News Kommentar: Pflege braucht Zuwanderung

Gerade ältere Schwestern haben sich vorzeitig aus dem Beruf zurückgezogen.... ich bin in den letzten Wochen in diversen KH rumgekommen... man sieht nicht mehr viele altgediente Pflegekräfte... und mit denen geht auch Erfahrung und Wissen verloren..
Wieso sollte ich mich als Arbeitgeber für die Rückgewinnung dieser älteren Schwestern einsetzten durch Verbesserung der Bedingungen und der Vergütung wenn ich auf eine Reservearmee junger formbarer Kräfte aus dem Ausland zurückgreifen kann, denen im schlimmsten Falle bei Jobverlust die Ausweisung droht ?
Außerdem wage ich die Behauptung das der momentane Mangel zumindestens in der Krankenpflege noch durch Reaktivierung der stillen Reserve auszugleichen wäre wenn Berufsverbleibszeit und Vollzeitquote denen der Gesamtbeschäftigten entsprechen würde.

Und zu sagen das man nichtmehr genug junge Leute für die Ausbildung findet ist halt auch nur das Eingeständnis das man im vorneherein den Wettbewerb um Kräfte gegenüber anderen Branche aufgibt, man schafft es ja nichtmal attraktiv genug für die Masse an arbeitslosen Jugendlichen aus dem EU-Raum zu sein nein man geht nach Fernost und auf den Balkan in Länder wo bei unter 200 Euro Monatslohn selbst eine Stelle in der deutschen Pflege attraktiv erscheint.

"4,2 Millionen junge Menschen unter 25 Jahren waren im Oktober 2016 in der EU arbeitslos"
 
Zuletzt bearbeitet:
Und zu sagen das man nichtmehr genug junge Leute für die Ausbildung findet ist halt auch nur das Eingeständnis das man im vorneherein den Wettbewerb um Kräfte gegenüber anderen Branche aufgibt,

Das was ich schon lange sage. Aber die Pflege darf doch kein Wettbewerb sein. Man wird ja schließlich zum pflegen berufen, denn dies ist eine Berufung. Gewonnen wird man nicht. ;)

Man darf eben auch nicht vergessen, dass die Pflege eben nicht das Patent auf Nachwuchsprobleme und "zu wenig Personal" hat. Da gibt es auch noch einige andere.
 
Interessant ist die Forderung, dass Asylsuchende ein Bleiberecht bekommen, solange sie sich in der Pflegeausbildung befinden bzw in der Pflege arbeiten.
Positionen des DBfK:
Es sollte bundeseinheitlich geregelt werden, dass Asylbewerber/innen vor Abschiebung geschützt sind, solange sie sich in der Ausbildung zum/zur Gesundheits- und (Kinder)krankenpfleger/in befinden.
Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung und dem Nachweis eines Arbeitsplatzes sollten Asylbe- werber/innen auch bei abgelehntem Asylantrag ein Bleiberecht in Deutschland erhalten.

Was passiert, wenn sie sich irgendwann dafür entscheiden, einer anderen Tätigkeit nachzugehen?
Wird dann das Bleiberecht entzogen? Oder gilt das Bleiberecht doch unbegrenzt und ist dann gleichbeutend dafür, dass man nur einige Jahre in der Pflege gearbeitet haben muss, um in D bleiben zu können ? Wenn sich das "rumspricht"....
Und was ist mit den Familienangehörigen???
Sehr gute Fragen... drum schrieb ich das ja auch weiter oben: "Und ich halte es auch für moralisch höchst zweifelhaft, wenn einige Politiker Geflüchteten, die sich für die Pflege entscheiden, automatisch ein Aufenthaltsrecht einräumen wollen - was ist denn, wenn einer eben NICHT geeignet ist?? Der wird dann zurück in den Bürgerkrieg geschickt oder wie?"
Das sind eben Fragen, die geklärt gehören!
 
Und zu sagen das man nichtmehr genug junge Leute für die Ausbildung findet ist halt auch nur das Eingeständnis das man im vorneherein den Wettbewerb um Kräfte gegenüber anderen Branche aufgibt, man schafft es ja nichtmal attraktiv genug für die Masse an arbeitslosen Jugendlichen aus dem EU-Raum zu sein nein man geht nach Fernost und auf den Balkan in Länder wo bei unter 200 Euro Monatslohn selbst eine Stelle in der deutschen Pflege attraktiv erscheint.
Ganz genau. So attraktiv ist die Pflege in D für ausländische Pflegekräfte eben nicht, die machen lieber einen großen Bogen um unser Land und suchen sich Länder mit besseren Arbeitsbedingungen.
 
Ganz genau. So attraktiv ist die Pflege in D für ausländische Pflegekräfte eben nicht, die machen lieber einen großen Bogen um unser Land und suchen sich Länder mit besseren Arbeitsbedingungen.


Genau.

Allein wnn man das Schichtsystem in Zweischichten umändern würde, so wie es glaub ich in vielen europäischen Ländern ist würde man die Arbeitsbedingungen schon erleichtern, zudem glaub ich sogar weniger Personal benötigen.
 
Allein wnn man das Schichtsystem in Zweischichten umändern würde, so wie es glaub ich in vielen europäischen Ländern ist würde man die Arbeitsbedingungen schon erleichtern, zudem glaub ich sogar weniger Personal benötigen.
Mit einer solchen gravierenden Änderung der Arbeitsbedingungen würde man etliche Pflegekräfte die auf funktionierende Kinderbetreuung angewiesen sind wahrscheinlich aus dem Job treiben bzw. in die Teilzeit katapultieren, schliesslich fehlen in Deutschland schon jetzt massenhaft ErzieherInnen.
Wenn schon Veränderungen angestoßen werden, dann bitte zum Vorteil der Pflegekräfte, dh. Wahlfreiheit bzgl. Dienstzeiten/Dienstplanung/Urlaubsplanung usw..., statt einfach ein neues System etablieren ohne auf die Nebeneffekte zu achten.

Mit echten Verbesserungen der Arbeitsbedingungen könnte man zumindest die Abwanderung aus dem Beruf abschwächen, evtl. sogar die Teilzeitquote wieder verringern.
Dass bei der demografischen Entwicklung, die uns bevorsteht, Zuwanderung zusätzlich zu Verbesserungen der Arbeitsbedingungen gebraucht wird, steht wohl außer Frage. Beides muss parallel zueinander entwickelt werden und für beides sollte man sich nicht mehr allzuviel Zeit lassen.

@hyperion87 hat völlig recht: solange die Bedingungen in der Pflege in Deutschland so sind, dass es für junge europäische Arbeitslose nicht attraktiv ist, hier zu arbeiten, solange wird sich einfach nichts ändern, sondern alles nur schleichend immer schwieriger werden...

Gruß spflegerle
 
Es gibt aber vielleicht nicht genug, aber immerhin viele "inaktive", abtrünnige oder nur in geringem Umfang tätige Pflegekräfte.
Würde man die Arbeitsbedingungen schonmal verbessern, kämen wir der Lösung auchschon mal einen Schritt näher. Ich kenne aus meinem begrenzten Umfeld viele, die TZ arbeiten, weil sie unter den hiesigen Bedingungen nicht VZ arbeiten können oder wollen.
Ebenso gibt es viele, die aus den selben Gründen lieber im Sanitätshaus, in Arztpraxen oder in anderen Institutionen arbeiten.

Gerade ältere Schwestern haben sich vorzeitig aus dem Beruf zurückgezogen.... ich bin in den letzten Wochen in diversen KH rumgekommen... man sieht nicht mehr viele altgediente Pflegekräfte... und mit denen geht auch Erfahrung und Wissen verloren..
Volle Zustimmung - aber die Arbeitslast ändert sich nicht durch ein höheres Gehalt!

Es gibt keine schnellen Lösungen, dazu ist die Misere zu groß. Ausländische Pflegekräfte allein werden nicht ausreichen. Mehr Gehalt als (übrigens wenig nachhaltiger) Ansporn für junge Leute aber ebensowenig. Dazu haben wir nicht genug junge Menschen in die Welt gesetzt.
 
Allein wnn man das Schichtsystem in Zweischichten umändern würde, so wie es glaub ich in vielen europäischen Ländern ist würde man die Arbeitsbedingungen schon erleichtern, zudem glaub ich sogar weniger Personal benötigen.
Das sehe ich ein bißchen anders. Und nicht nur ich:
 
@Claudia: hast du Zugang zu den Originalstudien? Mich würde interessieren, was zB in der britischen Studie unter "(selbst gemeldeter) schlechter Pflegequalität" zu verstehen ist?
Falls mit diesem Begriff problematische Ereignisse gemeint sind, die während einer Schicht aufgetreten sind, dann wäre es ja nicht verwunderlich, dass in einer 12h-Schicht mehr Ereignisse detektiert werden können, als in einer 8h-Schicht. Ein Anstieg "(selbst gemeldeter)" Fälle einzelner Pflegekräfte würde also nichts über einen höheren Anteil solcher Fälle in einer Einrichtung mit 12h-Schichten gegenüber einer Einrichtung mit 8h-Schichten aussagen.

Auch die Schweizer Studie hat so ihre Schwächen, da der Anteil an Einrichtungen mit langen Schichten sehr klein ist ("15%"), bei ca 30 betrachteten Einrichtungen pro Land kann das dann einfach ein statistischer Ausreißer sein...

Und: dem gegenüber steht ja auch die Anmerkung "dass in diversen Ländern offenbar ein Trend zu längeren Schichten herrscht; ein Trend, der stark getragen wird durch entsprechende Wünsche des Personals.", also scheint ja auch ein gewisses Bedürfnis nach solchen Schichtmodellen zu bestehen.
Ein Nebeneinander verschiedener Modelle mit Wahlfreiheit des Einzelnen würde ich durchaus begrüßen. Ob das aber dienstplanerisch umsetzbar ist?

Die burnout-Problematik wäre auf jeden Fall Wert, genauer untersucht zu werden.

Gruß spflegerle
 
Zuletzt bearbeitet:
@spflegerle Für die Studie von Dellóra in medinside.ch einfach auf den Link auf der Seite klicken (im Kästchen oben). Ist ein Open Acces Artikel.

Ich überlege aber gerade wirklich inwiefern sich eine 12 Stunden Schicht in meinem Alltag auswirken würde. Auch wie diese ausgestaltet werden soll. Einfach von 12-12? Wieviel "frei" macht das eig. in der Woche mehr?

 
Also wenn ich die Studie (auf englisch) richtig verstanden habe, dann wurde nicht explizit nach 8h/12h-Schichtmodell gefragt, sondern lediglich gefragt, "Wie lange war ihre letzte Schicht". Dh. es kann nicht wirklich entschieden werden, ob ein höheres burnout mit einem 12h-Schichtmodell korelliert, sondern es wurde lediglich eine Korrelation mit längeren Schichten festgestellt. Wenn man davon ausgeht, dass solche längeren Schichten auch mit Überstunden assoziiert sind, und dadurch ein höheres burnout-Level erkannt werden will, dann sagt das nichts über das Schichtmodell aus, sondern zeigt evtl. nur, dass Überstunden mit höherer Belastung und dann auch mit häufigeren burnout-Zeichen verbunden sind.

Ich frage mich immer wieder, warum solche Studien schon im Ansatz solche Limitationen aufweisen müssen.

Gruß spflegerle
 
Allein wnn man das Schichtsystem in Zweischichten umändern würde, so wie es glaub ich in vielen europäischen Ländern ist würde man die Arbeitsbedingungen schon erleichtern, zudem glaub ich sogar weniger Personal benötigen.
Oh, das würde ich so pauschal nicht sagen - denn bei mir ist es so (ich hab ja 12 h-Schichten), daß ich viel seltener da bin als bei 8 h. Ich denke, für den AG ist das mehr oder weniger ein Nullsummenspiel, die Zeiten müssen so oder so abgedeckt werden. Für mich als AN ist es allerdings eine deutliche Verbesserung, da ich deutlich mehr frei habe.
Volle Zustimmung - aber die Arbeitslast ändert sich nicht durch ein höheres Gehalt!
Kurzfristig sicher nicht.
Aber langfristig könnte man durch diese und weitere Maßnahmen wieder Leute für die Pflege motivieren.
Ich geb Dir aber recht, die Misere ist derartig schlimm (jahrzehntelang hat man den Karren immer tiefer in den Dreck gefahren und nichts getan), da läßt sich das Problem leider nicht so schnell wieder beheben.
 
OK, die RN4Cast-Studie weist explizit auf ihre Limitationen hin (und bestätigt damit meinen Einwurf), man kann aber die Studienergebnisse wohl trotzdem auf diesen kurzen, einfachen Satz herunterbrechen:
All shifts longer than 8 h are associated with higher job dissatisfaction.
Das sollte man zumindest bedenken, bevor man sich an irgendwelche Änderungen der Schichtdauern macht.
Auf eine wichtige Limitation diesbezüglich wird ja auch hingewiesen: die Studie kann nicht unterscheiden zwischen freiwilliger und erzwungener längerer Schichtdauer.
...our study did not capture the mode of overtime (mandatory or voluntary; paid or unpaid)
Freiwilligkeit (wie bei @Martin H. ), gepaart mit angemessener Besetzung/Level an Belastung kann also durchaus ein mögliches Schichtkonzept sein. Einfach nur länger zu arbeiten bei gleichbleibend hoher Belastung wird aber wohl nur noch höhere Fluktuation/Abwanderung zur Folge haben...

(und auf das Problem der fehlenden ErzieherInnen in Deutschland habe ich ja weiter oben bereits hingewiesen)

Gruß spflegerle
 
Ich persönlich kann zu den 12- oder 8-Stunden Modellen nur sagen, dass das für mich keine Verbesserung oder gar ein Grund zurückzukehren wäre.
Wäre ich noch in der Pflege, wäre das aber auf jeden Fall ein Grund zu gehen.

Ich denke auch, dass 12 Stunden-Schichten auf einer normalen Station oder ZNA viel zu anstrengend sind. Im OP / Anästhesie nach 8 Stunden Regeldienst noch eine RB dranzuhängen oder wie bei Martin in der ambulanten Intensivpflege ist das sicher eine andere Nummer (damit will ich aber nicht sagen, dass ihr nichts "tun tätet"...;))

Anhand der ganzen Argumente, die hier ins Feld geführt werden und die für sich genommen ja auch alle stichhaltig sind, wird doch deutlich, wie schwerwiegend das Problem ist und wie nah die Karre doch schon an der Wand steht.

Es gibt nicht die eine Lösung, sondern es muss flächendeckend auf vielen verschiedenen Ebenen (finanziell, mehr Personal, gesichertes frei, verläßliche Dienstpläne) schnellstmöglich was passieren. Es ist nicht 5 vor 12, sondern 1 Minute vor 12....
 
Es würde mich auch interessieren, was die Mitarbeiter mit Kindern zu 12-Stunden-Schichten sagen oder sagen würden. Die Kinderbetreuung zu organisieren ist ja schon bei acht Stunden Arbeitszeit nicht einfach.

Es gibt nicht die eine Lösung, sondern es muss flächendeckend auf vielen verschiedenen Ebenen (finanziell, mehr Personal, gesichertes frei, verläßliche Dienstpläne) schnellstmöglich was passieren. Es ist nicht 5 vor 12, sondern 1 Minute vor 12....

Es wird keine schnellen Lösungen geben können. Dazu steckt die Karre schon zu tief im Dreck.

Verbesserungen sind dringend notwendig, aber es wird einige Zeit dauern, bis sie spürbar an der Basis ankommen.
 
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Es würde mich auch interessieren, was die Mitarbeiter mit Kindern zu 12-Stunden-Schichten sagen
Mein Nachwuchs ist aus dem Alter raus.
Da ich aber die Dienstpläne schreibe, kann ich dazu nur feststellen, das die MA mit Kindern eher zu 4 - 6 Stunden -Schichten tendieren.
12-Stunden ist die Versorgung der Kinder kaum zu organisieren (Mit Arbeitsweg kommt es ja zu 13-14 Stunden Abwesenheit von daheim)
Machen bei uns mit einer Ausnahme alle Mamas (Papa mit Kindern ist nur einer in der Abteilung)

Da ich im OP arbeite kenne ich (indirekt) 12-Stunden-Schichten (und oft auch mehr. Nennt sich offiziell Bereitschaftsdienst. Auch wenn durchgearbeitet wird)
Daher ist meine Meinung: bloß nicht !!!.
Wenn man in den 12 Stunden durcharbeitet ist man platt. 3-4 solcher Schichten nacheinander möchte ich nicht machen.

Kann aber in Deutschland auch nicht passieren: Das Arbeitszeitgesetz verhindert dies im stationären Bereich. Dort sind 10 Stunden die offizielle Obergrenze (Notfälle und Bereitschaftsdienste mal außen vor)

LG Einer
 
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Es würde mich auch interessieren, was die Mitarbeiter mit Kindern zu 12-Stunden-Schichten sagen oder sagen würden. Die Kinderbetreuung zu organisieren ist ja schon bei acht Stunden Arbeitszeit nicht einfach.



Es wird keine schnellen Lösungen geben können. Dazu steckt die Karre schon zu tief im Dreck.

Verbesserungen sind dringend notwendig, aber es wird einige Zeit dauern, bis sie spürbar an der Basis ankommen.


Hier in Österreich sind die 12h Dienste ja die Regel, Kurzdienste eher die Ausnahme. Gerade Eltern machen lieber die 12h Dienste (besonders die TZ) weil sie eben demenetsprechend weniger zum Dienst kommen müssen und auch sehr viel weniger Betreuungszeiten abdecken müssen. Die können sich die Kurzdienste garnicht vorstellen weils einfach zu viele Tage sind die sie dann abdecken müssen. Von dem her kann man es sowohl in der einen als auch in der anderen Richtung sehen. Was Mehrarbeit oder Überstunden betrifft kann ich nur sagen das fällt eigentlich sehr selten an, da muss schon ein Notfall kommen das man mal länger bleiben muss weil man mit seiner Arbeit nicht fertig wird. Auch wenn jemand krank wird muss nicht gleich der ganze Wochenplan umgeschmissen werden weils eben dann auch nur 1-2 Dienste sind die abgedeckt werden müssen.
Wenn ich mit freien Tagen zu Deutschland bei einem Monat Vollzeit vergleich. Habe ich rund 14 Diensttage und demensprechend viele freie Tage in Österreich (TZ dann natürlich noch mehr freie Tage).


Ich kann viele positive Dinge aufzählen die für die 12h sprechen. Natürlich gibts auch negative Seiten, keine Frage. Und auch eine radikale Umstellung bei ohnehin schon katastrophalem Personalmangel mag nicht zielführend zu sein. Aber wenn man auch nichts ausprobiert und das Alte einfach mal loslässt und vorneherein sich nur die negativen Seiten rauspickt wird das auch nichts.
 
Ich denke auch, dass 12 Stunden-Schichten auf einer normalen Station oder ZNA viel zu anstrengend sind. Im OP / Anästhesie nach 8 Stunden Regeldienst noch eine RB dranzuhängen oder wie bei Martin in der ambulanten Intensivpflege ist das sicher eine andere Nummer (damit will ich aber nicht sagen, dass ihr nichts "tun tätet"...;))
Nein, nein, kein Problem.... :wink1: Es stimmt ja, 8 Stunden in der Klinik waren anstrengender als 12 Stunden in der ambulanten Intensiv!
Denn wir haben hier ja auch immer mal wieder zwischendurch etwas Leerlauf, den hat man in der Klinik so gut wie kaum.
Andererseits las ich kürzlich irgendwo (weiß leider nimmer wo), daß es in Schweden einen Modellversuch mit 6-Stunden-Schichten gäbe... also das wäre für MICH ein Grund, aus der Pflege auszusteigen! :down: Da ist man ja nur noch in der Arbeit!
 
Nein, nein, kein Problem.... :wink1: Es stimmt ja, 8 Stunden in der Klinik waren anstrengender als 12 Stunden in der ambulanten Intensiv!
Denn wir haben hier ja auch immer mal wieder zwischendurch etwas Leerlauf, den hat man in der Klinik so gut wie kaum.
Andererseits las ich kürzlich irgendwo (weiß leider nimmer wo), daß es in Schweden einen Modellversuch mit 6-Stunden-Schichten gäbe... also das wäre für MICH ein Grund, aus der Pflege auszusteigen! :down: Da ist man ja nur noch in der Arbeit!


Also ich habe nun in mehreren Abteilungen hier in Österreich in der Klinik gearbeitet, unter anderem auch Intensiv kurzzeitig und ich kann sagen es geht in allen Bereichen sehr viel weniger hektisch zu und hatte überall immer mal mehr oder weniger Leerlauf als in Deutschland. Allein die "tausend" Übergaben die man in Deutschland hat fressen ja schon die Zeit auf. Vieles ist "selbstgemachter" Zeitverlust. Keine Frage bin ich platt nach einem 12h Dienst, aber ich kann mich sehr viel besser erholen als wenn ich täglich 6-8 Dienste mache (mit gefühlt jeweils 1-2 Überstunden) und täglich diese Hektik habe. 6 Stundenschicht wäre auch mein Ausstieg aus der Pflege.
 
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Modellversuch mit 6-Stunden-Schichten gäbe... also das wäre für MICH ein Grund, aus der Pflege auszusteigen! :down: Da ist man ja nur noch in der Arbeit

Wurde aber in Schweden nicht generell eine Reduzierung der allgemeinen Arbeitszeit angestrebt?