Naja, die Instrumente existieren ja.
Für den Normalpflegebereich gibt es die
PPR und den
PKMS, beide Systeme werden ja auch schon jetzt angewandt. Da ich nicht aus dem Normalpflegebereich komme kann ich nicht wirklich gut beurteilen, inwieweit sie den tatsächlichen Pflegepersonalbedarf abbilden. Das können hier aber sicher einige beantworten.
Für den Intensivpflegebereich gibt es das
INPULS-System. Das läuft in meinem Haus nun schon einige Jahre. Das System wurde schon ein paar Mal modifiziert, immer mit dem Ziel, den Pflegepersonalbedarf kleiner zu rechnen. Trotzdem erzeugt es Zahlen, die nach wie vor so hoch sind, dass das System bislang noch nicht für die Bemessung herangezogen wird. Nun, mit dem Versprechen, dass jede zusätzliche Stelle voll finanziert wird, könnte man die Zahlen ja endlich mal ernst nehmen und mehr Personal einstellen (oder Leistungen aufgrund der Zahlen einschränken bis das Personal zur Verfügung steht, oder den Leasing-Stopp endlich beenden, damit genug Leasingkräfte angefordert werden könnten,...).
Ob es taugliche Bemessungsinstrumente für die Notaufnahmen, die Funktionsbereiche, Ambulanzen uä gibt, weiss ich tatsächlich nicht, vielleicht kann hier ja der Eine oder die Andere aufklären?
Zumindest stehen wir nicht im luftleeren Raum.
Wenn aber nur Gelder bereitgestellt werden um den aktuellen Personalstand zu finanzieren, dann zementiert man ja nur ein weiteres Mal die aktuell schlechte Situation. Das kann ja nicht der Weisheit letzter Schluss sein.
Gruß spflegerle