News Kommentar: Pflege braucht Zuwanderung

Redaktion

Redaktionsteam
Teammitglied
Registriert
26.03.2015
Beiträge
4.417
Ort
Frankfurt/Hannover
Personalmangel im Gesundheitswesen – Experten wissen es schon längst: Trotz aller Rationalisierungsreserven durch Erhöhung der Frauenerwerbsquote, Rückgewinnung von Berufsaussteigern, klugem Einsatz von IT und sonstiger Technik wird es ohne Zuwanderung nicht gehen.

Weiterlesen...
 
Naja, ganz ehrlich... wir brauchen eine deutliche Entbürokratisierung der Arbeitsabläufe, bessere Zuordnung und Aufteilung der Arbeitsabläufe, deutlich bessere Bezahlung und garantiertes Frei durch Flexpool ... damit wäre auch schon viel geholfen...

Bis zugewanderte Pflegekräfte sowohl in sprachlicher als auch fachlicher Hinsicht soweit sind, dass sie eine Entlastung darstellen, ist der Pflege-Super-GAU schon da
 
Ich habe direkte Kolleginnen und Kollegen aus mindestens acht verschiedenen Ländern und empfinde diese als immense Entlastung. Fachlich stehen sie uns - da in ihrer Heimat bereits ausgebildet - in nichts nach; im Fachgebiet selbst mit medizinischen Geräten, bestimmten Verbandstechniken usw. müssen sie selbstverständlich noch eingearbeitet werden - genauso wie ich, die zwar kürzlich nicht das Land, aber Klinik und Fachgebiet gewechselt hat.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache - offene Stellen in sechsstelliger Höhe, fast die Hälfte der Pflegenden bereits über 50 Jahre alt. Wir können das unmöglich durch die Zahl der Schulabgänger decken. Es kann nicht ohne Pflegekräfte aus anderen Ländern funktionieren.
 
Ich habe direkte Kolleginnen und Kollegen aus mindestens acht verschiedenen Ländern und empfinde diese als immense Entlastung. Fachlich stehen sie uns - da in ihrer Heimat bereits ausgebildet - in nichts nach
Das kursiv markierte ist das Entscheidende... hier will man aber auf Biegen und Brechen irgendwelche Leute, z. B. Flüchtlinge, die komplett ohne Schulabschluss oder irgendwas sind, in die Pflege „pressen“. Siehe aktuell Hessen, wo man nicht mal mehr einen Hauptschulabschluss für die Altenpflegehelferausbildung benötigt, sondern diesen mit der Ausbildung erwirbt... :schraube:
Und das ist ein himmelweiter Unterschied.
 
  • Like
Reaktionen: NN
hier will man aber auf Biegen und Brechen irgendwelche Leute, z. B. Flüchtlinge, die komplett ohne Schulabschluss oder irgendwas sind, in die Pflege „pressen“. Siehe aktuell Hessen, wo man nicht mal mehr einen Hauptschulabschluss für die Altenpflegehelferausbildung benötigt, sondern diesen mit der Ausbildung erwirbt... :schraube:
Gegen das "irgendwelche Leute in die Pflege pressen" bin ich auch ganz entschieden. Dagegen hatte ich bereits eine ehemals Flüchtige aus Afghanistan als Schülerin auf Station. Sie war guter Durchschnitt im Vergleich mit anderen, und - meiner persönlichen Meinung nach - war der deutsche Hauptschulabschluss, die KPH- und anschließend die GuKP-Ausbildung eine Spitzenleistung von ihr, wenn man bedenkt, dass sie in ihrer Heimat gerade mal zwei Jahre lang die Schule besuchen durfte.

Wir haben nicht für genügend Nachwuchs im eigenen Land gesorgt, und wir können unseren Jugendliche die freie Berufswahl nicht mehr wegnehmen. Und wir haben zwar jetzt weniger, aber immer noch etliche Menschen, bei denen die Zustände in ihrer Heimat die Flucht als einzigen Ausweg lassen. Wenn sich darunter geeignete Menschen für die Pflege finden lassen (und ich bin sicher, da gibt's welche, so elitär sind wir nicht) - warum sollen wir ihnen nicht die Ausbildung, gern in Kombination mit Sprachkurs oder Schulabschluss, ermöglichen? Muss man halt mit den entsprechenden allgemeinbildenden Fächern kombinieren. Aufwändig, aber sicher nicht unmöglich.
 
Wenn sich darunter geeignete Menschen für die Pflege finden lassen (und ich bin sicher, da gibt's welche

Und genau das ist der der Knackpunkt... die Eignung der potentiellen Pflegekräfte... es wird sicher geeignete geben... nur wie findet man die ? Über probieren???Über Eignungstests?
Die holt man nach D, um dann festzustellen, sie sind nicht geeignet... und dann ? Wieder ab in die Heimat? und dann die nächsten 100 ausprobieren??

@Claudia: bei euch mag das mit der Einarbeitung und Anleitung noch funktionieren... wenn ich deine Beiträge lese - auch zu anderen Themen, dann hast du vielleicht einen guten Arbeitgeber..... auch die mag es ja noch geben.... auch Opjutti berichtet ja immer wieder von ihren traumhaften Bedingungen.... die haben auch wenig Not mit Personalengpässen...

Aber wie sieht es denn in den 08/15 KH aus, von denen hier immer wieder desaströses und katastrophales berichtet wird? Ich denke hier an Schilderungen, wo deutsche GuK-Schüler schon verzweifeln, mangelnde Anleitung, Personalnot, keine Zeit für Erklärungen oder Einarbeitung, Schüler werden voll im Stellenplan mitgezählt, verrichten Arbeiten, die nicht ihrem Ausbildungsstand entsprechen, KPHs, die die gleichen Aufgaben wie eine GuK machen uvm... und da will man ausländische Menschen in die Pflege einarbeiten??? - Gute Nacht Marie....
 
Kurzer Nachtrag zu desaströsen Bedingungen:

Erst kürzlich hat sich eine Schülerin, am Ende des zweiten Lehrjahres, auf Facebook darüber berichtet wie sie alleine Nachtdienst machen sollte (und gemacht hat).

Zu der Eignung der Pflegekräfte aus dem Ausland:

Ja, dass ist die Frage, wie man diese findet. Es steht und fällt mit der Sprachbarriere. Das kann ich aus eigener Erfahrung berichten. Und auch die Biografie ist mit zu berücksichtigen. Wir haben auch eine "FSJ-lerin" welche ein Examen besitzt. Problem nur: Sie hat vorher in einer Psychiatrie gearbeitet. Nun ist sie wahrscheinlich das erste mal seit langem wieder mit einer Leiste von Perfusoren, Infusomaten, Monitoren etc. Beschäftigt. Die Überforderung ist bei vorhandener Sprachbarriere vorprogrammiert.
 
  • Like
Reaktionen: Martin H. und NN
Und genau das ist der der Knackpunkt... die Eignung der potentiellen Pflegekräfte... es wird sicher geeignete geben... nur wie findet man die ? Über probieren???Über Eignungstests?
Die holt man nach D, um dann festzustellen, sie sind nicht geeignet... und dann ? Wieder ab in die Heimat? und dann die nächsten 100 ausprobieren??
Was ich als großes Problem ansehe:

Man wirbt ja nicht nur gezielt geeignete Leute aus dem Ausland an, wie dies andere Länder (klassische "Einwanderungsländer") schon seit Jahrzehnten tun. Sondern wir haben nun mal auch eine große Zahl an Flüchtlingen (bitte nicht falsch verstehen - dagegen habe ich nichts).
Nun glaubt man (die Politik) aber, man sei schlau, und versucht, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen:
  • Wie bringt man die Geflüchteten vernünftig unter, so daß sie ins Berufsleben integriert werden?
  • Wir haben doch einen großen Personalmangel (Pflegenotstand) in Deutschland, woher die Leute nehmen?
Jetzt ist man auf die "schlaue" Idee gekommen, doch einfach die Flüchtlinge in der Pflege unterzubringen.
Dagegen habe ich auch erst mal nix (siehe das Beispiel von Claudia mit der Afghanin), WENN die Leute geeignet sind. D. h., sie müssen erst mal die nötigen Eigenschaften mitbringen, um in der Pflege tätig zu werden (Intelligenz, Empathie, hohe Belastbarkeit sowohl psychisch als auch physisch etc. ...). Sprache und Fachwissen können bzw. müssen dann noch zusätzlich erworben werden (und wie Malu schon schrieb - heutzutage ist ja kaum noch Zeit, Schüler mit guten Deutschkenntnissen ordentlich anzuleiten!).
Wenn ich aber nun sehe, daß man versucht, JEDEN der Geflüchteten in die Pflege zu pressen, dann sind wir wieder ganz schnell bei "pflegen kann jeder"! :angryfire:
Und ich halte es auch für moralisch höchst zweifelhaft, wenn einige Politiker Geflüchteten, die sich für die Pflege entscheiden, automatisch ein Aufenthaltsrecht einräumen wollen - was ist denn, wenn einer eben NICHT geeignet ist?? Der wird dann zurück in den Bürgerkrieg geschickt oder wie? :mad:
 
Und genau das ist der der Knackpunkt... die Eignung der potentiellen Pflegekräfte... es wird sicher geeignete geben... nur wie findet man die ? Über probieren???Über Eignungstests?
Wie findet man geeignete Kandidaten unter den Schulabgängern hier in Deutschland? :-?
 
Wie findet man geeignete Kandidaten unter den Schulabgängern hier in Deutschland? :-?
Naja, unter deutschen Bewerber/innen mit adäquaten Sprachkenntnissen geeignete Leute zu finden, wird ja praktiziert.Ungeeignete Deutsche suchen sich dann halt eine andere Stelle.
Anders sieht es aber doch aus, wenn man Menschen aus dem Ausland zu uns holt mit dem Ziel, sie in der Pflege unterzubringen. Eignungstests und Vorstellungsgespräche auf indisch, arabisch, türkisch, Suaheli??? Oder erstmal Sprachunterricht bis auf B1-Niveau??? und was ist, wenn sich diese trotz allem dann als ungeeignet herausstellen.... was dann? Wieder ab in die Heimat?
Wer zahlt das ganze - also Sprachunterricht und Flug und Unterbringung ? Sollte man dieses Geld nicht besser direkt an die jetzt in der Pflege tätigen "verteilen" durch Anhebung der Gehälter??

Und unter denen, die hierher geflüchtet sind, sind vielleicht ein paar, die geeignet sind, aber die Vorstellung, mit diesen unseren Pflegenotstand zu beheben, ist ja wohl utopisch....
 
  • Like
Reaktionen: Gelöschter User 2798
Und unter denen, die hierher geflüchtet sind, sind vielleicht ein paar, die geeignet sind, aber die Vorstellung, mit diesen unseren Pflegenotstand zu beheben, ist ja wohl utopisch....

Denke ich genauso. Man könnte fast der Meinung sein das die Flüchtlingswelle der Politik gerade Recht kommt. Bloss nicht den Beruf aufwerten mit höherem Gehalt und besseren Arbeitsbedingungen. Da sind schon Trottel die sich freuen hier arbeiten zu dürfen und gleichzeitig haben wir was tolles gemacht.
Zum Glück gibt es ja auch genügend Berichte das Flüchtlinge oder gerade die Zuwanderer die des Arbeitens wegen nach Deutschland kommen und merken das es doch nicht so toll ist und wieder in ihre Heimat abdampfen. Um auch diese Zuwanderer auch dauerhaft zu halten muss mehr geschehen!
 
Ehrlich gesagt verstehe ich die Diskussion nicht. Ich erlebe immer wieder Flüchtlinge in der Pflegeassistenten Ausbildung (hier in Niedersachsen zweijährig), die sich sehr gut entwickeln: sprachlich, fachlich, charakterlich.
Das kann man doch nicht an der Nationalität festmachen.

Fakt ist: die Anzahl der Pflegebedürftigen in Deutschland wird stark ansteigen.
Mit Gehaltserhöhungen und „sicherem Frei“ wird die Problematik nicht steuerbar sein, wenn nicht eine Pflegekraft noch mehr Pflegebedürftige versorgen will.

Oder anders herum gefragt: Wie soll der ideale Azubi denn sein? Sind wir selbst so ideal? Jeden Tag?
Müssen sie das von Anfang an sein, oder entwickelt sich das?
 
Nein an der Nationalität kann und darf man es nicht festmachen. Mich stört es auch nicht wenn man die Flüchtlinge gut damit integriegen kann. Ich stelle dann aber mal die These auf das wir noch sehr viel mehr Flüchtlinge dafür brauchen werden, schließlich kann man auch nicht erwarten das von den bisher 1 Millionen Geflüchteten auch alle im Pflegeberuf arbeiten wollen.

Es ist immer das Zusammenspiel von vielen Faktoren. Natürlich wird allein Gehaltserhöhung und bessere Bedingungen automatisch den Personalmangel nicht beheben. Aber wenn ich dadurch den Beruf (mit vielen anderen Faktoren) nicht aufwerte werde ich sowohl innerhalb Deutschlands noch die Zuwanderer/Flüchtlinge lange im Beruf halten können.

Daher verstehe ich letztlich ja auch nicht das die Politik da so sehr auf Zuwanderer hofft. Solange man den Beruf nicht (mit vielen Faktoren) aufwertet ist es egal ob Deutscher oder Zuwanderer der die Pflege durchführt.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • Like
Reaktionen: NN
Sollte man dieses Geld nicht besser direkt an die jetzt in der Pflege tätigen "verteilen" durch Anhebung der Gehälter??
Keine von uns hat durch Maßnahmen für ausländische Pflegekräfte auch nur einen einzigen Cent weniger Gehalt bekommen als von den Tarifpartnern ausgehandelt wurde.

Mehr Gehalt für die jetzt in der Pflege Tätigen schafft nicht eine einzige Kraft mehr auf Station.

Arbeitslose Pflegekräfte gibt es so gut wie nicht.

Wenn keiner das Klonen von erwachsenen Menschen erfindet, können wir nicht auf die Zuwanderer verzichten. Nicht nur in der Pflege. Es kann anders nicht funktionieren.
 
  • Like
Reaktionen: Maniac
Nein an der Nationalität kann und darf man es nicht festmachen. Mich stört es auch nicht wenn man die Flüchtlinge gut damit integriegen kann. Ich stelle dann aber mal die These auf das wir noch sehr viel mehr Flüchtlinge dafür brauchen werden, schließlich kann man auch nicht erwarten das von den bisher 1 Millionen Geflüchteten auch alle im Pflegeberuf arbeiten wollen.

Es ist immer das Zusammenspiel von vielen Faktoren. Natürlich wird allein Gehaltserhöhung und bessere Bedingungen automatisch den Personalmangel nicht beheben. Aber wenn ich dadurch den Beruf (mit vielen anderen Faktoren) nicht aufwerte werde ich sowohl innerhalb Deutschlands noch die Zuwanderer/Flüchtlinge lange im Beruf halten können.

Daher verstehe ich letztlich ja auch nicht das die Politik da so sehr auf Zuwanderer hofft. Solange man den Beruf nicht (mit vielen Faktoren) aufwertet ist es egal ob Deutscher oder Zuwanderer der die Pflege durchführt.

Ja genau... :up:
Ich will hier noch mal deutlich klar stellen: Ich bin ganz und gar nicht gegen ausländische Pflegekräfte... ganz im Gegenteil, sie bereichern unser Land und sicher auch mit ihrem Wissen unseren Beruf.
Aber sie sind auf keinen Fall das Patentrezept für unser Problem des Pflegenotstandes. Sie sind vielleicht ein Teil der Lösung, genau wie die Anhebung der Gehälter nur ein Teil der Lösung sein können.
Es gibt nicht nur den einen Weg aus dieser Misere, die Lösung besteht aus vielen Facetten.
Aber von der Politik wird der Weg, ausländische Pflegekräfte zu integrieren, als das Ei des Kolumbus dargestellt.

Im übrigen sehe ich es wie @Sachertorte. Auch ausländische Pflegekräfte sind nicht blöd und durchschauen irgendwann die Arbeitsbedingungen. Gehaltssteigerungen würden sicher dazu beitragen, diese auch langfristig im Beruf zu halten und auch deutsche TZ-Kräfte oder Berufsabtrünnige (so wie mich :wink1: ) in den Beruf zurückzuholen.
 
Jeder der ignoriert das die jetzt fast 70 jährige Geschichte des Imports von ausländischen Kräften in die Pflege mit dem niedrigen Sozialprestige und dem Wunsch die Löhnen gering zu halten zu tun hat ist reichlich naiv.

Aber ich gebe mir keine Mühe mehr hier jemanden zu überzeugen.
 
Fakt ist: die Anzahl der Pflegebedürftigen in Deutschland wird stark ansteigen.
Mit Gehaltserhöhungen und „sicherem Frei“ wird die Problematik nicht steuerbar sein, wenn nicht eine Pflegekraft noch mehr Pflegebedürftige versorgen will.
Mehr Gehalt für die jetzt in der Pflege Tätigen schafft nicht eine einzige Kraft mehr auf Station.
Doch.
Denn wenn endlich einmal vernünftige Verhältnisse in der Profession Pflege etabliert würden (und dazu gehören angemessene Bezahlung (nein, ich laß mich jetzt nicht wieder auf die Diskussion ein, was "angemessen" sei...), vernünftig planbares Privatleben durch vernünftige Dienstpläne, mehr Selbstbestimmung, Weiterentwicklung der Profession Pflege etc. pp.), dann würden sich evtl. auch etwas mehr junge Leute dazu entscheiden, eine pflegerische Ausbildung zu machen.
Die sind aber auch nicht ganz blöd; kürzlich war erst wieder eine Meldung, daß kaum ein junger Mensch die Altenpflegeausbildung in Betracht zieht. Bei der Krankenpflege sieht´s nicht viel besser aus.
So aber zieht es die jungen Leute in ganz andere Berufe, das ist nun mal Fakt.
Natürlich halte ich es auch für notwendig, ausländische Pflegekräfte zu rekrutieren - aber das ist nur ein ganz kleiner Teil der Lösung. Das löst unser Grundproblem nicht, nicht mal im Ansatz.

Siehe dazu auch die Position des DBfK:
Ausführlich:
 
Zuletzt bearbeitet:
Interessant ist die Forderung, dass Asylsuchende ein Bleiberecht bekommen, solange sie sich in der Pflegeausbildung befinden bzw in der Pflege arbeiten.
Positionen des DBfK:
Es sollte bundeseinheitlich geregelt werden, dass Asylbewerber/innen vor Abschiebung geschützt sind, solange sie sich in der Ausbildung zum/zur Gesundheits- und (Kinder)krankenpfleger/in befinden.
Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung und dem Nachweis eines Arbeitsplatzes sollten Asylbe- werber/innen auch bei abgelehntem Asylantrag ein Bleiberecht in Deutschland erhalten.

Was passiert, wenn sie sich irgendwann dafür entscheiden, einer anderen Tätigkeit nachzugehen?
Wird dann das Bleiberecht entzogen? Oder gilt das Bleiberecht doch unbegrenzt und ist dann gleichbeutend dafür, dass man nur einige Jahre in der Pflege gearbeitet haben muss, um in Deutschland bleiben zu können ? Wenn sich das "rumspricht"....
Und was ist mit den Familienangehörigen???
 
Arbeitslose Pflegekräfte gibt es so gut wie nicht.

Es gibt aber vielleicht nicht genug, aber immerhin viele "inaktive", abtrünnige oder nur in geringem Umfang tätige Pflegekräfte.
Würde man die Arbeitsbedingungen schonmal verbessern, kämen wir der Lösung auchschon mal einen Schritt näher. Ich kenne aus meinem begrenzten Umfeld viele, die TZ arbeiten, weil sie unter den hiesigen Bedingungen nicht VZ arbeiten können oder wollen.
Ebenso gibt es viele, die aus den selben Gründen lieber im Sanitätshaus, in Arztpraxen oder in anderen Institutionen arbeiten.

Gerade ältere Schwestern haben sich vorzeitig aus dem Beruf zurückgezogen.... ich bin in den letzten Wochen in diversen KH rumgekommen... man sieht nicht mehr viele altgediente Pflegekräfte... und mit denen geht auch Erfahrung und Wissen verloren..