Ich ergänze noch Infos, die woanders vll nicht zu finden sind:
- Mehrere Stationen sind komplett geschlossen, leere Flure, Licht aus, abgeschlossen.
- Wo in Ambulanzen sonst 8 Mitarbeiter am Vormittag arbeiteten bildeten sich vor 2 Mitarbeitern lange Schlangen.
- Die Rettungsstellen sind quasi geschlossen, nur Notfälle (Polytrauma, etc ...) wurden aufgenommen, wobei sich die Zahl für die Woche im zweistelligem Bereich befinden dürfte (Normalerweise hat eine Notaufnahme der Charité in der Woche je nach Standort pro TAG 80-250 Patienten zu behandeln und es gibt 6 Notaufnahmen...)
- OP Bereiche waren erst komplett bestreikt, die Zahl der dringlichen OP's häufte sich, so dass immer mehr Säle hochgefahren wurden, um Patienten adäquat zu versorgen.
- Einige Intensivstationen haben MEHRERE Beatmungsbetten sperren lassen.
- Die peripheren Normalstationen sahen zu, Patienten zu entlassen, Betten zu sperren, als Beispiel für 35 Betten im Frühdienst zu 5. waren es jetzt bei 26 Betten 3 Schwestern.
Zeitweise, wie gesagt waren bis zu 1500 von 3280 Betten leer.
- Mikrobiologie und Labore sind nur wie zur Nacht setzt und arbeitet dennoch ohne Pausen, Anforderungen also nur wenn absolut nötig einzuschicken.
- Am Montag waren alle Auszubildenden der Klinik, die sich derzeit in der Praxis befinden ebenfalls beim Streik dabei (Streiken augenscheinlich auf eigene Gefahr, da durch das Krankenpflegegesetz keine Regelung zum Umgang der Fehltage in solch einem Fall geschildert ist und jeder nur begrenzte Tage zur Verfügung hat)
- Die Ärzte dürften zu den einzigen Mitarbeitern der Klinik gehören, die nicht streikten.
- Es Streikten neben dem Pflegepersonal der Staionen, der Funktionsbereiche (OP, Sterilisation, EKG, Gastro, die übrigens fast alle komplett geschlossen waren...), der Verwaltung, die Forschung, die Lehre der Studenten viel teilweise aus, es kam keine Post auf die Stationen, die Tochtergesellschaft CFM und somit blieben kaputte Glühbrinen kaputt, Wasserhähne nur notdürftig repariert, etc...
- Es wurde Zeitweise mit Anzeigen und Namenslisten für die, die zum Streik gehen gedroht...
Heute tagt der Aufsichtsrat.
Der Streik ist für die kommende Woche unterbrochen und sollten die Forderungen nach dem letzten Angebot nicht erfüllt werden, sieht sich das Personal im Stande in der darauffolgenden Woche weiter zu streiken. Sollten die Forderungen erfüllt und die Schrittweise Angleichung bis 2014 erreicht werden, so kann ich mir vorstellen, dass es, als bald die Klinik wieder schwarze Zahlen schreibt, wieder zu einem erneuten Streik kommen wird um diesmal mehr Gehalt zu bekommen.
Dieses mal kämpfen wir NUR um eine Angleichung (!)
Einen solch großen Zusammenhalt der einzelnen Bereiche habe ich noch nicht erlebt, absolut Gigantisch! Vielen Dank