Heimtiere

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Hülsi

Gast
Hallo Leute,
Wir wollen für unsere Bewohner ( und für uns ) demnächst zwei Katzen ins Haus holen !
Wenn alle (Mitarbeiter, Heimbeirat ,Träger) damit einverstanden sind, kann es realisiert werden.
Die Idee kam von unserer PDL : selbst Katzenmama, hat sie zufällig mal die Katzenfotos einer Mitarbeiterin gesehen, man kam ins Gespräch und mit der Zeit stellte sich heraus, das ein grosser Teil der Mitarbeiter ebenfalls mindestens eine Katze oder ein anderes Haustier hat ( mittlerweile ist das Fenster zu ihrem Büro mit Mitarbeiterhaustierphotos gepflastert) und sie die Sache mit den offiziellen (Hygiene,Heimaufsicht...) abgeklärt hatte wurden wir bei der letzten teambesprechung informiert.

Wer hat Erfahrungen und Berichte von Tieren im Heim und Krankenhaus ??
Als her damit !!
Hülsi
 

carmen

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Moin Hülsi,

diese Idee finde ich super :daumen:

Habe vor ein paar Monaten mal eine ehemalige Pat. von uns im AH besucht.
Sowas mache ich eigentlich nicht, Lontakt mit ehem. Pat. außerhalb der Stat. aufzunehmen. Aber diese sehr nette, alte Dame, hatte gar Niemanden mehr an Angehörigen und furchtbar Angst, in's AH gehen zu müssen.
Jedenfalls hatte dieses AH auch 2 Katzen.
Es waren die Sonnenscheine der Bew.

Es ist ja allegmein bekannt, dass Katzen beim Menschen wahre Wunder vollbringen können, was Trost und Zuwendung betrifft.
Auch ist es toll, dass Katzen Charaktertiere sind, weil sie ihr völlig eigenes Dasein führen und nicht wie ein Hund sind, den man auf Alles abrichten kann.

Carmen
 

Sabse

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Hallo Hülsi!

Bei mir in der Ortschaft im Altenheim hatte eine Bewohnerin einen Hund, die
dann auch noch Junge bekam. Die jungen Hunde haben dann das Pflegepersonal bekommen. Die Altenpflegerinen haben auch sehr oft die Hunde mit ins Altenheim mitgenommen, selbst die PDL hatte ihren Hund oft dabei. Den Bewohnern hat es sehr gut gefallen und sich um die Hunde gekümmert. Ich kann nur sagen, dass es dort sehr gut geklappt hat. Jedoch glaube ich dass es mit Katzen viel besser sein wird.
Ich wünsche auf jeden Fall noch viel Spaß mit dan Katzen

Gruß Sabse
 

Ute

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Zur Zeit in der Elternzeit
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Hallo Hülsi,

das Pflegeheim in dem meine Schwiegeroma gelebt hat, hatte Wellensittiche, ich fand es sehr gut und die BW hatten eine kleine Abwechslung. Ich weiß nicht ob sie in die Pflege miteinbezogen wurden könnte es mir aber gur vorstellen!

ich habe mal bei google geschaut... schau mal hier, vielleicht bekommst Du dort mehr Infos?

http://www.mensch-heimtier.de/KDABroschuere.pdf

LG
ute
 
H

Hülsi

Gast
Danke für den Tip mit der Broschüre, wird gerade ausgedruckt !
Auch an Tatsachenberichten und Erlebnissen bin ich sehr interessiert, also zögert nicht !
Hülsi
 

Loni

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Hallo Hülsi!

Also in unserer Kurzzeitpflege gibt es auch eine ältere Dame, die ihren Wellensittich "Snoopy" mitgebracht hat. Ich finde es einfach rührend, wie sie sich um den kleinen Kerl kümmert.

Zum einen hatte ich das Gefühl, dass gerade durch den Flattermann ihre Motivation entscheidend zunahm und zum anderen war es für sie natürlich eine interessante Beschäftigung.

Kurzum, ich finde Haustiere im Heim gar nicht mal so verkehrt.

Liebe Grüße aus FTL
loni
 

AgaMaus

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Hallo,
ja bei uns im Heim gibt es auch viele Tiere.
Also erstmal gibt es dort umzäunt Kühe, Ziegen, Ponys und Schafe.
Direkt am Haus sind Hühner und noch so komisches Federvieh.

Im Haus haben einige Bewohner auch Katzen, oder Vögel.
Einige Mitarbeiter kommen immer mit ihrem Hund.

Ich selbst hatte meinen Hund auch schon öfter mit auf der Arbeit.
 

suzured

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Hallo,
habe in einem Altenheim gearbeitet, wo eine alte Dame mit ihrer alten Katze auf einem Zimmer gewohnt hat.
Die Säuberung des Katzenklos haben wir oder die Angehörigen übernommen.
Es gab keine Probleme.
Nach meiner Meinung kann Tierhaltung im begrenzten Umfang sich positiv auf die Heimbewohner auswirken.
Die Bewohner haben eine Aufgabe und bekommen von den Tieren ebenfalls ihre "Streicheleinheiten".

LG Suzu
 

Plutoniumgiraffe

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Akt. Einsatzbereich
OP
Hallo,

meine Mutter arbeitet in einem Altenheim und die hatten da auch eine zeit lang Kaninchen und das kam bei den Bewohnern sehr gut an.
Allerdings gab es dann Reiberein, wer sich um die Tierchen kümmert und dann wurden die Muckis wieder abgeschafft.
Damit die Bewohner nun aber nicht auf Tiere verzichten müssen kommt es ab und zu ein Mann aus dem Tierheim und bringt Katzen und Hunde mit und die Leute können mit denen spielen bzw. die Tiere streicheln und das Personal hat keine Arbeit mit der Versorgung der Tiere.
 

Anica

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stv.Stationsleitung, dipl.Wundexpertin SAfW, Berufsbildnerin
Akt. Einsatzbereich
Langzeitpflege
wir haben auch 2 stationskatzen (sogar mit krankenakte...:-))
die eine katze ist meistens nur bei der einen bewohnerin , welche sich auch darum kümmert . die andere streunt über die ganze station und schmust mit jeden mal.
arbeite auf langzeitpflege und finde es echt ne gute sache ...
habe einen dementen patienten der auch schnell mal aggressiv wird , ihm bringe ich dann meistens die katze und eher beruhigt sich sehr schnell....

mit freundl. grüssen anica
 

eisland

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Hi Hülsi,
hier noch ein paar Tipps die ihr vor Anschaffung eurer Hauskatze beachten solltet:
Gibt es Bewohner oder Mitarbeiter mit bekannter Katzenhaarallergie?
Sind alle Mitarbeiter bereit sich um die Katze zu kümmern, wer ist hauptverabtwortlich dafür zuständig? Futter besorgen,Tierarzt,Katzenklo!
Wenn ihr eine junge Katze aufnehmt ist es sinnvoll schon im Vorfeld Verhaltensregeln unter den Mitarbeitern abzustimmen (bei uns gab es immer wieder Stress was die richtige Ernährung der Katze anging, Brekkies oder Lyoner:zunge:)
Beachtet bitte auch dass auch eine Katze sich wohlfühlen muss, habt ihr die räumlichen Möglichkeitet dass sich die Katze auch mal zurückziehen kann?
Achtung, junge Katzen sind schnell überfordert wenn sie ein zu grossses Revier bekommen. Wie soll so ein kleiner Zwerg mehrere Wohnbereiche "kontrollieren" können. Versucht lieber ihn im Wochenrythmus an ein erweitertes Revier zu gewöhnen.Nicht gleich das ganze Haus auf einmal zu Erkundigungstour freigeben.
Gerade Junge Katzen wollen spielen, es wird sicherlich die ein oder andere Kratzwunde geben.
Achtet bitte auch auf eure gangunsicheren Bewohner dass die Katze ihnen nicht zwischen die Füsse springt,bzw. die Rollstuhlfahrer die Katze im Flur übersehen.
Ich weiß,hört sich nach viel Arbeit an, aber es lohnt sich!!!
Letzter Tipp, in Tierheimen gibt es auch viele ältere Katzen die schon etwas ruhiger sind und die Fachkräfte dort können euch beraten welches Tier charakterlich zu eurer Einrichtung passt.
Viel Erfolg wünscht Eisland
 

stbi

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Pflegeheim
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Praxisanleiter
Wir haben Kaninchen, ein Aquarium und Vögel.

Das leidige Problem ist immer die Pflege der Tiere, für alle unsere Tiere haben wir eine Hygienplan entwickelt in dem der Gesundheitszustand sowie alle Pflegetätigkeiten "dokumentiert" werden.

Generell sollte man berücksichtigen das die meisten Haustiere Krankheiten an den Menschen übertragen können, die unter umständen tötlich verlaufen können.

z.B Ornithose bei Vögeln Ornithose - Wikipedia
 

auswanderin

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exam.Altenpflegerin & kreative Fachkraft für Gerontopsychiatrie, WBL, Praxisanleiterin
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behüteter Bereich für an Demenz erkrankte Menschen
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Wohnbereichsleitung, Praxisanleiterin
seit dem 28.2. habe ich einen Golden Retriver Welpen. Najs, Jule ist mittlerweile 4 Mon. alt. Ich nehme sie vom 1. Tag an mit zur Arbeit. Es ist aber auch anstrengend, denn sie muss regelmässig Gassi und kann selbstverständlich nicht zu allen Aktivitäten mitgehen, da ist sie dann im Tagesraum bei meiner Kollegin. Es klappt eigentlich ganz gut und sie wird umsorgt und verhätschelt. Auch zeigten sich bei den Bewohnern nach ein paar Tagen schon erste Erfolge. ( an Demenz Erkrankte behalten ihren Namen, eine Dame, die mit dem Pflegepersonal nur mit Ja und Nein sprach, spricht mit dem Hund ganze Sätze und Bew. die nur laufen wenns net anders geht, laufen freiwillig um Jule zu begrüssen und zu streicheln. Alles in Allem, lohnt sich also die Mehrarbeit.

Grüssle Heidi
 

Goldwert

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Bei uns steht ein großes Aquarium mit großen Fischen in der Cafeteria.
2 Bewohnerinnen hatten Wellensittiche... eine hat das Personal nicht ans Käffig gelassen, andere hat ihren "Charly" im Glas Bier ertränkt...

Jedoch habe ich auch eine gute Erfahrung: Ein Bewohner, 97, lebt im Einzelzimmer mit seinem Hund. Dieser Hund ist sein Lebensinhalt. Nach dem Schlaganfall letztes Jahres waren die Ärzte sicher, dass er Bettlägrig bleibt. Nix da! Für diesen Hund hat wieder laufen gelernt und hat sich allgemein relativ schnell erholt. Er geht selber mit dem Hund mehrmals am Tag Gassi, versorgt diesen Spitz, wie ein eigenes Kind.
 

Ramona321

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Ich finde es auch toll, wenn man im Altersheim Tiere halten darf. So haben die Menschen doch so einiges, um dass sie sich kümmern müssen.


 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Miirii88

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In meiner alten Arbeitsstelle war auch eine Katze.
Die Bewohner mochten das Tier sehr. Sie hatten was zum kuscheln, zum reden, und natürlich wurden auch kräftig Leckerchen verteilt... ;)
 

helga 59

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fragt mich- passt nicht alles in die lücke
prima das ihr so tolle erfahrungen gemacht habt, und das eure träger so prima mitarbeiten. wir hatten bis vor kurzem regelmäßigen tierbesuch von einem tierheim, aber das wurde von der trägerin der einrichtung untersagt untersagt. nun darf das nicht mehr sein. allerdings hat eine bew. zwei wellensittiche und auf dem flur steht ein großer käfig mit ein paar exoten. die sind offenbar geduldet, aber katzen, oder hunde.........
viel spass mit euren tieren. ich hatte die erfahrung gemacht das es tolle erfolge bein den tierbesuchen, speziell bei den dementen damen und herren gab.:-)
 

Engel182

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ambulante Pflege
Finde die Idee toll!
Hab selbst 3 Miezen zu Hause und mag nie mehr ohne sie sein.
Sie bringen richtig Leben in die Bude und spenden Trost, sind für einen da oder wollen einfach nur kuscheln...

Man sollte halt nur schauen, das die Mieze regelmäßig geimpft wird.
Wer trägt die Tierarztkosten denn?
Kastration, impfungen und auch evtl Krankenheiten sind nicht grad günstig.
 

Hypertone_Krise

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PDL, GuK, Palliative Care
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PDL
In dem Heim, in dem ich mal gearbeitet habe, gab es einen Bewohnereigenen Hund. Die Töle war einfach nur scheußlich, rannnte einem ständig zwischen den Beinen rum, kläffte alles und jeden an und wir mussten damit Gassi gehen, wenn es Frauchen mal nicht gut war- was häufig vorkam, aber bei unserer Arbeitsdichte kaum zu schaffen war. Ich wäre lieber erstmal den Bewohnern anstatt deren Tieren gerecht geworden. Kurz bevor ich aufhörte, war die Rede davon, eine Katze ins Haus zu holen. Ich war damals ziemlich erleichtert, dass mich die Erörterungen, wer sich um das Tier- bzw. dessen Klo kümmert, nicht mehr betrafen...
 

Engel182

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Examinierte Altenpflegerin
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ambulante Pflege
In dem Heim, in dem ich mal gearbeitet habe, gab es einen Bewohnereigenen Hund. Die Töle war einfach nur scheußlich, rannnte einem ständig zwischen den Beinen rum, kläffte alles und jeden an und wir mussten damit Gassi gehen, wenn es Frauchen mal nicht gut war- was häufig vorkam, aber bei unserer Arbeitsdichte kaum zu schaffen war. Ich wäre lieber erstmal den Bewohnern anstatt deren Tieren gerecht geworden. Kurz bevor ich aufhörte, war die Rede davon, eine Katze ins Haus zu holen. Ich war damals ziemlich erleichtert, dass mich die Erörterungen, wer sich um das Tier- bzw. dessen Klo kümmert, nicht mehr betrafen...
Lass mich raten...du hast keine eigenen Tiere, oder?
 

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