheit und Desinteresse glänzen wird es ganz, ganz eng für uns.
Das die Ärzteschaft gut vertreten sein wird ist fast klar, denn die haben wenigstens ein bischen Interesse an Berufspolitik, vor allem wenn es um ihre Interessen geht.

Danke Jörg- ich wollte diesmal nicht wieder mit nem Aufruf glänzen. ... Nur wird es wohl so kommen wie du schon weise voraussiehst: wen interessiert in der Pflege wie das Gesundheitswesen finanziert wird und das man selbst auf Mißstände aufmerksam machen muss? Das wird von den PDLs erwartet. *grmpf*

Elisabeth

PS Wo treffen sich die User von krankenschwester.de am 25.9.?
 
wir treffen uns mit 18727 Pflegenden am Frankfurter Flughafen und fliegen alle nach Berlin, das erregt noch mehr aufsehen, da es wohl zu einem grenzenlosen Luftchaos kommt, wenn so viele Menschen exakt gleichzeitig an den selben Ort wollen. :mrgreen:
 
Hallo zusammen,

21.000 Stellen in der Pflege, ist ja Super!!! Ich überlege mir nur gerade wieviele Krankenhäuser es in Deutschland gibt und dann kommt die ambulante Pflege noch dazu. Da wird für die einzelne Klinik nicht viel übrig bleiben und es wird kaum zu einer Änderung kommen.

Liebe Grüße Henning
 
Äh, Elisabeth! - Woran erkenne ich dich, wenn wir uns in Berlin treffen?:mrgreen:
 
Nachtrag zu den 21.000 neuen Stellen,

habe mal geschaut, ca. 2100 Kliniken in Deutschland, also 10 Stellen auf jede Klinik und das im 3-Schichtbetrieb.

Grüße Henning
 
wir treffen uns mit 18727 Pflegenden am Frankfurter Flughafen und fliegen alle nach Berlin, das erregt noch mehr aufsehen, da es wohl zu einem grenzenlosen Luftchaos kommt, wenn so viele Menschen exakt gleichzeitig an den selben Ort wollen. :mrgreen:

Oh, das Chaos kann durchaus entstehen. Zwar net in der Luft, aber auf dem Berliner Hauptbahnhof. Es sollen, nach Vorstellung von ver.di und anderen Organisatoren wohl Busse und Sonderzüge eingesetzt werden. Wenn die ganzen Züge mit Pflegekräften, Ärzten, Verwaltungskräften und Hauswirtschaftsleuten auf dem Hauptbahnhof einlaufen wird das sicher auch witzig.

PS: Das Ziel der Organisatoren sind 100000 + in Berlin! Da hätte die gute Ulla schon zu schlucken! :mrgreen:

@ Elisabeth: Gern geschehen, ich stehe als Ver.di-Mann gern als Revoluzer da. :mrgreen:
 
Was mich nur mal wieder wundert:


Hätte ich es hier nicht gelesen, hätte ich wahrscheinlich von der Demo erst einige Tage vorher erfahren und das ist viel zu spät................aber ich böser Bube bin ja auch nicht bei Ver.di. :)


Gruß
Dennis
 
Hallo JD,

den Termin hat unsere Klinikleitung schon vor einer Weile bekannt gegeben, auch an Nicht-Ver.di-Mitglieder.

Liebe Grüsse
Narde
 
Oh mein Gott!

Ich darf mich ja nicht negativ äußern, aber wenn es von dort ausgehen soll, weiß ich warum ich nix weiß. :)


Gruß
Dennis