Medikamentenprofile von A bis Z

Rabenzahn

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15.02.2002
Beiträge
933
Bewertungen
4
Punkte
18
Standort
Kassel
Beruf
AN-Pfleger
Akt. Einsatzbereich
in Rente
Alupent = Orciprenalin
Sympathomimetikum

INDIKATIONEN:
- bradykarde Herzrhythmusstörung
- akutes Asthma bronchiale
- Status asthmaticus
- Antidot bei relativer und absoluter Überdosis von Betarezeptorenblockern

DOSIERUNG:
- initial 0,1 mg sehr langsam i.v.

WIRKUNG:
- Stimulierung der Betarezeptoren mit Verstärkung der Reizbildung und Reizleitung
- Herzkraftsteigerung
- Frequenzerhöhung
- Senkung des peripheren Widerstandes
- Erweiterung und Krampflösung der Bronchialmuskulatur

NEBENWIRKUNG:
- Gesichtsrötung
- allergische Hauterscheinungen
- Herzklopfen
- ventrikuläre Herzrhythmusstörungen
- pektanginöse Beschwerden
- Blutdrucksenkung

KONTRAINDIKATIONEN:
- tachycarde Herzrhythmusstörung
- schwere Schilddrüsenüberfunktion
- frischer Herzinfarkt


Atropinsulfat = Atropin
Parasympatholytikum

INDIKATIONEN:
- bradycarde Herzrhythmusstörung
- Operationsvorbereitung
- Hemmung der Magensekretion
- Antidot bei Vergiftungen mit Insektiziden der Organphosphatgruppe z.B. E 605

DOSIERUNG:
0,5 - 1 mg langsam i.v.

WIRKUNG:
- Hemmung des parasympathischen Acetylcholin auf das Erfolgsorgan
- Herzfrequenzsteigerung
- Sekrethemmung ( Speichel etc. )
- Pupillenerweiterung
- Tonusverminderung der glatten Muskulatur

NEBENWIRKUNG:
- Tachycardie
- Akkommodationsstörungen
- Mundtrockenheit
- Pupillenerweiterung
- Miktionsbeschwerden
- Unruhe

KONTRAINDIKATIONEN:
- Tachycardie
- Engwinkelglaukom

Hinweis !!! Atropin darf nicht zusammen mit Adrenalin oder Noradrenalin verabreicht werden. !!


Auxiloson Dosier-Aerosol :Dexamethason
Kortikoid / Dexamethason

INDIKATIONEN:
- Rauchgasvergiftung

DOSIERUNG:
- 2 bis 5 Hübe bei fehlenden Krankheitszeichen unmittelbar nach Inhalation von giftigen Dämpfen und Gasen.
- Wiederholung der Dosis nach 10 Minuten
- 5 Hübe all 10 Minuten bei Lungenreizsymptomen bis zum Abklingen der Beschwerden

WIRKUNG:
- Stabilisierung der Zellmembran
- antiallergisch
- entzündungshemmend
- Herabsetzung der Kapillarpermeabilität

NEBENWIRKUNGEN:
- Heiserkeit
- Pilzbefall im Bereich der Atemwege

KONTRAINDIKATIONEN:
- in Notfällen keine


4DMAP = 4-Dimethylaminophenol

Zusammensetzung:
1 Amp. zu 5 ml enthält 250 mg 4-Dimethylaminophenol

Indikation:
- Vergiftung mit Blausäure und Schwefelwasserstoff

Wirkung:
- Methämoglobinbildung und damit Bindung von Cyanidionen

Dosierung:
3 - 4 mg/ kg / KG i.v. oder niedriger
Cave: keine Repetition !!!! Kombination mit Natriumthiosulfat ( 50 - 100 mg / kg / KG i.v.
- bei Überdosierung Toluidinblau i.v.

Nebenwirkungen:
- Hypotension
- Zyanose

Actilyse
Alteplas Plasminogen human-Aktivator rekombiniert tr-Pa

Präparat:
Actilyse 10 mg / 20 mg / 50 mg als Trockensubstanz

Indikation:
- Fibrinolyse bei Infarkt
- Lungenembolie

Dosierung:
- Lösen der Substanz im beigefügten Lösungsmittel

Koronarthrombose:
- Gesamtdosis 70 - 100 mg
- Bolus 10 mg über 2 Minuten
- dann 50 mg über 60 Minuten
- und 10 mg über weitere 30 Min. infundieren. Bei Bedarf weitere 30 mg rt-Pa über 90 Minuten

- parallel therapeutische Heparinisierung z.B. 1000 IE / h unter PTT nach Bolusgabe

Wirkung:
Fibrinolytikum, Aktivierugn von Plasminogen zu Plasmin, das physiologische Fibrin und Fibrinogen spaltet; durch stärkere Aktivierung von fibringebundenem Plasminogen geringere systemische Lyse als unter Streptokinase

Koronare Reperfusion in 65 - 75 %

Nebenwirkung
- Blutungen nach Op oder Traumen
- Apoplex, intrazerebrale Blutungen in 0,5 - 1 % nach Lysetherapie
- Blutdruckabfall
- Tachykardie
- Hämaturie
- Reperfusionsarrhythmien
- Fieber
- Gastrointestinale Blutungen

Kontraindikationen:
- florides Ulcus duodeni et ventrikuli
- Colitis
- bakterielle Endokarditis
- intrakardiale Thromben
- Aortenaneurysma
- Schwangerschaften 1. Trimenon

Cave:
- Malignome ( Hirnmetastasen )
- komplizierte Punktionen nicht
komprimierbarer Gefäße
- Zustand nach Operation
( Wartezeit nach Umfang des
Eingriffs )
- Apoplex innerhalb der letzten 4 Wochen
- akuter Kopfschmerz
- schwere Hypertonie
- Hypermenorrhö

Praxis:
Günstigster Einsatzzeitpunkt sofort nach Diagnosestellung bis 6 Stunden nach Gefäßverschluß

Um Wirkungsverluste durch Ausfällung zu vermeiden ist rt-Pa Gabe stets über einen seperaten Zugang zu infundieren

Als Bolus von 50mg wurde rt-Pa bei Lungenembolien Grad IV erfolgreich eingesetzt.


Adalat = Nifedipin
Antihypertonikum, Calciumantagonist

Indikation:
- Hypertonie
- Angina pectoris
- instabile Angina pectoris

Dosierung:
- 1 bis 2 Kapseln sublingual
- 10 - 21 µg/ min i.v.

Wirkung:
Calciumantagonisten hemmen den Einstrom von Calciumionen aus dem Extrazellulärraum in die
Herzmuskel –und Gefässmuskelzellen.
Der intrazelluläre Calciumgehalt fällt ab, es kommt zu einer Kontraktilitätsminderung der Tonus der Gefässmuskulatur wird reduziert. Der gefässerweiternde Effekt tritt vor allem an den Koronargefässen und den peripheren Arterien auf. Die Koronardurchblutung und damit die Sauerstoffversorgung des Herzens nehmen zu , der arterielle Blutdruck ( die Nachlast ) und damit der Sauerstoffverbrauch des Herzens dagegen ab.

Nebenwirkung:
- Erweiterung der Hirngefässe
- Erhöhung des cerebralen Blutfluss
- intrazerebraler Druckanstieg
- Hitzegefühl
- Kopfschmerzen
- Beinödeme
- Übelkeit

Kontraindikationen:
- Schwangerschaft
- Stillzeit
- erhöhter Hirndruck
- akuter myokardialer Infarkt
- obstruktive Kardiomyopathie
- ausgeprägte Herzinsuffizienz
- Hypovolämie

Pharmakokinetik:
Wirkungseintritt i.v. nach 1 Minute
sublingual nach 5 Minuten

Maximaleffekt:
nach 30 Minuten subl.
10 - 15 Minuten nach i.v. Gabe

Wirkungsdauer:
1 Stunde nach sublingualer Gabe
3 - 10 Stunden nach i.v. Gabe

Elimination:
Hepatogen und renal


Adrekar = ADENOSIN

unter lfd. EKG-Kontrolle
Initial 3 mg sehr schnell i.v. als Bolus

Bei Nichterfolg: 6 mg Adrekar i.v.

3. Dosis = 9 mg Adrekar i.v.

4. Dosis = 12 mg Adrekar i.v.

Indikation:
Paroxysmale AV - junktionale Tachykardie, AV- Reentry-Tachykardie, AV-Knoten-Tachykardie

Wirkmodus:
Endogenes Purinnukleoid mit antiarrhythmischer und vasodilatierenden Eigenschaften. Negative, dromotrope Wirkung am AV- Knoten ( Kurzzeitige AV- Blockierung III° , Asystolie )
Keine Wirkung auf den Ventrikel.

Pharmakokinetik:
Wirkungseintritt < 20 Sekunden
Wirkdauer 2 - 10 Sekunden
HWZ < 10 Sekunden
schnelle Aufnahme in Körperzellen

Kontraindikation:

AV-Block II° u. III° , Sick-Sinus-Syndrom,
Vorhofflimmern, Vorhofflattern
Obstruktive Lungenerkrankung z.B. Asthma bronchiale
verlängertes QT - Intervall

Dosierung:
Unter laufender EKG - Kontrolle.
1. Gabe 3 mg i.v. initial als Bolus
2. Gabe 6 mg i.v.
3. Gabe 9 mg i.v.
4. Gabe 12 mg i.v.

Nebenwirkung:
Flush, Dyspnoe,Bronchospasmus
Hyperventilation, retrosternale Schmerzen, Übelkeit, Schwindel, Schwitzen, Benommenheit, Bradykardie, Asystolie, RR-Abfall
Dauer aller Nebenwirkungen durch die geringe HWZ alle unter einer Minute.

Wechselwirkungen:
Wirkungsverstärkung bei Gabe von Dipyridamol.
Wirkungsverringerung bei Theophyllin, Interaktionen mit Beta-Blockern und Beta-Sympathomimetika

Kontraindikationen:

- AV-Block II. oder III. Grades
- Sick-Sinus-Syndrom
- obstriktive Lungenerkrankungen
- verlängertes QT- Intervall


Akineton = Biperiden
5 mg / 1 ml

Indikation:
Extrapyramidalmotorische Syndrome ( Phenothiazininintox.)

Dosierung:
0,05 bis 0,1 mg/ kg eventuell nach 30 Minuten wiederholen

Max. Tagesdosis:
20 mg Erwachsene
bis 5 mg Schulkinder

Fortführung der Therapie oral mit 0,1 mg / kg / Tag in drei Dosen.
Therapie ausschleichend beenden

Wirkung:
Kompetitiver Antagonist an postganglionären cholinergen Synapsen: Gute zentrale, schwächere periphere Wirkung als Atropin

Pharmakokinetik:
Bioverfügbarkeit:
30% ( First-pass-Effekt)

Wirkungseintritt:
wenige Minuten

Maximale Wirkung:
nach 15 bis 20 MInuten

Wirkungsdauer:
4 bis 8 Stunden

Plasma HWZ:
1,5 h und 24 h

Plasmaproteinbindung:
> 90 %

Nebenwirkungen:

periphere parasympatholytische Effekte
Blutdruckabfall
Tachyarrhythmie
Mundtrockenheit
Abnahme des Bronchialsekretes
Obstipation
Harnretention
Akkomodationsstörungen,
Mydriasis
Verwirrtheit, Delir, Sedierung
( Antidot = Physostigmin )
Halluzinationen, Gedächtnisstörungen
Mißbrauch

Kontraindikation:

unbehandeltes Engwinkelglaukom
Cave: Psychose, Epilepsie
Magen - Darm - Stenosen
Prostataadenom
Tachyarrhythmie

Praxis:
Amantadin, Chinidin, trizyklische Antidepressiva, Neuroleptika, Antihistaminika, Spasmolytika und Alkohol verstärken die Wirkung

Langsam injizieren ( psychotische Nebenwirkungen )

Zur Parkinsontherapie häufig Kombination mit Dopa und Amantadin


Akrinor = Theoadrenalin/ Cafedrin
Antihypotonikum

1 Amp.= 2 ml enthält
10 mg Theoadrenalin und
200 mg Theophyllin

INDIKATIONEN:
- Hypotonie
- vasovagale Synkope
- orthostatische Kreislaufregulationsstörung

DOSIERUNG:
0,5 - 1,0 ml langsam i.v.

WIRKUNG:
- Kreislaufstimulierung durch Engstellung der venösen Blutgefässe und Erhöhung der Pumpleistung des
Herzens

NEBENWIRKUNG
- subjektive Missempfindungen z.B. Herzklopfen
- ventrikuläre. Herzrhythmusstörungen
- pektanginöse Beschwerden

KONTRAINDIKATIONEN:
- Volumenmangel
- koronare Herzkrankheiten
- Engwinkelglaukom

Alloferin = Alcuronium
Muskelrelaxans ( NDMR )

Indikation:
- zur Relaxierung bei Eingriffen unter Kombinationsnarkose
- Ausschaltung der Atemmuskulatur zur künstlichen Beatmung

Dosierung:
0,16 mg kg KG zur Intubation
0,03 mg kg KG zur Nachrelaxierung

Wirkung:
- 10 - 20 Minuten
- längerfristige Muskelrelaxierung
- Abschwächung von Nebenwirkungen von Lysthenon
- Blockierung der Erregungsübertragung an der motorischen Endplatte der Skelettmuskulatur. Der nervale Impuls kann nicht mehr auf den Muskel übertragen werden.

Nebenwirkung:
- bei Myasthenie unberechenbare Wirkdauer
- Histaminfreisetzung möglich
- ganglienblockende Wirkung = RR - Abfall
- erhebliche Wirkungsverlängerung bei Niereninsuffizienz bei Kombination mit Aminoglykosiden
bei Polymyxinantibiotika

KONTRAINDIKATIONEN:
- Unmöglichkeit der künstlichen Beatmung
- fehlendes Instrumentarium zur Intubation und Beatmung
- Atemwegswiderstände im Mund-, Kiefer-u. Kehlkopfbereich

Wirkungseintritt nach ca. 90 Sekunden
Wirkdauer ca. 30- 45 Minuten

Pharmakokinetik:
- Wirkdauer wird durch Umverteilungsvorgänge und Elimination bestimmt
- Elimination zu 80 % renal
- Anschlagszeit 3 Minuten


Anexate = Flumazenil
Benzodiazepine- Antagonist

INDIKATIONEN:
- Aufhebung der zentral dämpfende Wirkung von Benzodiazepinen

DOSIERUNG:
initial 0,2 mg Flumazenil i.v. innerhalb von 15 Sekunden; wenn sich nicht innerhalb von 60 Sekunden nach der ersten Injektion der gewünschte Bewusstseinsgrad einstellt. Wiederholung der Dosis mit 0,1 mg Flumazenil.
Die Gesamtdosis von 1 mg nicht überschreiten.

WIRKUNG:
- Antagonisierung von Substanzen, die über Benzodiazepinrezeptoren wirken.

NEBENWIRKUNGEN:
- Übelkeit und Erbrechen
- Angstgefühle
- Herzklopfen
- Blutfruckschwankungen
- Veränderung der Herzfrequenz

KONTRAINDIKATIONEN:
im Notfall keine

Hinweis !! Entzugserscheinungen bei Bezodiazepinabhängigen !!


Anticholium = Physiostigminsalicylate

Indikation:
- Vergiftung mit
- Atropin
- tricyclische Antidepressiva
- Antihistaminika
- Ethanol

Wirkung:
- reversible Cholinesterasehemmung

Dosierung:
- Erwachsene, bewußtlos
initial 5 ml = 2 mg langsaam i.v.
nicht mehr als 1 mg / min.

Repetition 1 bis 2 mal bis Patient erwacht bzw. Nebenwirkungen auftreten.
Erhaltung mit Perfusor 2 mg/ h
Kinder : Einzeldosis 0,5 mg
leichte Intoxikation: Einzeldosis 1 mg

Nebenwirkungen:
- Bradykardie
- Hypersalivation
- Übelkeit
- Erbrechen

Kontraindikationen:
- Risikoabschätzung bei:
- koronarer Herzkrankheit
- Asthma bronchiale
- Harnretention
- Diabetes



Apomorphin = Apomophin
Emetikum

INDIKATIONEN:
- Emetikum bei Vergiftung, Alkohol- und Drogensucht

DOSIERUNG:
- 0,1 mg / kg / KG i.m.

WIRKUNG:
- zentrale Wirkung auf das
Brechzentrum ( Stimulation )

NEBENWIRKUNGEN:
- Blutdruckabfall
- Müdigkeit
- Atemdepression

KONTRAINDIKATIONEN:
- Kreislaufinsuffizienz
- Schock
- Koma
- Narkose
- Kleinkinder u. Säuglinge
- Verätzungen mit Laugen u. Säure
- schaumbildende Substanzen
- organische Lösungsmittel


Arterenol = Noradrenalin
Sympathikomimetikum mit Wirkung auf Beta1- und Alpha -Rezeptoren

Indikation:
- Septischer Schock
- Erniedrigter peripherer Widerstand z.B. bei Histaminausschüttung im Rahmen eines
anaphylaktischen Schocks
- Antidot bei Überdosierung von Vasodilatantien
- therapieresistente Hypotonie

Wirkung:
- alpha und beta1 Sympathomimetikum mit blutdrucksteigender und antidiuretischer Wirkung, steigert
den linksventrikulären enddiastolischen Druck

Dosierung:
initial:
1/3 Amp = 0,3 mg Norepinephrin i.v.

Perfusor:
3 Amp. = 3 mg in 50 ml NaCl 0,9 % mit 3 - 5 ml / h = 0,18 mg bis
0,30 mg / h

Maximaldosis:
1,5 mg / h

Nebenwirkungen:
- ventrikuläre Rhythmusstörungen
- Tachykardie
- Hyperglykämie
- pektangiöse Beschwerden

Kontraindikationen:
- Hypertonie
- Tachykardie
- Engwinkelglaukom

Interaktionen:
- alpha Sympatholytika ( Wirkungsumkehr)
- Kombination mit Dopamin und Dobutamin bei ausgeprägter Hypotonie möglich



Aspisol = Acetylsalicylsäure

Indikationen:
Akute und chronische Schmerzen ( analgetische Wirkung ) Fieber ( Cave: nicht bei Kindern und Jugendlichen ---> Reye-Syndrom)
Akute und chronsiche Entzündungen bes. rheumatische Erkrankungen, Myokardinfarkt
( Thrombozytenaggregationshemmung ) Prophylaxe zerebraler und koronarer Durchblutungsstörungen.

Dosierung:
Antiphlogistische, analgetische und antipyretische Wirkung:
0,5 - 1,0 g Aspisol i.v., p.o., i.m.
Thrombozytenaggregations- hemmung 1 - 3 mg / kg / KG Aspisol i.v.

Wirkmechanismus:
Benzoesäurederivat mit analgetischen, antipyretischen und antiphlogistischen Eigenschaften.
Prostaglandinsynthesehemmung.
Thrombozytenaggregationshemmende Wirkung ( Hemmung der thrombozytären Thromboxan A² - Synthese )

Pharmakokinetik:
Orale Bioverfügbarkeit ca. 70 %, HWZ ( Salicylsäure ) konzentrationsabhängig 2,5 - 30 h.

Protein - Plasma - Bindung konzentrationsabhängig 80 % ,
Elimination ca 20 % unverändert renal ( bei alkalischen Urin pH bis 80 % ). Rest in der Leber weiter metabolisiert.
Wirkungseintritt nach oraler Gabe in 20 - 30 Min. Intravenös nach 2 -3 Minuten.

Kontraindikationen:
Ulcus duodeni oder ventriculi, Salicylat - Hypersensibilität,
Kinder <12 Jahre (Auslösung eines Reye-Syndrom) ,
3. Trimenon der Schwangerschaft ( Geburtsverzögerung, erhöhte Nachblutungsgefahr, beim Kind vorzeitiger Verschluß des Ductus Botalli möglich ) , Glucose-6-Phosphat- Dehydrogenase-Mangel.

Nebenwirkungen:
Bronchokonstriktion, Gefahr der Auslösung von Asthmaanfällen, anaphylaktischen Reaktionen, Übelkeit, Erbrechen, Gastritis, Ulzera, Verlängerung der Blutungszeit, Ohrensausen, Benommenheit und Hyperventilation.

Wechselwirkungen:
Erhöht werden die Wirkung von Antikoagulantien oder Fibrinolytika, Verstärkung der blutzuckersenkenden Wirkung von Insulin und Sulfonylharnstoffen.
Verminderung diurektische Wirkung von Furosemid und Spironolacton. Verminderte Wirkung von blutdrucksenkenden Medikamenten.

Beim Myokardinfarkt kann es bei Dosen > 400 - 500 mg ASS zu einer Prastaglandinbedingten koronaren Vasolonstriktion kommen.
In hohen Dosen besitzt ASS eine urikosurische Wirkung.
Als Standardmedikament beim Myokardinfarkt einsetzen.

Atosil = Promethazin

Indikation:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Erregungszustände
- zur Prämedikation

Wirkung:
- H1 antihistaminisches Neuroleptikum mit
- sedativer
- antiallergischer
- antiemetischer Wirkung

Dosierung:
1/2 bis 1 Ampulle ( 25-50 mg) langsam i.v.
intraglutäale Injektion möglich

Nebenwirkung:
- Sekretionsstörung
- Tachykardie
- Blutdruckabfall
- Dyskinesien
- paradoxe Reaktionen
- Gewebeschäden bei paravenöser
Injektion

Kontraindikationen:
- Intoxikationen mit zentraldämpfenden Pharmaka und Alkohol
- Morbus Parkinson
- Prostataadenom
- Glaukom
- Leberfunktionsstörungen
- Säuglinge ( Apnoegefahr )

Interaktionen:
- zentraldämpfenden Pharmaka ( Wirkungssteigerung )
- Dormicum ( erhöhte Gefahr paradoxer Reaktionen)


Quelle: Verschiedene Autoren und Bücher, keine Garantie für die
Angaben zur Dosierung !
 

Rabenzahn

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Kassel
Beruf
AN-Pfleger
Akt. Einsatzbereich
in Rente
Beloc = Metoprolol

Präparate:
Beloc, Lopresor 5 mg / 5 ml

Indikationen:
Sinustachykardie
supraventrikuläre Tachykardie
Hypertonie

Dosierung:
- 0,05 mg/ kg sehr langsam i.v. eventuell wiederholen
maximale Dosis:
- 0,3 mg / kg
zur Langzeittherapie
- Perf. 50 mg / 50 ml 0,05 mg/kg / h

Besser per os.
- initial: 1 mg / kg / Tag bis maximal 5 mg / kg / Tag

Wirkung:
Beta-Blocker, Antiarrhythmikum der Klasse II, Selektive Blockierung der Beta 1 - Rezeptoren, keine unspezifische Membranwirkung, keine intrinsische Aktivität.
Theapeutische Wertigkeit: Vorhof+ , AV-Knoten ++ akz. Bahn 0 , Ventrikel + , Sinusfrequenz - ,
PQ-Zeit+ QRS-Dauer<->,

Pharmakokinetik:
orale Bioverfügbarkeit ca. 40 %
hepatische First-pass-Metabolismus)
HWZ 3 - 6 h ( individuell variabel bei genetischer Polymorphinismus)
Plasmaproteinbindung 12 %
Elimination 10 % unverändert renal, Rest in der Leber. teilweise zu ( schwächer wirksam ) pharmakologisch aktiven Metaboliten metabolisiert

Kontraindikation:
Schwere Herzinsuffizienz
Sinusknoten Syndrom
AV - Block II° und III°
Bradycardie
Phäochromozytom ( vorher alpha-Blocker geben)

Relative Kontraindikation:
Asthma bronchiale
obstruktive Bronchitis
AV-Block I° bis PQ-Zeit < 0,23 Sekunden


Berotec = Fenoterol
Sympathomimetikum

INDIKATIONEN:
- symptomatische Behandlung von akuten Asthmaanfällen
- obstruktive Atemwegserkrankungen
- Wehenhemmung bei bevorstehender Geburt

DOSIERUNG:
2 - 3 Hübe
5 Hübe zur Wehenhemmung

WIRKUNG:
- Betarezeptoren 2 Stimulation
- Weitstellung von Gefässen, Bronchien und glatter Muskulatur
- Hemmung der Wehentätigkeit

NEBENWIRKUNG:
- Schwindel
- Kopfschmerzen
- Unruhe
- event. Blutdruckabfall
- Herzklopfen
- Tachycardie
- ventr. Rhythmusstörungen
- Muskeltremor

KONTRAINDIKATIONEN:
- Tachycardie
- tachycarde Arrhythmie
- frischer Myocardinfarkt
- Thyreotoxikose
- unter der Geburt stehende Frauen ( Blasensprung )

Wirkungseintritt nach ca. 15 Minuten


BEN-U-RON
Paracetamol

Indikation:
- leichte bis mittelstarke, nicht entzündliche Schmerzen
- Fieber
- Krämpfe in der Pädiatrie

Wirkung:
- zentrale Hemmung der Prostaglantinsynthese
- wirkt analgetisch und fiebersenkend

Dosierung:
- Erwachsene 500 - 1000 mg oral
Repititon bis zur vierfachen Einzeldosis

- Kinder 6 - 12 Jahre
250 mg oral oder 500 mg rektal

- Kinder 1 - 5 Jahre
60 - 120 mg oral oder 250 mg rektal

- Kinder unter 1 Jahr
60 mg oral oder 125 mg rektal
bei vergleichsweise reduziertem KG Dosisreduktion

Nebenwirkungen:
- allergische Hautreaktionen ( gelegentlich )
- reversible Niereninsuffizienz ( sehr selten )
- Nierenschäden bei Überdosierung

Kontraindikationen:
- schwere Nieren - und Leberfunktionsstörungen


Brevibloc
Esmololhydrochlorid

Zusammensetzung:
10 ml Infusionslösung enthalten 100 mg
10 ml Infusionslösungskonzentrat
2,5 g Esmololhydrochlorid

Indikation:
- supraventrikuläre Tachykardien ( ausser Reentry-Mechanismen )
- Lungenödem als Folge einer Tachykardie in Verbindung mit einer Mitralstenose
- therapiebedürftige, nichtkompensatorische Sinustachykardie
- hypertensive Krise
- hyperkinetisches Herzsyndrom

Wirkung:
- beta-Blocker mit vorwiegender Wirkung auf kardiale beta1- Rezeptoren, negativ,chronotrop,
dromotrop, bathmotrop und inotrop, antihypertensiv

Dosierung:
- initial 500µg / kg / KG / min

wenn kein Erfolg Repitition der gleichen Dosis nach vier Minuten

Erhaltungsdosis 100µg, max. 200µg

Nebenwirkung:
- Bronchospasmus
- Blutdruckabfall
- AV-Block ( selten )
- Übelkeit
- Erbrechen
- Anstieg der Herzfrequenz nach Infusionsende

Kontraindikation:
- Bradykardie
Risikoabschätzung bei:
- Asthma bronchiale
- kompensatorischer Herzinsuffizienz
- Diabetes

Interaktionen:
- Verstärkung der antihypertensiven Wirkung durch Antihypertensiva, Narkotika, Psychopharmaka,
- erhöhte Bradykardiegefahr durch Clonidin, Herzglykoside, Fentanyl
- Verstärkung der kardiodepressiven Wirkung durch Calciumantagonisten
- verlängerte neuromuskuläre Blockade mit Succinylcholin
- erhöhter Esmololsspiegel durch Morphin



Brevimytal - Natrium = Methohexial
Barbiturat

INDIKATION:
- Narkoseeinleitung
- Kurznarkosen

DOSIERUNG:
- 1 - 1,5 mg / kg / KG i.v.
- 5 mg / kg / KG i.m.
- rectal 20 - 30 mg / kg / KG
Nachinjektion ca 1/3 der Initialdosis

Wirkung:
- kurzwirksames Barbiturat
- keine analgetische Wirkung
- plazentagängig
- 3 x stärker wirksam als Trapanal

Nebenwirkung:
- Atemdepression
- allergische Reaktion
- RR- Abfall
- Bronchospasmus
- Laryngospasmus
- Venenreizung
- Potenzierung der Wirkung durch Alkohol / Opiate oder andere zentraldämpfende Substanzen

Kontraindikation:
- Porphyrie
- Schock
- Hypovolämie
- Barbituratallergie
- Intoxikation mit zentraldämpfenden Substanzen


Bronchoparat = Theophyllin
Broncholytikum / Antiasthmatikum

INDIKATIONEN:
- Akutbehandlung von Atemnotzuständen aufgrund von obstruktiven Atemwegserkrankungen
( Asthma bronchiale)
- zentrale Atemregulationsstörungen
- Cor pulmonale
- chronische Angina pectoris und Ödeme infolge von Herz-, Nieren-u.Gehirnerkrankungen

DOSIERUNG:
- am liegenden Erwachsenen initial
2,5 - 3 mg / kg / KG langsam i.v. ( 20-30 Min )

WIRKUNG:
- Broncholyse
- Stimulierung des Atemzentrums
- Senkung des peripheren Widerstandes
- Förderung der Nierenausscheidung

NEBENWIRKUNGEN:
- Übelkeit / Erbrechen
- Kopfschmerzen
- Unruhe
- Tachycardie und Blutdruckabfall
- Steigerung der Harnausscheidung
- zerebrale Krampfauslösung bei Kleinkindern

KONTRAINDIKATIONEN:
- frischer Herzinfarkt
- Tachycardie
- Epilepsie
- Kinder unter 1 Jahr
- kardiogener Schock

Hinweis!
Bei toxischen Nebenwirkungen Diazepam – Gabe


Buscopan = Butylscopolamin
Spasmolytikum

INDIKATIONEN:
- Spasmen im Bereich von Magen, Darm,Gallenwege und ableitenden Harnwegen sowie des
weiblichen Genitales

DOSIERUNG:
1 Amp. langsam i.v.
Einzeldosis: 20 - 40 mg
Tagesdosis: bis 100 mg
Kleinkinder u. Säuglinge
1/4 Amp. = 5 mg

WIRKUNG:
- periphere anticholinerge Wirkung mit Hemmung der parasympathischen Wirkung auf die glatte Muskulatur
- krampflösend
- Verzögerung der Entleerung des Magens

NEBENWIRKUNGEN:
- Hautreaktionen
- selten Blutdruckabfall
- Tachycardie
- Akkommodationsstörungen der Augen

KONTRAINDIKATIONEN:
- Engwinkelglaukom
- tachykarde Arrhythmie
- mechanische Stenosen im Bereich des Magen - Darm - Kanals
- Blasenentleerungsstörungen

Hinweis ! Keine Gabe bei akutem Abdomen !!!

Quelle: Verschiedene Autoren und Bücher, keine Garantie für die Angaben zur Dosierung !
 

Rabenzahn

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Punkte
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AN-Pfleger
Akt. Einsatzbereich
in Rente
Dehydrobenzperidol = Droperidol
Neuroleptikum

Indikation:
- Neuroleptanästhesie
- Antiemetilum ( Morphingabe )

Dosierung:
0,1 - 0,2 mg / kgKG

Wirkung:
- Butyrophenon mit grosser therapeutischer Breite.
- Blockade zentraler Dopaminrezeptoren und gering sedierender Komponente
- antiemetisch
- potenziert Analgetikawirkung
- ausgeprägt neuroleptisch

Nebenwirkung:
- Anticholinerg
- Chinidinartig
- alphasympatholytisch Blutdruckabfall, reflektorischer Herzfrequenzanstieg
- Extrapyramidalmotorische Störungen ( Antagonist: Akineton )

Kontraindikation:
- Morbus Parkinson
- endogene Depression
- Epilepsie
- AV - Blockierung höheren Grades
- L- Dopa oder Dopamintherapie
- Hypovolämie

Pharmakokinetik:
- Wirkungseintritt nach 5 Minuten
- Wirkungsdauer 2 Stunden
- langdauernde residuelle Wirkung


Diazepam = Diazepam
Tranquilizer

INDIKATIONEN:
- akute Angst-, Spannungs- und Erregungszustände
- zerebrale Krampfanfälle
- Schmerzzustände

DOSIERUNG:
- zur Sedierung 5-10 mg i.v.
- andere Indikationen ( Krampfanfall)
5 - 10 mg i.v. alle 10 - 15 Minuten
bis max. 30 mg
- Kinder über 5 Jahre 1 mg i.v.

WIRKUNGEN:
zentrale Sedierung mit
- Beruhigung
- Angst - und Krampflösung
- Entspannung
- Muskeltonusverminderung

NEBENWIRKUNGEN:
- Schläfrigkeit, Benommenheit,
- Schwindelgefühl
- Sehstörungen
- Mundtrockenheit
- Blutdruckabfall
- Atemdepression
- paradoxe Reaktionen bei z.B. älteren Menschen mit Erregung und Wutanfällen

KONTRAINDIKATIONEN:
- bekannte Überempfindlichkeit gegen Benzodiazepine
- Medikamenten-,Drogen- und Alkoholabhängigkeit
- Engwinkelglaukom
- Ateminsuffizienz
- Myasthenia gravis ( Störung der Erregungsübertragung an der motorischen Endplatte


Dipidolor = Piritramid
Schmerzmittel ( BTM )

INDIKATIONEN:
- starke und sehr starke akute und chronische Schmerzen

DOSIERUNG:
- Einzeldosis i.m. 15 - 30 mg
i.v. 7,5 - 22,5 mg
Richtdosis: 0,1 - 0,3 mg kg alle 6 h

WIRKUNGEN:
- Opiatagonist mit analgetischer, sedierender und antitussiver Wirkung
Wirkungseintritt i.v. nach 5 Min.
i.m. nach 15 Min.

NEBENWIRKUNG:
- Atemdepression
- Übelkeit
- Erbrechen
- Sedierung
- Bradykardie
- Obstipation
- Harnverhalt
- Hypotonie

KONTRAINDIKATIONEN:
- Kinder < 1 Lebensjahr
- Störung der Atemfunktion
- erhöhter Hirndruck
- erhöhte Krampfbereitschaft
- Hypothyreose
- NNR - Insuffizienz
- Schwangerschaft

15 mg Dipidolor haben die analgetische Potenz von 10 mg Morphin !!!


Disoprivan = Propofol
Hypnotikum

Indikation:
- Narkoseeinleitung
- i.v. Anästhesie ohne Inhalationsanästhesie
- Kurznarkosen

Dosierung:
- 1,5 - 2,5 mg/kg/KG i.v.
- 0,1 - 0,2 mg / kg x min
zur Aufrechterhaltung

Wirkung:
- Hypnotikum

Nebenwirkung:
- Atemdepression
- Blutdruckabfall
- Bradycardie
- Exzitationserscheinung
- Husten
- Venenreizung

Kontraindikation:
- Allergie
- Schwangerschaft
- Stillzeit
- koronare Herzkrankheit mit Insuffizienz

Pharmakokinetik:
- Wirkungseintritt während einer Kreislaufzeit
- Wirkungsende durch Umverteilung
( Wirkdauer 2 - 10 Minuten )
- Metabolisierung überwiegend in der Leber.
- Beta-HWZ 30 - 50 Minuten keine klinisch relevanten Änderungen bei Leberfunktionsstörung.


Dobutamin Hexal = Dobutamin
Katecholamine

INDIKATIONEN:
- akute Herzinsuffizienz
- kardiogener Schock

DOSIERUNG:
- 250 mg auf 500 ml Ringer-Lactat
7 - 28 Tropfen pro Minute i.v

- 250 mg in Perfusorspritze
0,025 bis 0,10 ml pro Minute i.v.

WIRKUNGEN:
- positiv inotrope Wirkung mit Steigerung der Herzkraft und Erniedrigung des Sauerstoffverbrauch am Herzen

NEBENWIRKUNGEN:
- Tachycardie
- Herzrhythmusstörungen VES
- Übelkeit
- Kopfschmerzen
- Vasokonstriktion bei Patienten mit Betarezeptorenblocker
- pektanginöse Beschwerden

KONTRAINDIKATIONEN:
- Volumenmangel
- Herzbeuteltamponade
- Tachyarrhythmie
- Aortenklappenstenose

Hinweis ! Keine gleichzeitige Gabe mit Nabic !!


Dobutrex = Dobutamin
Katecholamine

INDIKATIONEN:
- akute Herzinsuffizienz
- kardiogener Schock

DOSIERUNG:
- 100 mg auf 500 ml Ringer-Lactat
1 Tropfen entspricht ca. 10µg
1 Tropfen / kg / KG / Min. i.v.
als Infusion 60 - 120 Tropfen/ Min.

WIRKUNGEN:
- Beta1 Sympathomimetikum
- positiv inotrope Wirkung mit Steigerung der Herzkraft und Erhöhung des Schlagvolumens
- Senkung des Pulmonalkapillardruckes

NEBENWIRKUNGEN:
- Tachycardie
- Herzrhythmusstörungen VES
- pektanginöse Beschwerden
- Kopfschmerzen
- Kurzatmigkeit

KONTRAINDIKATIONEN:
- Volumenmangel
- Tachyarrhythmie

Hinweis ! Keine gleichzeitige Gabe mit Nabic !!!


Dolantin = Pethidin
Analgetikum

Zusammensetzung:
1 ml Injektionslösung enthält
50 mg Pethindinhydrochlorid

INDIKATIONEN:
- starke Schmerzzustände
- Spasmen der glatten Muskulatur des Magen-Darm-Traktes, der abführenden Gallenwege und
des Urogenital-Traktes

DOSIERUNG:
25 - 100 mg langsam i.v

WIRKUNGEN:
Wirkung auf das zentrale Nervensystem mit
- Schmerzhemmung
- Euphorisierung

NEBENWIRKUNGEN:
- anaphylaktische Reaktion
- Sedierung
- Schwindel
- Übelkeit
- Kopfschmerzen
- Atemdepression
- Kreislaufdepression mit Bradycardie und orthostatischer Regulationsstörung

KONTRAINDIKATIONEN:
- Kreislauf-u. Ateminsuffizienz
- erhöhter Hirndruck
- Hypotension in Verbindung mit einer Hypovolämie

Interaktionen:
- Buprenorphin und Pentazocin schwächen die Wirkung von Dolantin ab.

Inkompatibilitäte
- unverträglich mit alkalischen Infusionslösungen

Hinweis ! Antidot ist Narcanti


Dopamin = Dopamin
Katecholamine

Zusammensetzung:
1 Amp. Dopamin Giulini zu 5 ml enthält 50 mg
1 Amp. Dopamin Giulini 200 zu 10 ml enthält 200 mg
1 Amp. Dopamin Giulini 250 zu 50 ml enthält 250 mg
1 Amp. Dopamin Giulini 500 zu 50 ml enthält 500 mg Dopamin

INDIKATIONEN:
- Schockzustände mit drohendem Herz-Kreislauf u. Nierenversagen
- schwere Hypotensionen
- kardiogener Schock
- septischer Schock
- sinnvoll bei Herzinsuffizienz

DOSIERUNG:
nephrologische Indikation = 2 - 3µg / kg / KG / min

kardiologische Indikation = 10µg / kg / KG / min

septischer Schock = 20µg / kg / KG / min

100 mg auf 500 ml Ringer-Lactat
1 Tropfen ca. 10 µg
1 Tropfen / kg / KG / Min. i.v.
= 60 bis 120 Tropfen / Min.

WIRKUNGEN:
- Stimulierung der Alpharezeptoren mit Gefässengstellung in der Peripherie ( dosisabhängig )
- Stimulierung der Betarezeptoren mit Herzkraftsteigerung
- Erhöhung des Schlagvolumens
- Frequenzsteigerung
- Gefäss u. Bronchienerweiterung
- diuretisch durch Wirkung am Dopaminrezeptor
- positiv, chronotrop, inotrop

NEBENWIRKUNGEN:
- Tachycardie
- Herzrhythmusstörungen VES
- pektanginöse Beschwerden
- Kopfschmerzen

KONTRAINDIKATIONEN:
- Schilddrüsenüberfunktion
- Volumenmangel
- Tachyarrhythmie
- Engwinkelglaukom
- Vorsicht bei Ulcusblutung

Interaktionen:
- Kombination mit Dobutrex günstig = Dosisreduktion
- Kombination mit Nitroglycerin = Senkung des pulmonalen Widerstandes
- Kombination mit Furosemid = Steigerung des diuretischen Effekts
- Cave: Dosisreduktion bei gleichzeitiger Gabe von MAO - Hemmern

Hinweis ! Keine gleichzeitige Gabe mit Nabic !! Inaktivierung !!!


Dormicum = Midazolam
Psychopharmaka

Zusammensetzung:
1 Amp. enthält 5 mg Midazolam

Indikation:
- Prämedikation
- Sedierung
- NLA
- Ataranalgesie

Dosierung:
0,05 - 0,15 mg/ kg / KG i.v.
0,05 - 0,15 mg/ kg / KG i.m.

Wirkung:
- sedierend
- schlaffördernd
- anxiolytisch
- antikonvulsiv
- muskelrelaxierend
- Amnesie

Nebenwirkung:
- Atemdepression bei hohen Dosierungen oder rascher Injektion möglich
- RR-Abfall möglich
- ZNS - Störung und paradoxe Wirkung

Kontraindikation:
- Allergie auf Benzodiazepine
- endogene Depression ( Schizophrenie )
- Schwangerschaft ( 1. Trimenon )
- Stillzeit
- Intoxikation mit Psychopharmaka
- Alkoholintoxikation
- Myasthenia gravis

Pharmakokinetik:
- Wirkungseintritt nach 3 Minuten
- Wirkungsdauer 45 Minuten
- Metabolisierung in der Leber
- Ausscheidung als Glucuronid
- residuelle Wirkung über 4 Stunden


b]Quelle: Verschiedene Autoren und Bücher, keine Garantie für die Angaben zur Dosierung ![/b]
 

Rabenzahn

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AN-Pfleger
Akt. Einsatzbereich
in Rente
Fentanyl = Fentanyl
Analgetikum / Opiat ( BTM )

Zusammensetzung:
1 Amp. zu 2 ml enthält 0,1 mg
1 Amp. zu 10 ml enthält 0,5 mg
Fentanyl-Base

INDIKATIONEN:
- Narkoseeinleitung ( NLA )
- alle Eingriffe, bei denen eine endotracheale Intubation und Beatmung durchgeführt wird

DOSIERUNG:
0,05 - 0,1 mg i.v. zur Analgesie
0,20 - 0,5 mg i.v. bei Narkose
( initial: 50µg / kg / KG i.v. )

WIRKUNGEN:
- Opioid - Analgetikum( Partialagonist)
- zentrale Schmerzausschaltung
- sedierende Wirkung
- morphinäquivalente Wirkstärke 100 - 300

NEBENWIRKUNGEN:
- orthostatische Herz-Kreislauf- Regulationsstörungen
- Blutdrucksenkung
- Bradykardie
- Atemdepression
- Bronchospasmen
- Hypokapnie

KONTRAINDIKATIONEN:
- Fehlen von Beatmungs- und Intubationsmöglichkeiten
- Schwangerschaft
- Säuglinge
- akute hepatische Porphyrien

Pharmakokinetik:
- Wirkungseintritt sofort ( i.v. )
- Maximale Wirkung nach 3 Minuten
- Wirkungsdauer analgetisch 20 - 40 Minuten
- Halbwertszeit ca. 3 Stunden
- Elimination teils durch hepatische
Biotransformation und teils unverändert renal

Hinweis ! Wirkeintritt nach 1-2 Min.
Wirkdauer 20-30 Min.

Antidot Narcanti
Die Naloxon-HWZ von ca. 60 Minuten wird von der Fentanyl-HWZ 3-5 Stunden übertroffen.
Rebound nach Antagonisierung


Fluimucil = Acetylcystein ( ACC )

Zusammensetzung:
1 Amp. enthält 300 mg
N-Acetylcystein ( NAC )

Indikation:
- Paracetamolvergiftung
- Unproduktiver Husten im Rahmen von Infektionen der oberen und unteren Atemwege,
Bronchiektasen, Mukoviszidose,

Dosierung:
Initial 1 Amp. = 300 mg 1-2 x tägl. langsam i.v.

bei schweren Fällen 2 - 3 Amp.
2 - 3 x täglich.

Paracetamolintox 150 mg / kg / KG unverdünnt innerhalb der ersten 15 Minuten i.v., anschließend bis zur 4. Stunde 50 mg / kg / KG auf 500 ml 5%ige Glucose als Infusion, anschließend bis zur 20. Stunde
100 mg / kg / KG auf 1000 ml 5%ige Glucose als Infusion .

Wirkmechanismus:
Schleimverflüssigung bei Spaltung von Disulfidbrücken.
Bei Paracetamolintox. SH- Gruppen - Donator für die intrahepatische Glutathionsysnthese.

Pharmakokinetik:
HWZ 2 Stunden
Protein-Plasma-Bindung: 80 %

Nebenwirkung:
Magen - Darm - Beschwerden, allergische Reaktionen, mögliche Beeinflussung von Immunglobulinen und Antiproteasen (Disulfidbrückenaufspaltung)

Wechselwirkungen:
Verminderte Wirkung von einigen Penicillinen, Tetrazyklinen und Cephalosporinen. Keine Kombination mit antitussiven Mitteln (z.B. Codein ): kann zu Sekretstau führen Verstärkung des vasodilatatorischen und thrombozytenaggregationshemmenden Effektes von Glyzeroltrinitrat.

Ausreichende Flüssigkeitszufuhr sicherstellen je nach kardialen Status


Fortecortin = Dexamethason
Glukocorticoid

INDIKATIONEN:
systemische Anwendung bei
- Hirnödem durch SHT
- Apoplexie
- anaphylaktischer Schock
- Status asthmaticus
- Pseudokrupp
- Postreanimationsphase

DOSIERUNG:
- initial 40 - 100 mg langsam i.v.
- 4 - 8 mg in 2 - 4 stdl. Abständen
- Status asthmaticus 40 mg i.v.
- Hirnödemprophylaxe 100 mg i.v.

WIRKUNGEN:
- Stabilisierung der Zellmembran
- bronchiale Erweiterung
- hemmt die Freisetzung von Entzündungsstoffen
- Glucokortikoid mit antiphlogistischen Wirkung
- keine mineralokortikoide Wirkung

NEBENWIRKUNGEN:
- Blutdrucksteigerung

KONTRAINDIKATIONEN:
- im Notfall keine

Hinweis ! Wirkungseintritt in 5-15 Min

Fortral = Pentazocin
gemischter Agonist - Antagonist

Zusammensetzung:
1 Amp. zu 2 ml enthält 30 mg Pentazocin

Indikation:
Schwere Schmerzzustände

Wirkung:
Opioid - Analgetikum mit zentral schmerzhemmender und gering sedierender Wirkung, gemischter Agonist - Antagonist
- morphinäquivalente Wirkstärke 0,3

Dosierung:
1 Amp. = 30 mg Pentazocin i.v.
in Ausnahmefällen s.c.bzw. i.m.
Cave: Herzinfarkt !!!

Repetition nach 3 - 4 Stunden

Nebenwwirkungen:
- Sedierung
- Atemdepression
- Blutdrucksteigerung
- Herzfrequenzsteigerung
- Anstieg des Pulmonalarteriendruckes

Kontraindikationen:
- bei kardialen und pulmonalen Risikoabschätzung

Interaktionen:
- da anagonistische Eigenschaft :
Abschwächung der Wirkung von Opioid- Agonisten

Inkompatibilitäten:
- Bicarbonatlösung
- Diazepam ( Valium )
- Barbiturate ( Trapanal )
- Furosemid ( Lasix )
- Aminophyllin



b]Quelle: Verschiedene Autoren und Bücher, keine Garantie für die Angaben zur Dosierung ![/b]
 

Rabenzahn

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Beruf
AN-Pfleger
Akt. Einsatzbereich
in Rente
Kaliumchlorid 7,45 % =
Elektrolyt / Antiarrhythmikum

INDIKATIONEN:
- Hypokaliämie
- hypokaliämisches Kammerflimmern nach Erbrechen und Durchfälle

DOSIERUNG:
2 bis max. 3 mmol Kalium / kg / KG und 24 Stunden.
Initial 20 mmol langsam i.v.

WIRKUNGEN:
- Rhythmusstabilisierung
- Verhütung heterotoper Reizbildung

NEBENWIRKUNGEN:
- Hyperkaliämie mit Unterdrückung der Schrittmacherfunktion des Sinusknotens

KONTRAINDIKATIONEN:
Krankheiten, die häufig mit einer Hyperkaliämie verbunden sind, z.B.
- Dehydration
- Niereninsuffizienz
- Marbus Addison

Hinweis! Anwendung immer verdünnt.!!!


Ketanest = Ketaminhydrochlorid
Analgetikum

Zusammensetzung:
1 Stechflasche mit 5 und 20 ml enthält 10 mg Ketaminhydrochlorid

1 Stechflasche mit 2 und 10 ml enthält 50 mg Ketaminhydrochlorid

INDIKATIONEN:
- Einleitung und Durchführung einer Allgemeinanästhesie
- Status asthmaticus
- Analgesie intubierter Patienten

DOSIERUNG:
Initial 1 - 2 mg / kg / KG i.v. oder
4,0 - 8, 0 mg / kg / KG i.m.

Wiederholung mit halber Initialdosis

WIRKUNGEN:
- zentralanalgetisch mit oberflächlichem Bewusstseinsverlust
- Analgesie ohne Atemdepression
- Bronchialerweiterung
- kreislaufanregende Wirkung

NEBENWIRKUNGEN:
Sympathikusaktivierung mit
- Steigerung der Herzfrequenz
- Blutdruckerhöhung
- Hirndrucksteigerung
- Herabsetzung der Hirndurchblutung
- Aufwachreaktionen
- Unruhe / Träume
- Schwindel
- Steigerung der Speichelsekretion

KONTRAINDIKATIONEN:
- Hypertonie
- Präeklampsie / Eklampsie
- SHT mit Hirndrucksteigerung
- Epilepsie
- instabile Angina pectoris
- Herzinfarkt

Pharmakokinetik:
- i.v. sofortiger Wirkungseintritt
- i.m. nach 5-10 Minuten
- Wirkungsdauer ( i.v. ) 5 – 10 Minuten

Hinweis ! Wirkungseintritt nach 30 Sekunden, Augen sind geöffnet.



Kohle - Pulvis = med. Kohle

Zusammensetzung:
1 Dose enthält 10 g medizinische Kohle

Indikation:
- orale Vergiftung

Wirkung:
Absorption der Giftstoffe

Dosierung:
30 - 50 g ( 100 g ) oral oder durch den Magenschlauch

Kinder: 0,5 - 1 g / kg / KG
in Kombination mit salinischen Laxanzien ( Natriumsulfat )

Nebenwirkung:
Kann die Diagnostik bei Ätzmitteln erschweren.

Kontraindikationen:
Nicht wirksam bei Intoxikationen mit:
- Säuren
- Laugen
- wasserlöslichen Stoffen
- dissoziierten Salzen

schlecht wirksam bei Intoxikationen mit:
- Blausäure
- Cyaniden
- Borsäure
- Ethanol
- DDT
- Methanol
- Beta-Methyldigoxin
- Schädlingsbekämpfungsmittel

Quelle: Verschiedene Autoren und Bücher, keine Garantie für die Angaben zur Dosierung
 

Rabenzahn

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AN-Pfleger
Akt. Einsatzbereich
in Rente
Lanitop = Metildigoxin
Digitalispräparat / Kardiatikum

Zusammensetzung:
1 Amp. zu 2 ml enthält 0,2 mg Metildigoxin

INDIKATIONEN:
- Herzinsuffizienz
- Therapie und Prophylaxe von :
- supraventrikulären Tachykardien
- Vorhofflattern
- Vorhofflimmern
- Lungenödem ( nicht 1. Wahl)

DOSIERUNG:
0,2 - 0,4 mg langsam i.v.

WIRKUNG:
Digitalisglykosid mit positiv inotroper, negativ chronotroper und dromotroper Wirkung durch Erhöhung der Calciumionenkonzentration in der Herzmuskelzelle während der Systole.
- Verbesserung der Kontraktionskraft des Herzens
- Senkung der Herzfrequenz
- Reduzierung der AV- Knoten - Erregungsüberleitung vom Vorhof zur Kammer

NEBENWIRKUNG:
- ventrikuläre Herzrhythmusstörung
- Bradykardie
- AV-Block 1. bis 3. Grades
- Sehstörungen ( Farbsehen )
- abdominelle Beschwerden

KONTRAINDIKATIONEN:
- Kammertachykardie
- Hypokaliämie
- Karotissinussyndrom
- AV-Block 2. und 3. Grades

Interaktionen:
Calciumantagonisten, Rytmonorm, Chinidin, Kortikoide, Diuretika, Salicylate verstärken die Wirkung
Schilddrüsenhormone und Kaliumsalze schwächen sie ab.


Lasix = Furosemid
Diuretikum

Zusammensetzung:
1 Amp. zu 2 ml enthält 20 mg
1 Amp. zu 4 ml enthält 40 mg
1 Amp. zu 25 ml enthält 250 mg
Furosemid


INDIKATIONEN:
- Flüssigkeitsretention als Folge vom Erkrankungen des Herzens, der Niere und der Leber
- Ödeme als Folge von Verbrennungen
- leichte bis mittelschwere Hypertonie
- akute Herzinsuffizienz
- Lungenödem
- verminderte Diurese
- zur Unterstützung der forcierten Diurese bei Intoxikationen

DOSIERUNG:
je nach Indikation und Bedarf
20 - 40 mg i.v.
Infusion: 500 mg in 500 ml Trägerlösung mit 20-120 ml / h

WIRKUNG:
Schleifendiuretikum, Senkung der Vorlast durch Erweiterung der venösen Kapazität.
- vermehrte Ausscheidung von Wasser durch Hemmung der Natriumrückresorption
- Steigerung der Nierendurchblutung
- Entlastung des Herzens durch
Gefässerweiterung und Absenken des venösen Blutangebotes an das Herz

NEBENWIRKUNGEN:
- diuresebedingter Kopfdruck
- Sehstörungen
- Schwindel
- Mundtrockenheit
- Elektrolytverluste von Natrium, Kalium, Calcium und Magnesium
- unerwünschte Blutdrucksenkung
- Kreislaufkollaps bei älteren Menschen
- Anstieg von Harnsäure
- Anstieg von Blutzucker

KONTRAINDIKATIONEN:
- Niereninsuffizienz mit Anurie
- Hypovolämie
- schwere Hypokaliämie und Leberfunktionsstörungen


Liquemin N 5000 = Heparin-Natrium

Zusammensetzung:
1 Amp. enthält je nach Zusammensetzung 5000 - 20000 IE
Heparin - Natrium

Indikation:
- Prophylaxe der Thrombosebildung bei frischem Herzinfarkt
- in Kombination mit einer Lysetherapie
- thromboembolische Erkrankungen

Wirkung:
- Hemmung der Gerinnungsfaktoren und damit der Blutgerinnung
- Beeinflussung der Thrombozytenfunktion

Dosierung:
- individuelle Dosierung

Nebenwirkungen:
- dosisabhängige Blutungen
- allergische Reaktionen / selten
- lokale Gewebereaktionen

Gegenmittel bei schweren, heparininduzierten Blutungen:
Protamin / 1 mg Protamin neutralisiert ca. 100 IE Heparin

Kontraindikationen:
- Heparin - Allergie
- Erkrankungen mit erhöhter Blutungsbereitschaft
- schwere Leber-, Nieren-oder Bauchspeicheldrüsenerkrankungen
- schwere Thrombozytopenie
- Erkrankungen, bei den der Verdacht einer Läsion des Gefäßsystems besteht, z.B. Ulzera im Magen- Darm-Bereich
- Hypertonie > 105 mmHg diastolisch
- Apoplexie
- Traumata am Zentralnervensystem,
- Augenoperation, Retinopathien, Glaskörperblutungen,
- Hirnarterienaneurysma
- subakute bakterielle Endokarditis

Interaktionen:
Acetylsalicylsäure, Cumarin-Derivate
Fibrinolytika ( Wirkungsverstärkung, teilweise erwünscht )
Nitroclycerin ( Abschwächung der Heparinwirkung )
Propranolol ( Wirkungsverstärkung des Beta-Blockers

Inkompatibilitäten:
Nicht als Mischspritze anwenden, zahlreiche Unverträglichkeiten


Lysthenon = Succinylcholin

Zusammensetzung:
1 Inj. Flasche enthält 100 mg
Suxamethoniumchlorid

Lagerung unter 8° Celcius

Indikation:
- Muskelrelaxation

Wirkung:
- Besetzung der Acetylcholinrezeptoren
- Depolarisation der motorischen Endplatte

Dosierung:
-Zur Intubation 0,5 -1 mg/kg/ KG/ i.v.
- Wirkdauer 5- 10 Minuten
-Prämedikation mit Atropin zur Dämpfung cholinerger Erregung
- zur Verhinderung von Muskelfibrillationen kann initial Pancuronium ( 1 - 2 mg ) appliziert werden.

Nebenwirkungen:
- kutane allergische Reaktion
- Muskelfibrillation
- maligne Hyperthermie
- Rhythmusstörungen
- Steigerung des intraokolaren Druckes
- Hyperkaliämie

Kontraindikationen:
- Patienten bei denen ein Intubation nicht möglich ist
- maligne Hyperthermie

Vorsicht bei:
- neuromuskulären Vorerkrankungen
- penetrierende Augenverletzung
- Glaukom
- Hyperkaliämie u.a. bei
- Verbrennungen
- Apoplex,
- Polytrauma
- Niereninsuffizienz

Interaktionen:
Chinidin und Aminoglykosid - Antibiotika: Verstärkung der neuromuskulären Blockade
 

Rabenzahn

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Beruf
AN-Pfleger
Akt. Einsatzbereich
in Rente
Narcanti = Naloxon - HCL
Opiat - Antidot

Zusammensetzung:
1 Amp. zu 1 ml enthält 0,4 mg
Naloxonhydrochlorid

INDIKATIONEN:
- schwere Intoxikationen durch Heroin und Morphinderivate
- Aufhebung der Atemdämpfung durch Opiate
- Abbruch von apomorphininduziertem Erbrechen

DOSIERUNG:
Initial 0,05 - 0,1 mg langsam i.v.
Wiederholung der Dosis nach 30 - 90 Minuten
Kinder: 0,01 mg / kg / KG
da kurze Wirkdauer, Repetition alle
2 - 3 min.

WIRKUNGEN:
- spezifischer Opiatantagonist
- Aufhebung der Atemdepression

NEBENWIRKUNGEN:
- Erbrechen bei zu schneller Injektion
- event. Blutdruckanstieg
- Lungenödem
- Herzrhythmusstörungen
- Entzugssymptome bei Abhängigkeit

KONTRAINDIKATIONEN:
in Notfällen keine, Risikoabschätzung bei Opiatabhängigen

Hinweis ! Tritt nach 10 mg keine Verbesserung des Bewusstseinszustandes auf, liegt wahrscheinlich keine Opiatvergiftung vor.

Natriumhydrogencarbonat 8,4 % =
Korrekturlösung - Säure - Basen - Haushalt

Zusammensetzung:
die Infusionslösung enthält 4,2 % oder 8,4 % Natriumbicarbonat

INDIKATIONEN:
- metabolische Azidose

DOSIERUNG:
- 1 mval/kg/KG (Erw. Reanimation)
Wiederholung der halben Dosis nach 10 Minuten

- 2 mval/kg/KG ( Neugeb.- Rea. )
Wiederholung der halben Dosis nach 10 Minuten.

ohne Laborkontrolle nicht mehr als 75 - 110 mval pro Dosis geben.

WIRKUNGEN:
K+ - Ionen werden abgefangen und an den Puffer gebunden. Dabei entsteht Kohlensäure. Die Abatmung erfolgt über die Lunge als gasförmiges Kohlendioxid.

NahCO³ (Pufferlösung) + H+(Ionen = Na + H²CO³ ( Kohlensäure ) , Abatmung als H²O ( Wasser + CO²)
Kohlendioxid.

NEBENWIRKUNGEN:
- vermehrte CO²-Bildung
- Atemdepression
- Rhythmusstörungen bei Überdosierung
- Tetanie
- Hypokaliämie
- Hypernatriämie

KONTRAINDIKATIONEN:
- Alkalose
- respiratorische Azidose
- Ateminsuffizienz

Interaktionen:
- Wirkungsverlust von Katecholaminen bei gleichzeitiger Gabe.
- Fällung und Inaktivierung von Calziumsalzen

Hinweis! Auf ausreichende Beatmung achten !!!


Natriumthiosulfat 10 % = Antidot

Zusammensetzung:
1 Amp. zu 10 ml enthält 1 g Natriumthiosulfat

Indikation:
Vergiftungen mit:
- Balusäure
- Cyaniden
- Schwermetallen
- Jod
- LOST

Wirkung:
- unterstützt körpereigne Entgiftung durch Bereitstellung von Schwefel

Dosierung:
- 100 mg / kg / KG = 6 - 10 Amp. i.v.
bei schweren Cyanid-Intoxikationen nach der Gabe von 4-DMAP
- bei oralen Vergiftungen mit Jod zur Magenspülung

Nebenwirkungen:
- Blutdruckabfall bei zu rascher Injektion

Nifedipin

Handelsform :
Kapseln zu 5, 10, 20mg Nifedipin
Handelsnamen:
Adalat®, Nifihexal®, Aprical®, Cordicant®, Corotrend®, Duranifin®, Nifedipat®, Nife-Puren®, Nifical®, Pidilat®

Indikation :
- Hypertensive Krise, Angina pectoris

Wirkungsweise :
- Adalat ist ein Kalziumantagonist und erweitert die peripheren Gefäße.
- Adalat wirkt vorwiegend im arteriellen Schenkel.

Dosierung :
5-10mg; Kapsel zerbeissen und schlucken lassen oder die Kapsel mit einer Kanüle anstechen und im Mund ausdrücken.

Nebenwirkungen :
- Schockzustand durch überschießende Wirkung
- Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen
- Flush ( Hautrötung mit Hitzegefühl )
- Stenokardien ( Schmerzen im Brustkorb ) ganz selten als Folge einer Reflextachykardie

Kontraindikationen :
- Hypotonie
- Herzinsuffizienz
- Gravidität ( Schwangerschaft )
- Eklampsie
- Schock


Bemerkungen :
Vorsicht mit der Gabe wenn der Patient schon andere blutdrucksenkende Medikament eingenommen hat.
Sollte es zu einer überschießenden Wirkung kommen, darf man dem Patient kein Volumen geben, um nach der Wirkung des Nifedipin keine Überlastung des Herzens zu riskieren.
Besser ist eine weitere Therapie mit Katacholaminen oder Kalzium.


Nimbex = Cisatracrium
NDMR

Schnellinformation
Wirkung
20 - 30 Minuten

Dosierung:
0,1 mg kg KG zur Intubation
Anschlagszeit 4-5 Minuten
Bei 4 mg kg KG verkürzt sich die Anschlagszeit auf 120 Sekunden

Cisatracrium ist ein nichtdepolarisierendes mittellang wirkendes Muskelrelaxans, welches durch eine kompetitive Hemmung am cholinergen Rezeptor der motorischen Endplatte wirkt. Im Vergleich zu Atracurium hat es eine vierfach grössere neuromuskuläre blockierende Potenz. Cisatracrium ist ein Atracurium-Isomer, d.h., es stammt vom Atracurium ab.

Dosierung:
- komplette Relaxierung
0,1 bis 0,15 mg / kg / KG

Kinder zwischen 2 -12 Jahre
0,1 mg/ kg / KG

- Unterhaltungsdosis:
0,02 bis 0,03 mg / kg / KG

- als Infusion:
anfangs 3µg / kg / KG / min.
anschl. 1 bis 2 µg / kg / KG / min.

Niedrige Dosierungen ca. 0,05 mg / kg / KG verursachen einen langsamen Wirkungseintritt.
Eine Dosiserhöhung auf ca. 0,4 mg / kg / KG verkürzt den Wirkungseintritt deutlich.

Wirkungseintritt:

Wirkungseintritt: 2 bis 6 Minuten

Maximaleffekt: nach 5 bis 7 Minuten

Wirkdauer: ca. 30 bis 60 Minuten

Metabolisierung:
Cisatracurium wird relativ rasch metabolisiert, wobei als Hauptmetabolit wie beim Atracurium auch, Laudanosin entsteht. Dieses ist in der Lage, die Blut - Hirn - Schranke zu durchdringen.

Elimination:
Hofmann - Abbau, Hydrolyse durch unspezifische Esterasen, Teilausscheidung über die Leber bzw. die Niere.

Antagonisierung:
Durch Cholinesteraseinhibitatoren, ( Neostigmin, Pyridostigmin, Edrophonium )

Vorteile:
Auch bei mehrfacher Gabe ist keine Kumulation bekannt. Keine direkte Wirkung auf das Herz - Kreislauf - System, kein Auslösen maligner Hyperthermie.
Bei Leber - und Niereninsuffizienz und bei älteren Patienten ist keine Dosisreduktion erforderlich.
Eine Histaminfreisetzung konnte bisher nicht beobachtet werden, obwohl vereinzelt Flush, Erythem, Bradykardie oder Bronchospasmus auftraten.

Kontraindikationen:
- während der Schwangerschaft nicht
- Kinder unter 2 Jahre
- Verbrennungen
- Tetraplegie
- Paraplegie
- Myasthenia gravis


Wirkungsverstärkung:
- Antibiotika inkl. Aminoglykosidgruppe
- Antiarrhythmyka
- Diuretika
- Magnesium
- Lithium
- Volatile Anästhetika ( 25 % )

Wirkungsverlängerung:
- Myasthenia gravis
- und bei inadäquater adrenokortikaler Funktion

Norcuron = Vecuronium
Muskelrelaxans ( NDMR )

Zusammensetzung:
1 Amp. zu 2 ml enthält 4 mg
Vecuronium als Trockensubstanz.

Schnellinformation :
Wirkung
ca. 20-30 Minuten

Dosierung:
0,08 - 0,1 mg kg KG zur Initialdosis
0,03 - 0,05 mg kg KG Repititionsdosis

Vecuronium ist ein nichtdepolarisierendes, mittellang wirksames Muskelrelaxans, welches durch eine kompetitive Hemmung am cholinergen Rezeptor der motorischen Endplatte wirkt.
Die muskelrelaxierende Wirkung ist stärker als die von Pancuronium, die Wirkdauer ist jedoch kürzer
( etwa 2/3 )

Dosierung:

komplette Relaxierung:
0,08 bis 0,1 mg/ kg KG

Präkurarisierung / Unterhaltungsdosis:
0,01 bis 0,02 mg/ kg KG

als Infusion:
1 bis 2 µg / kg / KG / min

Wirkungseintritt / Wirkungsdauer:

Wirkungseintritt: < 3 Minuten
Maximaleffekt: nach ca. 3 bis 5 Minuten
Wirkdauer: 25 bis 40 Minuten

Metabolisierung:
Vecuronium wird rasch über die Leber aufgenommen. Die Metaboliten sind teilweise noch pharmakologisch wirksam ( zwischen 50% und 10 %), werden aber insgesamt schnell abgebaut.

Elimination:
Hauptsächlich über die Leber bzw. die Galle, nur ein kleiner Anteil wird über die Nieren eliminiert.

Antagonisierung:
Durch Cholinesteraseinhibitoren ( Neostigmin )

Vorteil:
Aufgrund der stabilen Herz - Kreislauf -Parameter ist Vecuronium das Mittel der Wahl bei Erkrankungen des Herz - Kreislaufsystems.
Unter Vecuronium ist keine Histaminfreisetzung bekannt. Auch bei eingeschränkter Nierenfunktion
ist Vecuronium gut einsetzbar, da die Elimination über die Niere minimal ist.

Kontraindikation:
- Unmöglichkeit der künstlichen Beatmung
- fehlendes Instrumentarium zur Intubation und Beatmung
- Atemwegswiderstände im Mund-, Kiefer-u. Kehlkopfbereich

Wirkungsverstärkung:
Durch Succinylcholin ( etwa 30 % ) , volatile Anästhetika, Antibiotika der Aminoglykosidgruppe, Magnesium, Lithium , Hypothermie, Hyperkaliämie und respiratorischer Azidose.

Wirkungsverlängerung:
Durch Myasthenia gravis oder bei inadäquater adrenokortikaler Funktion.

Obwohl keine negativen Effekte von Vecuronium auf das Herz-Kreislauf - System bekannt sind, scheint die Kombination mit Sufenta / Fentanyl Bradykardien zu verursachen.

Novalgin = Metamizol - Natrium

Zusammensetzung:
1 Amp. zu 2 ml enthält 1 g Metamizol - Natrium

Indikation:
- starke Schmerzzustände
- Nieren - u. Gallenkoliken
- therapieresistentes Fieber

Wirkung:
- Analgetikum mit antipyretischer und spasmolytischer Wirkung

Dosierung:
- 1 bis 2 ml ( 0,5 - 1 g Metamizol )
über 1 -2 Minuten langsam i.v.
- ggf Repetition nach 4 Stunden

Nebenwirkung:
- Blutdruckabfall
- Agranulozytose (sehr selten )
- allergische Reaktion bis hin zum Schock ( sehr selten )

Kontraindikationen:
- bei Hypotonie Risikoabschätzung

Inkompatibilitäten:
- Lösungen mit saurem pH-Wert führen zu einer Ausfällung

Quelle: Verschiedene Autoren und Bücher, keine Garantie für die Angaben zur Dosierung
 

Rabenzahn

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Kassel
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AN-Pfleger
Akt. Einsatzbereich
in Rente
Pantolax 2 % = Succinylcholin
Muskelrelaxans
1 Amp. 5 ml enthält
100 mg Succinylcholin

INDIKATIONEN:
- Muskelrelaxation zur Intubation

DOSIERUNG:
1 - 1,5 mg / kg / KG i.v.

WIRKUNGEN:
- Blockierung der Erregungsübertragung an der motorischen Endplatte nach Kontraktion der quergestreiften Muskulatur

NEBENWIRKUNGEN:
- allergische Hautreaktionen
- ventrikuläre Herzrhythmusstörung
- Bradykardie

KONTRAINDIKATIONEN:
- Unmöglichkeit der künstlichen Beatmung
- fehlendes Instrumentarium zur Intubation und Reanimation
- Atemwegswiderstände im Mund-,Kiefer- u. Kehlkopfbereich

HInweis !
Wirkungseintritt n. 30-60 Sekunden
Wirkungsdauer 5 Minuten



Partusisten

Zusammensetzung:
1 Amp. zu 10 ml enthält 0,5 mg Fenoterolhydrobromid

Indikation:
- Wehenhemmung bis zur 37. SSW
- Asthma bronchiale ( keine BGA- Zulassung )

Dosierung:
1 Amp. zu 50 ml verdünnen. 3-8 ml/h infundieren

Wirkung:
Beta-Sympathomimetikum Beta2 > Beta1 ) mit tokolytischer und brocholytischer Wirkung

Nebenwirkungen:
- pektangiöse Beschwerden
- Tachykardie
- ventrikuläre Extrasystolen
- Tremor
- BZ- Erhöhung

Kontraindikationen:
- Tachykardie

Interaktionen:
- Beta-Blocker ( Wirkungsverlust )


Paspertin = ( MCP ) = Metoclopramidhydrochlorid
Magen - Darm - Mittel

Zusammensetzung:
1 Amp. zu 2 ml enthält 10 mg
Metoclopramidhydrochlorid

INDIKATIONEN:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Darmatonie
- Arzneimittelunverträglichkeit

DOSIERUNG:
1 - 3 Amp / die ( Erwachsene )
0,1 mg / kg / KG bei Kinder
< 14 Jahre
max. 0,5 mg / kg / KG / die

WIRKUNGEN:
- zentrale Dämpfung des Brechzentrums
- Normalisierung der Magen-Darm- Motorik

NEBENWIRKUNGEN:
zentralvenöse Störungen wie
- Müdigkeit
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Diarrhoe
- Parkinsonismus

KONTRAINDIKATIONEN:
- mechanischer Ileus
- Blutungen Magen-Darm-Trakt
- Epilepsie

Hinweis ! Antidot = Biperiden ( Akineton )

Interaktionen:
- Anticholinergika ( Wirkungsverminderung )
- Neuroleptika ( Wirkungssteigerung )
- trizyklische Antidepressiva ( Wirkungssteigerung )

Inkompabilitäten:
- alkalische Lösungen



Psyquil = Triflupromazin
Neuroleptikum

Zusammensetzung:
1 Amp. zu 1 ml enthält 10 mg Triflupromazin

INDIKATIONEN:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Angst - u. Unruhezustände
- anhaltender Schluckauf/ Singultus

DOSIERUNG:
- 1 mg / 10 kg / KG i.v.
max. 0,1 mg / kg / KG

WIRKUNGEN:
- zentraldämpfende Wirkung auf das Brechzentrum mit
- Beruhigung
- Angstlösung
- Brechreizminderung
- antipsychotisch

NEBENWIRKUNGEN:
- allergische Hautreaktion
- Schwindel
- Mundtrockenheit
- Asthma bronchiale
- Tachykardie
- Hypotonie
- Miktionsstörungen
- orthostatische Herz- Kreislauf- Störungen

KONTRAINDIKATIONEN:
- akute Intoxikation mit zentraldämpfenden Mitteln und Alkohol
- zerebrale Krampfanfälle
- Hypotonie

Hinweis ! Es besteht erheblich die Gefahr der Kumulation !!!


Psyquil = Triflupromazin
Neuroleptikum

Zusammensetzung:
1 Amp. zu 1 ml enthält 10 mg Triflupromazin

INDIKATIONEN:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Angst - u. Unruhezustände
- anhaltender Schluckauf/ Singultus

DOSIERUNG:
- 1 mg / 10 kg / KG i.v.
max. 0,1 mg / kg / KG

WIRKUNGEN:
- zentraldämpfende Wirkung auf das Brechzentrum mit
- Beruhigung
- Angstlösung
- Brechreizminderung
- antipsychotisch

NEBENWIRKUNGEN:
- allergische Hautreaktion
- Schwindel
- Mundtrockenheit
- Asthma bronchiale
- Tachykardie
- Hypotonie
- Miktionsstörungen
- orthostatische Herz- Kreislauf- Störungen

KONTRAINDIKATIONEN:
- akute Intoxikation mit zentraldämpfenden Mitteln und Alkohol
- zerebrale Krampfanfälle
- Hypotonie

Hinweis ! Es besteht erheblich die Gefahr der Kumulation !!!
 

Rabenzahn

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Akt. Einsatzbereich
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sab-simplex®

Handelsform :
Flasche mit 70mg Dimeticon + Silicagel

Indikation :
Mittel der 1. Wahl bei Vergiftungen mit schäumenden Substanzen

Wirkungsweise :
Durch die Veränderung der Oberflächenspannung der Gasbläschen fallen diese in sich zusammen.

Dosierung :
Erwachsene 5 Teelöffel
Kinder 1 Teelöffel

Nebenwirkungen :
keine bekannt

Kontraindikationen :
keine bekannt

Solu-Decortin® H 2


Handelsform :
z.B. Solu-Decortin® H
Ampullen zu 10, 25, 50, 250 mg Trockensubstanz =
7,5, 18,7, 37,4, 186,7 mg Prednisolon

Handelsnamen:
Solu-Decortin® H, Decaprednil®, Hefasolon®, Predni-Coelin®, Ultracorten® H

Indikation :
- Anaphylaktischer Schock
- Status asthmaticus
- Reizgasinhalation
- Allergische Reaktionen
- SHT, ( sehr umstritten )
- Wirbelsäulentrauma

Wirkungsweise :
Kortison entzündungshemmend, antiödematös, zellmembranstabilisierend

Wirkungseintritt nach ca. 30 Min., Wirkdauer 12-36 Std., HWZ 3 Std.

Dosierung :
initial 50-500mg Prednisol

Nebenwirkungen :
Venenreizung bei zu schneller Injektion

Kontraindikationen :
In Notfällen keine

Bemerkungen :
Kann auch in der Schwangerschaft angewendet werden


Somsanit®

Handelsform :
Amp. zu 10 ml = 2,0 gr. Gamma- Hydroxybutyrat

Indikation :
intravenöses Narkotikum bei zB.
- Kaiserschnittentbindungen & Geburtsanästhesie
- Unfallchirurgie
- bei Leberschäden
- Risikofälle
- Neurochirurgie
- Kinderchirurgie

Wirkungsweise :
Gamma- Hydroxybutyrat ist eine körpereigene Substanz ( Neurotransmitter)ohne Suchtpotential.Es greift in den Regelmechanismus des physiologischen Schlafes ein und wirkt so dosisbhängig als Hypnotikum sedierend und als Narkotikum.Keine Atemdepression. Nach 2 Std. 98% metabolisierung, Abatmung als CO2

Dosierung :
Narkotische Dosierung 60- 90 mg/kg = 4-6 gr./ 70kg = 20- 30 ml Somsanit

Nebenwirkungen :
- Nierenfunktionsstörungen mit Hypernatriämie
- Bradykarkie

Kontraindikationen :
- Epilepsie
- arterielle Hypertonie
- schwere Nierenfunktionsstörungen
- Alkoholintoxikation

Bemerkungen :
Kann atemdepressive Opiatwirkung verstärken, ohne selbst atemdepressiv zu wirken. Antagonisierung mit Physostigmin ist möglich.


Streptase = Streptokinase
Fibrinolytika

Zusammensetzung:
1 Inj.-Fl. enthält 100.000 , 250.000 oder 750.000 I.E. Streptokinase

Indikation:
- Lyse nach Infarkt
- tiefe Venenthrombose
- Lungenembolie

Dosierung:
Herzinfarkt:
1,5 Mio. I.E. über 1 h

Lungenembolie:
Initial 250.000 I.E. Bolus
anschl. 1 Mio I.E. / 12 Std 4- 8 Tage

Vorher 250 mg Prednisolon i.v.

Nebenwirkungen:
- allergische Reaktionen
- Temperaturerhöhung
- Hautexantheme
- Blutungen
- Apoplex
- Tachykardie

Kontraindikationen:
- Streptokokken - Infektionen
- Streptokinase - Therapie < 5 Tage bis 3 Monate


Suprarenin = Adrenalin
Sympathomimetikum

INDIKATION:
- kardio-pulmonale Reanimation
- Kreislaufkollaps
- anaphylaktische Reaktion

DOSIERUNG:
Reanimation initial 0,5-1 mg i.v.alle 3-5 Minuten
Anaphylaxie: initial 0,05-0,1 mg

WIRKUNG:
Alpharezeptoren:
- Engstellung der peripheren Gefässe

Betarezeptoren 1:
- Herzkraftsteigerung

Betarezptoren 2:
- Bronchialerweiterung

NEBENWIRKUNG
- Herzklopfen
- Tachycardie
- ventrik. Herzrhythmusstörungen
- Extremfall Kammerflimmern
- pektanginöse Beschwerden
- Hyperglykämie

KONTRAINDIKATIONEN:
- Hypertonie
- tachycarde Herzrhythmusstörung

Nicht zusammen mit Nabic geben!!! Keine unverdünnte Anwendung !!


Tavegil = Clemastin
Antihistaminikum

Zusammensetzung:
1 Amp. zu 5 ml enthält 2 mg Clemastin

INDIKATIONEN:
- Allergien
- anaphylaktische Reaktion
- Prophylaxe bei Kontrastmittelallergien

DOSIERUNG:
2 - 3 mg langsam i.v.

WIRKUNGEN:
- Hemmung der verstärkten Histaminfreisetzung
- Gefässabdichtung
- Stabilisierung der Zellmembran
- Juckreizstillung
- Rückbildung lokaler Ödeme

NEBENWIRKUNGEN:
- Müdigkeit
- Tachykardie
- Mundtrockenheit
- Schwindel

KONTRAINDIKATIONEN:
- Engwinkelglaukom
- im Notfall keine

Hinweis! Hohe Toxizität für Kinder
 

Gaby

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Hallo Rabenzahn,

ich finde deine Medikamentenlisten ganz toll! Frage mich allerdings immer woher du die Zeit für so viel Arbeit nimmst?

Eine Frage zur Dosierung von Ben-u-ron. Ich nehme an es handelt sich dabei um das in Österreich erhältliche Medikament Mexalen. Warum eine unterschiedliche Dosierung für oral und rektal?

Wir verwenden für unsere Kinder ausschließlich Zäpfchen. Wenn wir große Kinder haben und diese keine Sedierung mehr haben, stellen wie sie 1:1 auf Mexalentabletten um. Wenn die Kinder die Zäpfchen nicht akzeptieren, oder schon älter sind. Die vorgeschriebenen mg, werden anstelle rectal dann halt in Form einer Tablette eingenommen. Rect. jedoch bei uns nicht höher dosiert.

Der ebenfalls erhältliche Mexalensaft findet bei uns keine Verwendung

Liebe Grüße aus Wien

Gaby
 

Gaby

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Hallo Rabenzahn,

ich hoffe ich habe es nicht irgendwo überlesen, aber ich vermisse dass bei uns auf der Station bei "Krampfkindern" so oft verwendete Luminal.

Luminal:

Wirkstoff: Phenobarbital-Natrium eine Ampulle enthält 219 mg Phenobarbital- Natrium= 200 mg Phenobabital.

Anwendungsgebiete: Epilepsie, Status epilepticus, Narkosevorbereitung

Dosierung

Erwachsene erhalten bis zur Epilepsiebehandlung 1 - 3 mg/kg Körpergewicht. Kinder 3 - 4 mg/kg Körpergewicht. Erwachsene erhlaten im allgemeinen 1 ml Luminal, größere Kinder 0,75 ml, Kleinkinder 0,3 ml, Säuglinge 0,1 - 0,3 ml i.m oder langsam i.v. Die maximale Einzeldosis beträgt bei Erwachenen 400 mg. Phenobab. Die Maximaldosis bei Erwachsenen 800 mg Phenobab.

In den ersten 3 Schwangerschaftsmonaten ist Luminal strengsten kontraindiziert. Zur Vermeidung von Vit. K abhängigen Blutgerinnungsstörungen wird im letzten Schwangerschaftsmonat eine orale Vit. K-Proph. , sowie eine Vit. K-Gabe an das Neugeborene empfohlen.

Alkohol wird als Lösungsmittel verwendet, daher achten auf Interaktiionen mit alkoholhältigen Medikamenten. Wir verwenden Luminal meist als Bypass, verdünnen weiter mit Nacl und lassen Luminal immer über einen seperaten Zugang laufen. Sollte dies nicht möglich sein, (sehr selten)werden alle anderen Bypässe ebenfalls auf NaCl verdünnt, achten wo es dazugehängt wird. Trotzdem große Vorsicht! Achten auf Trübung, Ausfällung. Katheter kann zugehen! ....

Phenobarbital macht abhängig, daher schrittweise Reduktion der Dosierung. Bei längerer Anwendung (über eine Woche) sollte Luminal beim Absetzen schrittweise reduziert werden. Absetzsymptome berücksichtigen! Nach absetzen von Luminal können Kräpfe vermehrt wieder auftreten oder auch zum Status Epileptikus führen.

Liebe Grüße aus Wien

Gaby
 

Rabenzahn

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Akt. Einsatzbereich
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Xylocain 2 % = Lidocain
Antiarrhythmikum

Zusammensetzung:
1 Amp. zu 5 ml enthält 100 mg Lidocain

INDIKATIONEN:
- Kammerarrhythmie
- salvenartige Extrasystolen
- Kammerflattern
- Kammerflimmern

DOSIERUNG:
initial 1 mg / kg / KG langsam i.v.

Wiederholung nach 10-30 Minuten mit der halben Dosis

- endobronchial 1,5 mg / kg / KG

- Dauertropf 500 mg in 500 ml
20 - 100 Tropfen / Min.

WIRKUNGEN:
- Verlangsamung des Ionenaustausches durch die Zellmembran
- antiarrhythmisch

NEBENWIRKUNGEN:
- ventrikuläre Extrasystolen
- Kammerflimmern
- Hypotonie
- Bradykardie
- AV-Block 3. Grades
- Asystolie
- Schwindel

KONTRAINDIKATIONEN:
- Bradykardie
- AV-Block 2. und 3. Grades
- Engwinkelglaukom
- AV - Dissoziation

Quelle: Verschiedene Autoren und Bücher, keine Garantie für die Angaben zur Dosierung
 

Rabenzahn

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Akt. Einsatzbereich
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Calcium 10 % =
Elektrolyt

1 ml entspricht 0,23 mmol Ca++

INDIKATIONEN:
- Hypokalziämie
- Allergien
- Hyposystolie
- Tetanie
- Vergiftungen mit Blei und Tetrachlorkohlenwasserstoff

DOSIERUNG:
1 Ampulle á 10 ml langsam i.v. ( 5 Min. )

WIRKUNG:
- Schlagkraftsteigerung des Herzens
- Verstärkung der Ventrikelerregbarkeit
- Stabilitätserhöhung der Zellmembranen
- entzündungshemmend
- Gefässabdichtend
- Histamin - Antagonist

NEBENWIRKUNG:
- Wärme - und Hitzegefühl
- ventr. Herzrhythmusstörungen
- Übelkeit
- Hyperkalziämie

Hinweis ! Keine gleichzeitige Gabe mit Nabic.
Nicht bei event. Adrenalin – Einsatz


Catapresan = Clonidin
Antihypertonikum

Präparate:
Catapresan
Paracefan

1 Amp. = 0,15 mg Clonidin- HCL

INDIKATIONEN:
- hypertone Krise
- alle Formen der Hypertonie

DOSIERUNG:
1 Amp. langsam i.v.

WIRKUNG:
- Clonidin bewirkt eine zentrale Sympathikushemmung und erhöht den Vagustonus durch Stimulation
zentraler Alpha2 - Rezeptoren. Dadurch kommt es zu einer peripheren Vasodilatation und einer
Verminderung des HZV. Dies wiederum senkt den Blutdruck, ein Effekt , der nach i.v. Gabe innerhalb
von Minuten einsetzt und lange anhält.

NEBENWIRKUNGEN:
- orthostatische Beschwerden
- Kollapsgefahr
- Mundtrockenheit
- Bradycardie
- Übelkeit und Erbrechen
- Kopfschmerzen

KONTRAINDIKATIONEN:
- Bradycardie < 50 Schläge / Min.
- Schwangerschaft
- Sinusknotensyndrom
- Stillzeit
- Depressionen
- koronare Insuffizienz
- cerebrale Durchblutungsstörungen
- AV- Block II. und III. Grades

Pharmakokinetik:
Wirkungseintritt:
- 5 Minuten nach i.v. Gabe
- 30 - 45 Minuten nach p.o. Gabe

Maximaleffekt:
- ca. 45 Minuten nach i.v. Gabe
- ca. 2 Stunden nach p.o. Gabe

Wirkungsdauer:
- ca. 4 - 6 Stunden nach i.v. Gabe

Elimination:
- Renal und hepatogen

Hinweis ! abruptes Absetzen vermeiden


Chloraldurat
Chloralhydrat in Erdnußöl

1 Rectiole enthält 0,6 g
Chloralhydrat in Erdnußöl


Indikation:
- akute und chronische Krampfzustände im Kindesalter
- Sedierung bei Kleinkinder

Wirkung:
- zentral dämpfendes Hypnotikum mit krampflösenden Eigenschaften

Dosierung:
- Säuglinge erhalten 1/2 bis 1
Rectiole

- Kleinkinder 1 - 2 Rectiolen

- Schulkinder 2 -3 Rectiolen rectal

Nebenwirkung:

- Schwindel
- paradoxe Erregung
- Überempfindlichkeitsreaktionen

- Kontraindikationen:
- schwere Leber und
Nierenfunktionsstörungen
- dekompensierte Herz – und Kreislaufinsuffizienz


Clexane =Enoxaparin - Natrium

Zusammensetzung:
Clexane multidose: 1 ml enthält
100 mg Enoxaparin - Natrium =
10 000 I.E. anti-Xa

Indikation:
- instabile Angina pectoris
- Nicht-Q-Wellen-Myokardinfarkt
- peri- und postoperative Primärprophylaxe tiefer Venenthrombosen

Wirkung:
Enoxaparin wird durch Fragmentierung aus natürlichem Heparin gewonnen. Es unterscheidet sich vom diesem durch ein deutlich höheres Verhältnis zwischen anti- Faktor-Xa und anti-Faktor- Ha- Aktivität. Enoxaparin wirkt antithrombotisch und thrombolytisch und gehört zu der Gruppe der niedermolekularen Heparine

Dosierung:
Bei instabiler Angina pectoris und Nicht-Q-Wellen-Myokardinfarkt beträgt die Dosierung 1 mg Enoxaparin - Natrium pro kg KG alle 12 Stunden.
Für die Einzelinjektion errechnet sich das das Injektionsvolumen wie folgt:
Körpergewicht geteilt durch 100 = Einzeldosis in ml Clexane multidose
( 100 mg / ml )
Soweit nicht kontraindiziert, erhält der Patient zusätzlich 325 mg Acetylsalicylsäure

Nebenwirkung:
- allergische Reaktion
- Temperaturanstieg
- Blutdruckabfall ( selten )
- vereinzelt Schmerzen an der Einstichstelle

Kontraindikation:
- kürzlich zurückliegende Op's am ZNS, Auge oder Ohr
- kürzlich zurückliegende Blutungen
- hämorrhagischer Schlaganfall unter 6 Monaten
- klinisch relevante Gerinnungsstörungen
- Magen-Darmulzera
- Heparinallergie
- schwere Leber - oder Pankreaserkrankungen

Interaktionen:
Wirkungsverstärkung: Gerinnungshemmer und Antikoagulatien
Wirkungsabschwächung:
Antihistaminika, Digitalispräparate, event. Nitroglycerin


Cyanokit 2,5 = Hydroxocobalamin

Zusammensetzung:
1 Durchstechflasche enthält 2,5 g
Hydroxocobalamin

Indikation:
- Intoxikation mit Cyanide
- Nitroprussid - Natrium
- Produkte, die bei der Verbrennung Cyanide freisetzen

Wirkung:
- Komplexbildung der Cyanide

Dosierung:
- 70 mg / kg / KG oder 5 g als Initialdosis
Vor der Anwendung in 0.9%iger NaCl-Lösung lösen, dann über 25 - 30 Minuten infundieren.
- bis zu dreimaliger Repitition möglich

Nebenwirkung:
- reversible Farbveränderungen von Haut, Schleimhaut und Urin

Kontraindikationen:
- Risikoabschätzung bei Allergie gegen den Wirkstoff

Inkompatibilitäten:
- Natriumthiosulfat ( Wirkungsabschwächung )

Quelle: Verschiedene Autoren und Bücher, keine Garantie für die Angaben zur Dosierung !
 

Rabenzahn

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Akt. Einsatzbereich
in Rente
Ebrantil = Urapidil
Antihypertonikum

Zusammensetzung:
1 Amp. zu 5 ml enthält 25 mg
1 Amp zu 10 ml enthält 50 mg
Urapidil

INDIKATIONEN:
- hypertensive Notfälle
- schwere und schwerste Formen der Hypertonie
- kontrollierte Blutdrucksenkung bei Hochdruckpatienten
- während und / oder nach Op

DOSIERUNG:
initial 10 - 50 mg langsam i.v.
Je nach Notwendigkeit wird die halbe Dosis nach 2 Min. wiederholt

WIRKUNGEN:
- Beeinflussung des Vasomotorenzentrums durch Verminderung des Sympathikotonus und Blockade
der Alpha1-Rezeptoren
- Gefässweitstellung durch Sympatholyse am Alpha1- Rezeptoren

NEBENWIRKUNGEN:
- Müdigkeit
- Kopfschmerzen, Schwindel
- Herzklopfen
- Schweissausbruch
- VES
- pektanginöse Beschwerden
- Atemnot

KONTRAINDIKATIONEN:
- Aortenisthmusstenose
- arteriovenöser Shunt
- Schwangerschaft

Hinweis ! Wirkungsintritt nach ca. 5 Minuten !



Effortil = Etilefrinhydrochlorid

Zusammensetzung:
1 Amp. zu 1 ml enthält 10 mg Etilefrinhydrochlorid

1 Infusionsamp. enthält
50 mg Etilefrinhydrochlorid

Indikation:
- hypotone Kreislaufregulationsstörung

Wirkung:
- Beta-Sympathomimetikum.
- Blutdruckanstieg durch Senkung des peripheren Widerstandes und arterielle Vasokonstriktion

Dosierung:
- Injektion: 1 Amp. zu 1 ml langsam
i.v. ( i.m. und s.c. Injektion möglich )

- Infusion: 6µg/ kg / KG / min = 2Amp. zu 1 ml / h

Nebenwirkungen:
- Tachykardie
- Arrhythmien
- Angina pectoris- artige Beschwerden ( bei hoher Dosierung )

Kontraindikationen:
- Engwinkelglyukom
- Hypothyreose
- dekompensierte Herzerkrankung
- Risikoabschätzung in der Schwangerschaft


Effortil = Etilefrinhydrochlorid

Zusammensetzung:
1 Amp. zu 1 ml enthält
10 mg Etilefrinhydrochlorid

1 Infusionsamp. enthält
50 mg Etilefrinhydrochlorid

Indikation:
- hypotone Kreislaufregulationsstörung

Wirkung:
- Beta-Sympathomimetikum.
- Blutdruckanstieg durch Senkung des peripheren Widerstandes und arterielle Vasokonstriktion

Dosierung:
- Injektion: 1 Amp. zu 1 ml langsam
i.v. ( i.m. und s.c. Injektion möglich )

- Infusion: 6µg/ kg / KG / min = 2Amp. zu 1 ml / h

Nebenwirkungen:
- Tachykardie
- Arrhythmien
- Angina pectoris- artige Beschwerden ( bei hoher Dosierung )

Kontraindikationen:
- Engwinkelglyukom
- Hypothyreose
- dekompensierte Herzerkrankung
- Risikoabschätzung in der Schwangerschaft


Esmeron = ROCURONIUM
NDMR / Muskelrelaxans

Schnellinformation:
Wirkdauer:
20 - 60 Minuten

Dosierung:
0,6 mg kg KG zur Intubation
0,3 mg kg KG Repititionsgabe

Rocuronium ist ein nichtdepolarisierendes, mittellang wirkendes Muskelrelaxans, welches durch eine kompetitive Hemmung am cholinergen Rezeptor der motorischen Endplatte wirkt. Die muskelrelaxierende Wirkung ist deutlich geringer als die von Vecuronium.( Norcuron )

komplette Relaxierung
( Intubationsdosis ):
0,6 bis 0,9 mg / kg KG

Unterhaltungsdosis:
0,06 bis 0,15 mg/ kg KG

als Infusion:
5 bis 10 µg / kg / KG

Wirkungseintritt:
< 1,5 Minuten

Maximaleffekt:
nach 2 Minuten

Wirkdauer:
25 bis 40 Minuten ( dosisabhängig)

Zubereitungshinweise:
Da es sehr viele Pharmaka gibt, die mit Esmeron inkompatibel ist, sollte es nur mit Lösungen wie Glucose 5%, NaCl 0,9 % oder Ringer - Lactat- Lösung gemischt werden.

Elimination:
Ca. 40 % der aufgenommenen Substanz sind bereits nach 6 Stunden biliär ausgeschieden.
Ca. 15 % werden renal eliminiert. Metaboliten im Plasma oder Urin wurden bisher nicht nachgewiesen.

Antagonisierung:
Durch Cholinesteraseinhibitoren ( Neostigmin, Pyridostigmin und Edrophonium )

Vorteile:
Nach Gabe von Rocuronium sind nur geringe kardiovaskuläre Veränderungen beschrieben, so etwa eine leichte Tachykardie bei Dosierungen über 0,9 mg / kg KG bzw. Anstieg des mittleren arteriellen Drucks
( MAP ) um ca. 10 %.
Obwohl einige Untersucher über einen Anstieg des Plasmahistaminspiegels berichteten, sind klinisch signifikante Histaminausschüttungen nicht nachgewiesen worden. Auch bei eingeschränkter Nierenfunktion ist Rocuronium aufgrund der geringen renalen Metabolisierung gut einsetzbar.

Nachteile:
Es besteht eine dosisabhängige Anschlagszeit ( kürzer bei erhöhter Dosis ) bzw. Wirkdauer
( verlängert bei erhöhter Dosierung ). Eine Einschränkung der Leberfunktion, aber auch bereits bestehende Leberschäden ( vor allen die Leberzirrhose ) führen zu einer Verlängerung der Wirkdauer. Diese kann bis auf das Zweifache ansteigen, die Dosis muss daher reduziert werden.

KONTRAINDIKATIONEN:
- Unmöglichkeit der künstlichen Beatmung
- fehlendes Instrumentarium zur Intubation und Beatmung
- Atemwegswiderstände im Mund-, Kiefer-u. Kehlkopfbereich

Wirkungsverstärkung:
Wirkungsverstärkung oder Wirkungsverlängerung durch Succinylcholin, volatile Anästhetika ( Enfluran > Isofluran ) , Antibiotika der Aminoglykosidgruppe, aber auch Tetrazykline und Glykopeptide
( Vancomycin ) , Magnesium, Lithium, Diuretika, Fentanyl, Ketamin, Thiopental,
Betarezeptorenblocker, Protamin, Hypothermie,Hypokaliämie, metabolische Azidose, Hypokalziämie
massive Bluttransfusionen, Hypoproteinämie und Exsikkose, Leberfunktionsstörungen,
Gallenwegserkrankungen, Niereninsuffizienz,
Myasthenia gravis oder eine inadäquate adrenokortikale Funktion kann die Wirkung deutlich verlängern.

Dosisreduktion:
Dosisreduktion bei älteren Patienten und Säuglingen, da sich die Wirkdauer sonst verlängert. Bei Kindern dagegen sollte die Dosis um etwa 25 % erhöht werden.

Im Rahmen der Intensivmedizin kann es bei Langzeitanwendung zu einem verlängerten neuromuskulären Block kommen.

Euphyllin = Theophyllin
Broncholytikum / Antiasthmatikum

Zusammensetzung:
1 Amp. zu 2 ml enthält 0,12 g
1 Amp. zu 10 ml enthält 0,24 g
Theophyllin- Äthylendiamin

INDIKATIONEN:
- Akutbehandlung von Atemnotzuständen aufgrund von obstruktiven Atemwegserkrankungen
- zentrale Atemregulationsstörung
- Cor pulmonale
- chronische Angina pectoris und Ödeme infolge von Herz, Nieren- und Gehirnerkrankungen


DOSIERUNG:
1 Amp. = 0,24 g langsam i.v.

WIRKUNGEN:
- Broncholyse
- Stimulierung des Atemzentrums
- Senkung des peripheren Widerstandes
- Förderung der Nierenausscheidung
- Hemmung der Mediatorenfreisetzung
- Anregung der mukoziliären Clearance
- positiv chronotrope und inotrope Effekte

NEBENWIRKUNGEN:
- Übelkeit / Erbrechen
- Kopfschmerzen
- Unruhe
- Tachycardie
- Blutdruckabfall
- Steigerung der Harnausscheidung
- zerebrale Krampfauslösung bei Kleinkindern

KONTRAINDIKATIONEN:
- frischer Herzinfarkt
- kardiogener Schock
- Tachykardie
- Epilepsie
- Kinder unter 1 Jahr

Interaktionen:
Sympathomimetika = Wirkungsverstärkung, teilweise erwünscht, Gefahr der Rhythmusstörungen größer

Beta-Blocker= Aufhebung der Wirkung

Inkompatibilitäten:
- Glucoselösungen
- Fructoselösungen

Hinweis ! Alternative: Bronchoparat
 

Rabenzahn

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Gelafundin ( Gelantine )

Indikationen
Volumenmangelschock infolge Blut - bzw. Plasmaverlust

Wirkmodus
Volumenersatzmittel mit aus Kollagen hergesteller Gelantine.
Wegen des geringen mittleren Molekulagewicht und der niedrigen Konzentration sind Volumeneffekte und Wirkdauer geringer als bei HAES - oder Dextranen.
Gelantine muss in der 1,5-fachen Menge des Blutverlustes infundiert werden, um Normovolämie zu erreichen. Wasserbindungskapazität 14 mg/g

Pharmakokinetik
·intravasale Verweildauer 2 -3 Stunden
·renale Elimination

Nebenwirkung
Anaphylaktische Reaktion ( in 0,05 - 10 % )
Herzinsuffizienz
Hypervolämie

Kontraindikation
Im Notfall keine

Dosierung
Bei akutem Volumenverlust bis zu 1500 ml, Infusionsgeschwindigkeit ca.500 ml/h
In Akutsituationen bis 500 ml innerhalb von 5 Minuten

Wechselwirkung
Herzglykoside z.B. Lanitop
Digimerk

Hinweis: Die Häufigkeit der Anaphylaxie ist größer als bei Dextranen, dafür im Schweregrad geringer. Eventuell Clemastin ( Tavegil ) oder Dimetinden (Fenistil vorwegegeben.


Gilurytmal = Ajmalin
Antiarrhythmikum

Zusammensetzung:
1 Amp. zu 2 ml oder 10 ml
enthält 50 mg Ajmalin

INDIKATIONEN:
- tachykarde supraventrikuläre Arrhythmien
- lebensbedrohliche tachykarde ventrikuläre Arrhythmien
- WPW - Syndrom

DOSIERUNG:
- 1 mg / kg / KG langsam i.v. ( 10 mg pro Minute )
unter EKG / Defi-, Intubation - u. Reanimationsbereitschaft

WIRKUNG:
Antiarrhythmikum das u.a. den schnellen depolarisierenden Natriumeinstrom verhindert und das Aktionspotential verlängert.

- Stabilisierung der Membran an der Herzmuskelfaser
- Herabsetzung der Reizleitungsgeschwindigkeit
- Senkung der Herzfrequenz

NEBENWIRKUNG:
- Flush Symptomatik
- Parästhesien
- Übelkeit, Erbrechen
- Kammerflimmern
- Asytolie
- AV-Block

KONTRAINDIKATIONEN:
- frischer Herzinfarkt > 3 Monate
- Herzinsuffizienz
- Bradykardie
- Reizleitungsstörungen
- AV - Block II° und III°

Glucose 10% oder 40 % = Glucose
Kohlenhydratlösung
10 ml/ 10 % enthält 1 g Glucose
10 ml/ 40 % enthält 4 g Glucose

INDIKATIONEN:
- Hypoglykämie < 60 mg / dl
- Alkoholintoxikation

DOSIERUNG:
- initial 12 - 32 g Glucose, sonst nach Bedarf

WIRKUNGEN:
- Anhebung des Blutzuckerspiegels
- mögliche Aufklärung bei Alkoholintoxikation

NEBENWIRKUNGEN:
- Venenwandreizung bei hoher Konzentration
- Nekrosen bei paravenöser Injektion

KONTRAINDIKATIONEN:
- Normoglykämie bei bekannten DM
- Hyperglykämie

Hinweis ! Gabe von max. 3 Amp.
Glucose 40 % zur Unterscheidung einer unklaren Bewusstlosigkeit.
Bei Unterzuckerung erwacht der Patient.


Glycylpressin = Terlipressin

Zusammensetzung:
1 Inj.-Flasche enthält 1 mg
Terlipressin mit 5 ml Lösungsmittel versetzt.

Indikation:
Ösophagusvarizenblutungen

Wirkung:
Drucksenkung in Ösophagusvarizen durch Vasokonstriktion

Dosierung:
Initialdosis: 1 - 2 mg = 1- 2 Ampullen
Erhaltungsdosis: 1mg n. 4-6 Stunden
Maximaldosis: 8 - 9 mg im 4stündigen
Abstand / Tag

Nebenwirkung:
- Gesichts- und Körperblässe
- Stuhldrang
- Senkung der Herzfrequenz (selten)

Kontraindikationen:
Vorsicht bei:
- Epilepsie
- Erkrankungen der Koronargefäße
- Asthma
- Zuständen, bei denen eine vorübergehende Blutsteigerung unerwünscht ist.
 

Rabenzahn

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Haemaccel = Polypeptide
Volumenersatzmittel / Polypeptide

INDIKATIONEN:
- Hypovolämie
- Volumenmangelschock

DOSIERUNG:
- individuell der Kreislaufsituation angepasst.
- 500 bis 1500 ml

WIRKUNG:
- kolloidaler Volumenersatz durch Übernahme der onkotischen Funktion des Albumins

NEBENWIRKUNGEN:
- allergische Reaktion
- Gefahr der Volumenüberbelastung

KONTRAINDIKATIONEN:
- dekompensierte Herzinsuffizienz
- bestehende allergische Reaktion



Haes - steril 6% Hydroxyäthylstärke
Volumenersatz /

Zusammensetzung:
500 ml enthalten 6 %
Hydroxyäthylstärke in NaCl 0.9%

INDIKATIONEN:
- Hypovolämie
- Schock
- therapeutische Blutverdünnung ( Hämodilution )

DOSIERUNG:
- max. 20 ml/kg/KG/ Tag
die ersten 20 ml langsam einlaufen lassen ( Anaphylaxie )

WIRKUNGEN:
- kolloidales Volumenersatzmittel
- Verbesserung des Kreislaufes und der Mikrozirkulation über einen Zeitraum von 3 - 4 Stunden

NEBENWIRKUNGEN:
- Juckreiz
- allergische Reaktion
- Gefahr der Volumenüberbelastung
- Verlängerung der Blutungszeit

KONTRAINDIKATIONEN
- dekompensierte Hezinsuffizienz
- Niereninsuffizienz
- Hyperhydrationszustände
- schwere Blutungsdefekte

Hinweis ! Verfallsdatum beachten
Temperaturschwankungen vermeiden


Haldol = Haloperidol

Zusammensetzung:
1 Amp. zu 1 ml enthält 5 mg
Haloperidol

Indikationen:
- Unruhezustände
- Psychosen
- Hyperkinesien

Wirkung:
- Neuroleptikum mit starker antipsychotischer, starker antiemetischer und gering sedierender Wirkung

Dosierung:
1 Amp. langsam i.v.

Nebenwirkungen:
- Dyskinese
- Mundtrockenheit
- Erhöhung der Krampfbereitschaft
- Blutdruckabfall

Kontraindikationen:
- Epilepsie

Interaktionen:
- Antihypertonika, zentraldämpfender Pharmaka = Wirkungsverstärkung
- Adrenalin = paradoxe Hypotonie



Humanalbumin 5 % =
Volumenersatzmittel

INDIKATIONEN:
- Hypovolämie
- Volumenmangelschock

DOSIERUNG:
- je nach Schocksymptomatik

WIRKUNGEN:
- kolloidaler Volumenersatz durch Übernahme der onkotischen Funktions des Albumins

NEBENWIRKUNGEN:
- allergische Reaktion

KONTRAINDIKATIONEN:
- akute Linksherzinsuffizienz
- Lungenödem

Hyperhaes

Zusammensetzung:
1 L Infusionslösung enthält:

Arzneilich wirksame Bestandteile:
Poly(O-2-hydroxyethyl)stärke ( Hydroxyethylstärke:HES )

Substitutionsgrad 0.40 - 0.55

Durchschnittliches Molekulargewicht:
200.000

Natriumchlorid 72 g

Na* 1232 mmol / L
CL 1232 mmol / L

Sonstige Bestandteile:

Wasser für Injektionszwecke
Natriumhydroxid
Salzsäure

Titrationsacidität < 1 mmol NaOH /L
pH - Wert 3,5 - 6,0
theoret. Osmolarität 2464 mosm/L

Stoff- und Indikationsgruppe:
Hypertone Infusionslösung mit Stärkederivat

Anwendungsgebiete:
Initialtherapie der akuten Hypovolämie und der Schocks ( sog. small volume resusciation )

Gegenanzeige:
Im akuten lebensbedrohlichen hypovolämischen Schock sollte HYPERHAES nicht bzw. nur unter strenger Nutzen - Risiko – Abwägung angewendet werden, sofern eine oder mehrere folgender Krankheiten oder Zustände bekannt sind.
- stauungsbedingte Herzschwäche
- Nierenversagen mit Anurie/ Oligurie
- Leberfunktionsstörungen
- Blutgerinnungsstörungen
- Dehydration
- Hyperosmolarität
- schwere Hyper-o. Hyponatriämie
- schwere Hyper-o.Hypochlorämie
- Überempfindlichkeit gegenüber Hydroxyyethylstärke
- Schwangerschaft

Vorsichtsmaßnahme:
Die Konzentration der Serumamylase kann unter der Gabe von Hydroxyethylstärke erhöht sein
( Interferenz mit der Pankreatitis- Diagnostik).
Kontrollen der Serumelektrolyte, der Serumosmolarität und der Volumenbilanz sind unbedingt erforderlich.
Auch das Risiko einer verstärkten Blutungsneigung durch Erhöhung des Perfusionsdruckes und Hämodilution mittels HyperHAes ist zu achten

Wechselwirkungen:
Keine bekannt

Warnhinweis:
Bei Anwendung in Situationen ohne ausgeprägte hypovolämische Schockzustände kann es insbesondere bei Einschränkung der Herzfunktion und des koronaren Blutflusses zu relevanten Vasodilatationssymptomen ( passagere Hypotension ) oder zu Überbelastungssymptomen
( Linksherzversagen , Arrhythmie, pulmonaler Hypertension ) kommen.

Dosierungsanleitung:
Zur intravenösen Bolusinfusion bzw. Druckinfusion

Soweit nicht anders indiziert e i n m a l i g e Bolusgabe von ca. 4 ml / kg / KG ( ca. 250 ml für 60-70 kg/ KG ) so rasch wie möglich. Vorzugsweise durch Druckinfusion innerhalb von 2 bis 5 Minuten.

Die Anwendung von HyperHaes sollte nur einmal erfolgen.

Nach Anbruch des Behältnisses ist HyperHaes zum sofortigen Gebrauch bestimmt. Im Anschluß an die Infusion ist eine bedarfsgerechte Standard-Volumentherapie ( Elektrolyte und Kollide ) durchzuführen.

Überdosierung:
Eine Überdosierung von HyperHaes führt primär zu einer Hypernatriämie. Entsprechende Maßnahmen wie rascher Flüssigkeitsausgleich und Einleiten eines forcierten Diurese bei Hypervolämie sind einzuleiten.

Nebenwirkungen:
Das Arzneimittel kann in seltenen Fällen zu anaphylaktoiden Reaktionen führen. Das klinische Bild kann dabei von leichten, subjektiven Beschwerden, über Kreislaufstörungen, Schock, Bronchospasmus bis hin zum Kreislaufstillstand führen. Bei Unverträglichkeitsreaktionen ist die Infusion sofort zu stoppen und die üblichen Sofortmaßnahmen sind einzuleiten.

Obwohl bisher keine klinischen Auswirkungen über die Erhöhung von Serumosmolarität, Serumnatrium und Serumchlorid beobachtet wwurden, sind Nebenwirkungen wie zentrale pontine Myelinolyse durch Dehydration bzw. Gewebsschrumpfung hervorgerufene zerebrale Blutungen ( Abriss meningialer Brückenvenen) sowie bei periphervenöser Applikation ) lokale Unverträglichkeitsreaktionen
( Thrombophlebitis, Phlebothrombose ) denkbar.



Hypnomidate = Etomidat
Schlafmittel

Zusammensetzung:
1 Amp. zu 10 ml enthält 20 mg Etomidat

INDIKATIONEN:
- Schlafinduktion
- Kurzhypnotikum zur Narkoseeinleitung
- Intubation
- Krampflösung bei Status epilepticus
- Kardioversion

DOSIERUNG:
Initial:
0,15 bis 0,30 mg / kg / KG i.v.
Repetition:
0,1 mg / kg / KG
Maximalddosis:
80 mg

WIRKUNGEN:
- kurzwirksames Narkotikum mit
- schnellen Wirkungseintritt
- geringer Atemdepression
- Durchbrechung eines zerebralen Krampfanfalls
- Senkung des Hirndrucks
- Verminderung des peripheren Gefässwiderstandes
- keine analgetische Komponente

NEBENWIRKUNGEN:
- Injektionsschmerz
- unfreiwillige Muskelbewegung
- Erniedrigung des Kortisolspiegels
- Atemstillstand kurzfristig bei älteren Patienten
- Übelkeit / Erbrechen
- Myoklonien
- Herzrhythmusstörungen

KONTRAINDIKATIONEN:
- Schwangerschaft
- Säuglinge und Kleinkinder
- Schlafmittelintoxikation
- Alkoholintoxikation

Pharmakokinetik:
- Sofortiger Wirkungseintritt
- Wirkungsende durch Umverteilung in Muskel- und Fettgewebe
- Wirkdauer 3 - 5 Minuten
- Hydrolyse des Ester in der Leber
- Ausscheidung renal
Hinweis: Keine analgetische Wirkung!

Interaktionen:
- Fentanyl : längere Aufwachphase
- Antihypertensiva:
Wirkungsverstärkung

Inkompatibilitäten:
ggf. Ausfällungen bei gleichzeitiger Applikation mit:
- Barbituraten
- Benzodiazepinen
- Furosemid
- Katecholaminen
 

Rabenzahn

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Ipecacuanha-Sirup

Handelsform :
Lösung zur oralen Applikation

Indikation :

Vergiftungen bei denen eine schnelle Magenentleerung erforderlich ist.

Wirkungsweise :

Über die Wirkungsweise von Ipecac liegen nicht ausreichende Studien vor. Wahrscheinlich wirkt es zentral.

Dosierung :
Kinder über 8 Monate 10-15ml
über 2 Jahren 20-30ml
auch beim Erwachsenen setzt sich Ipecac ( 20-30ml ) immer mehr durch.

Wirkungseintritt nach

ca. 15 - 20 Minuten

Nebenwirkungen :

keine bekannt

Kontraindikationen :

- Vergiftungen bei denen Erbrechen kontraindiziert ist
- Patienten bei denen Aspirationsgefahr besteht.
- Säuglinge unter 8 Monaten

Bemerkungen :

Nach der Gabe von Ipecacuanha reichlich Wasser oder Saft zu trinken geben.



Isoket = Isosorbiddinitrat

Zusammensetzung:
1 Amp. zu 10 ml enthält 10 mg
Isosorbiddinitrat bzw. 25 mg in
50 ml Lösung bei der 0,05%igen Zubereitung.
1 Sprühstoß des Dosieraerosols enthält 1,25 mg Wirkstoff

Indikation:
- Myokardinfarkt und / oder Linksherzinsuffizienz
- Angina pectoris
- kardiales Lungenödem

Wirkung:
- vasodilatierendes Nitrat
- durch Vorlastsenkung Herabsetzung des Sauerstoffbedarfs

Dosierung:
0,1%ige Lösung nur als Dauerinfusion

0,05%ige Lösung auch über Perfusor.
initial 2 mg/ h bis auf 7 - 10 mg / h
langsam ansteigend ( Herz-Kreislauf-Kontrolle )

- Spray: 1 - 3 Hübe inhalativ

Nebenwirkungen:- orthostatische Hypotension
- Kollapszustände ( selten )
- Gesichtsrötung
- Wärmegefühl
- Verstärkung der pektangiösen Beschwerden ( selten )

Kontraindikationen:
- kardiogener Schock
- schwere Hypotonie



Isoptin[/b] = Verapamil
Antiarrhythmikum / Antihypertonikum

Zusammensetzung:
1 Amp. zu 2 ml enthält 5 mg
1 Infusionsamp. zu 20 ml 50 mg
Verapamil


INDIKATIONEN:
- tachykarde Herzrhythmusstörung
- Vorhofflattern / Vorhofflimmern
- hypertone Krise und spastische Formen der Angina pectoris
- akute Koronarinsuffizienz

DOSIERUNG:
2,5 - 5 mg langsam i.v.

Wiederholungsdosis nach 5-10 Min.

Perfusor:
100 mg ( 2 Amp a' 20 ml ) auf 50 ml NaCl 0,9%
2 - 4 ml/ h max. 5 ml/ h,
100 mg / Tag

WIRKUNGEN:
- Calciumantagonist mit Hemmung des Ca++ - Einstroms an der Herzmuskelzelle
- Verlangsamung der Erregungsleitung und- ausbreitung am Herzmuskel (Vorhof- Kammer)
- antiarrhythmische Wirkung
- Gefässerweiterung in der Peripherie
- Tonusverminderung der glatten Gefässmuskulatur

NEBENWIRKUNGEN:
- Haut - Flush
- Kopfschmerzen / Schwindel
- Benommenheit
- Bradykardie
- unerwünschte Blutdrucksenkung
- Bronchospasmen
- AV Block 1. und 2. Grades
- im Extremfall totaler AV- Block

KONTRAINDIKATIONEN:
- Herzinsuffizienz
- Sinusknotensyndrom
- AV-Block 2. und 3. Grades
- akuter Myokardinfarkt
- kardiogener Schock
- WPW - Syndrom

Interaktionen:
- Digoxin ( Erhöhung des Glykosidspiegels)
- Beta-Blocker ( Verstärkung der kardiodepressorischen Wirkung )

Inkompatibilitäten:
nicht mit alkalischen Infusionslösungen mischen, da Wirkstoffausfällung
 

Rabenzahn

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Macrodex

Zusammensetzung:
500 ml enthalten 6 % Dextran 60,
gelöst in Ringer - Lactat bzw. Natrium Clorid 0,9 %

Indikation:
- Blutverlust
- Volumenmangelschock

Wirkung:
- kolloidales Volumenersatzmittel
- verbessert die Mikrozirkulation und erhöht das zirkulierende Blutvolumen

Dosierung:
- je nach Wirkung und Volumenmangel
- Maximaldosis: 1,5 g / kg / KG
- Plasmahalbwertszeit: 6 - 8 Std.

Nebenwirkungen:
- allergische Reaktionen
- Blutgerinnungsstörungen
- Verstärkung der Blutungsneigung
- Störreaktion bei Blutgruppentest

Kontraindikationen:
- Gerinnungsstörungen
- Allergie gegen Dextrane
- dekompensierte Herzinsuffizienz
- ausgeprägte Niereninsuffizienz




Magnesiumsulfat

Zusammensetzung:
Mg-5-Sulfat-Amp. 50 % Infusionslösungskonzentrat.
1 Amp. zu 10 ml enthält 5 g
Magnesiumsulfat 7H²O
( entsp. 20,25 mmol = 40,55 mval = 493 mg Magnesium )

Indikation:
- akuter Myokardinfarkt zur Nekrosenlimitierung
- hyperensive Krise bei Eklampsie
- Koronarspasmen
- QT-Verlängerung bei Hypothermie und Hypothyreose
- stabile und instabile Angina pectoris aller Schweregrade
- tachykarde Rhythmusstörungen unterschiedlichster Genese
- Torsades de pointes

Wirkung:
- physiologischer Calciumanagonismus und Herabsetzung der Acetylcholinausschüttung
- unterdrückt die neuromuskuläre Erregbarkeit
- wirkt spasmolytisch, antiarrhythmisch, hemmt die Plättchenaggregation und reduziert die Infarktgröße


Dosierung:
Torsades de pointes :8 mmol Mg
als Bolus langsam i.v. ( = 4 ml )
eklamptischer Anfall: 25-50 mg/kg/KG
sehr langsam i.v.,
danach 10-25 mg/ kg/ KG / h
andere Notfallsituationen:
0,5 - 4 g . Maximaldosis 8 g

Nebenwirkungen:
- Bradykardie bei zu rascher Applikation oder zu hoher Dosis
- Bradypnoe bei zu rascher Applikation oder zu hoher Dosis
- Nekrosen bei paravenöser Applikation
- periphere Gefäßerweiterung ( Flush )

Kontraindikationen:
- schwere Niereninsuffizienz
- Myasthenia gravis
- Bradykardie
- AV - Block
- Magnesiumserumspiegel um oder über 2,5 mmol/ L.

Interaktionen:
Calziumsalze=Wirkungsverminderung

Muskelrelaxanzien vom Curaretyp = Wirkungsverstärkung

Nifedipin = Blutdruckabfall

Inlompatibilitäten:
Calzium - und phosphathaltige Lösungen / Ausfällung




Metformin
Glucophage® mite/forte

Orales Antidiabetikum

Zusammensetzung

Wirkstoff: Metformin(DCI)-chlorhydrat.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Glucophage mite: Weisse Filmtablette zu 500 mg Metforminhydrochlorid, entspricht 390 mg Metformin-Base.

Glucophage forte: Weisse Filmtablette zu 850 mg Metforminhydrochlorid, entspricht 663 mg Metformin-Base.

Eigenschaften / Wirkungen
Metformin, der Wirkstoff von Glucophage, ist ein orales Antidiabetikum, welches zur Klasse der Biguanide gehört. Es senkt den erhöhten Blutzucker des Diabetikers ohne Stimulation der Insulinsekretion. Dies erklärt, warum bei alleiniger Verabreichung von Glucophage der Patient keiner Hypoglykämiegefahr ausgesetzt wird.

Der Wirkungsmechanismus von Metformin ist nicht ganz geklärt, es scheint aber, dass seine Wirkung in Gegenwart von Insulin auf einen vermehrten zellulären Glukoseverbrauch, eine Zunahme der Insulin-Rezeptoren-Anzahl, eine Hemmung der Gluconeogenese in der Leber sowie auf eine verminderte Glukoseresorption durch den Darm zurückzuführen ist.

Metformin regt die Insulinsekretion nicht an, sondern vermindert die beim übergewichtigen Diabetiker nach Glukosezufuhr überschiessende Insulinausschüttung; es trägt dazu bei, das erhöhte Körpergewicht des obesen Diabetespatienten zu verringern. Metformin senkt den Cholesterinspiegel und insbesondere die Triglyceride beim Menschen; zudem besitzt es fibrinolytische Eigenschaften.

Pharmakokinetik
Ungefähr 50% der oral verabreichten Dosis sind systemisch verfügbar, wobei die Biodisponibilität mit einer Zunahme der Dosis abnimmt. Das Verteilungsvolumen schwankt zwischen 63 und 276 l. Eine direkte Beziehung zwischen der plasmatischen Konzentration und der blutzuckersenkenden Wirkung wurde nicht ermittelt. Metformin ist nicht an Plasmaproteine gebunden und wird im Körper nicht metabolisiert.

Die Plasmahalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion liegt bei 1½-2 Stunden. Die Ausscheidung des resorbierten Metformins geschieht praktisch zu 100% renal und erfolgt mit einer Clearance von ungefähr 450 ml/Min. (entspricht 4-5× der Kreatinin-Clearance).


Die Wirkungsdauer von Metformin beträgt ca. 5-6 Stunden.

Es ist nicht genau bekannt, ob Metformin die Plazentaschranke passiert, geringe Mengen gelangen jedoch in die Muttermilch.

Kinetik in besonderen klinischen Situationen
Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist die Metformin-Clearance ungefähr gleich stark vermindert wie jene des Kreatinins und es besteht ein Akkumulationsrisiko. Bei älteren Diabetikern kann die plasmatische Halbwertszeit von Metformin verlängert sein und ein entsprechendes Akkumulationsrisiko mit sich bringen.

Indikationen / Anwendungsmöglichkeiten


Stabiler Typ II-Diabetes, vor allem bei Übergewichtigen (ohne Ketonurie), deren erhöhter Blutzucker sich durch eine Diät alleine nicht kontrollieren lässt.

In Kombination mit Sulfonylharnstoff-Präparaten, falls sich der erhöhte Blutzucker durch Metformin oder Sulfonylharnstoffe allein nicht kontrollieren lässt.

Als Ergänzung zur Insulintherapie bei insulinabhängigem Diabetes mellitus, insbesondere beim Vorliegen einer sekundären Insulinresistenz, wenn eine Einstellung mit Insulin allein zur unbefriedigenden Blutzuckereinstellung führt.

Schwere diabetische Stoffwechselentgleisungen (Präkoma, Koma, Ketoazidose) stellen auch für diese Kombination eine Kontraindikation dar (siehe «Kontraindikationen»).

Dosierung / Anwendung
Wie auch für andere orale Antidiabetika gibt es für Glucophage kein striktes Dosierungsschema. Die Dosis wird für jeden Patienten entsprechend seinen Bedürfnissen angepasst, indem Blut- und Urinzucker zu Beginn der Therapie regelmässig bestimmt werden.

Typ II-Diabetes: Die Behandlung sollte mit 0,5 g Metformin täglich (1 Tablette Glucophage mite) begonnen werden. In Abhängigkeit des Zustandes des Patienten kann dann die Dosis vom Arzt in Schritten von 0,5 g alle 5-7 Tage bis zu einem Gramm.

Bei einem Insulinbedarf von mehr als 40 Einheiten täglich ist es empfehlenswert, die Kombination unter stationären Bedingungen einzuleiten. Am ersten Tag wird die Insulindosis um 30-50% reduziert; die weitere schrittweise Verringerung des Insulins erfolgt nach Massgabe der Laborbefunde.

Spezielle Dosierungsanweisungen
Bei insulinpflichtigen Diabetikern kann Insulin durch Metformin nie vollständig ersetzt werden. Die Substitution durch Metformin ist in manchen Fällen jedoch unter der Voraussetzung möglich, dass der Pankreas noch funktionsfähig ist.

Durch Verwendung dieses Medikaments kann nicht auf kalorien- und zuckerarme Diät verzichtet werden.

Applikationsart
Glucophage mite und Glucophage forte sollen während oder unmittelbar nach den Mahlzeiten eingenommen werden, um gastrointestinale Beschwerden bei Behandlungsbeginn möglichst zu verhindern.

Anwendungseinschränkungen
Kontraindikationen

Erwiesene Überempfindlichkeit gegenüber Metformin, diabetisches Koma und Präkoma, schwere Ketoazidose, insulinabhängiger Diabetes beim Kind, schwere Leberinsuffizienz, Niereninsuffizienz (Kreatinämie > 110 µmol/l [> 1,24 mg/dl]), Harnstoff > 8,3 mmol/l (> 50 mg/dl), Herz-Kreislauf-Insuffizienz, Gewebshypoxie, Pankreasentzündung, erwiesener Mangel an Vitamin B 12 , Folsäure- oder Eisenmangel, schwere Infektionskrankheiten, Alkoholismus, Abmagerungskuren, Gewichtsverlust, generelle schlechte körperliche Verfassung, mangelnder Wille zur Zusammenarbeit, vor und einige Tage nach chirurgischen oder invasiven Eingriffen, vor allem uro- und angiographische Untersuchungen, fortgeschrittenes Alter, Schwangerschaft.

Vorsichtsmassnahmen

Warnung: Bei Patienten, die einen mehr oder weniger komplizierten Diabetes aufweisen, sind, bei Verabreichung von Metformin, einige seltene Fälle von Laktatazidose festgestellt worden. Eine Laktatazidose kann zu Beginn der Medikation, aber auch erst nach einigen Behandlungsjahren auftreten.

Die Akkumulation von Laktat kann eine Folge einer erhöhten Laktatproduktion (Hypoxie, starke körperliche Leistung) oder einer verminderten Metabolisierung von Laktat sein. Metformin kann, da es den Metabolismus von Laktat reduziert, eine Laktatazidose auslösen oder verschlimmern, vor allem wenn es in hohen Dosen verabreicht wird.

Da die Laktatazidose unter Umständen eine tödliche Deregulierung des Stoffwechsels darstellen kann, müssen prädisponierende und favorisierende Faktoren dieser Störung berücksichtigt werden und sollten Kontraindikationen strikt eingehalten werden. Die Patienten sind regelmässig zu untersuchen, um solche Faktoren möglichst rasch und sicher aufzudecken. Es sind dies:

- jegliche Beeinträchtigung der Nierenfunktion (systematische Kontrolle des Kreatinins ist unerlässlich,
eine erhöhte Kreatinämie verlangt Vorsicht; siehe auch «Kontraindikationen»);

Leberinsuffizienz;

Kreislaufkollaps, Herzinsuffizienz, akuter Myokardinfarkt wie auch andere Zustände, die von Hypoxämie begleitet sind;

gastrointestinale Beschwerden und andere Zustände, die zu einer Dehydratation unter Beeinträchtigung der Nierenfunktion führen können;

Fasten und Alkohol (siehe «Interaktionen»).

Unter erheblicher Beschränkung der Kohlenhydratzufuhr ist die Gluconeogenese für die Glucoseproduktion verantwortlich und deshalb bei Zufuhr von Metformin das Risiko einer Laktatazidose erhöht.

Die Verwendung von Röntgenkontrastmitteln i.v. bei Diabetikern kann ein akutes Nierenversagen zur Folge haben. Folglich ist es empfehlenswert, die Metforminbehandlung 48 Stunden vor Urographie- und Angiographieuntersuchungen abzusetzen und sie erst zwei Tage danach wieder aufzunehmen.

Krankheitsvorzeichen: Unwohlsein, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Hyperventilation, starke Bauchschmerzen, ausgeprägte Schwächezustände sowie Muskelkrämpfe. Der Patient muss diese Symptome und deren Bedeutung kennen. Falls eines oder mehrere dieser Symptome auftreten, soll der Patient die Medikation abbrechen und den Arzt benachrichtigen.

Beeinflussung der Aufmerksamkeit und des Reaktionsvermögens

Es sind keine derartigen Wirkungen bekannt. Fahrzeug



Methylenblau VITIS i.v
.

Methylenblau Vitis enthält in einer
5 % iger Glucose- Lösung
1% Methylenblau [DAB]

Dosierung:
initial 1 - 2 mg / kg Körpergewicht intravenös.
Bei therapeutischen Erfolg kann die Injektion nach 4 - 6 Stunden wiederholt oder ggf. eine entsprechende Dosis oral gegeben werden.

Überdosierung:
Durch eine Überdosierung kann eine hämolytische Anämie ausgelöst werden-

Besondere Warnung:
Die Injektion muss streng intravenös erfolgen.

Anwendungsgebiete:
- toxische Methämoglobinämie
- Methämoglobinämie bei Säuglingsdiarrhoe

Gegenanzeige:
Oral und intravenöse Gabe: keine bekannt

Die intraamniale und intrathekale Injektion von Methylenblau zu diagnostischen Zwecken ist mit hohen Risiken verbunden und nicht gerechtfertig.

Nebenwirkung:
Auch bei therapeutischen Dosen kann eine Hämolyse hervorgerufen oder verstärkt werden.

Besondere Vorsichtshinweise:
Die Anwendung von Methylenblau sollte nur bei lebensbedrohlichen Methämoglobinämie erfolgen. Wenn eine Reduktion des Hämoglobins nach intravenöser Gabe von Methylenblau nicht innerhalb von kurzer Zeit ( 30 - 60 Minuten ) eintritt, besteht der Verdacht auf eine genetisch ( z.B. Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase- Mangel ) oder toxisch ( z.B. Chlorat - Vergiftung ) bedingte Enzymschädigung mit einer unverzüglich andere thearpeutische Massnahmen wie Austauschtransfusion einzuleiten.

Methylenblau VITIS nicht in der Schwangerschaft anwenden.




Mivacron = Mivacurium
NDMR

Schnellinformation:
Wirkung 5 -13 Minuten

Dosierung:
0,08 mg kg KG
Beginn nach 45 Sekunden
Max. 3 - 5 Minuten
0,15 - 0,25 mg kg KG zur Intubation


Mivacurium ist ein nichtdepolarisierendes, kurz wirksames Muskelrelaxans, das durch eine kompetitive Hemmung am cholinergen Rezeptor der motorischen Endplatte wirkt.
Es wirkt etwa zweieinhalbmal länger als Succinylcholin, halb so lang wie Vecuronium und ein Drittel der Zeit von Atracurium.
Bei vergleichbarer Dosierung tritt der maximale Wirkeffekt bei Mivacurium, Atracurium und Vecuronium nach gleicher Zeit ein. Als Ersatz für Succinylcholin ist Mivacurium jedoch trotz des schnellen Wirkungseintritts nicht geeignet.
Succinylcholin wirkt immer noch deutlich schneller.

Dosierung:
- komplette Relaxierung:
0,15 bis 0,2 mg / kg / KG i.v.
Kinder 0,2 mg / kg / KG langsame
Injektion über 10 - 20 Sekunden

- Präkurarisierung bzw.
Unterhaltungsdosis:
0,01 bis 0,1 mg / kg / KG

- als Infusion:
3 bis 15µg / kg / KG / min.

Wirkungseintritt:
- Wirkungseintritt < 2 Minuten
- Maximaleffekt: nach 1 bis 3 Minuten
- Wirkdauer: 6 bis 15 Minuten

Metabolisierung:
Sofern eine ausreichende Plasmaaktivität vorhanden ist, erfolgt die relativ schnelle Metabolisierung durch Hydrolyse über die Plasmacholinesterase.
Die bei der Hydrolyse entstehenden Metaboliten haben keine eigenen Wirkung.

Elimination:
Hydrolyse durch die Plasmacholinesterase.

Antagonisierung:
Durch Cholinesteraseinhibitoren ( Neostigmin, Pyridostigmin, Edrophonium )

Vorteile:
- sehr rascher Wirkungseintritt

Nachteile:
- Die Wirkdauer ist dosisabhängig, jedoch nicht so ausgeprägt, wie bei Atracurium bzw. Vecuronium.
- Hohe Dosen von mehr als 0,2 mg / kg / KG können einen erhöhten Plasmahistaminspiegel,
Tachykardien und durch eine Erniedrigung des arteriellen Blutdrucks auch Hypotensionen auslösen.




Morphin = Morphium hydrochlorid
Analgetikum

Zusammensetzung:
1 Amphiole zu 1 ml enthält 10 bzw. 20 mg Morphinhydrochlorid

INDIKATIONEN:
- schwere Schmerzzustände
- Lungenödem

DOSIERUNG:
2,5 - 10 mg langsam i.v.
max. Einzeldosis: 30 mg
Wiederholung alle 4-6 Std.

WIRKUNGEN:
Opioid - Analgetikum mit Schmerzhemmung durch Wirkung auf das zentrale Nervensystem und
- euphorisierender Wirkung
- Tonuserhöhung der glatten Muskulatur
- Hustenreflexhemmung
- Steigerung der Schlafbereitschaft

NEBENWIRKUNGEN:
- Schwindel
- Kopfschmerz
- Atemdepression
- Übelkeit und Brechreiz
- Neigung zu zerebralen Krampfanfällen
- Spasmen der Gallengänge
- orthostatische Herz - und Kreislaufregulationsstörungen
- Bronchospasmen
- Blasenentleerungsstörungen
- Miosis

KONTRAINDIKATIONEN:
- Pankreatitis
- Atemdepression ohne Möglichkeit der künstlichen Beatmung
- spastische Schmerzzustände
- Asthma bronchiale ( Anfallsauslösung )
- kolikartigen Schmerzen

Hinweis ! Antidot ist Narcanti

Quelle: Verschiedene Autoren und Bücher, keine Garantie für die Angaben zur Dosierung
 

Rabenzahn

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Rectodelt®

Handelsform :
z.B. Rektalzäpfchen mit 5,10,30 oder 100mg Prednison
Handelsnamen :
Rectodelt, Decortin, Predison,

Indikation :
Asthma bronchiale, allergische Reaktionen, Pseudokrupp

Wirkungsweise :
Entzündungshemmend, Antihistaminisch,
HWZ 3-4 Std.

Dosierung :
5-20mg / kgKG

Nebenwirkungen :
im Notfall keine

Kontraindikationen :
Im Notfall keine


Ringer - Lactat = Infusionslösung
500 ml enthalten Na 3383 mg / L
K 157 mg / L
Ca 90 mg / L
CL 5519 mg / L

INDIKATIONEN:
- Basislösung
- Flüssigkeitsersatz bei ausgeglichenem Säure - Basen - Haushalt und leichter Azidose
- primärer Flüssigkeitsersatz in Notfallsituationen z.B. Erbrechen
- Durchfällen
- Verbrennungen
- VET

DOSIERUNG:
- Dauertropf max. 120 Tropfen / Min.
bzw. 360 ml / Stunde

WIRKUNGEN:
- Vollelektrolytlösung zum Ersatz von Wasser und Elektrolyten des Extrazellulärraums
- leichte Alkalisierung

NEBENWIRKUNGEN:
- Gefahr der Volumenüberbelastung
- Verlängerung der Blutungszeit
- Gefahr des Lungenödems

KONTRAINDIKATIONEN:
- dekompensierte Herzinsuffizienz
- Volumenüberladung
- Hypervolämie

Quelle: Verschiedene Autoren und Bücher, keine Garantie für die Angaben zur Dosierung
 

Rabenzahn

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Temgesic = Buprenorphin
Opiat

Zusammensetzung:
1 Amp. enthält 0,3 mg
1 Sublingualtablette enthält 0,2 mg Buprenorphin

Indikation:
- starke Schmerzzustände

Dosierung:
1 -2 Amp. 0,3 - 0,6 mg Buprenorphin i.v.

1 - 2 Tabletten sublingual

Repetition : nach 8 Stunden

Wirkung:
- Opioid - Analgetikum ( gemischter Agonist - Antagonist ) mit zentral schmerzhemmender und stark
sedierender Wirkung.
- morphinäquivalente Wirkstärke: 40

Nebenwirkungen:
- Atemdepression
- Übelkeit
- Miktionsbeschwerden
- Miosis

Kontraindikationen:
- Opiatabhängigkeit ( Auslösung von Entzugssymptomen )
- Krankheitszustände, bei denen eine Dämpfung des Atemzentrums vermieden werden muß
- erhöhter Hirndruck

Interaktionen:
- da antagonistische Eigenschaften Abschwächung der Wirkung von Opioid - Agonisten


Theophyllin

Handelsform :
z.B. Euphyllin 10ml/200mg Theophyllin

Handelsnamen :
Euphyllin®, Solosin®, Bronchoparat®

Indikation :
- Akute obstruktive Atemwegserkrankungen
- Cor pulmonale

Wirkungsweise :
Der genaue Wirkmechanismus von Theophyllin ist noch nicht vollständig geklärt.
Hauptsächlich kommt es aufgrund seiner guten bronchodilatierender Wirkung zum Einsatz.
Die Funktion des Flimmerepithels in der Bronchien wird angeregt, was zu einer besseren Reinigung der Atemwege führt.
Die Freisetzung der Mediatoren die eine Bronchokonstriktion herbeiführen wird gehemmt.
Am Myokard führt Theophyllin zu einer Steigerung der Frequenz und der Herzkraft (Steigerung des Herzzeitvolumens).
Durch eine Beeinflussung des Elektrolythaushalts kommt es zu einer diuretischen Wirkung.
Theophyllin wirkt zentral stimulierend auf das Atemzentrum.
Ebenfalls wird die Krampfschwelle herabgesetzt, was bei Epileptikern zur Auslösung eines Anfalls führt.

Wirkungseintritt: rasch, Wirkdauer 6-8 Std., HWZ: 8 Std.

Dosierung :
initial 0,5-1 Ampulle zu 200mg langsam i.v. ( 4-6mg/kgKG )
Zur Wirkungserhaltung Dauerinfusion mit 1 Ampulle in 500 ml isotoner Lösung,
ca. 25-50 Tropfen / min.

Nebenwirkungen :
- Übelkeit
- Erbrechen
- Tachykardie
- zentrale Erregung
- Tremor
- Blutdruckabfall
- Krampanfall

Kontraindikationen :
- Tachykardie
- Extrasystolie
- frischer Herzinfarkt
- Epilepsie,

Bemerkungen :
verliert in Glukoselösung seine Wirkung ,orale und endobronchiale Gabe möglich

Toluidinblau
Antidot

Zusammensetzung:
1 Amp. zu 10 ml enthält 400 mg Toluidinblau

Indikation:
Vergiftung mit Methämoglobinbildnern, z.B.
- Nitraten
- Nitriten
- aromatischen Aminen
- Überdosierung von 4-DMAP im Rahmen von Cyanidintoxikationen

Dosierung:
initial: 2 - 4 mg Toluidinblau / kg / KG streng i.v.
ggf. Repetition von 2 mg / kg / KG nach 30 Minuten

Wirkung:
- reduziert Methämoglobin zu Hämoglobin


Nebenwirkung:
- Zyanose der Haut .


Toxogonin = Obidoximchlorid
Antidot

Zusammensetzung:
1 Amp. zu 1 ml enthält 0,25 g Obidoximchlorid

Indikation:
- Vergiftungen mit Phosphorsäureester ( Insektizide wie E 605 forte )

Dosierung:
initial: frühestens 5 Minuten nach Atropingabe 1 Ampulle langsam i.v. ggf. i.m.
Kinder 4 - 5 mg/ kg / KG

Repetition nicht vor 2 Stunden nach der ersten Applikation
Toxogoningabe später als 24 Stunden nach der Giftaufnahme wirkungslos

Wirkung:
Reaktivierung der Cholinesterase

Nebenwirkung:
- Flush
- Kälteempfindung im Rachenraum

bei Überdosierung:
- Übelkeit
- Sehstörungen
- Tachykardie



Tracrium = Atracurium
NDMR

Schnellinformation:
Wirkung
20 - 30 Minuten

Dosierung:
0,4 - 0,5 mg kg KG zur Intubation
0,3 - 0,5 mg kg KG zur Relaxierung
0,1 - 0,2 mg kg KG Repititionsgabe

Atracurium ist ein nichtdepolarisierendes, kurz oder mittellang wirksames Muskelrelaxans,welches durch eine
kompetitive Hemmung am cholinergen Rezeptor der motorischen Endplatte wirkt. Im Vergleich zu Pancuronium hält die Relaxierung nur etwa ein Drittel der Zeit an.

Dosierung:
- komplette Relaxierung :
0,3 bis 0,6 mg / kg / KG

- Präkurarisierung / Unterhaltungsdosis
0,5 bis 1,5 mg / kg / KG

- als Infusion:
2 bis 15µg / kg / KG / min.

Wirkungseintritt:
- Wirkungseintritt < 3 Minuten
- Maximaleffekt ca. 3 bis 5 Minuten
- Wirkdauer 20 bis 35 Minuten

Metabolisierung:
Atracurium wird relativ rasch metabolisiert, wobei als Hauptmetabolit Laudanosin entsteht.
Laudanosin ist in der Lage, die Blut - Hirn - Schranke zu durchdringen.

Elimination:
Hofmann- Abbau, Hydrolyse durch unspezifische Esterasen,
Teilausscheidung über die Leber und die Nieren.

Antagonisierung:
Durch Cholinesteraseinhibitoren ( Neostigmin, Pyridostigmin und Edrophonium )

Vorteile:
Eine direkte Wirkung auf das Herz - Kreislauf - System ist nicht nachweisbar. Trotz Teilausscheidung über Leber und Niere, kommt es selbst bei einer Nieren - bzw. Leberinsuffizienz nicht zur Ausscheidungsverzögerung. Somit ist Atracurium hier problemlos einsetzbar. Auch nach repetitiven Dosen ist eine mögliche Kumulation vernachlässigbar gering.

Wirkungsverstärkung:
- Durch volatile Anästhetika ( + 30 % )
- Succinylcholin,
- Antibiotika der Aminoglykosidgruppe
- Magnesium
- Lithium
- Hypothermie
- Hypokaliämie
- und respiratorische Azidose.

Wirkungsverlängerung:
Durch Myasthenia gravis, bei inadäquater adrenokortikaler Funktion und durch eine deutliche Erhöhung der Dosis.



Tramal = Tramadol
Analgetikum

Zusammensetzung:
1 Amp. zu 1 ml enthält 50 mg Tramadolhydrochlorid

1 Amp. zu 2 ml enthält 100 mg Tramadolhydrochlorid

INDIKATIONEN:
- mittelstarke bis starke akute oder chronische Schmerzzustände

DOSIERUNG:
1 bis 1,5 mg / kg / KG langsam i.v.
1 - 2 Amp Tramal 50 langsam i.v.
Tageshöchstdosis: 400 mg

WIRKUNGEN:
Opioid - Analgetikum ( Partialagonist ) mit zentral schmerzhemmender und sedierender Wirkung.
- morphinäquivalente Wirkstärke: 0,2

NEBENWIRKUNGEN:
- Übelkeit und Erbrechen
- Schwindel
- Müdigkeit
- orthostatische Herz- Kreislauf - Regulationsstörungen
- Mundtrockenheit
- Sedierung
- Atemdepression
- Schwitzen

KONTRAINDIKATIONEN:
- Kreislauf - Ateminsuffizienz

Interaktionen:
- andere Opiate heben die Wirkung von Tramal auf

Hinweis! Antidot = Narcanti

Trapanal = Thiopental - Natrium
Barbiturat

Zusammensetzung:
1 Durchstechflasche zu 20 ml enthält
0,5 mg,
1 ml der zubereiteten Lösung enthält
25 mg
Thiopental - Natrium

INDIKATIONEN:
- Narkoseeinleitung
- Unterbrechung schwerer
cerebraler Krampfanfälle
- Hirndrucksenkung

DOSIERUNG:
5 - 7 mg / kg / KG

WIRKUNGEN:
- Hemmung am zentralen Nervensystem mit Bewusstseinsverlust
- Dämpfung zentralnervöser Funktionen und Minderung der cerebralen Durchblutung

NEBENWIRKUNGEN:
- allergische Hautreaktionen
- Übelkeit u. Erbrechen
- Husten u. Niesen
- Hypoventilation
- Atemdepression
- Apnoe
- Broncho - und Laryngospasmus
- Blutdruckabfall
- negativ inotrop
- venöses Pooling durch Vasodilatation
- Histaminausschüttung
- Induktion mikrosomaler Enzyme
bei häufiger oder längerfristiger Anwendung
- Nekrosen bei paravenöser Injektion

KONTRAINDIKATIONEN:
- schwere pulmonale Obstruktion
- Vergiftung mit Alkohol, Analgetika und Schlafmittel
- Schock
- Status asthmaticus
- Porphyrie
- manifeste Herzinsuffizienz

Pharmakokinetik: 3phasig
1. Phase:
- Die Wirkungs-Plasmahalbwertzeit wird durch Umverteilung in die Muskulatur bestimmt ( 15-30 Min.)
2. Phase:
- Umverteilung ins Fettgewebe in ca. 2 Stunden
3. Phase:
- Hepatische Metabolisierung zur Pentobarbital ( HWZ 15-40 h ) in 5 - 10 h, führt zu residuellen
Wirkungen über 24 h hinaus
 

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