Medikamentenprofile von A bis Z

Dieses Thema im Forum "Pharmakologie" wurde erstellt von Rabenzahn, 18.06.2002.

  1. Rabenzahn

    Rabenzahn Poweruser

    Registriert seit:
    15.02.2002
    Beiträge:
    933
    Zustimmungen:
    3
    Beruf:
    AN-Pfleger
    Ort:
    Kassel
    Akt. Einsatzbereich:
    in Rente
    Alupent = Orciprenalin
    Sympathomimetikum

    INDIKATIONEN:
    - bradykarde Herzrhythmusstörung
    - akutes Asthma bronchiale
    - Status asthmaticus
    - Antidot bei relativer und absoluter Überdosis von Betarezeptorenblockern

    DOSIERUNG:
    - initial 0,1 mg sehr langsam i.v.

    WIRKUNG:
    - Stimulierung der Betarezeptoren mit Verstärkung der Reizbildung und Reizleitung
    - Herzkraftsteigerung
    - Frequenzerhöhung
    - Senkung des peripheren Widerstandes
    - Erweiterung und Krampflösung der Bronchialmuskulatur

    NEBENWIRKUNG:
    - Gesichtsrötung
    - allergische Hauterscheinungen
    - Herzklopfen
    - ventrikuläre Herzrhythmusstörungen
    - pektanginöse Beschwerden
    - Blutdrucksenkung

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - tachycarde Herzrhythmusstörung
    - schwere Schilddrüsenüberfunktion
    - frischer Herzinfarkt


    Atropinsulfat = Atropin
    Parasympatholytikum

    INDIKATIONEN:
    - bradycarde Herzrhythmusstörung
    - Operationsvorbereitung
    - Hemmung der Magensekretion
    - Antidot bei Vergiftungen mit Insektiziden der Organphosphatgruppe z.B. E 605

    DOSIERUNG:
    0,5 - 1 mg langsam i.v.

    WIRKUNG:
    - Hemmung des parasympathischen Acetylcholin auf das Erfolgsorgan
    - Herzfrequenzsteigerung
    - Sekrethemmung ( Speichel etc. )
    - Pupillenerweiterung
    - Tonusverminderung der glatten Muskulatur

    NEBENWIRKUNG:
    - Tachycardie
    - Akkommodationsstörungen
    - Mundtrockenheit
    - Pupillenerweiterung
    - Miktionsbeschwerden
    - Unruhe

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - Tachycardie
    - Engwinkelglaukom

    Hinweis !!! Atropin darf nicht zusammen mit Adrenalin oder Noradrenalin verabreicht werden. !!


    Auxiloson Dosier-Aerosol :Dexamethason
    Kortikoid / Dexamethason

    INDIKATIONEN:
    - Rauchgasvergiftung

    DOSIERUNG:
    - 2 bis 5 Hübe bei fehlenden Krankheitszeichen unmittelbar nach Inhalation von giftigen Dämpfen und Gasen.
    - Wiederholung der Dosis nach 10 Minuten
    - 5 Hübe all 10 Minuten bei Lungenreizsymptomen bis zum Abklingen der Beschwerden

    WIRKUNG:
    - Stabilisierung der Zellmembran
    - antiallergisch
    - entzündungshemmend
    - Herabsetzung der Kapillarpermeabilität

    NEBENWIRKUNGEN:
    - Heiserkeit
    - Pilzbefall im Bereich der Atemwege

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - in Notfällen keine


    4DMAP = 4-Dimethylaminophenol

    Zusammensetzung:
    1 Amp. zu 5 ml enthält 250 mg 4-Dimethylaminophenol

    Indikation:
    - Vergiftung mit Blausäure und Schwefelwasserstoff

    Wirkung:
    - Methämoglobinbildung und damit Bindung von Cyanidionen

    Dosierung:
    3 - 4 mg/ kg / KG i.v. oder niedriger
    Cave: keine Repetition !!!! Kombination mit Natriumthiosulfat ( 50 - 100 mg / kg / KG i.v.
    - bei Überdosierung Toluidinblau i.v.

    Nebenwirkungen:
    - Hypotension
    - Zyanose

    Actilyse
    Alteplas Plasminogen human-Aktivator rekombiniert tr-Pa

    Präparat:
    Actilyse 10 mg / 20 mg / 50 mg als Trockensubstanz

    Indikation:
    - Fibrinolyse bei Infarkt
    - Lungenembolie

    Dosierung:
    - Lösen der Substanz im beigefügten Lösungsmittel

    Koronarthrombose:
    - Gesamtdosis 70 - 100 mg
    - Bolus 10 mg über 2 Minuten
    - dann 50 mg über 60 Minuten
    - und 10 mg über weitere 30 Min. infundieren. Bei Bedarf weitere 30 mg rt-Pa über 90 Minuten

    - parallel therapeutische Heparinisierung z.B. 1000 IE / h unter PTT nach Bolusgabe

    Wirkung:
    Fibrinolytikum, Aktivierugn von Plasminogen zu Plasmin, das physiologische Fibrin und Fibrinogen spaltet; durch stärkere Aktivierung von fibringebundenem Plasminogen geringere systemische Lyse als unter Streptokinase

    Koronare Reperfusion in 65 - 75 %

    Nebenwirkung
    - Blutungen nach Op oder Traumen
    - Apoplex, intrazerebrale Blutungen in 0,5 - 1 % nach Lysetherapie
    - Blutdruckabfall
    - Tachykardie
    - Hämaturie
    - Reperfusionsarrhythmien
    - Fieber
    - Gastrointestinale Blutungen

    Kontraindikationen:
    - florides Ulcus duodeni et ventrikuli
    - Colitis
    - bakterielle Endokarditis
    - intrakardiale Thromben
    - Aortenaneurysma
    - Schwangerschaften 1. Trimenon

    Cave:
    - Malignome ( Hirnmetastasen )
    - komplizierte Punktionen nicht
    komprimierbarer Gefäße
    - Zustand nach Operation
    ( Wartezeit nach Umfang des
    Eingriffs )
    - Apoplex innerhalb der letzten 4 Wochen
    - akuter Kopfschmerz
    - schwere Hypertonie
    - Hypermenorrhö

    Praxis:
    Günstigster Einsatzzeitpunkt sofort nach Diagnosestellung bis 6 Stunden nach Gefäßverschluß

    Um Wirkungsverluste durch Ausfällung zu vermeiden ist rt-Pa Gabe stets über einen seperaten Zugang zu infundieren

    Als Bolus von 50mg wurde rt-Pa bei Lungenembolien Grad IV erfolgreich eingesetzt.


    Adalat = Nifedipin
    Antihypertonikum, Calciumantagonist

    Indikation:
    - Hypertonie
    - Angina pectoris
    - instabile Angina pectoris

    Dosierung:
    - 1 bis 2 Kapseln sublingual
    - 10 - 21 µg/ min i.v.

    Wirkung:
    Calciumantagonisten hemmen den Einstrom von Calciumionen aus dem Extrazellulärraum in die
    Herzmuskel –und Gefässmuskelzellen.
    Der intrazelluläre Calciumgehalt fällt ab, es kommt zu einer Kontraktilitätsminderung der Tonus der Gefässmuskulatur wird reduziert. Der gefässerweiternde Effekt tritt vor allem an den Koronargefässen und den peripheren Arterien auf. Die Koronardurchblutung und damit die Sauerstoffversorgung des Herzens nehmen zu , der arterielle Blutdruck ( die Nachlast ) und damit der Sauerstoffverbrauch des Herzens dagegen ab.

    Nebenwirkung:
    - Erweiterung der Hirngefässe
    - Erhöhung des cerebralen Blutfluss
    - intrazerebraler Druckanstieg
    - Hitzegefühl
    - Kopfschmerzen
    - Beinödeme
    - Übelkeit

    Kontraindikationen:
    - Schwangerschaft
    - Stillzeit
    - erhöhter Hirndruck
    - akuter myokardialer Infarkt
    - obstruktive Kardiomyopathie
    - ausgeprägte Herzinsuffizienz
    - Hypovolämie

    Pharmakokinetik:
    Wirkungseintritt i.v. nach 1 Minute
    sublingual nach 5 Minuten

    Maximaleffekt:
    nach 30 Minuten subl.
    10 - 15 Minuten nach i.v. Gabe

    Wirkungsdauer:
    1 Stunde nach sublingualer Gabe
    3 - 10 Stunden nach i.v. Gabe

    Elimination:
    Hepatogen und renal


    Adrekar = ADENOSIN

    unter lfd. EKG-Kontrolle
    Initial 3 mg sehr schnell i.v. als Bolus

    Bei Nichterfolg: 6 mg Adrekar i.v.

    3. Dosis = 9 mg Adrekar i.v.

    4. Dosis = 12 mg Adrekar i.v.

    Indikation:
    Paroxysmale AV - junktionale Tachykardie, AV- Reentry-Tachykardie, AV-Knoten-Tachykardie

    Wirkmodus:
    Endogenes Purinnukleoid mit antiarrhythmischer und vasodilatierenden Eigenschaften. Negative, dromotrope Wirkung am AV- Knoten ( Kurzzeitige AV- Blockierung III° , Asystolie )
    Keine Wirkung auf den Ventrikel.

    Pharmakokinetik:
    Wirkungseintritt < 20 Sekunden
    Wirkdauer 2 - 10 Sekunden
    HWZ < 10 Sekunden
    schnelle Aufnahme in Körperzellen

    Kontraindikation:

    AV-Block II° u. III° , Sick-Sinus-Syndrom,
    Vorhofflimmern, Vorhofflattern
    Obstruktive Lungenerkrankung z.B. Asthma bronchiale
    verlängertes QT - Intervall

    Dosierung:
    Unter laufender EKG - Kontrolle.
    1. Gabe 3 mg i.v. initial als Bolus
    2. Gabe 6 mg i.v.
    3. Gabe 9 mg i.v.
    4. Gabe 12 mg i.v.

    Nebenwirkung:
    Flush, Dyspnoe,Bronchospasmus
    Hyperventilation, retrosternale Schmerzen, Übelkeit, Schwindel, Schwitzen, Benommenheit, Bradykardie, Asystolie, RR-Abfall
    Dauer aller Nebenwirkungen durch die geringe HWZ alle unter einer Minute.

    Wechselwirkungen:
    Wirkungsverstärkung bei Gabe von Dipyridamol.
    Wirkungsverringerung bei Theophyllin, Interaktionen mit Beta-Blockern und Beta-Sympathomimetika

    Kontraindikationen:

    - AV-Block II. oder III. Grades
    - Sick-Sinus-Syndrom
    - obstriktive Lungenerkrankungen
    - verlängertes QT- Intervall


    Akineton = Biperiden
    5 mg / 1 ml

    Indikation:
    Extrapyramidalmotorische Syndrome ( Phenothiazininintox.)

    Dosierung:
    0,05 bis 0,1 mg/ kg eventuell nach 30 Minuten wiederholen

    Max. Tagesdosis:
    20 mg Erwachsene
    bis 5 mg Schulkinder

    Fortführung der Therapie oral mit 0,1 mg / kg / Tag in drei Dosen.
    Therapie ausschleichend beenden

    Wirkung:
    Kompetitiver Antagonist an postganglionären cholinergen Synapsen: Gute zentrale, schwächere periphere Wirkung als Atropin

    Pharmakokinetik:
    Bioverfügbarkeit:
    30% ( First-pass-Effekt)

    Wirkungseintritt:
    wenige Minuten

    Maximale Wirkung:
    nach 15 bis 20 MInuten

    Wirkungsdauer:
    4 bis 8 Stunden

    Plasma HWZ:
    1,5 h und 24 h

    Plasmaproteinbindung:
    > 90 %

    Nebenwirkungen:

    periphere parasympatholytische Effekte
    Blutdruckabfall
    Tachyarrhythmie
    Mundtrockenheit
    Abnahme des Bronchialsekretes
    Obstipation
    Harnretention
    Akkomodationsstörungen,
    Mydriasis
    Verwirrtheit, Delir, Sedierung
    ( Antidot = Physostigmin )
    Halluzinationen, Gedächtnisstörungen
    Mißbrauch

    Kontraindikation:

    unbehandeltes Engwinkelglaukom
    Cave: Psychose, Epilepsie
    Magen - Darm - Stenosen
    Prostataadenom
    Tachyarrhythmie

    Praxis:
    Amantadin, Chinidin, trizyklische Antidepressiva, Neuroleptika, Antihistaminika, Spasmolytika und Alkohol verstärken die Wirkung

    Langsam injizieren ( psychotische Nebenwirkungen )

    Zur Parkinsontherapie häufig Kombination mit Dopa und Amantadin


    Akrinor = Theoadrenalin/ Cafedrin
    Antihypotonikum

    1 Amp.= 2 ml enthält
    10 mg Theoadrenalin und
    200 mg Theophyllin

    INDIKATIONEN:
    - Hypotonie
    - vasovagale Synkope
    - orthostatische Kreislaufregulationsstörung

    DOSIERUNG:
    0,5 - 1,0 ml langsam i.v.

    WIRKUNG:
    - Kreislaufstimulierung durch Engstellung der venösen Blutgefässe und Erhöhung der Pumpleistung des
    Herzens

    NEBENWIRKUNG
    - subjektive Missempfindungen z.B. Herzklopfen
    - ventrikuläre. Herzrhythmusstörungen
    - pektanginöse Beschwerden

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - Volumenmangel
    - koronare Herzkrankheiten
    - Engwinkelglaukom

    Alloferin = Alcuronium
    Muskelrelaxans ( NDMR )

    Indikation:
    - zur Relaxierung bei Eingriffen unter Kombinationsnarkose
    - Ausschaltung der Atemmuskulatur zur künstlichen Beatmung

    Dosierung:
    0,16 mg kg KG zur Intubation
    0,03 mg kg KG zur Nachrelaxierung

    Wirkung:
    - 10 - 20 Minuten
    - längerfristige Muskelrelaxierung
    - Abschwächung von Nebenwirkungen von Lysthenon
    - Blockierung der Erregungsübertragung an der motorischen Endplatte der Skelettmuskulatur. Der nervale Impuls kann nicht mehr auf den Muskel übertragen werden.

    Nebenwirkung:
    - bei Myasthenie unberechenbare Wirkdauer
    - Histaminfreisetzung möglich
    - ganglienblockende Wirkung = RR - Abfall
    - erhebliche Wirkungsverlängerung bei Niereninsuffizienz bei Kombination mit Aminoglykosiden
    bei Polymyxinantibiotika

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - Unmöglichkeit der künstlichen Beatmung
    - fehlendes Instrumentarium zur Intubation und Beatmung
    - Atemwegswiderstände im Mund-, Kiefer-u. Kehlkopfbereich

    Wirkungseintritt nach ca. 90 Sekunden
    Wirkdauer ca. 30- 45 Minuten

    Pharmakokinetik:
    - Wirkdauer wird durch Umverteilungsvorgänge und Elimination bestimmt
    - Elimination zu 80 % renal
    - Anschlagszeit 3 Minuten


    Anexate = Flumazenil
    Benzodiazepine- Antagonist

    INDIKATIONEN:
    - Aufhebung der zentral dämpfende Wirkung von Benzodiazepinen

    DOSIERUNG:
    initial 0,2 mg Flumazenil i.v. innerhalb von 15 Sekunden; wenn sich nicht innerhalb von 60 Sekunden nach der ersten Injektion der gewünschte Bewusstseinsgrad einstellt. Wiederholung der Dosis mit 0,1 mg Flumazenil.
    Die Gesamtdosis von 1 mg nicht überschreiten.

    WIRKUNG:
    - Antagonisierung von Substanzen, die über Benzodiazepinrezeptoren wirken.

    NEBENWIRKUNGEN:
    - Übelkeit und Erbrechen
    - Angstgefühle
    - Herzklopfen
    - Blutfruckschwankungen
    - Veränderung der Herzfrequenz

    KONTRAINDIKATIONEN:
    im Notfall keine

    Hinweis !! Entzugserscheinungen bei Bezodiazepinabhängigen !!


    Anticholium = Physiostigminsalicylate

    Indikation:
    - Vergiftung mit
    - Atropin
    - tricyclische Antidepressiva
    - Antihistaminika
    - Ethanol

    Wirkung:
    - reversible Cholinesterasehemmung

    Dosierung:
    - Erwachsene, bewußtlos
    initial 5 ml = 2 mg langsaam i.v.
    nicht mehr als 1 mg / min.

    Repetition 1 bis 2 mal bis Patient erwacht bzw. Nebenwirkungen auftreten.
    Erhaltung mit Perfusor 2 mg/ h
    Kinder : Einzeldosis 0,5 mg
    leichte Intoxikation: Einzeldosis 1 mg

    Nebenwirkungen:
    - Bradykardie
    - Hypersalivation
    - Übelkeit
    - Erbrechen

    Kontraindikationen:
    - Risikoabschätzung bei:
    - koronarer Herzkrankheit
    - Asthma bronchiale
    - Harnretention
    - Diabetes



    Apomorphin = Apomophin
    Emetikum

    INDIKATIONEN:
    - Emetikum bei Vergiftung, Alkohol- und Drogensucht

    DOSIERUNG:
    - 0,1 mg / kg / KG i.m.

    WIRKUNG:
    - zentrale Wirkung auf das
    Brechzentrum ( Stimulation )

    NEBENWIRKUNGEN:
    - Blutdruckabfall
    - Müdigkeit
    - Atemdepression

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - Kreislaufinsuffizienz
    - Schock
    - Koma
    - Narkose
    - Kleinkinder u. Säuglinge
    - Verätzungen mit Laugen u. Säure
    - schaumbildende Substanzen
    - organische Lösungsmittel


    Arterenol = Noradrenalin
    Sympathikomimetikum mit Wirkung auf Beta1- und Alpha -Rezeptoren

    Indikation:
    - Septischer Schock
    - Erniedrigter peripherer Widerstand z.B. bei Histaminausschüttung im Rahmen eines
    anaphylaktischen Schocks
    - Antidot bei Überdosierung von Vasodilatantien
    - therapieresistente Hypotonie

    Wirkung:
    - alpha und beta1 Sympathomimetikum mit blutdrucksteigender und antidiuretischer Wirkung, steigert
    den linksventrikulären enddiastolischen Druck

    Dosierung:
    initial:
    1/3 Amp = 0,3 mg Norepinephrin i.v.

    Perfusor:
    3 Amp. = 3 mg in 50 ml NaCl 0,9 % mit 3 - 5 ml / h = 0,18 mg bis
    0,30 mg / h

    Maximaldosis:
    1,5 mg / h

    Nebenwirkungen:
    - ventrikuläre Rhythmusstörungen
    - Tachykardie
    - Hyperglykämie
    - pektangiöse Beschwerden

    Kontraindikationen:
    - Hypertonie
    - Tachykardie
    - Engwinkelglaukom

    Interaktionen:
    - alpha Sympatholytika ( Wirkungsumkehr)
    - Kombination mit Dopamin und Dobutamin bei ausgeprägter Hypotonie möglich



    Aspisol = Acetylsalicylsäure

    Indikationen:
    Akute und chronische Schmerzen ( analgetische Wirkung ) Fieber ( Cave: nicht bei Kindern und Jugendlichen ---> Reye-Syndrom)
    Akute und chronsiche Entzündungen bes. rheumatische Erkrankungen, Myokardinfarkt
    ( Thrombozytenaggregationshemmung ) Prophylaxe zerebraler und koronarer Durchblutungsstörungen.

    Dosierung:
    Antiphlogistische, analgetische und antipyretische Wirkung:
    0,5 - 1,0 g Aspisol i.v., p.o., i.m.
    Thrombozytenaggregations- hemmung 1 - 3 mg / kg / KG Aspisol i.v.

    Wirkmechanismus:
    Benzoesäurederivat mit analgetischen, antipyretischen und antiphlogistischen Eigenschaften.
    Prostaglandinsynthesehemmung.
    Thrombozytenaggregationshemmende Wirkung ( Hemmung der thrombozytären Thromboxan A² - Synthese )

    Pharmakokinetik:
    Orale Bioverfügbarkeit ca. 70 %, HWZ ( Salicylsäure ) konzentrationsabhängig 2,5 - 30 h.

    Protein - Plasma - Bindung konzentrationsabhängig 80 % ,
    Elimination ca 20 % unverändert renal ( bei alkalischen Urin pH bis 80 % ). Rest in der Leber weiter metabolisiert.
    Wirkungseintritt nach oraler Gabe in 20 - 30 Min. Intravenös nach 2 -3 Minuten.

    Kontraindikationen:
    Ulcus duodeni oder ventriculi, Salicylat - Hypersensibilität,
    Kinder <12 Jahre (Auslösung eines Reye-Syndrom) ,
    3. Trimenon der Schwangerschaft ( Geburtsverzögerung, erhöhte Nachblutungsgefahr, beim Kind vorzeitiger Verschluß des Ductus Botalli möglich ) , Glucose-6-Phosphat- Dehydrogenase-Mangel.

    Nebenwirkungen:
    Bronchokonstriktion, Gefahr der Auslösung von Asthmaanfällen, anaphylaktischen Reaktionen, Übelkeit, Erbrechen, Gastritis, Ulzera, Verlängerung der Blutungszeit, Ohrensausen, Benommenheit und Hyperventilation.

    Wechselwirkungen:
    Erhöht werden die Wirkung von Antikoagulantien oder Fibrinolytika, Verstärkung der blutzuckersenkenden Wirkung von Insulin und Sulfonylharnstoffen.
    Verminderung diurektische Wirkung von Furosemid und Spironolacton. Verminderte Wirkung von blutdrucksenkenden Medikamenten.

    Beim Myokardinfarkt kann es bei Dosen > 400 - 500 mg ASS zu einer Prastaglandinbedingten koronaren Vasolonstriktion kommen.
    In hohen Dosen besitzt ASS eine urikosurische Wirkung.
    Als Standardmedikament beim Myokardinfarkt einsetzen.

    Atosil = Promethazin

    Indikation:
    - Übelkeit
    - Erbrechen
    - Erregungszustände
    - zur Prämedikation

    Wirkung:
    - H1 antihistaminisches Neuroleptikum mit
    - sedativer
    - antiallergischer
    - antiemetischer Wirkung

    Dosierung:
    1/2 bis 1 Ampulle ( 25-50 mg) langsam i.v.
    intraglutäale Injektion möglich

    Nebenwirkung:
    - Sekretionsstörung
    - Tachykardie
    - Blutdruckabfall
    - Dyskinesien
    - paradoxe Reaktionen
    - Gewebeschäden bei paravenöser
    Injektion

    Kontraindikationen:
    - Intoxikationen mit zentraldämpfenden Pharmaka und Alkohol
    - Morbus Parkinson
    - Prostataadenom
    - Glaukom
    - Leberfunktionsstörungen
    - Säuglinge ( Apnoegefahr )

    Interaktionen:
    - zentraldämpfenden Pharmaka ( Wirkungssteigerung )
    - Dormicum ( erhöhte Gefahr paradoxer Reaktionen)


    Quelle: Verschiedene Autoren und Bücher, keine Garantie für die
    Angaben zur Dosierung !
     
  2. Rabenzahn

    Rabenzahn Poweruser

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    Zustimmungen:
    3
    Beruf:
    AN-Pfleger
    Ort:
    Kassel
    Akt. Einsatzbereich:
    in Rente
    Beloc = Metoprolol

    Präparate:
    Beloc, Lopresor 5 mg / 5 ml

    Indikationen:
    Sinustachykardie
    supraventrikuläre Tachykardie
    Hypertonie

    Dosierung:
    - 0,05 mg/ kg sehr langsam i.v. eventuell wiederholen
    maximale Dosis:
    - 0,3 mg / kg
    zur Langzeittherapie
    - Perf. 50 mg / 50 ml 0,05 mg/kg / h

    Besser per os.
    - initial: 1 mg / kg / Tag bis maximal 5 mg / kg / Tag

    Wirkung:
    Beta-Blocker, Antiarrhythmikum der Klasse II, Selektive Blockierung der Beta 1 - Rezeptoren, keine unspezifische Membranwirkung, keine intrinsische Aktivität.
    Theapeutische Wertigkeit: Vorhof+ , AV-Knoten ++ akz. Bahn 0 , Ventrikel + , Sinusfrequenz - ,
    PQ-Zeit+ QRS-Dauer<->,

    Pharmakokinetik:
    orale Bioverfügbarkeit ca. 40 %
    hepatische First-pass-Metabolismus)
    HWZ 3 - 6 h ( individuell variabel bei genetischer Polymorphinismus)
    Plasmaproteinbindung 12 %
    Elimination 10 % unverändert renal, Rest in der Leber. teilweise zu ( schwächer wirksam ) pharmakologisch aktiven Metaboliten metabolisiert

    Kontraindikation:
    Schwere Herzinsuffizienz
    Sinusknoten Syndrom
    AV - Block II° und III°
    Bradycardie
    Phäochromozytom ( vorher alpha-Blocker geben)

    Relative Kontraindikation:
    Asthma bronchiale
    obstruktive Bronchitis
    AV-Block I° bis PQ-Zeit < 0,23 Sekunden


    Berotec = Fenoterol
    Sympathomimetikum

    INDIKATIONEN:
    - symptomatische Behandlung von akuten Asthmaanfällen
    - obstruktive Atemwegserkrankungen
    - Wehenhemmung bei bevorstehender Geburt

    DOSIERUNG:
    2 - 3 Hübe
    5 Hübe zur Wehenhemmung

    WIRKUNG:
    - Betarezeptoren 2 Stimulation
    - Weitstellung von Gefässen, Bronchien und glatter Muskulatur
    - Hemmung der Wehentätigkeit

    NEBENWIRKUNG:
    - Schwindel
    - Kopfschmerzen
    - Unruhe
    - event. Blutdruckabfall
    - Herzklopfen
    - Tachycardie
    - ventr. Rhythmusstörungen
    - Muskeltremor

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - Tachycardie
    - tachycarde Arrhythmie
    - frischer Myocardinfarkt
    - Thyreotoxikose
    - unter der Geburt stehende Frauen ( Blasensprung )

    Wirkungseintritt nach ca. 15 Minuten


    BEN-U-RON
    Paracetamol

    Indikation:
    - leichte bis mittelstarke, nicht entzündliche Schmerzen
    - Fieber
    - Krämpfe in der Pädiatrie

    Wirkung:
    - zentrale Hemmung der Prostaglantinsynthese
    - wirkt analgetisch und fiebersenkend

    Dosierung:
    - Erwachsene 500 - 1000 mg oral
    Repititon bis zur vierfachen Einzeldosis

    - Kinder 6 - 12 Jahre
    250 mg oral oder 500 mg rektal

    - Kinder 1 - 5 Jahre
    60 - 120 mg oral oder 250 mg rektal

    - Kinder unter 1 Jahr
    60 mg oral oder 125 mg rektal
    bei vergleichsweise reduziertem KG Dosisreduktion

    Nebenwirkungen:
    - allergische Hautreaktionen ( gelegentlich )
    - reversible Niereninsuffizienz ( sehr selten )
    - Nierenschäden bei Überdosierung

    Kontraindikationen:
    - schwere Nieren - und Leberfunktionsstörungen


    Brevibloc
    Esmololhydrochlorid

    Zusammensetzung:
    10 ml Infusionslösung enthalten 100 mg
    10 ml Infusionslösungskonzentrat
    2,5 g Esmololhydrochlorid

    Indikation:
    - supraventrikuläre Tachykardien ( ausser Reentry-Mechanismen )
    - Lungenödem als Folge einer Tachykardie in Verbindung mit einer Mitralstenose
    - therapiebedürftige, nichtkompensatorische Sinustachykardie
    - hypertensive Krise
    - hyperkinetisches Herzsyndrom

    Wirkung:
    - beta-Blocker mit vorwiegender Wirkung auf kardiale beta1- Rezeptoren, negativ,chronotrop,
    dromotrop, bathmotrop und inotrop, antihypertensiv

    Dosierung:
    - initial 500µg / kg / KG / min

    wenn kein Erfolg Repitition der gleichen Dosis nach vier Minuten

    Erhaltungsdosis 100µg, max. 200µg

    Nebenwirkung:
    - Bronchospasmus
    - Blutdruckabfall
    - AV-Block ( selten )
    - Übelkeit
    - Erbrechen
    - Anstieg der Herzfrequenz nach Infusionsende

    Kontraindikation:
    - Bradykardie
    Risikoabschätzung bei:
    - Asthma bronchiale
    - kompensatorischer Herzinsuffizienz
    - Diabetes

    Interaktionen:
    - Verstärkung der antihypertensiven Wirkung durch Antihypertensiva, Narkotika, Psychopharmaka,
    - erhöhte Bradykardiegefahr durch Clonidin, Herzglykoside, Fentanyl
    - Verstärkung der kardiodepressiven Wirkung durch Calciumantagonisten
    - verlängerte neuromuskuläre Blockade mit Succinylcholin
    - erhöhter Esmololsspiegel durch Morphin



    Brevimytal - Natrium = Methohexial
    Barbiturat

    INDIKATION:
    - Narkoseeinleitung
    - Kurznarkosen

    DOSIERUNG:
    - 1 - 1,5 mg / kg / KG i.v.
    - 5 mg / kg / KG i.m.
    - rectal 20 - 30 mg / kg / KG
    Nachinjektion ca 1/3 der Initialdosis

    Wirkung:
    - kurzwirksames Barbiturat
    - keine analgetische Wirkung
    - plazentagängig
    - 3 x stärker wirksam als Trapanal

    Nebenwirkung:
    - Atemdepression
    - allergische Reaktion
    - RR- Abfall
    - Bronchospasmus
    - Laryngospasmus
    - Venenreizung
    - Potenzierung der Wirkung durch Alkohol / Opiate oder andere zentraldämpfende Substanzen

    Kontraindikation:
    - Porphyrie
    - Schock
    - Hypovolämie
    - Barbituratallergie
    - Intoxikation mit zentraldämpfenden Substanzen


    Bronchoparat = Theophyllin
    Broncholytikum / Antiasthmatikum

    INDIKATIONEN:
    - Akutbehandlung von Atemnotzuständen aufgrund von obstruktiven Atemwegserkrankungen
    ( Asthma bronchiale)
    - zentrale Atemregulationsstörungen
    - Cor pulmonale
    - chronische Angina pectoris und Ödeme infolge von Herz-, Nieren-u.Gehirnerkrankungen

    DOSIERUNG:
    - am liegenden Erwachsenen initial
    2,5 - 3 mg / kg / KG langsam i.v. ( 20-30 Min )

    WIRKUNG:
    - Broncholyse
    - Stimulierung des Atemzentrums
    - Senkung des peripheren Widerstandes
    - Förderung der Nierenausscheidung

    NEBENWIRKUNGEN:
    - Übelkeit / Erbrechen
    - Kopfschmerzen
    - Unruhe
    - Tachycardie und Blutdruckabfall
    - Steigerung der Harnausscheidung
    - zerebrale Krampfauslösung bei Kleinkindern

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - frischer Herzinfarkt
    - Tachycardie
    - Epilepsie
    - Kinder unter 1 Jahr
    - kardiogener Schock

    Hinweis!
    Bei toxischen Nebenwirkungen Diazepam – Gabe


    Buscopan = Butylscopolamin
    Spasmolytikum

    INDIKATIONEN:
    - Spasmen im Bereich von Magen, Darm,Gallenwege und ableitenden Harnwegen sowie des
    weiblichen Genitales

    DOSIERUNG:
    1 Amp. langsam i.v.
    Einzeldosis: 20 - 40 mg
    Tagesdosis: bis 100 mg
    Kleinkinder u. Säuglinge
    1/4 Amp. = 5 mg

    WIRKUNG:
    - periphere anticholinerge Wirkung mit Hemmung der parasympathischen Wirkung auf die glatte Muskulatur
    - krampflösend
    - Verzögerung der Entleerung des Magens

    NEBENWIRKUNGEN:
    - Hautreaktionen
    - selten Blutdruckabfall
    - Tachycardie
    - Akkommodationsstörungen der Augen

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - Engwinkelglaukom
    - tachykarde Arrhythmie
    - mechanische Stenosen im Bereich des Magen - Darm - Kanals
    - Blasenentleerungsstörungen

    Hinweis ! Keine Gabe bei akutem Abdomen !!!

    Quelle: Verschiedene Autoren und Bücher, keine Garantie für die Angaben zur Dosierung !
     
  3. Rabenzahn

    Rabenzahn Poweruser

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    Dehydrobenzperidol = Droperidol
    Neuroleptikum

    Indikation:
    - Neuroleptanästhesie
    - Antiemetilum ( Morphingabe )

    Dosierung:
    0,1 - 0,2 mg / kgKG

    Wirkung:
    - Butyrophenon mit grosser therapeutischer Breite.
    - Blockade zentraler Dopaminrezeptoren und gering sedierender Komponente
    - antiemetisch
    - potenziert Analgetikawirkung
    - ausgeprägt neuroleptisch

    Nebenwirkung:
    - Anticholinerg
    - Chinidinartig
    - alphasympatholytisch Blutdruckabfall, reflektorischer Herzfrequenzanstieg
    - Extrapyramidalmotorische Störungen ( Antagonist: Akineton )

    Kontraindikation:
    - Morbus Parkinson
    - endogene Depression
    - Epilepsie
    - AV - Blockierung höheren Grades
    - L- Dopa oder Dopamintherapie
    - Hypovolämie

    Pharmakokinetik:
    - Wirkungseintritt nach 5 Minuten
    - Wirkungsdauer 2 Stunden
    - langdauernde residuelle Wirkung


    Diazepam = Diazepam
    Tranquilizer

    INDIKATIONEN:
    - akute Angst-, Spannungs- und Erregungszustände
    - zerebrale Krampfanfälle
    - Schmerzzustände

    DOSIERUNG:
    - zur Sedierung 5-10 mg i.v.
    - andere Indikationen ( Krampfanfall)
    5 - 10 mg i.v. alle 10 - 15 Minuten
    bis max. 30 mg
    - Kinder über 5 Jahre 1 mg i.v.

    WIRKUNGEN:
    zentrale Sedierung mit
    - Beruhigung
    - Angst - und Krampflösung
    - Entspannung
    - Muskeltonusverminderung

    NEBENWIRKUNGEN:
    - Schläfrigkeit, Benommenheit,
    - Schwindelgefühl
    - Sehstörungen
    - Mundtrockenheit
    - Blutdruckabfall
    - Atemdepression
    - paradoxe Reaktionen bei z.B. älteren Menschen mit Erregung und Wutanfällen

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - bekannte Überempfindlichkeit gegen Benzodiazepine
    - Medikamenten-,Drogen- und Alkoholabhängigkeit
    - Engwinkelglaukom
    - Ateminsuffizienz
    - Myasthenia gravis ( Störung der Erregungsübertragung an der motorischen Endplatte


    Dipidolor = Piritramid
    Schmerzmittel ( BTM )

    INDIKATIONEN:
    - starke und sehr starke akute und chronische Schmerzen

    DOSIERUNG:
    - Einzeldosis i.m. 15 - 30 mg
    i.v. 7,5 - 22,5 mg
    Richtdosis: 0,1 - 0,3 mg kg alle 6 h

    WIRKUNGEN:
    - Opiatagonist mit analgetischer, sedierender und antitussiver Wirkung
    Wirkungseintritt i.v. nach 5 Min.
    i.m. nach 15 Min.

    NEBENWIRKUNG:
    - Atemdepression
    - Übelkeit
    - Erbrechen
    - Sedierung
    - Bradykardie
    - Obstipation
    - Harnverhalt
    - Hypotonie

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - Kinder < 1 Lebensjahr
    - Störung der Atemfunktion
    - erhöhter Hirndruck
    - erhöhte Krampfbereitschaft
    - Hypothyreose
    - NNR - Insuffizienz
    - Schwangerschaft

    15 mg Dipidolor haben die analgetische Potenz von 10 mg Morphin !!!


    Disoprivan = Propofol
    Hypnotikum

    Indikation:
    - Narkoseeinleitung
    - i.v. Anästhesie ohne Inhalationsanästhesie
    - Kurznarkosen

    Dosierung:
    - 1,5 - 2,5 mg/kg/KG i.v.
    - 0,1 - 0,2 mg / kg x min
    zur Aufrechterhaltung

    Wirkung:
    - Hypnotikum

    Nebenwirkung:
    - Atemdepression
    - Blutdruckabfall
    - Bradycardie
    - Exzitationserscheinung
    - Husten
    - Venenreizung

    Kontraindikation:
    - Allergie
    - Schwangerschaft
    - Stillzeit
    - koronare Herzkrankheit mit Insuffizienz

    Pharmakokinetik:
    - Wirkungseintritt während einer Kreislaufzeit
    - Wirkungsende durch Umverteilung
    ( Wirkdauer 2 - 10 Minuten )
    - Metabolisierung überwiegend in der Leber.
    - Beta-HWZ 30 - 50 Minuten keine klinisch relevanten Änderungen bei Leberfunktionsstörung.


    Dobutamin Hexal = Dobutamin
    Katecholamine

    INDIKATIONEN:
    - akute Herzinsuffizienz
    - kardiogener Schock

    DOSIERUNG:
    - 250 mg auf 500 ml Ringer-Lactat
    7 - 28 Tropfen pro Minute i.v

    - 250 mg in Perfusorspritze
    0,025 bis 0,10 ml pro Minute i.v.

    WIRKUNGEN:
    - positiv inotrope Wirkung mit Steigerung der Herzkraft und Erniedrigung des Sauerstoffverbrauch am Herzen

    NEBENWIRKUNGEN:
    - Tachycardie
    - Herzrhythmusstörungen VES
    - Übelkeit
    - Kopfschmerzen
    - Vasokonstriktion bei Patienten mit Betarezeptorenblocker
    - pektanginöse Beschwerden

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - Volumenmangel
    - Herzbeuteltamponade
    - Tachyarrhythmie
    - Aortenklappenstenose

    Hinweis ! Keine gleichzeitige Gabe mit Nabic !!


    Dobutrex = Dobutamin
    Katecholamine

    INDIKATIONEN:
    - akute Herzinsuffizienz
    - kardiogener Schock

    DOSIERUNG:
    - 100 mg auf 500 ml Ringer-Lactat
    1 Tropfen entspricht ca. 10µg
    1 Tropfen / kg / KG / Min. i.v.
    als Infusion 60 - 120 Tropfen/ Min.

    WIRKUNGEN:
    - Beta1 Sympathomimetikum
    - positiv inotrope Wirkung mit Steigerung der Herzkraft und Erhöhung des Schlagvolumens
    - Senkung des Pulmonalkapillardruckes

    NEBENWIRKUNGEN:
    - Tachycardie
    - Herzrhythmusstörungen VES
    - pektanginöse Beschwerden
    - Kopfschmerzen
    - Kurzatmigkeit

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - Volumenmangel
    - Tachyarrhythmie

    Hinweis ! Keine gleichzeitige Gabe mit Nabic !!!


    Dolantin = Pethidin
    Analgetikum

    Zusammensetzung:
    1 ml Injektionslösung enthält
    50 mg Pethindinhydrochlorid

    INDIKATIONEN:
    - starke Schmerzzustände
    - Spasmen der glatten Muskulatur des Magen-Darm-Traktes, der abführenden Gallenwege und
    des Urogenital-Traktes

    DOSIERUNG:
    25 - 100 mg langsam i.v

    WIRKUNGEN:
    Wirkung auf das zentrale Nervensystem mit
    - Schmerzhemmung
    - Euphorisierung

    NEBENWIRKUNGEN:
    - anaphylaktische Reaktion
    - Sedierung
    - Schwindel
    - Übelkeit
    - Kopfschmerzen
    - Atemdepression
    - Kreislaufdepression mit Bradycardie und orthostatischer Regulationsstörung

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - Kreislauf-u. Ateminsuffizienz
    - erhöhter Hirndruck
    - Hypotension in Verbindung mit einer Hypovolämie

    Interaktionen:
    - Buprenorphin und Pentazocin schwächen die Wirkung von Dolantin ab.

    Inkompatibilitäte
    - unverträglich mit alkalischen Infusionslösungen

    Hinweis ! Antidot ist Narcanti


    Dopamin = Dopamin
    Katecholamine

    Zusammensetzung:
    1 Amp. Dopamin Giulini zu 5 ml enthält 50 mg
    1 Amp. Dopamin Giulini 200 zu 10 ml enthält 200 mg
    1 Amp. Dopamin Giulini 250 zu 50 ml enthält 250 mg
    1 Amp. Dopamin Giulini 500 zu 50 ml enthält 500 mg Dopamin

    INDIKATIONEN:
    - Schockzustände mit drohendem Herz-Kreislauf u. Nierenversagen
    - schwere Hypotensionen
    - kardiogener Schock
    - septischer Schock
    - sinnvoll bei Herzinsuffizienz

    DOSIERUNG:
    nephrologische Indikation = 2 - 3µg / kg / KG / min

    kardiologische Indikation = 10µg / kg / KG / min

    septischer Schock = 20µg / kg / KG / min

    100 mg auf 500 ml Ringer-Lactat
    1 Tropfen ca. 10 µg
    1 Tropfen / kg / KG / Min. i.v.
    = 60 bis 120 Tropfen / Min.

    WIRKUNGEN:
    - Stimulierung der Alpharezeptoren mit Gefässengstellung in der Peripherie ( dosisabhängig )
    - Stimulierung der Betarezeptoren mit Herzkraftsteigerung
    - Erhöhung des Schlagvolumens
    - Frequenzsteigerung
    - Gefäss u. Bronchienerweiterung
    - diuretisch durch Wirkung am Dopaminrezeptor
    - positiv, chronotrop, inotrop

    NEBENWIRKUNGEN:
    - Tachycardie
    - Herzrhythmusstörungen VES
    - pektanginöse Beschwerden
    - Kopfschmerzen

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - Schilddrüsenüberfunktion
    - Volumenmangel
    - Tachyarrhythmie
    - Engwinkelglaukom
    - Vorsicht bei Ulcusblutung

    Interaktionen:
    - Kombination mit Dobutrex günstig = Dosisreduktion
    - Kombination mit Nitroglycerin = Senkung des pulmonalen Widerstandes
    - Kombination mit Furosemid = Steigerung des diuretischen Effekts
    - Cave: Dosisreduktion bei gleichzeitiger Gabe von MAO - Hemmern

    Hinweis ! Keine gleichzeitige Gabe mit Nabic !! Inaktivierung !!!


    Dormicum = Midazolam
    Psychopharmaka

    Zusammensetzung:
    1 Amp. enthält 5 mg Midazolam

    Indikation:
    - Prämedikation
    - Sedierung
    - NLA
    - Ataranalgesie

    Dosierung:
    0,05 - 0,15 mg/ kg / KG i.v.
    0,05 - 0,15 mg/ kg / KG i.m.

    Wirkung:
    - sedierend
    - schlaffördernd
    - anxiolytisch
    - antikonvulsiv
    - muskelrelaxierend
    - Amnesie

    Nebenwirkung:
    - Atemdepression bei hohen Dosierungen oder rascher Injektion möglich
    - RR-Abfall möglich
    - ZNS - Störung und paradoxe Wirkung

    Kontraindikation:
    - Allergie auf Benzodiazepine
    - endogene Depression ( Schizophrenie )
    - Schwangerschaft ( 1. Trimenon )
    - Stillzeit
    - Intoxikation mit Psychopharmaka
    - Alkoholintoxikation
    - Myasthenia gravis

    Pharmakokinetik:
    - Wirkungseintritt nach 3 Minuten
    - Wirkungsdauer 45 Minuten
    - Metabolisierung in der Leber
    - Ausscheidung als Glucuronid
    - residuelle Wirkung über 4 Stunden


    b]Quelle: Verschiedene Autoren und Bücher, keine Garantie für die Angaben zur Dosierung ![/b]
     
  4. Rabenzahn

    Rabenzahn Poweruser

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    Fentanyl = Fentanyl
    Analgetikum / Opiat ( BTM )

    Zusammensetzung:
    1 Amp. zu 2 ml enthält 0,1 mg
    1 Amp. zu 10 ml enthält 0,5 mg
    Fentanyl-Base

    INDIKATIONEN:
    - Narkoseeinleitung ( NLA )
    - alle Eingriffe, bei denen eine endotracheale Intubation und Beatmung durchgeführt wird

    DOSIERUNG:
    0,05 - 0,1 mg i.v. zur Analgesie
    0,20 - 0,5 mg i.v. bei Narkose
    ( initial: 50µg / kg / KG i.v. )

    WIRKUNGEN:
    - Opioid - Analgetikum( Partialagonist)
    - zentrale Schmerzausschaltung
    - sedierende Wirkung
    - morphinäquivalente Wirkstärke 100 - 300

    NEBENWIRKUNGEN:
    - orthostatische Herz-Kreislauf- Regulationsstörungen
    - Blutdrucksenkung
    - Bradykardie
    - Atemdepression
    - Bronchospasmen
    - Hypokapnie

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - Fehlen von Beatmungs- und Intubationsmöglichkeiten
    - Schwangerschaft
    - Säuglinge
    - akute hepatische Porphyrien

    Pharmakokinetik:
    - Wirkungseintritt sofort ( i.v. )
    - Maximale Wirkung nach 3 Minuten
    - Wirkungsdauer analgetisch 20 - 40 Minuten
    - Halbwertszeit ca. 3 Stunden
    - Elimination teils durch hepatische
    Biotransformation und teils unverändert renal

    Hinweis ! Wirkeintritt nach 1-2 Min.
    Wirkdauer 20-30 Min.

    Antidot Narcanti
    Die Naloxon-HWZ von ca. 60 Minuten wird von der Fentanyl-HWZ 3-5 Stunden übertroffen.
    Rebound nach Antagonisierung


    Fluimucil = Acetylcystein ( ACC )

    Zusammensetzung:
    1 Amp. enthält 300 mg
    N-Acetylcystein ( NAC )

    Indikation:
    - Paracetamolvergiftung
    - Unproduktiver Husten im Rahmen von Infektionen der oberen und unteren Atemwege,
    Bronchiektasen, Mukoviszidose,

    Dosierung:
    Initial 1 Amp. = 300 mg 1-2 x tägl. langsam i.v.

    bei schweren Fällen 2 - 3 Amp.
    2 - 3 x täglich.

    Paracetamolintox 150 mg / kg / KG unverdünnt innerhalb der ersten 15 Minuten i.v., anschließend bis zur 4. Stunde 50 mg / kg / KG auf 500 ml 5%ige Glucose als Infusion, anschließend bis zur 20. Stunde
    100 mg / kg / KG auf 1000 ml 5%ige Glucose als Infusion .

    Wirkmechanismus:
    Schleimverflüssigung bei Spaltung von Disulfidbrücken.
    Bei Paracetamolintox. SH- Gruppen - Donator für die intrahepatische Glutathionsysnthese.

    Pharmakokinetik:
    HWZ 2 Stunden
    Protein-Plasma-Bindung: 80 %

    Nebenwirkung:
    Magen - Darm - Beschwerden, allergische Reaktionen, mögliche Beeinflussung von Immunglobulinen und Antiproteasen (Disulfidbrückenaufspaltung)

    Wechselwirkungen:
    Verminderte Wirkung von einigen Penicillinen, Tetrazyklinen und Cephalosporinen. Keine Kombination mit antitussiven Mitteln (z.B. Codein ): kann zu Sekretstau führen Verstärkung des vasodilatatorischen und thrombozytenaggregationshemmenden Effektes von Glyzeroltrinitrat.

    Ausreichende Flüssigkeitszufuhr sicherstellen je nach kardialen Status


    Fortecortin = Dexamethason
    Glukocorticoid

    INDIKATIONEN:
    systemische Anwendung bei
    - Hirnödem durch SHT
    - Apoplexie
    - anaphylaktischer Schock
    - Status asthmaticus
    - Pseudokrupp
    - Postreanimationsphase

    DOSIERUNG:
    - initial 40 - 100 mg langsam i.v.
    - 4 - 8 mg in 2 - 4 stdl. Abständen
    - Status asthmaticus 40 mg i.v.
    - Hirnödemprophylaxe 100 mg i.v.

    WIRKUNGEN:
    - Stabilisierung der Zellmembran
    - bronchiale Erweiterung
    - hemmt die Freisetzung von Entzündungsstoffen
    - Glucokortikoid mit antiphlogistischen Wirkung
    - keine mineralokortikoide Wirkung

    NEBENWIRKUNGEN:
    - Blutdrucksteigerung

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - im Notfall keine

    Hinweis ! Wirkungseintritt in 5-15 Min

    Fortral = Pentazocin
    gemischter Agonist - Antagonist

    Zusammensetzung:
    1 Amp. zu 2 ml enthält 30 mg Pentazocin

    Indikation:
    Schwere Schmerzzustände

    Wirkung:
    Opioid - Analgetikum mit zentral schmerzhemmender und gering sedierender Wirkung, gemischter Agonist - Antagonist
    - morphinäquivalente Wirkstärke 0,3

    Dosierung:
    1 Amp. = 30 mg Pentazocin i.v.
    in Ausnahmefällen s.c.bzw. i.m.
    Cave: Herzinfarkt !!!

    Repetition nach 3 - 4 Stunden

    Nebenwwirkungen:
    - Sedierung
    - Atemdepression
    - Blutdrucksteigerung
    - Herzfrequenzsteigerung
    - Anstieg des Pulmonalarteriendruckes

    Kontraindikationen:
    - bei kardialen und pulmonalen Risikoabschätzung

    Interaktionen:
    - da anagonistische Eigenschaft :
    Abschwächung der Wirkung von Opioid- Agonisten

    Inkompatibilitäten:
    - Bicarbonatlösung
    - Diazepam ( Valium )
    - Barbiturate ( Trapanal )
    - Furosemid ( Lasix )
    - Aminophyllin



    b]Quelle: Verschiedene Autoren und Bücher, keine Garantie für die Angaben zur Dosierung ![/b]
     
  5. Rabenzahn

    Rabenzahn Poweruser

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    Beruf:
    AN-Pfleger
    Ort:
    Kassel
    Akt. Einsatzbereich:
    in Rente
    Kaliumchlorid 7,45 % =
    Elektrolyt / Antiarrhythmikum

    INDIKATIONEN:
    - Hypokaliämie
    - hypokaliämisches Kammerflimmern nach Erbrechen und Durchfälle

    DOSIERUNG:
    2 bis max. 3 mmol Kalium / kg / KG und 24 Stunden.
    Initial 20 mmol langsam i.v.

    WIRKUNGEN:
    - Rhythmusstabilisierung
    - Verhütung heterotoper Reizbildung

    NEBENWIRKUNGEN:
    - Hyperkaliämie mit Unterdrückung der Schrittmacherfunktion des Sinusknotens

    KONTRAINDIKATIONEN:
    Krankheiten, die häufig mit einer Hyperkaliämie verbunden sind, z.B.
    - Dehydration
    - Niereninsuffizienz
    - Marbus Addison

    Hinweis! Anwendung immer verdünnt.!!!


    Ketanest = Ketaminhydrochlorid
    Analgetikum

    Zusammensetzung:
    1 Stechflasche mit 5 und 20 ml enthält 10 mg Ketaminhydrochlorid

    1 Stechflasche mit 2 und 10 ml enthält 50 mg Ketaminhydrochlorid

    INDIKATIONEN:
    - Einleitung und Durchführung einer Allgemeinanästhesie
    - Status asthmaticus
    - Analgesie intubierter Patienten

    DOSIERUNG:
    Initial 1 - 2 mg / kg / KG i.v. oder
    4,0 - 8, 0 mg / kg / KG i.m.

    Wiederholung mit halber Initialdosis

    WIRKUNGEN:
    - zentralanalgetisch mit oberflächlichem Bewusstseinsverlust
    - Analgesie ohne Atemdepression
    - Bronchialerweiterung
    - kreislaufanregende Wirkung

    NEBENWIRKUNGEN:
    Sympathikusaktivierung mit
    - Steigerung der Herzfrequenz
    - Blutdruckerhöhung
    - Hirndrucksteigerung
    - Herabsetzung der Hirndurchblutung
    - Aufwachreaktionen
    - Unruhe / Träume
    - Schwindel
    - Steigerung der Speichelsekretion

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - Hypertonie
    - Präeklampsie / Eklampsie
    - SHT mit Hirndrucksteigerung
    - Epilepsie
    - instabile Angina pectoris
    - Herzinfarkt

    Pharmakokinetik:
    - i.v. sofortiger Wirkungseintritt
    - i.m. nach 5-10 Minuten
    - Wirkungsdauer ( i.v. ) 5 – 10 Minuten

    Hinweis ! Wirkungseintritt nach 30 Sekunden, Augen sind geöffnet.



    Kohle - Pulvis = med. Kohle

    Zusammensetzung:
    1 Dose enthält 10 g medizinische Kohle

    Indikation:
    - orale Vergiftung

    Wirkung:
    Absorption der Giftstoffe

    Dosierung:
    30 - 50 g ( 100 g ) oral oder durch den Magenschlauch

    Kinder: 0,5 - 1 g / kg / KG
    in Kombination mit salinischen Laxanzien ( Natriumsulfat )

    Nebenwirkung:
    Kann die Diagnostik bei Ätzmitteln erschweren.

    Kontraindikationen:
    Nicht wirksam bei Intoxikationen mit:
    - Säuren
    - Laugen
    - wasserlöslichen Stoffen
    - dissoziierten Salzen

    schlecht wirksam bei Intoxikationen mit:
    - Blausäure
    - Cyaniden
    - Borsäure
    - Ethanol
    - DDT
    - Methanol
    - Beta-Methyldigoxin
    - Schädlingsbekämpfungsmittel

    Quelle: Verschiedene Autoren und Bücher, keine Garantie für die Angaben zur Dosierung
     
  6. Rabenzahn

    Rabenzahn Poweruser

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    Lanitop = Metildigoxin
    Digitalispräparat / Kardiatikum

    Zusammensetzung:
    1 Amp. zu 2 ml enthält 0,2 mg Metildigoxin

    INDIKATIONEN:
    - Herzinsuffizienz
    - Therapie und Prophylaxe von :
    - supraventrikulären Tachykardien
    - Vorhofflattern
    - Vorhofflimmern
    - Lungenödem ( nicht 1. Wahl)

    DOSIERUNG:
    0,2 - 0,4 mg langsam i.v.

    WIRKUNG:
    Digitalisglykosid mit positiv inotroper, negativ chronotroper und dromotroper Wirkung durch Erhöhung der Calciumionenkonzentration in der Herzmuskelzelle während der Systole.
    - Verbesserung der Kontraktionskraft des Herzens
    - Senkung der Herzfrequenz
    - Reduzierung der AV- Knoten - Erregungsüberleitung vom Vorhof zur Kammer

    NEBENWIRKUNG:
    - ventrikuläre Herzrhythmusstörung
    - Bradykardie
    - AV-Block 1. bis 3. Grades
    - Sehstörungen ( Farbsehen )
    - abdominelle Beschwerden

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - Kammertachykardie
    - Hypokaliämie
    - Karotissinussyndrom
    - AV-Block 2. und 3. Grades

    Interaktionen:
    Calciumantagonisten, Rytmonorm, Chinidin, Kortikoide, Diuretika, Salicylate verstärken die Wirkung
    Schilddrüsenhormone und Kaliumsalze schwächen sie ab.


    Lasix = Furosemid
    Diuretikum

    Zusammensetzung:
    1 Amp. zu 2 ml enthält 20 mg
    1 Amp. zu 4 ml enthält 40 mg
    1 Amp. zu 25 ml enthält 250 mg
    Furosemid


    INDIKATIONEN:
    - Flüssigkeitsretention als Folge vom Erkrankungen des Herzens, der Niere und der Leber
    - Ödeme als Folge von Verbrennungen
    - leichte bis mittelschwere Hypertonie
    - akute Herzinsuffizienz
    - Lungenödem
    - verminderte Diurese
    - zur Unterstützung der forcierten Diurese bei Intoxikationen

    DOSIERUNG:
    je nach Indikation und Bedarf
    20 - 40 mg i.v.
    Infusion: 500 mg in 500 ml Trägerlösung mit 20-120 ml / h

    WIRKUNG:
    Schleifendiuretikum, Senkung der Vorlast durch Erweiterung der venösen Kapazität.
    - vermehrte Ausscheidung von Wasser durch Hemmung der Natriumrückresorption
    - Steigerung der Nierendurchblutung
    - Entlastung des Herzens durch
    Gefässerweiterung und Absenken des venösen Blutangebotes an das Herz

    NEBENWIRKUNGEN:
    - diuresebedingter Kopfdruck
    - Sehstörungen
    - Schwindel
    - Mundtrockenheit
    - Elektrolytverluste von Natrium, Kalium, Calcium und Magnesium
    - unerwünschte Blutdrucksenkung
    - Kreislaufkollaps bei älteren Menschen
    - Anstieg von Harnsäure
    - Anstieg von Blutzucker

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - Niereninsuffizienz mit Anurie
    - Hypovolämie
    - schwere Hypokaliämie und Leberfunktionsstörungen


    Liquemin N 5000 = Heparin-Natrium

    Zusammensetzung:
    1 Amp. enthält je nach Zusammensetzung 5000 - 20000 IE
    Heparin - Natrium

    Indikation:
    - Prophylaxe der Thrombosebildung bei frischem Herzinfarkt
    - in Kombination mit einer Lysetherapie
    - thromboembolische Erkrankungen

    Wirkung:
    - Hemmung der Gerinnungsfaktoren und damit der Blutgerinnung
    - Beeinflussung der Thrombozytenfunktion

    Dosierung:
    - individuelle Dosierung

    Nebenwirkungen:
    - dosisabhängige Blutungen
    - allergische Reaktionen / selten
    - lokale Gewebereaktionen

    Gegenmittel bei schweren, heparininduzierten Blutungen:
    Protamin / 1 mg Protamin neutralisiert ca. 100 IE Heparin

    Kontraindikationen:
    - Heparin - Allergie
    - Erkrankungen mit erhöhter Blutungsbereitschaft
    - schwere Leber-, Nieren-oder Bauchspeicheldrüsenerkrankungen
    - schwere Thrombozytopenie
    - Erkrankungen, bei den der Verdacht einer Läsion des Gefäßsystems besteht, z.B. Ulzera im Magen- Darm-Bereich
    - Hypertonie > 105 mmHg diastolisch
    - Apoplexie
    - Traumata am Zentralnervensystem,
    - Augenoperation, Retinopathien, Glaskörperblutungen,
    - Hirnarterienaneurysma
    - subakute bakterielle Endokarditis

    Interaktionen:
    Acetylsalicylsäure, Cumarin-Derivate
    Fibrinolytika ( Wirkungsverstärkung, teilweise erwünscht )
    Nitroclycerin ( Abschwächung der Heparinwirkung )
    Propranolol ( Wirkungsverstärkung des Beta-Blockers

    Inkompatibilitäten:
    Nicht als Mischspritze anwenden, zahlreiche Unverträglichkeiten


    Lysthenon = Succinylcholin

    Zusammensetzung:
    1 Inj. Flasche enthält 100 mg
    Suxamethoniumchlorid

    Lagerung unter 8° Celcius

    Indikation:
    - Muskelrelaxation

    Wirkung:
    - Besetzung der Acetylcholinrezeptoren
    - Depolarisation der motorischen Endplatte

    Dosierung:
    -Zur Intubation 0,5 -1 mg/kg/ KG/ i.v.
    - Wirkdauer 5- 10 Minuten
    -Prämedikation mit Atropin zur Dämpfung cholinerger Erregung
    - zur Verhinderung von Muskelfibrillationen kann initial Pancuronium ( 1 - 2 mg ) appliziert werden.

    Nebenwirkungen:
    - kutane allergische Reaktion
    - Muskelfibrillation
    - maligne Hyperthermie
    - Rhythmusstörungen
    - Steigerung des intraokolaren Druckes
    - Hyperkaliämie

    Kontraindikationen:
    - Patienten bei denen ein Intubation nicht möglich ist
    - maligne Hyperthermie

    Vorsicht bei:
    - neuromuskulären Vorerkrankungen
    - penetrierende Augenverletzung
    - Glaukom
    - Hyperkaliämie u.a. bei
    - Verbrennungen
    - Apoplex,
    - Polytrauma
    - Niereninsuffizienz

    Interaktionen:
    Chinidin und Aminoglykosid - Antibiotika: Verstärkung der neuromuskulären Blockade
     
  7. Rabenzahn

    Rabenzahn Poweruser

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    Narcanti = Naloxon - HCL
    Opiat - Antidot

    Zusammensetzung:
    1 Amp. zu 1 ml enthält 0,4 mg
    Naloxonhydrochlorid

    INDIKATIONEN:
    - schwere Intoxikationen durch Heroin und Morphinderivate
    - Aufhebung der Atemdämpfung durch Opiate
    - Abbruch von apomorphininduziertem Erbrechen

    DOSIERUNG:
    Initial 0,05 - 0,1 mg langsam i.v.
    Wiederholung der Dosis nach 30 - 90 Minuten
    Kinder: 0,01 mg / kg / KG
    da kurze Wirkdauer, Repetition alle
    2 - 3 min.

    WIRKUNGEN:
    - spezifischer Opiatantagonist
    - Aufhebung der Atemdepression

    NEBENWIRKUNGEN:
    - Erbrechen bei zu schneller Injektion
    - event. Blutdruckanstieg
    - Lungenödem
    - Herzrhythmusstörungen
    - Entzugssymptome bei Abhängigkeit

    KONTRAINDIKATIONEN:
    in Notfällen keine, Risikoabschätzung bei Opiatabhängigen

    Hinweis ! Tritt nach 10 mg keine Verbesserung des Bewusstseinszustandes auf, liegt wahrscheinlich keine Opiatvergiftung vor.

    Natriumhydrogencarbonat 8,4 % =
    Korrekturlösung - Säure - Basen - Haushalt

    Zusammensetzung:
    die Infusionslösung enthält 4,2 % oder 8,4 % Natriumbicarbonat

    INDIKATIONEN:
    - metabolische Azidose

    DOSIERUNG:
    - 1 mval/kg/KG (Erw. Reanimation)
    Wiederholung der halben Dosis nach 10 Minuten

    - 2 mval/kg/KG ( Neugeb.- Rea. )
    Wiederholung der halben Dosis nach 10 Minuten.

    ohne Laborkontrolle nicht mehr als 75 - 110 mval pro Dosis geben.

    WIRKUNGEN:
    K+ - Ionen werden abgefangen und an den Puffer gebunden. Dabei entsteht Kohlensäure. Die Abatmung erfolgt über die Lunge als gasförmiges Kohlendioxid.

    NahCO³ (Pufferlösung) + H+(Ionen = Na + H²CO³ ( Kohlensäure ) , Abatmung als H²O ( Wasser + CO²)
    Kohlendioxid.

    NEBENWIRKUNGEN:
    - vermehrte CO²-Bildung
    - Atemdepression
    - Rhythmusstörungen bei Überdosierung
    - Tetanie
    - Hypokaliämie
    - Hypernatriämie

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - Alkalose
    - respiratorische Azidose
    - Ateminsuffizienz

    Interaktionen:
    - Wirkungsverlust von Katecholaminen bei gleichzeitiger Gabe.
    - Fällung und Inaktivierung von Calziumsalzen

    Hinweis! Auf ausreichende Beatmung achten !!!


    Natriumthiosulfat 10 % = Antidot

    Zusammensetzung:
    1 Amp. zu 10 ml enthält 1 g Natriumthiosulfat

    Indikation:
    Vergiftungen mit:
    - Balusäure
    - Cyaniden
    - Schwermetallen
    - Jod
    - LOST

    Wirkung:
    - unterstützt körpereigne Entgiftung durch Bereitstellung von Schwefel

    Dosierung:
    - 100 mg / kg / KG = 6 - 10 Amp. i.v.
    bei schweren Cyanid-Intoxikationen nach der Gabe von 4-DMAP
    - bei oralen Vergiftungen mit Jod zur Magenspülung

    Nebenwirkungen:
    - Blutdruckabfall bei zu rascher Injektion

    Nifedipin

    Handelsform :
    Kapseln zu 5, 10, 20mg Nifedipin
    Handelsnamen:
    Adalat®, Nifihexal®, Aprical®, Cordicant®, Corotrend®, Duranifin®, Nifedipat®, Nife-Puren®, Nifical®, Pidilat®

    Indikation :
    - Hypertensive Krise, Angina pectoris

    Wirkungsweise :
    - Adalat ist ein Kalziumantagonist und erweitert die peripheren Gefäße.
    - Adalat wirkt vorwiegend im arteriellen Schenkel.

    Dosierung :
    5-10mg; Kapsel zerbeissen und schlucken lassen oder die Kapsel mit einer Kanüle anstechen und im Mund ausdrücken.

    Nebenwirkungen :
    - Schockzustand durch überschießende Wirkung
    - Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen
    - Flush ( Hautrötung mit Hitzegefühl )
    - Stenokardien ( Schmerzen im Brustkorb ) ganz selten als Folge einer Reflextachykardie

    Kontraindikationen :
    - Hypotonie
    - Herzinsuffizienz
    - Gravidität ( Schwangerschaft )
    - Eklampsie
    - Schock


    Bemerkungen :
    Vorsicht mit der Gabe wenn der Patient schon andere blutdrucksenkende Medikament eingenommen hat.
    Sollte es zu einer überschießenden Wirkung kommen, darf man dem Patient kein Volumen geben, um nach der Wirkung des Nifedipin keine Überlastung des Herzens zu riskieren.
    Besser ist eine weitere Therapie mit Katacholaminen oder Kalzium.


    Nimbex = Cisatracrium
    NDMR

    Schnellinformation
    Wirkung
    20 - 30 Minuten

    Dosierung:
    0,1 mg kg KG zur Intubation
    Anschlagszeit 4-5 Minuten
    Bei 4 mg kg KG verkürzt sich die Anschlagszeit auf 120 Sekunden

    Cisatracrium ist ein nichtdepolarisierendes mittellang wirkendes Muskelrelaxans, welches durch eine kompetitive Hemmung am cholinergen Rezeptor der motorischen Endplatte wirkt. Im Vergleich zu Atracurium hat es eine vierfach grössere neuromuskuläre blockierende Potenz. Cisatracrium ist ein Atracurium-Isomer, d.h., es stammt vom Atracurium ab.

    Dosierung:
    - komplette Relaxierung
    0,1 bis 0,15 mg / kg / KG

    Kinder zwischen 2 -12 Jahre
    0,1 mg/ kg / KG

    - Unterhaltungsdosis:
    0,02 bis 0,03 mg / kg / KG

    - als Infusion:
    anfangs 3µg / kg / KG / min.
    anschl. 1 bis 2 µg / kg / KG / min.

    Niedrige Dosierungen ca. 0,05 mg / kg / KG verursachen einen langsamen Wirkungseintritt.
    Eine Dosiserhöhung auf ca. 0,4 mg / kg / KG verkürzt den Wirkungseintritt deutlich.

    Wirkungseintritt:

    Wirkungseintritt: 2 bis 6 Minuten

    Maximaleffekt: nach 5 bis 7 Minuten

    Wirkdauer: ca. 30 bis 60 Minuten

    Metabolisierung:
    Cisatracurium wird relativ rasch metabolisiert, wobei als Hauptmetabolit wie beim Atracurium auch, Laudanosin entsteht. Dieses ist in der Lage, die Blut - Hirn - Schranke zu durchdringen.

    Elimination:
    Hofmann - Abbau, Hydrolyse durch unspezifische Esterasen, Teilausscheidung über die Leber bzw. die Niere.

    Antagonisierung:
    Durch Cholinesteraseinhibitatoren, ( Neostigmin, Pyridostigmin, Edrophonium )

    Vorteile:
    Auch bei mehrfacher Gabe ist keine Kumulation bekannt. Keine direkte Wirkung auf das Herz - Kreislauf - System, kein Auslösen maligner Hyperthermie.
    Bei Leber - und Niereninsuffizienz und bei älteren Patienten ist keine Dosisreduktion erforderlich.
    Eine Histaminfreisetzung konnte bisher nicht beobachtet werden, obwohl vereinzelt Flush, Erythem, Bradykardie oder Bronchospasmus auftraten.

    Kontraindikationen:
    - während der Schwangerschaft nicht
    - Kinder unter 2 Jahre
    - Verbrennungen
    - Tetraplegie
    - Paraplegie
    - Myasthenia gravis


    Wirkungsverstärkung:
    - Antibiotika inkl. Aminoglykosidgruppe
    - Antiarrhythmyka
    - Diuretika
    - Magnesium
    - Lithium
    - Volatile Anästhetika ( 25 % )

    Wirkungsverlängerung:
    - Myasthenia gravis
    - und bei inadäquater adrenokortikaler Funktion

    Norcuron = Vecuronium
    Muskelrelaxans ( NDMR )

    Zusammensetzung:
    1 Amp. zu 2 ml enthält 4 mg
    Vecuronium als Trockensubstanz.

    Schnellinformation :
    Wirkung
    ca. 20-30 Minuten

    Dosierung:
    0,08 - 0,1 mg kg KG zur Initialdosis
    0,03 - 0,05 mg kg KG Repititionsdosis

    Vecuronium ist ein nichtdepolarisierendes, mittellang wirksames Muskelrelaxans, welches durch eine kompetitive Hemmung am cholinergen Rezeptor der motorischen Endplatte wirkt.
    Die muskelrelaxierende Wirkung ist stärker als die von Pancuronium, die Wirkdauer ist jedoch kürzer
    ( etwa 2/3 )

    Dosierung:

    komplette Relaxierung:
    0,08 bis 0,1 mg/ kg KG

    Präkurarisierung / Unterhaltungsdosis:
    0,01 bis 0,02 mg/ kg KG

    als Infusion:
    1 bis 2 µg / kg / KG / min

    Wirkungseintritt / Wirkungsdauer:

    Wirkungseintritt: < 3 Minuten
    Maximaleffekt: nach ca. 3 bis 5 Minuten
    Wirkdauer: 25 bis 40 Minuten

    Metabolisierung:
    Vecuronium wird rasch über die Leber aufgenommen. Die Metaboliten sind teilweise noch pharmakologisch wirksam ( zwischen 50% und 10 %), werden aber insgesamt schnell abgebaut.

    Elimination:
    Hauptsächlich über die Leber bzw. die Galle, nur ein kleiner Anteil wird über die Nieren eliminiert.

    Antagonisierung:
    Durch Cholinesteraseinhibitoren ( Neostigmin )

    Vorteil:
    Aufgrund der stabilen Herz - Kreislauf -Parameter ist Vecuronium das Mittel der Wahl bei Erkrankungen des Herz - Kreislaufsystems.
    Unter Vecuronium ist keine Histaminfreisetzung bekannt. Auch bei eingeschränkter Nierenfunktion
    ist Vecuronium gut einsetzbar, da die Elimination über die Niere minimal ist.

    Kontraindikation:
    - Unmöglichkeit der künstlichen Beatmung
    - fehlendes Instrumentarium zur Intubation und Beatmung
    - Atemwegswiderstände im Mund-, Kiefer-u. Kehlkopfbereich

    Wirkungsverstärkung:
    Durch Succinylcholin ( etwa 30 % ) , volatile Anästhetika, Antibiotika der Aminoglykosidgruppe, Magnesium, Lithium , Hypothermie, Hyperkaliämie und respiratorischer Azidose.

    Wirkungsverlängerung:
    Durch Myasthenia gravis oder bei inadäquater adrenokortikaler Funktion.

    Obwohl keine negativen Effekte von Vecuronium auf das Herz-Kreislauf - System bekannt sind, scheint die Kombination mit Sufenta / Fentanyl Bradykardien zu verursachen.

    Novalgin = Metamizol - Natrium

    Zusammensetzung:
    1 Amp. zu 2 ml enthält 1 g Metamizol - Natrium

    Indikation:
    - starke Schmerzzustände
    - Nieren - u. Gallenkoliken
    - therapieresistentes Fieber

    Wirkung:
    - Analgetikum mit antipyretischer und spasmolytischer Wirkung

    Dosierung:
    - 1 bis 2 ml ( 0,5 - 1 g Metamizol )
    über 1 -2 Minuten langsam i.v.
    - ggf Repetition nach 4 Stunden

    Nebenwirkung:
    - Blutdruckabfall
    - Agranulozytose (sehr selten )
    - allergische Reaktion bis hin zum Schock ( sehr selten )

    Kontraindikationen:
    - bei Hypotonie Risikoabschätzung

    Inkompatibilitäten:
    - Lösungen mit saurem pH-Wert führen zu einer Ausfällung

    Quelle: Verschiedene Autoren und Bücher, keine Garantie für die Angaben zur Dosierung
     
  8. Rabenzahn

    Rabenzahn Poweruser

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    Pantolax 2 % = Succinylcholin
    Muskelrelaxans
    1 Amp. 5 ml enthält
    100 mg Succinylcholin

    INDIKATIONEN:
    - Muskelrelaxation zur Intubation

    DOSIERUNG:
    1 - 1,5 mg / kg / KG i.v.

    WIRKUNGEN:
    - Blockierung der Erregungsübertragung an der motorischen Endplatte nach Kontraktion der quergestreiften Muskulatur

    NEBENWIRKUNGEN:
    - allergische Hautreaktionen
    - ventrikuläre Herzrhythmusstörung
    - Bradykardie

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - Unmöglichkeit der künstlichen Beatmung
    - fehlendes Instrumentarium zur Intubation und Reanimation
    - Atemwegswiderstände im Mund-,Kiefer- u. Kehlkopfbereich

    HInweis !
    Wirkungseintritt n. 30-60 Sekunden
    Wirkungsdauer 5 Minuten



    Partusisten

    Zusammensetzung:
    1 Amp. zu 10 ml enthält 0,5 mg Fenoterolhydrobromid

    Indikation:
    - Wehenhemmung bis zur 37. SSW
    - Asthma bronchiale ( keine BGA- Zulassung )

    Dosierung:
    1 Amp. zu 50 ml verdünnen. 3-8 ml/h infundieren

    Wirkung:
    Beta-Sympathomimetikum Beta2 > Beta1 ) mit tokolytischer und brocholytischer Wirkung

    Nebenwirkungen:
    - pektangiöse Beschwerden
    - Tachykardie
    - ventrikuläre Extrasystolen
    - Tremor
    - BZ- Erhöhung

    Kontraindikationen:
    - Tachykardie

    Interaktionen:
    - Beta-Blocker ( Wirkungsverlust )


    Paspertin = ( MCP ) = Metoclopramidhydrochlorid
    Magen - Darm - Mittel

    Zusammensetzung:
    1 Amp. zu 2 ml enthält 10 mg
    Metoclopramidhydrochlorid

    INDIKATIONEN:
    - Übelkeit
    - Erbrechen
    - Darmatonie
    - Arzneimittelunverträglichkeit

    DOSIERUNG:
    1 - 3 Amp / die ( Erwachsene )
    0,1 mg / kg / KG bei Kinder
    < 14 Jahre
    max. 0,5 mg / kg / KG / die

    WIRKUNGEN:
    - zentrale Dämpfung des Brechzentrums
    - Normalisierung der Magen-Darm- Motorik

    NEBENWIRKUNGEN:
    zentralvenöse Störungen wie
    - Müdigkeit
    - Kopfschmerzen
    - Schwindel
    - Diarrhoe
    - Parkinsonismus

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - mechanischer Ileus
    - Blutungen Magen-Darm-Trakt
    - Epilepsie

    Hinweis ! Antidot = Biperiden ( Akineton )

    Interaktionen:
    - Anticholinergika ( Wirkungsverminderung )
    - Neuroleptika ( Wirkungssteigerung )
    - trizyklische Antidepressiva ( Wirkungssteigerung )

    Inkompabilitäten:
    - alkalische Lösungen



    Psyquil = Triflupromazin
    Neuroleptikum

    Zusammensetzung:
    1 Amp. zu 1 ml enthält 10 mg Triflupromazin

    INDIKATIONEN:
    - Übelkeit
    - Erbrechen
    - Angst - u. Unruhezustände
    - anhaltender Schluckauf/ Singultus

    DOSIERUNG:
    - 1 mg / 10 kg / KG i.v.
    max. 0,1 mg / kg / KG

    WIRKUNGEN:
    - zentraldämpfende Wirkung auf das Brechzentrum mit
    - Beruhigung
    - Angstlösung
    - Brechreizminderung
    - antipsychotisch

    NEBENWIRKUNGEN:
    - allergische Hautreaktion
    - Schwindel
    - Mundtrockenheit
    - Asthma bronchiale
    - Tachykardie
    - Hypotonie
    - Miktionsstörungen
    - orthostatische Herz- Kreislauf- Störungen

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - akute Intoxikation mit zentraldämpfenden Mitteln und Alkohol
    - zerebrale Krampfanfälle
    - Hypotonie

    Hinweis ! Es besteht erheblich die Gefahr der Kumulation !!!


    Psyquil = Triflupromazin
    Neuroleptikum

    Zusammensetzung:
    1 Amp. zu 1 ml enthält 10 mg Triflupromazin

    INDIKATIONEN:
    - Übelkeit
    - Erbrechen
    - Angst - u. Unruhezustände
    - anhaltender Schluckauf/ Singultus

    DOSIERUNG:
    - 1 mg / 10 kg / KG i.v.
    max. 0,1 mg / kg / KG

    WIRKUNGEN:
    - zentraldämpfende Wirkung auf das Brechzentrum mit
    - Beruhigung
    - Angstlösung
    - Brechreizminderung
    - antipsychotisch

    NEBENWIRKUNGEN:
    - allergische Hautreaktion
    - Schwindel
    - Mundtrockenheit
    - Asthma bronchiale
    - Tachykardie
    - Hypotonie
    - Miktionsstörungen
    - orthostatische Herz- Kreislauf- Störungen

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - akute Intoxikation mit zentraldämpfenden Mitteln und Alkohol
    - zerebrale Krampfanfälle
    - Hypotonie

    Hinweis ! Es besteht erheblich die Gefahr der Kumulation !!!
     
  9. Rabenzahn

    Rabenzahn Poweruser

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    in Rente
    sab-simplex®

    Handelsform :
    Flasche mit 70mg Dimeticon + Silicagel

    Indikation :
    Mittel der 1. Wahl bei Vergiftungen mit schäumenden Substanzen

    Wirkungsweise :
    Durch die Veränderung der Oberflächenspannung der Gasbläschen fallen diese in sich zusammen.

    Dosierung :
    Erwachsene 5 Teelöffel
    Kinder 1 Teelöffel

    Nebenwirkungen :
    keine bekannt

    Kontraindikationen :
    keine bekannt

    Solu-Decortin® H 2


    Handelsform :
    z.B. Solu-Decortin® H
    Ampullen zu 10, 25, 50, 250 mg Trockensubstanz =
    7,5, 18,7, 37,4, 186,7 mg Prednisolon

    Handelsnamen:
    Solu-Decortin® H, Decaprednil®, Hefasolon®, Predni-Coelin®, Ultracorten® H

    Indikation :
    - Anaphylaktischer Schock
    - Status asthmaticus
    - Reizgasinhalation
    - Allergische Reaktionen
    - SHT, ( sehr umstritten )
    - Wirbelsäulentrauma

    Wirkungsweise :
    Kortison entzündungshemmend, antiödematös, zellmembranstabilisierend

    Wirkungseintritt nach ca. 30 Min., Wirkdauer 12-36 Std., HWZ 3 Std.

    Dosierung :
    initial 50-500mg Prednisol

    Nebenwirkungen :
    Venenreizung bei zu schneller Injektion

    Kontraindikationen :
    In Notfällen keine

    Bemerkungen :
    Kann auch in der Schwangerschaft angewendet werden


    Somsanit®

    Handelsform :
    Amp. zu 10 ml = 2,0 gr. Gamma- Hydroxybutyrat

    Indikation :
    intravenöses Narkotikum bei zB.
    - Kaiserschnittentbindungen & Geburtsanästhesie
    - Unfallchirurgie
    - bei Leberschäden
    - Risikofälle
    - Neurochirurgie
    - Kinderchirurgie

    Wirkungsweise :
    Gamma- Hydroxybutyrat ist eine körpereigene Substanz ( Neurotransmitter)ohne Suchtpotential.Es greift in den Regelmechanismus des physiologischen Schlafes ein und wirkt so dosisbhängig als Hypnotikum sedierend und als Narkotikum.Keine Atemdepression. Nach 2 Std. 98% metabolisierung, Abatmung als CO2

    Dosierung :
    Narkotische Dosierung 60- 90 mg/kg = 4-6 gr./ 70kg = 20- 30 ml Somsanit

    Nebenwirkungen :
    - Nierenfunktionsstörungen mit Hypernatriämie
    - Bradykarkie

    Kontraindikationen :
    - Epilepsie
    - arterielle Hypertonie
    - schwere Nierenfunktionsstörungen
    - Alkoholintoxikation

    Bemerkungen :
    Kann atemdepressive Opiatwirkung verstärken, ohne selbst atemdepressiv zu wirken. Antagonisierung mit Physostigmin ist möglich.


    Streptase = Streptokinase
    Fibrinolytika

    Zusammensetzung:
    1 Inj.-Fl. enthält 100.000 , 250.000 oder 750.000 I.E. Streptokinase

    Indikation:
    - Lyse nach Infarkt
    - tiefe Venenthrombose
    - Lungenembolie

    Dosierung:
    Herzinfarkt:
    1,5 Mio. I.E. über 1 h

    Lungenembolie:
    Initial 250.000 I.E. Bolus
    anschl. 1 Mio I.E. / 12 Std 4- 8 Tage

    Vorher 250 mg Prednisolon i.v.

    Nebenwirkungen:
    - allergische Reaktionen
    - Temperaturerhöhung
    - Hautexantheme
    - Blutungen
    - Apoplex
    - Tachykardie

    Kontraindikationen:
    - Streptokokken - Infektionen
    - Streptokinase - Therapie < 5 Tage bis 3 Monate


    Suprarenin = Adrenalin
    Sympathomimetikum

    INDIKATION:
    - kardio-pulmonale Reanimation
    - Kreislaufkollaps
    - anaphylaktische Reaktion

    DOSIERUNG:
    Reanimation initial 0,5-1 mg i.v.alle 3-5 Minuten
    Anaphylaxie: initial 0,05-0,1 mg

    WIRKUNG:
    Alpharezeptoren:
    - Engstellung der peripheren Gefässe

    Betarezeptoren 1:
    - Herzkraftsteigerung

    Betarezptoren 2:
    - Bronchialerweiterung

    NEBENWIRKUNG
    - Herzklopfen
    - Tachycardie
    - ventrik. Herzrhythmusstörungen
    - Extremfall Kammerflimmern
    - pektanginöse Beschwerden
    - Hyperglykämie

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - Hypertonie
    - tachycarde Herzrhythmusstörung

    Nicht zusammen mit Nabic geben!!! Keine unverdünnte Anwendung !!


    Tavegil = Clemastin
    Antihistaminikum

    Zusammensetzung:
    1 Amp. zu 5 ml enthält 2 mg Clemastin

    INDIKATIONEN:
    - Allergien
    - anaphylaktische Reaktion
    - Prophylaxe bei Kontrastmittelallergien

    DOSIERUNG:
    2 - 3 mg langsam i.v.

    WIRKUNGEN:
    - Hemmung der verstärkten Histaminfreisetzung
    - Gefässabdichtung
    - Stabilisierung der Zellmembran
    - Juckreizstillung
    - Rückbildung lokaler Ödeme

    NEBENWIRKUNGEN:
    - Müdigkeit
    - Tachykardie
    - Mundtrockenheit
    - Schwindel

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - Engwinkelglaukom
    - im Notfall keine

    Hinweis! Hohe Toxizität für Kinder
     
  10. Gaby

    Gaby Gesperrt

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    Hallo Rabenzahn,

    ich finde deine Medikamentenlisten ganz toll! Frage mich allerdings immer woher du die Zeit für so viel Arbeit nimmst?

    Eine Frage zur Dosierung von Ben-u-ron. Ich nehme an es handelt sich dabei um das in Österreich erhältliche Medikament Mexalen. Warum eine unterschiedliche Dosierung für oral und rektal?

    Wir verwenden für unsere Kinder ausschließlich Zäpfchen. Wenn wir große Kinder haben und diese keine Sedierung mehr haben, stellen wie sie 1:1 auf Mexalentabletten um. Wenn die Kinder die Zäpfchen nicht akzeptieren, oder schon älter sind. Die vorgeschriebenen mg, werden anstelle rectal dann halt in Form einer Tablette eingenommen. Rect. jedoch bei uns nicht höher dosiert.

    Der ebenfalls erhältliche Mexalensaft findet bei uns keine Verwendung

    Liebe Grüße aus Wien

    Gaby
     
  11. Gaby

    Gaby Gesperrt

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    Hallo Rabenzahn,

    ich hoffe ich habe es nicht irgendwo überlesen, aber ich vermisse dass bei uns auf der Station bei "Krampfkindern" so oft verwendete Luminal.

    Luminal:

    Wirkstoff: Phenobarbital-Natrium eine Ampulle enthält 219 mg Phenobarbital- Natrium= 200 mg Phenobabital.

    Anwendungsgebiete: Epilepsie, Status epilepticus, Narkosevorbereitung

    Dosierung

    Erwachsene erhalten bis zur Epilepsiebehandlung 1 - 3 mg/kg Körpergewicht. Kinder 3 - 4 mg/kg Körpergewicht. Erwachsene erhlaten im allgemeinen 1 ml Luminal, größere Kinder 0,75 ml, Kleinkinder 0,3 ml, Säuglinge 0,1 - 0,3 ml i.m oder langsam i.v. Die maximale Einzeldosis beträgt bei Erwachenen 400 mg. Phenobab. Die Maximaldosis bei Erwachsenen 800 mg Phenobab.

    In den ersten 3 Schwangerschaftsmonaten ist Luminal strengsten kontraindiziert. Zur Vermeidung von Vit. K abhängigen Blutgerinnungsstörungen wird im letzten Schwangerschaftsmonat eine orale Vit. K-Proph. , sowie eine Vit. K-Gabe an das Neugeborene empfohlen.

    Alkohol wird als Lösungsmittel verwendet, daher achten auf Interaktiionen mit alkoholhältigen Medikamenten. Wir verwenden Luminal meist als Bypass, verdünnen weiter mit Nacl und lassen Luminal immer über einen seperaten Zugang laufen. Sollte dies nicht möglich sein, (sehr selten)werden alle anderen Bypässe ebenfalls auf NaCl verdünnt, achten wo es dazugehängt wird. Trotzdem große Vorsicht! Achten auf Trübung, Ausfällung. Katheter kann zugehen! ....

    Phenobarbital macht abhängig, daher schrittweise Reduktion der Dosierung. Bei längerer Anwendung (über eine Woche) sollte Luminal beim Absetzen schrittweise reduziert werden. Absetzsymptome berücksichtigen! Nach absetzen von Luminal können Kräpfe vermehrt wieder auftreten oder auch zum Status Epileptikus führen.

    Liebe Grüße aus Wien

    Gaby
     
  12. Rabenzahn

    Rabenzahn Poweruser

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    in Rente
    Xylocain 2 % = Lidocain
    Antiarrhythmikum

    Zusammensetzung:
    1 Amp. zu 5 ml enthält 100 mg Lidocain

    INDIKATIONEN:
    - Kammerarrhythmie
    - salvenartige Extrasystolen
    - Kammerflattern
    - Kammerflimmern

    DOSIERUNG:
    initial 1 mg / kg / KG langsam i.v.

    Wiederholung nach 10-30 Minuten mit der halben Dosis

    - endobronchial 1,5 mg / kg / KG

    - Dauertropf 500 mg in 500 ml
    20 - 100 Tropfen / Min.

    WIRKUNGEN:
    - Verlangsamung des Ionenaustausches durch die Zellmembran
    - antiarrhythmisch

    NEBENWIRKUNGEN:
    - ventrikuläre Extrasystolen
    - Kammerflimmern
    - Hypotonie
    - Bradykardie
    - AV-Block 3. Grades
    - Asystolie
    - Schwindel

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - Bradykardie
    - AV-Block 2. und 3. Grades
    - Engwinkelglaukom
    - AV - Dissoziation

    Quelle: Verschiedene Autoren und Bücher, keine Garantie für die Angaben zur Dosierung
     
  13. Rabenzahn

    Rabenzahn Poweruser

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    in Rente
    Calcium 10 % =
    Elektrolyt

    1 ml entspricht 0,23 mmol Ca++

    INDIKATIONEN:
    - Hypokalziämie
    - Allergien
    - Hyposystolie
    - Tetanie
    - Vergiftungen mit Blei und Tetrachlorkohlenwasserstoff

    DOSIERUNG:
    1 Ampulle á 10 ml langsam i.v. ( 5 Min. )

    WIRKUNG:
    - Schlagkraftsteigerung des Herzens
    - Verstärkung der Ventrikelerregbarkeit
    - Stabilitätserhöhung der Zellmembranen
    - entzündungshemmend
    - Gefässabdichtend
    - Histamin - Antagonist

    NEBENWIRKUNG:
    - Wärme - und Hitzegefühl
    - ventr. Herzrhythmusstörungen
    - Übelkeit
    - Hyperkalziämie

    Hinweis ! Keine gleichzeitige Gabe mit Nabic.
    Nicht bei event. Adrenalin – Einsatz


    Catapresan = Clonidin
    Antihypertonikum

    Präparate:
    Catapresan
    Paracefan

    1 Amp. = 0,15 mg Clonidin- HCL

    INDIKATIONEN:
    - hypertone Krise
    - alle Formen der Hypertonie

    DOSIERUNG:
    1 Amp. langsam i.v.

    WIRKUNG:
    - Clonidin bewirkt eine zentrale Sympathikushemmung und erhöht den Vagustonus durch Stimulation
    zentraler Alpha2 - Rezeptoren. Dadurch kommt es zu einer peripheren Vasodilatation und einer
    Verminderung des HZV. Dies wiederum senkt den Blutdruck, ein Effekt , der nach i.v. Gabe innerhalb
    von Minuten einsetzt und lange anhält.

    NEBENWIRKUNGEN:
    - orthostatische Beschwerden
    - Kollapsgefahr
    - Mundtrockenheit
    - Bradycardie
    - Übelkeit und Erbrechen
    - Kopfschmerzen

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - Bradycardie < 50 Schläge / Min.
    - Schwangerschaft
    - Sinusknotensyndrom
    - Stillzeit
    - Depressionen
    - koronare Insuffizienz
    - cerebrale Durchblutungsstörungen
    - AV- Block II. und III. Grades

    Pharmakokinetik:
    Wirkungseintritt:
    - 5 Minuten nach i.v. Gabe
    - 30 - 45 Minuten nach p.o. Gabe

    Maximaleffekt:
    - ca. 45 Minuten nach i.v. Gabe
    - ca. 2 Stunden nach p.o. Gabe

    Wirkungsdauer:
    - ca. 4 - 6 Stunden nach i.v. Gabe

    Elimination:
    - Renal und hepatogen

    Hinweis ! abruptes Absetzen vermeiden


    Chloraldurat
    Chloralhydrat in Erdnußöl

    1 Rectiole enthält 0,6 g
    Chloralhydrat in Erdnußöl


    Indikation:
    - akute und chronische Krampfzustände im Kindesalter
    - Sedierung bei Kleinkinder

    Wirkung:
    - zentral dämpfendes Hypnotikum mit krampflösenden Eigenschaften

    Dosierung:
    - Säuglinge erhalten 1/2 bis 1
    Rectiole

    - Kleinkinder 1 - 2 Rectiolen

    - Schulkinder 2 -3 Rectiolen rectal

    Nebenwirkung:

    - Schwindel
    - paradoxe Erregung
    - Überempfindlichkeitsreaktionen

    - Kontraindikationen:
    - schwere Leber und
    Nierenfunktionsstörungen
    - dekompensierte Herz – und Kreislaufinsuffizienz


    Clexane =Enoxaparin - Natrium

    Zusammensetzung:
    Clexane multidose: 1 ml enthält
    100 mg Enoxaparin - Natrium =
    10 000 I.E. anti-Xa

    Indikation:
    - instabile Angina pectoris
    - Nicht-Q-Wellen-Myokardinfarkt
    - peri- und postoperative Primärprophylaxe tiefer Venenthrombosen

    Wirkung:
    Enoxaparin wird durch Fragmentierung aus natürlichem Heparin gewonnen. Es unterscheidet sich vom diesem durch ein deutlich höheres Verhältnis zwischen anti- Faktor-Xa und anti-Faktor- Ha- Aktivität. Enoxaparin wirkt antithrombotisch und thrombolytisch und gehört zu der Gruppe der niedermolekularen Heparine

    Dosierung:
    Bei instabiler Angina pectoris und Nicht-Q-Wellen-Myokardinfarkt beträgt die Dosierung 1 mg Enoxaparin - Natrium pro kg KG alle 12 Stunden.
    Für die Einzelinjektion errechnet sich das das Injektionsvolumen wie folgt:
    Körpergewicht geteilt durch 100 = Einzeldosis in ml Clexane multidose
    ( 100 mg / ml )
    Soweit nicht kontraindiziert, erhält der Patient zusätzlich 325 mg Acetylsalicylsäure

    Nebenwirkung:
    - allergische Reaktion
    - Temperaturanstieg
    - Blutdruckabfall ( selten )
    - vereinzelt Schmerzen an der Einstichstelle

    Kontraindikation:
    - kürzlich zurückliegende Op's am ZNS, Auge oder Ohr
    - kürzlich zurückliegende Blutungen
    - hämorrhagischer Schlaganfall unter 6 Monaten
    - klinisch relevante Gerinnungsstörungen
    - Magen-Darmulzera
    - Heparinallergie
    - schwere Leber - oder Pankreaserkrankungen

    Interaktionen:
    Wirkungsverstärkung: Gerinnungshemmer und Antikoagulatien
    Wirkungsabschwächung:
    Antihistaminika, Digitalispräparate, event. Nitroglycerin


    Cyanokit 2,5 = Hydroxocobalamin

    Zusammensetzung:
    1 Durchstechflasche enthält 2,5 g
    Hydroxocobalamin

    Indikation:
    - Intoxikation mit Cyanide
    - Nitroprussid - Natrium
    - Produkte, die bei der Verbrennung Cyanide freisetzen

    Wirkung:
    - Komplexbildung der Cyanide

    Dosierung:
    - 70 mg / kg / KG oder 5 g als Initialdosis
    Vor der Anwendung in 0.9%iger NaCl-Lösung lösen, dann über 25 - 30 Minuten infundieren.
    - bis zu dreimaliger Repitition möglich

    Nebenwirkung:
    - reversible Farbveränderungen von Haut, Schleimhaut und Urin

    Kontraindikationen:
    - Risikoabschätzung bei Allergie gegen den Wirkstoff

    Inkompatibilitäten:
    - Natriumthiosulfat ( Wirkungsabschwächung )

    Quelle: Verschiedene Autoren und Bücher, keine Garantie für die Angaben zur Dosierung !
     
  14. Rabenzahn

    Rabenzahn Poweruser

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    Ebrantil = Urapidil
    Antihypertonikum

    Zusammensetzung:
    1 Amp. zu 5 ml enthält 25 mg
    1 Amp zu 10 ml enthält 50 mg
    Urapidil

    INDIKATIONEN:
    - hypertensive Notfälle
    - schwere und schwerste Formen der Hypertonie
    - kontrollierte Blutdrucksenkung bei Hochdruckpatienten
    - während und / oder nach Op

    DOSIERUNG:
    initial 10 - 50 mg langsam i.v.
    Je nach Notwendigkeit wird die halbe Dosis nach 2 Min. wiederholt

    WIRKUNGEN:
    - Beeinflussung des Vasomotorenzentrums durch Verminderung des Sympathikotonus und Blockade
    der Alpha1-Rezeptoren
    - Gefässweitstellung durch Sympatholyse am Alpha1- Rezeptoren

    NEBENWIRKUNGEN:
    - Müdigkeit
    - Kopfschmerzen, Schwindel
    - Herzklopfen
    - Schweissausbruch
    - VES
    - pektanginöse Beschwerden
    - Atemnot

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - Aortenisthmusstenose
    - arteriovenöser Shunt
    - Schwangerschaft

    Hinweis ! Wirkungsintritt nach ca. 5 Minuten !



    Effortil = Etilefrinhydrochlorid

    Zusammensetzung:
    1 Amp. zu 1 ml enthält 10 mg Etilefrinhydrochlorid

    1 Infusionsamp. enthält
    50 mg Etilefrinhydrochlorid

    Indikation:
    - hypotone Kreislaufregulationsstörung

    Wirkung:
    - Beta-Sympathomimetikum.
    - Blutdruckanstieg durch Senkung des peripheren Widerstandes und arterielle Vasokonstriktion

    Dosierung:
    - Injektion: 1 Amp. zu 1 ml langsam
    i.v. ( i.m. und s.c. Injektion möglich )

    - Infusion: 6µg/ kg / KG / min = 2Amp. zu 1 ml / h

    Nebenwirkungen:
    - Tachykardie
    - Arrhythmien
    - Angina pectoris- artige Beschwerden ( bei hoher Dosierung )

    Kontraindikationen:
    - Engwinkelglyukom
    - Hypothyreose
    - dekompensierte Herzerkrankung
    - Risikoabschätzung in der Schwangerschaft


    Effortil = Etilefrinhydrochlorid

    Zusammensetzung:
    1 Amp. zu 1 ml enthält
    10 mg Etilefrinhydrochlorid

    1 Infusionsamp. enthält
    50 mg Etilefrinhydrochlorid

    Indikation:
    - hypotone Kreislaufregulationsstörung

    Wirkung:
    - Beta-Sympathomimetikum.
    - Blutdruckanstieg durch Senkung des peripheren Widerstandes und arterielle Vasokonstriktion

    Dosierung:
    - Injektion: 1 Amp. zu 1 ml langsam
    i.v. ( i.m. und s.c. Injektion möglich )

    - Infusion: 6µg/ kg / KG / min = 2Amp. zu 1 ml / h

    Nebenwirkungen:
    - Tachykardie
    - Arrhythmien
    - Angina pectoris- artige Beschwerden ( bei hoher Dosierung )

    Kontraindikationen:
    - Engwinkelglyukom
    - Hypothyreose
    - dekompensierte Herzerkrankung
    - Risikoabschätzung in der Schwangerschaft


    Esmeron = ROCURONIUM
    NDMR / Muskelrelaxans

    Schnellinformation:
    Wirkdauer:
    20 - 60 Minuten

    Dosierung:
    0,6 mg kg KG zur Intubation
    0,3 mg kg KG Repititionsgabe

    Rocuronium ist ein nichtdepolarisierendes, mittellang wirkendes Muskelrelaxans, welches durch eine kompetitive Hemmung am cholinergen Rezeptor der motorischen Endplatte wirkt. Die muskelrelaxierende Wirkung ist deutlich geringer als die von Vecuronium.( Norcuron )

    komplette Relaxierung
    ( Intubationsdosis ):
    0,6 bis 0,9 mg / kg KG

    Unterhaltungsdosis:
    0,06 bis 0,15 mg/ kg KG

    als Infusion:
    5 bis 10 µg / kg / KG

    Wirkungseintritt:
    < 1,5 Minuten

    Maximaleffekt:
    nach 2 Minuten

    Wirkdauer:
    25 bis 40 Minuten ( dosisabhängig)

    Zubereitungshinweise:
    Da es sehr viele Pharmaka gibt, die mit Esmeron inkompatibel ist, sollte es nur mit Lösungen wie Glucose 5%, NaCl 0,9 % oder Ringer - Lactat- Lösung gemischt werden.

    Elimination:
    Ca. 40 % der aufgenommenen Substanz sind bereits nach 6 Stunden biliär ausgeschieden.
    Ca. 15 % werden renal eliminiert. Metaboliten im Plasma oder Urin wurden bisher nicht nachgewiesen.

    Antagonisierung:
    Durch Cholinesteraseinhibitoren ( Neostigmin, Pyridostigmin und Edrophonium )

    Vorteile:
    Nach Gabe von Rocuronium sind nur geringe kardiovaskuläre Veränderungen beschrieben, so etwa eine leichte Tachykardie bei Dosierungen über 0,9 mg / kg KG bzw. Anstieg des mittleren arteriellen Drucks
    ( MAP ) um ca. 10 %.
    Obwohl einige Untersucher über einen Anstieg des Plasmahistaminspiegels berichteten, sind klinisch signifikante Histaminausschüttungen nicht nachgewiesen worden. Auch bei eingeschränkter Nierenfunktion ist Rocuronium aufgrund der geringen renalen Metabolisierung gut einsetzbar.

    Nachteile:
    Es besteht eine dosisabhängige Anschlagszeit ( kürzer bei erhöhter Dosis ) bzw. Wirkdauer
    ( verlängert bei erhöhter Dosierung ). Eine Einschränkung der Leberfunktion, aber auch bereits bestehende Leberschäden ( vor allen die Leberzirrhose ) führen zu einer Verlängerung der Wirkdauer. Diese kann bis auf das Zweifache ansteigen, die Dosis muss daher reduziert werden.

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - Unmöglichkeit der künstlichen Beatmung
    - fehlendes Instrumentarium zur Intubation und Beatmung
    - Atemwegswiderstände im Mund-, Kiefer-u. Kehlkopfbereich

    Wirkungsverstärkung:
    Wirkungsverstärkung oder Wirkungsverlängerung durch Succinylcholin, volatile Anästhetika ( Enfluran > Isofluran ) , Antibiotika der Aminoglykosidgruppe, aber auch Tetrazykline und Glykopeptide
    ( Vancomycin ) , Magnesium, Lithium, Diuretika, Fentanyl, Ketamin, Thiopental,
    Betarezeptorenblocker, Protamin, Hypothermie,Hypokaliämie, metabolische Azidose, Hypokalziämie
    massive Bluttransfusionen, Hypoproteinämie und Exsikkose, Leberfunktionsstörungen,
    Gallenwegserkrankungen, Niereninsuffizienz,
    Myasthenia gravis oder eine inadäquate adrenokortikale Funktion kann die Wirkung deutlich verlängern.

    Dosisreduktion:
    Dosisreduktion bei älteren Patienten und Säuglingen, da sich die Wirkdauer sonst verlängert. Bei Kindern dagegen sollte die Dosis um etwa 25 % erhöht werden.

    Im Rahmen der Intensivmedizin kann es bei Langzeitanwendung zu einem verlängerten neuromuskulären Block kommen.

    Euphyllin = Theophyllin
    Broncholytikum / Antiasthmatikum

    Zusammensetzung:
    1 Amp. zu 2 ml enthält 0,12 g
    1 Amp. zu 10 ml enthält 0,24 g
    Theophyllin- Äthylendiamin

    INDIKATIONEN:
    - Akutbehandlung von Atemnotzuständen aufgrund von obstruktiven Atemwegserkrankungen
    - zentrale Atemregulationsstörung
    - Cor pulmonale
    - chronische Angina pectoris und Ödeme infolge von Herz, Nieren- und Gehirnerkrankungen


    DOSIERUNG:
    1 Amp. = 0,24 g langsam i.v.

    WIRKUNGEN:
    - Broncholyse
    - Stimulierung des Atemzentrums
    - Senkung des peripheren Widerstandes
    - Förderung der Nierenausscheidung
    - Hemmung der Mediatorenfreisetzung
    - Anregung der mukoziliären Clearance
    - positiv chronotrope und inotrope Effekte

    NEBENWIRKUNGEN:
    - Übelkeit / Erbrechen
    - Kopfschmerzen
    - Unruhe
    - Tachycardie
    - Blutdruckabfall
    - Steigerung der Harnausscheidung
    - zerebrale Krampfauslösung bei Kleinkindern

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - frischer Herzinfarkt
    - kardiogener Schock
    - Tachykardie
    - Epilepsie
    - Kinder unter 1 Jahr

    Interaktionen:
    Sympathomimetika = Wirkungsverstärkung, teilweise erwünscht, Gefahr der Rhythmusstörungen größer

    Beta-Blocker= Aufhebung der Wirkung

    Inkompatibilitäten:
    - Glucoselösungen
    - Fructoselösungen

    Hinweis ! Alternative: Bronchoparat
     
  15. Rabenzahn

    Rabenzahn Poweruser

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    Gelafundin ( Gelantine )

    Indikationen
    Volumenmangelschock infolge Blut - bzw. Plasmaverlust

    Wirkmodus
    Volumenersatzmittel mit aus Kollagen hergesteller Gelantine.
    Wegen des geringen mittleren Molekulagewicht und der niedrigen Konzentration sind Volumeneffekte und Wirkdauer geringer als bei HAES - oder Dextranen.
    Gelantine muss in der 1,5-fachen Menge des Blutverlustes infundiert werden, um Normovolämie zu erreichen. Wasserbindungskapazität 14 mg/g

    Pharmakokinetik
    ·intravasale Verweildauer 2 -3 Stunden
    ·renale Elimination

    Nebenwirkung
    Anaphylaktische Reaktion ( in 0,05 - 10 % )
    Herzinsuffizienz
    Hypervolämie

    Kontraindikation
    Im Notfall keine

    Dosierung
    Bei akutem Volumenverlust bis zu 1500 ml, Infusionsgeschwindigkeit ca.500 ml/h
    In Akutsituationen bis 500 ml innerhalb von 5 Minuten

    Wechselwirkung
    Herzglykoside z.B. Lanitop
    Digimerk

    Hinweis: Die Häufigkeit der Anaphylaxie ist größer als bei Dextranen, dafür im Schweregrad geringer. Eventuell Clemastin ( Tavegil ) oder Dimetinden (Fenistil vorwegegeben.


    Gilurytmal = Ajmalin
    Antiarrhythmikum

    Zusammensetzung:
    1 Amp. zu 2 ml oder 10 ml
    enthält 50 mg Ajmalin

    INDIKATIONEN:
    - tachykarde supraventrikuläre Arrhythmien
    - lebensbedrohliche tachykarde ventrikuläre Arrhythmien
    - WPW - Syndrom

    DOSIERUNG:
    - 1 mg / kg / KG langsam i.v. ( 10 mg pro Minute )
    unter EKG / Defi-, Intubation - u. Reanimationsbereitschaft

    WIRKUNG:
    Antiarrhythmikum das u.a. den schnellen depolarisierenden Natriumeinstrom verhindert und das Aktionspotential verlängert.

    - Stabilisierung der Membran an der Herzmuskelfaser
    - Herabsetzung der Reizleitungsgeschwindigkeit
    - Senkung der Herzfrequenz

    NEBENWIRKUNG:
    - Flush Symptomatik
    - Parästhesien
    - Übelkeit, Erbrechen
    - Kammerflimmern
    - Asytolie
    - AV-Block

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - frischer Herzinfarkt > 3 Monate
    - Herzinsuffizienz
    - Bradykardie
    - Reizleitungsstörungen
    - AV - Block II° und III°

    Glucose 10% oder 40 % = Glucose
    Kohlenhydratlösung
    10 ml/ 10 % enthält 1 g Glucose
    10 ml/ 40 % enthält 4 g Glucose

    INDIKATIONEN:
    - Hypoglykämie < 60 mg / dl
    - Alkoholintoxikation

    DOSIERUNG:
    - initial 12 - 32 g Glucose, sonst nach Bedarf

    WIRKUNGEN:
    - Anhebung des Blutzuckerspiegels
    - mögliche Aufklärung bei Alkoholintoxikation

    NEBENWIRKUNGEN:
    - Venenwandreizung bei hoher Konzentration
    - Nekrosen bei paravenöser Injektion

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - Normoglykämie bei bekannten DM
    - Hyperglykämie

    Hinweis ! Gabe von max. 3 Amp.
    Glucose 40 % zur Unterscheidung einer unklaren Bewusstlosigkeit.
    Bei Unterzuckerung erwacht der Patient.


    Glycylpressin = Terlipressin

    Zusammensetzung:
    1 Inj.-Flasche enthält 1 mg
    Terlipressin mit 5 ml Lösungsmittel versetzt.

    Indikation:
    Ösophagusvarizenblutungen

    Wirkung:
    Drucksenkung in Ösophagusvarizen durch Vasokonstriktion

    Dosierung:
    Initialdosis: 1 - 2 mg = 1- 2 Ampullen
    Erhaltungsdosis: 1mg n. 4-6 Stunden
    Maximaldosis: 8 - 9 mg im 4stündigen
    Abstand / Tag

    Nebenwirkung:
    - Gesichts- und Körperblässe
    - Stuhldrang
    - Senkung der Herzfrequenz (selten)

    Kontraindikationen:
    Vorsicht bei:
    - Epilepsie
    - Erkrankungen der Koronargefäße
    - Asthma
    - Zuständen, bei denen eine vorübergehende Blutsteigerung unerwünscht ist.
     
  16. Rabenzahn

    Rabenzahn Poweruser

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    Haemaccel = Polypeptide
    Volumenersatzmittel / Polypeptide

    INDIKATIONEN:
    - Hypovolämie
    - Volumenmangelschock

    DOSIERUNG:
    - individuell der Kreislaufsituation angepasst.
    - 500 bis 1500 ml

    WIRKUNG:
    - kolloidaler Volumenersatz durch Übernahme der onkotischen Funktion des Albumins

    NEBENWIRKUNGEN:
    - allergische Reaktion
    - Gefahr der Volumenüberbelastung

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - dekompensierte Herzinsuffizienz
    - bestehende allergische Reaktion



    Haes - steril 6% Hydroxyäthylstärke
    Volumenersatz /

    Zusammensetzung:
    500 ml enthalten 6 %
    Hydroxyäthylstärke in NaCl 0.9%

    INDIKATIONEN:
    - Hypovolämie
    - Schock
    - therapeutische Blutverdünnung ( Hämodilution )

    DOSIERUNG:
    - max. 20 ml/kg/KG/ Tag
    die ersten 20 ml langsam einlaufen lassen ( Anaphylaxie )

    WIRKUNGEN:
    - kolloidales Volumenersatzmittel
    - Verbesserung des Kreislaufes und der Mikrozirkulation über einen Zeitraum von 3 - 4 Stunden

    NEBENWIRKUNGEN:
    - Juckreiz
    - allergische Reaktion
    - Gefahr der Volumenüberbelastung
    - Verlängerung der Blutungszeit

    KONTRAINDIKATIONEN
    - dekompensierte Hezinsuffizienz
    - Niereninsuffizienz
    - Hyperhydrationszustände
    - schwere Blutungsdefekte

    Hinweis ! Verfallsdatum beachten
    Temperaturschwankungen vermeiden


    Haldol = Haloperidol

    Zusammensetzung:
    1 Amp. zu 1 ml enthält 5 mg
    Haloperidol

    Indikationen:
    - Unruhezustände
    - Psychosen
    - Hyperkinesien

    Wirkung:
    - Neuroleptikum mit starker antipsychotischer, starker antiemetischer und gering sedierender Wirkung

    Dosierung:
    1 Amp. langsam i.v.

    Nebenwirkungen:
    - Dyskinese
    - Mundtrockenheit
    - Erhöhung der Krampfbereitschaft
    - Blutdruckabfall

    Kontraindikationen:
    - Epilepsie

    Interaktionen:
    - Antihypertonika, zentraldämpfender Pharmaka = Wirkungsverstärkung
    - Adrenalin = paradoxe Hypotonie



    Humanalbumin 5 % =
    Volumenersatzmittel

    INDIKATIONEN:
    - Hypovolämie
    - Volumenmangelschock

    DOSIERUNG:
    - je nach Schocksymptomatik

    WIRKUNGEN:
    - kolloidaler Volumenersatz durch Übernahme der onkotischen Funktions des Albumins

    NEBENWIRKUNGEN:
    - allergische Reaktion

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - akute Linksherzinsuffizienz
    - Lungenödem

    Hyperhaes

    Zusammensetzung:
    1 L Infusionslösung enthält:

    Arzneilich wirksame Bestandteile:
    Poly(O-2-hydroxyethyl)stärke ( Hydroxyethylstärke:HES )

    Substitutionsgrad 0.40 - 0.55

    Durchschnittliches Molekulargewicht:
    200.000

    Natriumchlorid 72 g

    Na* 1232 mmol / L
    CL 1232 mmol / L

    Sonstige Bestandteile:

    Wasser für Injektionszwecke
    Natriumhydroxid
    Salzsäure

    Titrationsacidität < 1 mmol NaOH /L
    pH - Wert 3,5 - 6,0
    theoret. Osmolarität 2464 mosm/L

    Stoff- und Indikationsgruppe:
    Hypertone Infusionslösung mit Stärkederivat

    Anwendungsgebiete:
    Initialtherapie der akuten Hypovolämie und der Schocks ( sog. small volume resusciation )

    Gegenanzeige:
    Im akuten lebensbedrohlichen hypovolämischen Schock sollte HYPERHAES nicht bzw. nur unter strenger Nutzen - Risiko – Abwägung angewendet werden, sofern eine oder mehrere folgender Krankheiten oder Zustände bekannt sind.
    - stauungsbedingte Herzschwäche
    - Nierenversagen mit Anurie/ Oligurie
    - Leberfunktionsstörungen
    - Blutgerinnungsstörungen
    - Dehydration
    - Hyperosmolarität
    - schwere Hyper-o. Hyponatriämie
    - schwere Hyper-o.Hypochlorämie
    - Überempfindlichkeit gegenüber Hydroxyyethylstärke
    - Schwangerschaft

    Vorsichtsmaßnahme:
    Die Konzentration der Serumamylase kann unter der Gabe von Hydroxyethylstärke erhöht sein
    ( Interferenz mit der Pankreatitis- Diagnostik).
    Kontrollen der Serumelektrolyte, der Serumosmolarität und der Volumenbilanz sind unbedingt erforderlich.
    Auch das Risiko einer verstärkten Blutungsneigung durch Erhöhung des Perfusionsdruckes und Hämodilution mittels HyperHAes ist zu achten

    Wechselwirkungen:
    Keine bekannt

    Warnhinweis:
    Bei Anwendung in Situationen ohne ausgeprägte hypovolämische Schockzustände kann es insbesondere bei Einschränkung der Herzfunktion und des koronaren Blutflusses zu relevanten Vasodilatationssymptomen ( passagere Hypotension ) oder zu Überbelastungssymptomen
    ( Linksherzversagen , Arrhythmie, pulmonaler Hypertension ) kommen.

    Dosierungsanleitung:
    Zur intravenösen Bolusinfusion bzw. Druckinfusion

    Soweit nicht anders indiziert e i n m a l i g e Bolusgabe von ca. 4 ml / kg / KG ( ca. 250 ml für 60-70 kg/ KG ) so rasch wie möglich. Vorzugsweise durch Druckinfusion innerhalb von 2 bis 5 Minuten.

    Die Anwendung von HyperHaes sollte nur einmal erfolgen.

    Nach Anbruch des Behältnisses ist HyperHaes zum sofortigen Gebrauch bestimmt. Im Anschluß an die Infusion ist eine bedarfsgerechte Standard-Volumentherapie ( Elektrolyte und Kollide ) durchzuführen.

    Überdosierung:
    Eine Überdosierung von HyperHaes führt primär zu einer Hypernatriämie. Entsprechende Maßnahmen wie rascher Flüssigkeitsausgleich und Einleiten eines forcierten Diurese bei Hypervolämie sind einzuleiten.

    Nebenwirkungen:
    Das Arzneimittel kann in seltenen Fällen zu anaphylaktoiden Reaktionen führen. Das klinische Bild kann dabei von leichten, subjektiven Beschwerden, über Kreislaufstörungen, Schock, Bronchospasmus bis hin zum Kreislaufstillstand führen. Bei Unverträglichkeitsreaktionen ist die Infusion sofort zu stoppen und die üblichen Sofortmaßnahmen sind einzuleiten.

    Obwohl bisher keine klinischen Auswirkungen über die Erhöhung von Serumosmolarität, Serumnatrium und Serumchlorid beobachtet wwurden, sind Nebenwirkungen wie zentrale pontine Myelinolyse durch Dehydration bzw. Gewebsschrumpfung hervorgerufene zerebrale Blutungen ( Abriss meningialer Brückenvenen) sowie bei periphervenöser Applikation ) lokale Unverträglichkeitsreaktionen
    ( Thrombophlebitis, Phlebothrombose ) denkbar.



    Hypnomidate = Etomidat
    Schlafmittel

    Zusammensetzung:
    1 Amp. zu 10 ml enthält 20 mg Etomidat

    INDIKATIONEN:
    - Schlafinduktion
    - Kurzhypnotikum zur Narkoseeinleitung
    - Intubation
    - Krampflösung bei Status epilepticus
    - Kardioversion

    DOSIERUNG:
    Initial:
    0,15 bis 0,30 mg / kg / KG i.v.
    Repetition:
    0,1 mg / kg / KG
    Maximalddosis:
    80 mg

    WIRKUNGEN:
    - kurzwirksames Narkotikum mit
    - schnellen Wirkungseintritt
    - geringer Atemdepression
    - Durchbrechung eines zerebralen Krampfanfalls
    - Senkung des Hirndrucks
    - Verminderung des peripheren Gefässwiderstandes
    - keine analgetische Komponente

    NEBENWIRKUNGEN:
    - Injektionsschmerz
    - unfreiwillige Muskelbewegung
    - Erniedrigung des Kortisolspiegels
    - Atemstillstand kurzfristig bei älteren Patienten
    - Übelkeit / Erbrechen
    - Myoklonien
    - Herzrhythmusstörungen

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - Schwangerschaft
    - Säuglinge und Kleinkinder
    - Schlafmittelintoxikation
    - Alkoholintoxikation

    Pharmakokinetik:
    - Sofortiger Wirkungseintritt
    - Wirkungsende durch Umverteilung in Muskel- und Fettgewebe
    - Wirkdauer 3 - 5 Minuten
    - Hydrolyse des Ester in der Leber
    - Ausscheidung renal
    Hinweis: Keine analgetische Wirkung!

    Interaktionen:
    - Fentanyl : längere Aufwachphase
    - Antihypertensiva:
    Wirkungsverstärkung

    Inkompatibilitäten:
    ggf. Ausfällungen bei gleichzeitiger Applikation mit:
    - Barbituraten
    - Benzodiazepinen
    - Furosemid
    - Katecholaminen
     
  17. Rabenzahn

    Rabenzahn Poweruser

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    Ipecacuanha-Sirup

    Handelsform :
    Lösung zur oralen Applikation

    Indikation :

    Vergiftungen bei denen eine schnelle Magenentleerung erforderlich ist.

    Wirkungsweise :

    Über die Wirkungsweise von Ipecac liegen nicht ausreichende Studien vor. Wahrscheinlich wirkt es zentral.

    Dosierung :
    Kinder über 8 Monate 10-15ml
    über 2 Jahren 20-30ml
    auch beim Erwachsenen setzt sich Ipecac ( 20-30ml ) immer mehr durch.

    Wirkungseintritt nach

    ca. 15 - 20 Minuten

    Nebenwirkungen :

    keine bekannt

    Kontraindikationen :

    - Vergiftungen bei denen Erbrechen kontraindiziert ist
    - Patienten bei denen Aspirationsgefahr besteht.
    - Säuglinge unter 8 Monaten

    Bemerkungen :

    Nach der Gabe von Ipecacuanha reichlich Wasser oder Saft zu trinken geben.



    Isoket = Isosorbiddinitrat

    Zusammensetzung:
    1 Amp. zu 10 ml enthält 10 mg
    Isosorbiddinitrat bzw. 25 mg in
    50 ml Lösung bei der 0,05%igen Zubereitung.
    1 Sprühstoß des Dosieraerosols enthält 1,25 mg Wirkstoff

    Indikation:
    - Myokardinfarkt und / oder Linksherzinsuffizienz
    - Angina pectoris
    - kardiales Lungenödem

    Wirkung:
    - vasodilatierendes Nitrat
    - durch Vorlastsenkung Herabsetzung des Sauerstoffbedarfs

    Dosierung:
    0,1%ige Lösung nur als Dauerinfusion

    0,05%ige Lösung auch über Perfusor.
    initial 2 mg/ h bis auf 7 - 10 mg / h
    langsam ansteigend ( Herz-Kreislauf-Kontrolle )

    - Spray: 1 - 3 Hübe inhalativ

    Nebenwirkungen:- orthostatische Hypotension
    - Kollapszustände ( selten )
    - Gesichtsrötung
    - Wärmegefühl
    - Verstärkung der pektangiösen Beschwerden ( selten )

    Kontraindikationen:
    - kardiogener Schock
    - schwere Hypotonie



    Isoptin[/b] = Verapamil
    Antiarrhythmikum / Antihypertonikum

    Zusammensetzung:
    1 Amp. zu 2 ml enthält 5 mg
    1 Infusionsamp. zu 20 ml 50 mg
    Verapamil


    INDIKATIONEN:
    - tachykarde Herzrhythmusstörung
    - Vorhofflattern / Vorhofflimmern
    - hypertone Krise und spastische Formen der Angina pectoris
    - akute Koronarinsuffizienz

    DOSIERUNG:
    2,5 - 5 mg langsam i.v.

    Wiederholungsdosis nach 5-10 Min.

    Perfusor:
    100 mg ( 2 Amp a' 20 ml ) auf 50 ml NaCl 0,9%
    2 - 4 ml/ h max. 5 ml/ h,
    100 mg / Tag

    WIRKUNGEN:
    - Calciumantagonist mit Hemmung des Ca++ - Einstroms an der Herzmuskelzelle
    - Verlangsamung der Erregungsleitung und- ausbreitung am Herzmuskel (Vorhof- Kammer)
    - antiarrhythmische Wirkung
    - Gefässerweiterung in der Peripherie
    - Tonusverminderung der glatten Gefässmuskulatur

    NEBENWIRKUNGEN:
    - Haut - Flush
    - Kopfschmerzen / Schwindel
    - Benommenheit
    - Bradykardie
    - unerwünschte Blutdrucksenkung
    - Bronchospasmen
    - AV Block 1. und 2. Grades
    - im Extremfall totaler AV- Block

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - Herzinsuffizienz
    - Sinusknotensyndrom
    - AV-Block 2. und 3. Grades
    - akuter Myokardinfarkt
    - kardiogener Schock
    - WPW - Syndrom

    Interaktionen:
    - Digoxin ( Erhöhung des Glykosidspiegels)
    - Beta-Blocker ( Verstärkung der kardiodepressorischen Wirkung )

    Inkompatibilitäten:
    nicht mit alkalischen Infusionslösungen mischen, da Wirkstoffausfällung
     
  18. Rabenzahn

    Rabenzahn Poweruser

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    Macrodex

    Zusammensetzung:
    500 ml enthalten 6 % Dextran 60,
    gelöst in Ringer - Lactat bzw. Natrium Clorid 0,9 %

    Indikation:
    - Blutverlust
    - Volumenmangelschock

    Wirkung:
    - kolloidales Volumenersatzmittel
    - verbessert die Mikrozirkulation und erhöht das zirkulierende Blutvolumen

    Dosierung:
    - je nach Wirkung und Volumenmangel
    - Maximaldosis: 1,5 g / kg / KG
    - Plasmahalbwertszeit: 6 - 8 Std.

    Nebenwirkungen:
    - allergische Reaktionen
    - Blutgerinnungsstörungen
    - Verstärkung der Blutungsneigung
    - Störreaktion bei Blutgruppentest

    Kontraindikationen:
    - Gerinnungsstörungen
    - Allergie gegen Dextrane
    - dekompensierte Herzinsuffizienz
    - ausgeprägte Niereninsuffizienz




    Magnesiumsulfat

    Zusammensetzung:
    Mg-5-Sulfat-Amp. 50 % Infusionslösungskonzentrat.
    1 Amp. zu 10 ml enthält 5 g
    Magnesiumsulfat 7H²O
    ( entsp. 20,25 mmol = 40,55 mval = 493 mg Magnesium )

    Indikation:
    - akuter Myokardinfarkt zur Nekrosenlimitierung
    - hyperensive Krise bei Eklampsie
    - Koronarspasmen
    - QT-Verlängerung bei Hypothermie und Hypothyreose
    - stabile und instabile Angina pectoris aller Schweregrade
    - tachykarde Rhythmusstörungen unterschiedlichster Genese
    - Torsades de pointes

    Wirkung:
    - physiologischer Calciumanagonismus und Herabsetzung der Acetylcholinausschüttung
    - unterdrückt die neuromuskuläre Erregbarkeit
    - wirkt spasmolytisch, antiarrhythmisch, hemmt die Plättchenaggregation und reduziert die Infarktgröße


    Dosierung:
    Torsades de pointes :8 mmol Mg
    als Bolus langsam i.v. ( = 4 ml )
    eklamptischer Anfall: 25-50 mg/kg/KG
    sehr langsam i.v.,
    danach 10-25 mg/ kg/ KG / h
    andere Notfallsituationen:
    0,5 - 4 g . Maximaldosis 8 g

    Nebenwirkungen:
    - Bradykardie bei zu rascher Applikation oder zu hoher Dosis
    - Bradypnoe bei zu rascher Applikation oder zu hoher Dosis
    - Nekrosen bei paravenöser Applikation
    - periphere Gefäßerweiterung ( Flush )

    Kontraindikationen:
    - schwere Niereninsuffizienz
    - Myasthenia gravis
    - Bradykardie
    - AV - Block
    - Magnesiumserumspiegel um oder über 2,5 mmol/ L.

    Interaktionen:
    Calziumsalze=Wirkungsverminderung

    Muskelrelaxanzien vom Curaretyp = Wirkungsverstärkung

    Nifedipin = Blutdruckabfall

    Inlompatibilitäten:
    Calzium - und phosphathaltige Lösungen / Ausfällung




    Metformin
    Glucophage® mite/forte

    Orales Antidiabetikum

    Zusammensetzung

    Wirkstoff: Metformin(DCI)-chlorhydrat.

    Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

    Glucophage mite: Weisse Filmtablette zu 500 mg Metforminhydrochlorid, entspricht 390 mg Metformin-Base.

    Glucophage forte: Weisse Filmtablette zu 850 mg Metforminhydrochlorid, entspricht 663 mg Metformin-Base.

    Eigenschaften / Wirkungen
    Metformin, der Wirkstoff von Glucophage, ist ein orales Antidiabetikum, welches zur Klasse der Biguanide gehört. Es senkt den erhöhten Blutzucker des Diabetikers ohne Stimulation der Insulinsekretion. Dies erklärt, warum bei alleiniger Verabreichung von Glucophage der Patient keiner Hypoglykämiegefahr ausgesetzt wird.

    Der Wirkungsmechanismus von Metformin ist nicht ganz geklärt, es scheint aber, dass seine Wirkung in Gegenwart von Insulin auf einen vermehrten zellulären Glukoseverbrauch, eine Zunahme der Insulin-Rezeptoren-Anzahl, eine Hemmung der Gluconeogenese in der Leber sowie auf eine verminderte Glukoseresorption durch den Darm zurückzuführen ist.

    Metformin regt die Insulinsekretion nicht an, sondern vermindert die beim übergewichtigen Diabetiker nach Glukosezufuhr überschiessende Insulinausschüttung; es trägt dazu bei, das erhöhte Körpergewicht des obesen Diabetespatienten zu verringern. Metformin senkt den Cholesterinspiegel und insbesondere die Triglyceride beim Menschen; zudem besitzt es fibrinolytische Eigenschaften.

    Pharmakokinetik
    Ungefähr 50% der oral verabreichten Dosis sind systemisch verfügbar, wobei die Biodisponibilität mit einer Zunahme der Dosis abnimmt. Das Verteilungsvolumen schwankt zwischen 63 und 276 l. Eine direkte Beziehung zwischen der plasmatischen Konzentration und der blutzuckersenkenden Wirkung wurde nicht ermittelt. Metformin ist nicht an Plasmaproteine gebunden und wird im Körper nicht metabolisiert.

    Die Plasmahalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion liegt bei 1½-2 Stunden. Die Ausscheidung des resorbierten Metformins geschieht praktisch zu 100% renal und erfolgt mit einer Clearance von ungefähr 450 ml/Min. (entspricht 4-5× der Kreatinin-Clearance).


    Die Wirkungsdauer von Metformin beträgt ca. 5-6 Stunden.

    Es ist nicht genau bekannt, ob Metformin die Plazentaschranke passiert, geringe Mengen gelangen jedoch in die Muttermilch.

    Kinetik in besonderen klinischen Situationen
    Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist die Metformin-Clearance ungefähr gleich stark vermindert wie jene des Kreatinins und es besteht ein Akkumulationsrisiko. Bei älteren Diabetikern kann die plasmatische Halbwertszeit von Metformin verlängert sein und ein entsprechendes Akkumulationsrisiko mit sich bringen.

    Indikationen / Anwendungsmöglichkeiten


    Stabiler Typ II-Diabetes, vor allem bei Übergewichtigen (ohne Ketonurie), deren erhöhter Blutzucker sich durch eine Diät alleine nicht kontrollieren lässt.

    In Kombination mit Sulfonylharnstoff-Präparaten, falls sich der erhöhte Blutzucker durch Metformin oder Sulfonylharnstoffe allein nicht kontrollieren lässt.

    Als Ergänzung zur Insulintherapie bei insulinabhängigem Diabetes mellitus, insbesondere beim Vorliegen einer sekundären Insulinresistenz, wenn eine Einstellung mit Insulin allein zur unbefriedigenden Blutzuckereinstellung führt.

    Schwere diabetische Stoffwechselentgleisungen (Präkoma, Koma, Ketoazidose) stellen auch für diese Kombination eine Kontraindikation dar (siehe «Kontraindikationen»).

    Dosierung / Anwendung
    Wie auch für andere orale Antidiabetika gibt es für Glucophage kein striktes Dosierungsschema. Die Dosis wird für jeden Patienten entsprechend seinen Bedürfnissen angepasst, indem Blut- und Urinzucker zu Beginn der Therapie regelmässig bestimmt werden.

    Typ II-Diabetes: Die Behandlung sollte mit 0,5 g Metformin täglich (1 Tablette Glucophage mite) begonnen werden. In Abhängigkeit des Zustandes des Patienten kann dann die Dosis vom Arzt in Schritten von 0,5 g alle 5-7 Tage bis zu einem Gramm.

    Bei einem Insulinbedarf von mehr als 40 Einheiten täglich ist es empfehlenswert, die Kombination unter stationären Bedingungen einzuleiten. Am ersten Tag wird die Insulindosis um 30-50% reduziert; die weitere schrittweise Verringerung des Insulins erfolgt nach Massgabe der Laborbefunde.

    Spezielle Dosierungsanweisungen
    Bei insulinpflichtigen Diabetikern kann Insulin durch Metformin nie vollständig ersetzt werden. Die Substitution durch Metformin ist in manchen Fällen jedoch unter der Voraussetzung möglich, dass der Pankreas noch funktionsfähig ist.

    Durch Verwendung dieses Medikaments kann nicht auf kalorien- und zuckerarme Diät verzichtet werden.

    Applikationsart
    Glucophage mite und Glucophage forte sollen während oder unmittelbar nach den Mahlzeiten eingenommen werden, um gastrointestinale Beschwerden bei Behandlungsbeginn möglichst zu verhindern.

    Anwendungseinschränkungen
    Kontraindikationen

    Erwiesene Überempfindlichkeit gegenüber Metformin, diabetisches Koma und Präkoma, schwere Ketoazidose, insulinabhängiger Diabetes beim Kind, schwere Leberinsuffizienz, Niereninsuffizienz (Kreatinämie > 110 µmol/l [> 1,24 mg/dl]), Harnstoff > 8,3 mmol/l (> 50 mg/dl), Herz-Kreislauf-Insuffizienz, Gewebshypoxie, Pankreasentzündung, erwiesener Mangel an Vitamin B 12 , Folsäure- oder Eisenmangel, schwere Infektionskrankheiten, Alkoholismus, Abmagerungskuren, Gewichtsverlust, generelle schlechte körperliche Verfassung, mangelnder Wille zur Zusammenarbeit, vor und einige Tage nach chirurgischen oder invasiven Eingriffen, vor allem uro- und angiographische Untersuchungen, fortgeschrittenes Alter, Schwangerschaft.

    Vorsichtsmassnahmen

    Warnung: Bei Patienten, die einen mehr oder weniger komplizierten Diabetes aufweisen, sind, bei Verabreichung von Metformin, einige seltene Fälle von Laktatazidose festgestellt worden. Eine Laktatazidose kann zu Beginn der Medikation, aber auch erst nach einigen Behandlungsjahren auftreten.

    Die Akkumulation von Laktat kann eine Folge einer erhöhten Laktatproduktion (Hypoxie, starke körperliche Leistung) oder einer verminderten Metabolisierung von Laktat sein. Metformin kann, da es den Metabolismus von Laktat reduziert, eine Laktatazidose auslösen oder verschlimmern, vor allem wenn es in hohen Dosen verabreicht wird.

    Da die Laktatazidose unter Umständen eine tödliche Deregulierung des Stoffwechsels darstellen kann, müssen prädisponierende und favorisierende Faktoren dieser Störung berücksichtigt werden und sollten Kontraindikationen strikt eingehalten werden. Die Patienten sind regelmässig zu untersuchen, um solche Faktoren möglichst rasch und sicher aufzudecken. Es sind dies:

    - jegliche Beeinträchtigung der Nierenfunktion (systematische Kontrolle des Kreatinins ist unerlässlich,
    eine erhöhte Kreatinämie verlangt Vorsicht; siehe auch «Kontraindikationen»);

    Leberinsuffizienz;

    Kreislaufkollaps, Herzinsuffizienz, akuter Myokardinfarkt wie auch andere Zustände, die von Hypoxämie begleitet sind;

    gastrointestinale Beschwerden und andere Zustände, die zu einer Dehydratation unter Beeinträchtigung der Nierenfunktion führen können;

    Fasten und Alkohol (siehe «Interaktionen»).

    Unter erheblicher Beschränkung der Kohlenhydratzufuhr ist die Gluconeogenese für die Glucoseproduktion verantwortlich und deshalb bei Zufuhr von Metformin das Risiko einer Laktatazidose erhöht.

    Die Verwendung von Röntgenkontrastmitteln i.v. bei Diabetikern kann ein akutes Nierenversagen zur Folge haben. Folglich ist es empfehlenswert, die Metforminbehandlung 48 Stunden vor Urographie- und Angiographieuntersuchungen abzusetzen und sie erst zwei Tage danach wieder aufzunehmen.

    Krankheitsvorzeichen: Unwohlsein, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Hyperventilation, starke Bauchschmerzen, ausgeprägte Schwächezustände sowie Muskelkrämpfe. Der Patient muss diese Symptome und deren Bedeutung kennen. Falls eines oder mehrere dieser Symptome auftreten, soll der Patient die Medikation abbrechen und den Arzt benachrichtigen.

    Beeinflussung der Aufmerksamkeit und des Reaktionsvermögens

    Es sind keine derartigen Wirkungen bekannt. Fahrzeug



    Methylenblau VITIS i.v
    .

    Methylenblau Vitis enthält in einer
    5 % iger Glucose- Lösung
    1% Methylenblau [DAB]

    Dosierung:
    initial 1 - 2 mg / kg Körpergewicht intravenös.
    Bei therapeutischen Erfolg kann die Injektion nach 4 - 6 Stunden wiederholt oder ggf. eine entsprechende Dosis oral gegeben werden.

    Überdosierung:
    Durch eine Überdosierung kann eine hämolytische Anämie ausgelöst werden-

    Besondere Warnung:
    Die Injektion muss streng intravenös erfolgen.

    Anwendungsgebiete:
    - toxische Methämoglobinämie
    - Methämoglobinämie bei Säuglingsdiarrhoe

    Gegenanzeige:
    Oral und intravenöse Gabe: keine bekannt

    Die intraamniale und intrathekale Injektion von Methylenblau zu diagnostischen Zwecken ist mit hohen Risiken verbunden und nicht gerechtfertig.

    Nebenwirkung:
    Auch bei therapeutischen Dosen kann eine Hämolyse hervorgerufen oder verstärkt werden.

    Besondere Vorsichtshinweise:
    Die Anwendung von Methylenblau sollte nur bei lebensbedrohlichen Methämoglobinämie erfolgen. Wenn eine Reduktion des Hämoglobins nach intravenöser Gabe von Methylenblau nicht innerhalb von kurzer Zeit ( 30 - 60 Minuten ) eintritt, besteht der Verdacht auf eine genetisch ( z.B. Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase- Mangel ) oder toxisch ( z.B. Chlorat - Vergiftung ) bedingte Enzymschädigung mit einer unverzüglich andere thearpeutische Massnahmen wie Austauschtransfusion einzuleiten.

    Methylenblau VITIS nicht in der Schwangerschaft anwenden.




    Mivacron = Mivacurium
    NDMR

    Schnellinformation:
    Wirkung 5 -13 Minuten

    Dosierung:
    0,08 mg kg KG
    Beginn nach 45 Sekunden
    Max. 3 - 5 Minuten
    0,15 - 0,25 mg kg KG zur Intubation


    Mivacurium ist ein nichtdepolarisierendes, kurz wirksames Muskelrelaxans, das durch eine kompetitive Hemmung am cholinergen Rezeptor der motorischen Endplatte wirkt.
    Es wirkt etwa zweieinhalbmal länger als Succinylcholin, halb so lang wie Vecuronium und ein Drittel der Zeit von Atracurium.
    Bei vergleichbarer Dosierung tritt der maximale Wirkeffekt bei Mivacurium, Atracurium und Vecuronium nach gleicher Zeit ein. Als Ersatz für Succinylcholin ist Mivacurium jedoch trotz des schnellen Wirkungseintritts nicht geeignet.
    Succinylcholin wirkt immer noch deutlich schneller.

    Dosierung:
    - komplette Relaxierung:
    0,15 bis 0,2 mg / kg / KG i.v.
    Kinder 0,2 mg / kg / KG langsame
    Injektion über 10 - 20 Sekunden

    - Präkurarisierung bzw.
    Unterhaltungsdosis:
    0,01 bis 0,1 mg / kg / KG

    - als Infusion:
    3 bis 15µg / kg / KG / min.

    Wirkungseintritt:
    - Wirkungseintritt < 2 Minuten
    - Maximaleffekt: nach 1 bis 3 Minuten
    - Wirkdauer: 6 bis 15 Minuten

    Metabolisierung:
    Sofern eine ausreichende Plasmaaktivität vorhanden ist, erfolgt die relativ schnelle Metabolisierung durch Hydrolyse über die Plasmacholinesterase.
    Die bei der Hydrolyse entstehenden Metaboliten haben keine eigenen Wirkung.

    Elimination:
    Hydrolyse durch die Plasmacholinesterase.

    Antagonisierung:
    Durch Cholinesteraseinhibitoren ( Neostigmin, Pyridostigmin, Edrophonium )

    Vorteile:
    - sehr rascher Wirkungseintritt

    Nachteile:
    - Die Wirkdauer ist dosisabhängig, jedoch nicht so ausgeprägt, wie bei Atracurium bzw. Vecuronium.
    - Hohe Dosen von mehr als 0,2 mg / kg / KG können einen erhöhten Plasmahistaminspiegel,
    Tachykardien und durch eine Erniedrigung des arteriellen Blutdrucks auch Hypotensionen auslösen.




    Morphin = Morphium hydrochlorid
    Analgetikum

    Zusammensetzung:
    1 Amphiole zu 1 ml enthält 10 bzw. 20 mg Morphinhydrochlorid

    INDIKATIONEN:
    - schwere Schmerzzustände
    - Lungenödem

    DOSIERUNG:
    2,5 - 10 mg langsam i.v.
    max. Einzeldosis: 30 mg
    Wiederholung alle 4-6 Std.

    WIRKUNGEN:
    Opioid - Analgetikum mit Schmerzhemmung durch Wirkung auf das zentrale Nervensystem und
    - euphorisierender Wirkung
    - Tonuserhöhung der glatten Muskulatur
    - Hustenreflexhemmung
    - Steigerung der Schlafbereitschaft

    NEBENWIRKUNGEN:
    - Schwindel
    - Kopfschmerz
    - Atemdepression
    - Übelkeit und Brechreiz
    - Neigung zu zerebralen Krampfanfällen
    - Spasmen der Gallengänge
    - orthostatische Herz - und Kreislaufregulationsstörungen
    - Bronchospasmen
    - Blasenentleerungsstörungen
    - Miosis

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - Pankreatitis
    - Atemdepression ohne Möglichkeit der künstlichen Beatmung
    - spastische Schmerzzustände
    - Asthma bronchiale ( Anfallsauslösung )
    - kolikartigen Schmerzen

    Hinweis ! Antidot ist Narcanti

    Quelle: Verschiedene Autoren und Bücher, keine Garantie für die Angaben zur Dosierung
     
  19. Rabenzahn

    Rabenzahn Poweruser

    Registriert seit:
    15.02.2002
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    933
    Zustimmungen:
    3
    Beruf:
    AN-Pfleger
    Ort:
    Kassel
    Akt. Einsatzbereich:
    in Rente
    Rectodelt®

    Handelsform :
    z.B. Rektalzäpfchen mit 5,10,30 oder 100mg Prednison
    Handelsnamen :
    Rectodelt, Decortin, Predison,

    Indikation :
    Asthma bronchiale, allergische Reaktionen, Pseudokrupp

    Wirkungsweise :
    Entzündungshemmend, Antihistaminisch,
    HWZ 3-4 Std.

    Dosierung :
    5-20mg / kgKG

    Nebenwirkungen :
    im Notfall keine

    Kontraindikationen :
    Im Notfall keine


    Ringer - Lactat = Infusionslösung
    500 ml enthalten Na 3383 mg / L
    K 157 mg / L
    Ca 90 mg / L
    CL 5519 mg / L

    INDIKATIONEN:
    - Basislösung
    - Flüssigkeitsersatz bei ausgeglichenem Säure - Basen - Haushalt und leichter Azidose
    - primärer Flüssigkeitsersatz in Notfallsituationen z.B. Erbrechen
    - Durchfällen
    - Verbrennungen
    - VET

    DOSIERUNG:
    - Dauertropf max. 120 Tropfen / Min.
    bzw. 360 ml / Stunde

    WIRKUNGEN:
    - Vollelektrolytlösung zum Ersatz von Wasser und Elektrolyten des Extrazellulärraums
    - leichte Alkalisierung

    NEBENWIRKUNGEN:
    - Gefahr der Volumenüberbelastung
    - Verlängerung der Blutungszeit
    - Gefahr des Lungenödems

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - dekompensierte Herzinsuffizienz
    - Volumenüberladung
    - Hypervolämie

    Quelle: Verschiedene Autoren und Bücher, keine Garantie für die Angaben zur Dosierung
     
  20. Rabenzahn

    Rabenzahn Poweruser

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    AN-Pfleger
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    in Rente
    Temgesic = Buprenorphin
    Opiat

    Zusammensetzung:
    1 Amp. enthält 0,3 mg
    1 Sublingualtablette enthält 0,2 mg Buprenorphin

    Indikation:
    - starke Schmerzzustände

    Dosierung:
    1 -2 Amp. 0,3 - 0,6 mg Buprenorphin i.v.

    1 - 2 Tabletten sublingual

    Repetition : nach 8 Stunden

    Wirkung:
    - Opioid - Analgetikum ( gemischter Agonist - Antagonist ) mit zentral schmerzhemmender und stark
    sedierender Wirkung.
    - morphinäquivalente Wirkstärke: 40

    Nebenwirkungen:
    - Atemdepression
    - Übelkeit
    - Miktionsbeschwerden
    - Miosis

    Kontraindikationen:
    - Opiatabhängigkeit ( Auslösung von Entzugssymptomen )
    - Krankheitszustände, bei denen eine Dämpfung des Atemzentrums vermieden werden muß
    - erhöhter Hirndruck

    Interaktionen:
    - da antagonistische Eigenschaften Abschwächung der Wirkung von Opioid - Agonisten


    Theophyllin

    Handelsform :
    z.B. Euphyllin 10ml/200mg Theophyllin

    Handelsnamen :
    Euphyllin®, Solosin®, Bronchoparat®

    Indikation :
    - Akute obstruktive Atemwegserkrankungen
    - Cor pulmonale

    Wirkungsweise :
    Der genaue Wirkmechanismus von Theophyllin ist noch nicht vollständig geklärt.
    Hauptsächlich kommt es aufgrund seiner guten bronchodilatierender Wirkung zum Einsatz.
    Die Funktion des Flimmerepithels in der Bronchien wird angeregt, was zu einer besseren Reinigung der Atemwege führt.
    Die Freisetzung der Mediatoren die eine Bronchokonstriktion herbeiführen wird gehemmt.
    Am Myokard führt Theophyllin zu einer Steigerung der Frequenz und der Herzkraft (Steigerung des Herzzeitvolumens).
    Durch eine Beeinflussung des Elektrolythaushalts kommt es zu einer diuretischen Wirkung.
    Theophyllin wirkt zentral stimulierend auf das Atemzentrum.
    Ebenfalls wird die Krampfschwelle herabgesetzt, was bei Epileptikern zur Auslösung eines Anfalls führt.

    Wirkungseintritt: rasch, Wirkdauer 6-8 Std., HWZ: 8 Std.

    Dosierung :
    initial 0,5-1 Ampulle zu 200mg langsam i.v. ( 4-6mg/kgKG )
    Zur Wirkungserhaltung Dauerinfusion mit 1 Ampulle in 500 ml isotoner Lösung,
    ca. 25-50 Tropfen / min.

    Nebenwirkungen :
    - Übelkeit
    - Erbrechen
    - Tachykardie
    - zentrale Erregung
    - Tremor
    - Blutdruckabfall
    - Krampanfall

    Kontraindikationen :
    - Tachykardie
    - Extrasystolie
    - frischer Herzinfarkt
    - Epilepsie,

    Bemerkungen :
    verliert in Glukoselösung seine Wirkung ,orale und endobronchiale Gabe möglich

    Toluidinblau
    Antidot

    Zusammensetzung:
    1 Amp. zu 10 ml enthält 400 mg Toluidinblau

    Indikation:
    Vergiftung mit Methämoglobinbildnern, z.B.
    - Nitraten
    - Nitriten
    - aromatischen Aminen
    - Überdosierung von 4-DMAP im Rahmen von Cyanidintoxikationen

    Dosierung:
    initial: 2 - 4 mg Toluidinblau / kg / KG streng i.v.
    ggf. Repetition von 2 mg / kg / KG nach 30 Minuten

    Wirkung:
    - reduziert Methämoglobin zu Hämoglobin


    Nebenwirkung:
    - Zyanose der Haut .


    Toxogonin = Obidoximchlorid
    Antidot

    Zusammensetzung:
    1 Amp. zu 1 ml enthält 0,25 g Obidoximchlorid

    Indikation:
    - Vergiftungen mit Phosphorsäureester ( Insektizide wie E 605 forte )

    Dosierung:
    initial: frühestens 5 Minuten nach Atropingabe 1 Ampulle langsam i.v. ggf. i.m.
    Kinder 4 - 5 mg/ kg / KG

    Repetition nicht vor 2 Stunden nach der ersten Applikation
    Toxogoningabe später als 24 Stunden nach der Giftaufnahme wirkungslos

    Wirkung:
    Reaktivierung der Cholinesterase

    Nebenwirkung:
    - Flush
    - Kälteempfindung im Rachenraum

    bei Überdosierung:
    - Übelkeit
    - Sehstörungen
    - Tachykardie



    Tracrium = Atracurium
    NDMR

    Schnellinformation:
    Wirkung
    20 - 30 Minuten

    Dosierung:
    0,4 - 0,5 mg kg KG zur Intubation
    0,3 - 0,5 mg kg KG zur Relaxierung
    0,1 - 0,2 mg kg KG Repititionsgabe

    Atracurium ist ein nichtdepolarisierendes, kurz oder mittellang wirksames Muskelrelaxans,welches durch eine
    kompetitive Hemmung am cholinergen Rezeptor der motorischen Endplatte wirkt. Im Vergleich zu Pancuronium hält die Relaxierung nur etwa ein Drittel der Zeit an.

    Dosierung:
    - komplette Relaxierung :
    0,3 bis 0,6 mg / kg / KG

    - Präkurarisierung / Unterhaltungsdosis
    0,5 bis 1,5 mg / kg / KG

    - als Infusion:
    2 bis 15µg / kg / KG / min.

    Wirkungseintritt:
    - Wirkungseintritt < 3 Minuten
    - Maximaleffekt ca. 3 bis 5 Minuten
    - Wirkdauer 20 bis 35 Minuten

    Metabolisierung:
    Atracurium wird relativ rasch metabolisiert, wobei als Hauptmetabolit Laudanosin entsteht.
    Laudanosin ist in der Lage, die Blut - Hirn - Schranke zu durchdringen.

    Elimination:
    Hofmann- Abbau, Hydrolyse durch unspezifische Esterasen,
    Teilausscheidung über die Leber und die Nieren.

    Antagonisierung:
    Durch Cholinesteraseinhibitoren ( Neostigmin, Pyridostigmin und Edrophonium )

    Vorteile:
    Eine direkte Wirkung auf das Herz - Kreislauf - System ist nicht nachweisbar. Trotz Teilausscheidung über Leber und Niere, kommt es selbst bei einer Nieren - bzw. Leberinsuffizienz nicht zur Ausscheidungsverzögerung. Somit ist Atracurium hier problemlos einsetzbar. Auch nach repetitiven Dosen ist eine mögliche Kumulation vernachlässigbar gering.

    Wirkungsverstärkung:
    - Durch volatile Anästhetika ( + 30 % )
    - Succinylcholin,
    - Antibiotika der Aminoglykosidgruppe
    - Magnesium
    - Lithium
    - Hypothermie
    - Hypokaliämie
    - und respiratorische Azidose.

    Wirkungsverlängerung:
    Durch Myasthenia gravis, bei inadäquater adrenokortikaler Funktion und durch eine deutliche Erhöhung der Dosis.



    Tramal = Tramadol
    Analgetikum

    Zusammensetzung:
    1 Amp. zu 1 ml enthält 50 mg Tramadolhydrochlorid

    1 Amp. zu 2 ml enthält 100 mg Tramadolhydrochlorid

    INDIKATIONEN:
    - mittelstarke bis starke akute oder chronische Schmerzzustände

    DOSIERUNG:
    1 bis 1,5 mg / kg / KG langsam i.v.
    1 - 2 Amp Tramal 50 langsam i.v.
    Tageshöchstdosis: 400 mg

    WIRKUNGEN:
    Opioid - Analgetikum ( Partialagonist ) mit zentral schmerzhemmender und sedierender Wirkung.
    - morphinäquivalente Wirkstärke: 0,2

    NEBENWIRKUNGEN:
    - Übelkeit und Erbrechen
    - Schwindel
    - Müdigkeit
    - orthostatische Herz- Kreislauf - Regulationsstörungen
    - Mundtrockenheit
    - Sedierung
    - Atemdepression
    - Schwitzen

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - Kreislauf - Ateminsuffizienz

    Interaktionen:
    - andere Opiate heben die Wirkung von Tramal auf

    Hinweis! Antidot = Narcanti

    Trapanal = Thiopental - Natrium
    Barbiturat

    Zusammensetzung:
    1 Durchstechflasche zu 20 ml enthält
    0,5 mg,
    1 ml der zubereiteten Lösung enthält
    25 mg
    Thiopental - Natrium

    INDIKATIONEN:
    - Narkoseeinleitung
    - Unterbrechung schwerer
    cerebraler Krampfanfälle
    - Hirndrucksenkung

    DOSIERUNG:
    5 - 7 mg / kg / KG

    WIRKUNGEN:
    - Hemmung am zentralen Nervensystem mit Bewusstseinsverlust
    - Dämpfung zentralnervöser Funktionen und Minderung der cerebralen Durchblutung

    NEBENWIRKUNGEN:
    - allergische Hautreaktionen
    - Übelkeit u. Erbrechen
    - Husten u. Niesen
    - Hypoventilation
    - Atemdepression
    - Apnoe
    - Broncho - und Laryngospasmus
    - Blutdruckabfall
    - negativ inotrop
    - venöses Pooling durch Vasodilatation
    - Histaminausschüttung
    - Induktion mikrosomaler Enzyme
    bei häufiger oder längerfristiger Anwendung
    - Nekrosen bei paravenöser Injektion

    KONTRAINDIKATIONEN:
    - schwere pulmonale Obstruktion
    - Vergiftung mit Alkohol, Analgetika und Schlafmittel
    - Schock
    - Status asthmaticus
    - Porphyrie
    - manifeste Herzinsuffizienz

    Pharmakokinetik: 3phasig
    1. Phase:
    - Die Wirkungs-Plasmahalbwertzeit wird durch Umverteilung in die Muskulatur bestimmt ( 15-30 Min.)
    2. Phase:
    - Umverteilung ins Fettgewebe in ca. 2 Stunden
    3. Phase:
    - Hepatische Metabolisierung zur Pentobarbital ( HWZ 15-40 h ) in 5 - 10 h, führt zu residuellen
    Wirkungen über 24 h hinaus
     

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