News Kommentar: Pflege braucht Zuwanderung

Ich hab Jetzt hier nich alles gelesen, aber was mich kolossal annervt, sind abwerbversuche in ländern die oft selbst ein Gesundheitssystem haben indem händeringend die eigenen leute gebraucht werden.. - die klinik in der ich arbeite ist da vorne mit dabei.
Im gleichen atemzug gibt man bei uns Presseerklärungen raus und beschwert sich dass eine benachbarte klinik in stuttgart nun übertariflich bezahlt, betitelt dies als unlauteren Wettbewerb und fordert die sofortige einstellung einer übertariflichen bezahlung (die Begründung ist das beste: eine übertarifliche bezahlung sei eine pat. Gefährdung...).

Aber in andere länder fahren und dort leute für einen Hungerlohn anwerben stellt kein Problem dar.. was für ein abartiges und krankes system. Die leute Lockt man mit billigen versprechungen hier her und zahlt praktikantengehälter.
 
Aber in andere länder fahren und dort leute für einen Hungerlohn anwerben stellt kein Problem dar.. was für ein abartiges und krankes system. Die leute Lockt man mit billigen versprechungen hier her und zahlt praktikantengehälter.

Genau... und so ist das Problem "Pflegenotstand" mal wieder günstig vom Tisch.... aber stimmt,...übertarifliche Bezahlung ist ja Patientengefährdung...:wut:
 
Eigentlich konnte ich das kaum glauben, was @FLORA.BLEIBT da gerade geschrieben hat, aber:
es stimmt :wut: :wut: :wut:
Quelle 1
Quelle 2

Was für ein Trauerspiel. Dabei ist das doch genau DER Wettbewerb, den man angesichts eines Fachkräftemangels schon lange erwarten konnte. Jede andere Branche würde mit solchen Zulagen arbeiten, um Fachkräfte abzuwerben, nur in der Pflege herrscht Monopol-Machtmißbrauch durch Klinikverbünde/DKG uä...
 
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Klar stimmt das...

Die Begründung ist am besten. Die Pflegekräfte gehen dahin wo am besten gezahlt wird, d.h. im Umkehrschluss fehlen sie dann in einer anderen klinik. Im Worst case kann dann in dieser klinik die pat. Versorgung nicht mehr gewährleistet werden.

Das stellt dann aus sicht meiner Klinik eine pat. Gefährdung da und aus diesem grunde ist eine übertarifliche bezahlung abzulehnen.
Den Pflegekräften wird so ein schlechtes gewissen gemacht.
 
Nun ja. Es wurde immer gesagt, dass die Ökonomisierung der Gesundheitswirtschaft und zunehmende Privatisierung den Mitarbeitern nicht zu lasten kommt, sondern ihnen einiges gutes bringen würde. Denn der Markt wird das von alleine regeln.

Nun regelt der Markt... auch wieder falsch. Ich bin gespannt was aus den Zulagen wird, welche mein AG für die Intensivmitarbeiter verhandelt hat, nun durch die im TV-L geregelte Pflegezulage von 120€ wird? Das schöne an dynamischen Zulagen (vorallem an Hausinternen) ist ja, dass diese jederzeit korrigiert werden können.

Ich warte nun erst einmal alles gepflegt ab und werde mich mal, gerade in Bezug auf die übernahme der EGO vom TVöD mal genauer informieren. Sonst muss ich meinen Vorgesetzten auch mal einen Besuch abstatten.
 
Den Pflegekräften wird so ein schlechtes gewissen gemacht.
Tja und das absolut Traurige ist, es funktioniert auch in der heutigen Zeit in der ALLE Pflegekräfte so selbstbewusst und professionell sind
- leider IMMER NOCH :nurse::kloppen: :knockin:

Das ist doch nur Opium fürs Volk - Problemlösung durch Zuwanderung
Jeder der schon länger in der Pflege ist weiß:
Inder, Vietnamesen, Thailänder, Österreicher, Kollegen aus Exjugoslawien, Ungarn und Polen in letzter Zeit u.a. Spanier und Portugiesen
nichts davon hat in der letzten gut 30Jahren weder eine nennenswerte und schon gar keine längerfristige Lösung gebracht.

Eigentlich was das doch jeder und lehrt die Vergangenheit - aber scheinbar kann man die Bevölkerung damit immer noch gut einlullen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich finde die masche und Argumentationsweise dahinter einfach völlig daneben. Meine klinik ist vorreiter im abwerben ausländischer Kräfte... ist Nix anderes, aber hier die klappe aufmachen und mit dem Finger aufs Klinikum stuttgart zeigen.

Ich habe mich letzte Woche mal erkundigt was die Leasingfirmen so zahlen und mir ein Angebot eingeholt, das ist unfassbar. Ihr würdet mir nicht glauben was ich da verdienen würde, ich kann es selber noch nicht so richtig fassen... - macht euch mal schlau, es lohnt sich tatsächlich
 
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Vorstellen kann ich mir das schon. Habe auch schon ein paar angebote erhalten. Aber es ist natürlich auch Agenturabhängig. Vom monetären her würde es sich aufjedenfall lohnen. Aber in meinem Fall zählen da noch andere Faktoren. Ich habe es schon in einem anderen Thread geschrieben. Aufgeben würde ich meine derzeitige Anstellung nicht. Vor allem nicht um irgendwo dort eingesetzt zu werden wo es "brennt".

Aber @FLORA.BLEIBT mich würde schon interessieren was so einer Person, welcher diese Qualifikationen mitbringt, so angeboten wird. Evtl. PN ?
 
Eigentlich konnte ich das kaum glauben, was @FLORA.BLEIBT da gerade geschrieben hat, aber:
es stimmt :wut: :wut: :wut:
Quelle 1
Quelle 2

Was für ein Trauerspiel. Dabei ist das doch genau DER Wettbewerb, den man angesichts eines Fachkräftemangels schon lange erwarten konnte. Jede andere Branche würde mit solchen Zulagen arbeiten, um Fachkräfte abzuwerben, nur in der Pflege herrscht Monopol-Machtmißbrauch durch Klinikverbünde/DKG uä...
Da schau her! :twisted: Sonst kann´s ihnen nicht marktwirtschaftlich genug zu gehen, bloß kein "Sozialismus"... :cry:
Sonst muss ich meinen Vorgesetzten auch mal einen Besuch abstatten.
Russisch Inkasso oder wie? :sbaseballs::cool:
 

Es ist scheinbar gar nicht so einfach und dauert auch seine Zeit (ca. 2 Jahre)
 
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Wir hatten 3 solcher angeworbenen Kräfte, die alle nach ihren 2 Jahren Mindestvertragslaufzeit gekündigt haben, aufgrund der Arbeitsverhältnisse. Waren bzw. sind alle 3 nett, aber die Umsetzung des AG war natürlich völlig desillusioniert und hat weder für die neuen Mitarbeiter, noch für die alten Mitarbeiter funktioniert. Konsequenz daraus ist dass 3/4 dieser angeworbenen Kräfte nun wieder gekündigt haben oder bereits vorher schon wieder in ihr Land zurück sind (es gab glaube ca. 15-20 im Haus, davon 3 bei uns).
 
Wir haben doch alle mehr oder wenig häufig irgendwann und irgendwo als "die / der Neue" angefangen. Viele vergessen, wie unbeholfen man die ersten Tage ist und wie sehr man auf das Wohlwollen der neuen Kollegen angewiesen ist.
Wir alle haben darüber hinaus in der Regel aber keine Sprachschwierigkeiten oder Heimweh in einem fremden Land.

Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass in so einer Situation dann auch noch der Hausdrache in Form von Kollegen oder Vorgesetzten auf einen losgelassen wird und Kollegen einem auch noch Steine vor die Füße werfen und einen vor die Wand fahren lassen, ist diese Verzweiflung für mich fast greifbar.
Diese Leute könnten uns helfen, den Pflegenotstand abzumildern und wir sind zu blöd, diese zu integrieren und einzuarbeiten.
Zu blöd.... oder zu sehr schon am Limit, um noch die Energie aufzubringen, die diesen ausländischen Pflegekräften zustünde, um eine Integration gelingen zu lassen.

Ich hab es selbst erlebt, dass ein Team so sehr am Limit gearbeitet hat, dass weder Zeit noch Energie vorhanden war, mich vernünftig einzuarbeiten und mir Dinge zu erklären. Ich hatte / bekam keine Zeit, einen klaren Gedanken zu fassen, um Arbeitsabläufe zu überdenken oder zu hinterfragen und zu verstehen.
Ich bin genau 57 Arbeitstage geblieben und mitten im laufenden Betrieb hab ich meine Kündigung geschrieben, meine Sachen gepackt und bin wortlos gegangen.... es hat noch nichtmal einer bei mir angerufen und gefragt, warum....

So ein Arbeitsklima macht mich heute noch fassungslos, enttäuscht und... wütend...
Da braucht ein Team Hilfe.... Hilfe kommt und wird mit Füßen getreten..... zum Schämen.....
 
Aber wie soll man denn bei der Arbeitsdichte noch Integrationsarbeit stemmen? Von der Sprachbarriere ganz abgesehen. Es ist doch kaum Zeit Schülern etwas beizubringen. Diese Kollegen zählen spätestens ab der zweiten Woche voll im Stellenplan mit und brauchen eigentlich über Monate eine 1:1 Betreuung. Jedenfalls bis sie die Sprache ausreichend beherrschen.
 
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Die Anwerbung sieht dann so aus ...ganz ehrlich eine Aufwertung des Berufs und der Import von Kräften aus dem Ausland stehen in einem Zielkonflikt zueinander

Da wird dann nach passender Sklavenmentalität "selektiert"
 
Die Anwerbung sieht dann so aus ...ganz ehrlich eine Aufwertung des Berufs und der Import von Kräften aus dem Ausland stehen in einem Zielkonflikt zueinander

Da wird dann nach passender Sklavenmentalität "selektiert"
Hier gehts um Anwerbung von AZUBIS.

Achtung etwas Ironie dabei:
Anwerbung von Fachkräften - wenn man vielen threads hier Glauben schenkt, dann ist die Ausbildung im Ausland ja vieeeel besser als in Deutschland, da kommen ja dann nur an Hochschulen ausgebildete Fachkräfte - dann gehts auch in Deutschland endlich aufwärts.:nurse:
Die zeigen uns dann wie eigentlich Pflege geht.:freakjoint:
Also auf in die schöne neue Pflegewelt.