Frage bei bzw. über Wundbehandlung!

LeoEmmi

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26.12.2007
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Hallo erst einmal ich bin neu hier und habe mich auf Grund folgendem Problems hier regestriert.
Es Handelt sich um ein Wundproblem im Verwantenkreis. Vor einem Monat kam diese Person in eine Kur sie ging mit einer ca .20 cent große Hautdefekt am Unterschenkel in die Kur die Wunde war habheilend und wurde darmal mit Fettgasen verbunden. Doch in der Kur erfolgten keine VB.Wechsel, so dass in der 2 Woch der Kur sich die Wunde entzündete.
Ich komme jetzt nach der Kur an den Weihnachtsfeiertagen ins Spiel ich bin gelernte Kranken und Gesundhaitspflegerin und wurde gebeten den Vb.Wechsel zu übernehmen. So jetzt kommts die Wunde ist nun so groß wie zwei fünf Markstücke nebeneinander. Die Wundränder sind stark gerötet die Wunde weist eitrige Belege auf. Doch das schlimmste ist das diese Person bei der Wundbehandlung zu einem Orthopäden geht weil der die Wunde schon immer versorgt hat.:weissnix:
Dieser Arzt verbindet die Wunde nun wie folgt er trägt mit einem Spatel dick ein Hautantibiotikum auf die Wunde auf, darüber legt er Fettgase dann wird die Wunde Verbunden. So jetzt meine Frage bringt die Fettgase über der Salbe überhaupt noch was? Ich binn seit einem Jahr nicht mehr in der Pflegeund etwas unsicher was diese Behandlung anbelangt. Die Person geht erst nächste Woche Mittwoch wieder zum Arzt. Übrigens zum reinigen der Wunde hat er nichts mitgegeben. Die Person hat zu allem überfluss auch noch Diabetes. Ich will die Kompetenz dieses Arztes nicht untergraben doch will ich nicht das die Wunde sich noch mehr verschlimmert.
 
Meiner Meinung sollte die wunde von einem Chirurgen erst einmal gründlich gereinigt und ausgeschnitten werden, wenn die Wundränder bereits nekrotisch sind. Anschließend ggf. TenderWet, A-sorb, Silber oder Alganate oder sogar Vakuumversiegelung (kleine Variante).

Das sind aber Alles Spekulationen. Eine richtige Therapie kann und soll nur ein Arzt mit dem richtigen Fachbereich einleiten und überwachen.

Wichtig wärde die Grunderkrankung, wie Z.B. Diab. mell., Ulcera, ...

Wie sieht es mit der Durchblutung der Wunden aus, welche Fettgase sind das. so etwas wie Jellonet oder Oleotüll?

Versuche auf jeden Fall, sie davon zu überzeugen, daß ein Orthopäde nicht unbedingt erste Wahl dafür ist.
Viel Erfolg!
 
Hi, danke erstmal die Grunderkrankung als Ursache wird wohl der Diabetes sein. Welche Fettgase das sind kann ich nicht sagen, denn die Verpackung ist nicht mit dabei sie nur lose in ihrer Sterilenverpackung beigelegt. Sie zu einem anderen Arzt zu bewegen wird schwer.
LG
 
Diese Art der Wundbehandlung ist obsolet.

Von nekrosen lese ich nichts, aber Empfehlungen sind schwierig, vor Allem wo du die Wunde wenig beschreibst.

Grundsätzlich die Grunderkranungen mit einbeziehen, richtig.
Antibiotische Salben nicht mehr!

MODERNE Wundbehandlung durch einen modernen Arzt...
 
Also mal eine genaue Wundbeschreibung:
Die Wunde befindet sich an der Ausenseite des Unterschenkels sie ist ca. 10 cm lang und 6 cm breit. Die Epedermis ist in diesem Bereich nicht mehr intackt.
Es sind nur gelb grüne Belege zu sehen kein Granulationsgewebe. Die Wundränder sind stark gerötet die Haut im Wundumfeld verfarbt sich leicht ins lila gehend. Es sieht für mich wie ein Ulcus aus. Ich habe sie nocheinmal angerufen sie hat ebenfals prob. mit dem Venösenrückfluss also auch Wassereinlagerungen. Züruk zur Wunde sie nässt sehr stark und soll laut Artzt nach dem oben genanten Schema verbunden werden.

Ich bin ersteinmal beruhigt das ihr diese Wundbehandlung ebenfals nicht für Zeitgemäß haltet. Ich denke das ich mit ihr zu diesem Arzt gehen werde doch die Woche müssen wir irgentwie überstehen.
Ich weiß nicht ob ich sie nicht doch Morgen in eine Wundambulanz bringe. Eigentlich wollte ich nur hören das Antibiotika Salbe und Fettgase nicht den Gewünschten erfolg bringen. Man ist eben unsicher wenn es um eigene Verwante geht und man nicht mehr auf dem Aktuellsten stand ist. Denn noch denke ich das Alginat oder Hydrokolloidverbände hier das richtige wären.
Ich schaue mal was ich morgen mache je nach dem wie die Wunde aussieht.
Danke für die Antworten.
 
Hallo LeoEmmi

ich würde bei der Wunde nicht noch 1 Woche "überstehen". Hier scheint auf jeden Fall zumindest eine starke Kolonisation, wenn nicht eine Infektion vorzuliegen. (grün-gelbe Beläge, gerötete Wundränder, Wundumgebung verfärbt sich ins lila gehend). Auch das starke Nässen spricht für eine Entzündung, zumindest scheint die Wunde in einer Entzündungsphase zu sein.
Sollte also die Möglichkeit bestehen, Deine Verwandte HEUTE NOCH in eine Wundambulanz zu bringen, würde ich das dringend empfehlen. Je länger Ihr wartet, desto schlechter ist das Ergebnis der späteren Wundheilung. Es bestehen aber noch größere Gefahren (die ich ohne die Patientin zu kennen und die Wunde gesehen habe, wirklich nicht einschätzen kann!) das Schlimmste wäre eine Sepsis!

Viele Grüße Susanne
 
Hallo...

zunächst einmal gebe ich der letzten Schreiberin voll kommen recht....jetzt noch länger zu warten wäre fatal!!! Wenn bring deine Verwande in ein Krankenhaus, da wird sie auf jedenfall aufgenommen. Immer noch besser als zu Hause, evtl. noch mit starken Schmerzen.

Dann Hydrokollidverband auf ein ein infizierte Wunde (und so hört es sich meiner Meinung nach an, laut deinen Beschreibungen) zu machen ist vollkommen kontrindiziert, so fördert man das Bakterienwachstum und die Infektion breitet sich in den gesamten Organsimus aus.

Bei infizierten Wunden muss erst eine Infektionsbekämpfung stattfinden bevor man an so etwas wie Granulationsgewebe etc. denkt. Infektionsbekämpfung kann auch nicht mit irgendwelchen Salben stattfinden, nicht mehr heut zu Tage. Das Mittel der Wahl ist ein Silberprodukt, am Besten Silberalginat /egal von welcher Firma) und dann einen Hydropolymerverband (d.h. Schaumstoffverband OHNE Kleberand drauf) um die Nässe, die vollkommen normal ist aufzufangen. Einen gute Wundspülung muss ebenfalls erfolgen und für mich ist dies entweder Octenisept oder Prontosan. Prontosan muss auf ca. 28 C erwärmt werden weil es nur dann seine Wirkung entfalten kann.

Aber leider kann all dies nur ein Arzt verordnen oder du hast einen Wundexperten der gut mit einem Arzt zusammenarbeitet und das Hand in Hand geht.

In welchem Bundeland bist du denn?? Evtl. kann ich dir jemanden empfehlen??

*Toll von dir das du dich so für deine Verwandte einsetzt!!!*

Liebe Grüße
 
Zur Wunde: Welche Ursache hat die Wunde? Hautläsionen entstehen ja nicht einfach so.

Zur Wundversorgung: Woher weiß man das dort Antibiotikasalbe aufgetragen wurde? Um welches Antibiotikum handelt es sich? "Fettgaze"- welche? Mit oder ohne Wirkstoff?

Zum Menschen, der an der Wunde "hängt": Allgemeinzustand? Mobilität? Ernährungszustand? Durchblutung der Region? Lungenfunktion und Sauerstofftransport? Compliance? Warum in der Orthopädie gewesen?

Ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell Empfehlungen zur Wundtherapie erfolgen mit nur wenigen Grundinfos zur Wunde und zum Menschen selbst. Anhand der bisherigen Infos kann man einzig sagen: die Versorgung ist mehr als fraglich und wahrscheinlich nicht auf dem aktuellen Wissensstand. Welche Therapie empfohlen werden kann??? Dazu fehlen eine Vielzahl an Infos inklusive visuellen Infos.

Ergo: Arzt aufsuchen und vor Ort abklären.

Elisabeth
 
Hallo , eigentlich ist schon alles gesagt, aber nun bin ich doch neugierig geworden. Und zwar habe ich noch nie gehört, dass Prontosan (ich nehme an Prontosan W?) seine Wirkung erst bei 28° (C?) richtig entfaltet? Das war mir neu! Gibt es da eine Quelle?

Viele Grüße, Susanne
 
Also, ich habe keine Empfehlung für diese Wunde speziell herausgegeben. Ich habe lediglich gesagt das ein Hydrokollidverband kontraindiziert ist und aufgezteigt was es für andere Möglichkeiten gibt. Dies wird ja meines erachtens noch erlaubt sein. Ich bin ausgebildete Wundexpertin und unterrichte dies auch und kann mit Sicherheit sagen, das es viele Faktoren gibt die die Wundheilung und Behandlung beeinflussen aber es gibt gewisse Standarts die einfach da sind und angewendet werden können....ggf. kann man sie auf den individuellen Bedarf des Patienten herunterbrechen.

Zur Wundversorgung: Woher weiß man das dort Antibiotikasalbe aufgetragen wurde?

Dies steht im Text, und dabei ist es gleich welche aufgetragen worden ist, denn es bei chronischen Wunden ist es allgemein kontraindiziert solches anzuwenden. Von allen Produkten zur enzymatischen Reinigung einer chronmischen Wunde sind, nach meinen Recherchen lediglich noch zwei Wirkstoffe zugelassen zum einen Clostridiopeptidase (Iruxol) und zum anderen Streptokinase/ Streptodorn ase (Varidase). Diese werden aber langfristig auch ihre Bedeutung verlieren.

(Okay das gehört hier aber nicht wirklich hin, denn das ist ein anderes Thema, ich will hier auch niemanden angreifen, mich ärgerte s auch wenn Behandlungsvorschläge gemacht werden ohne das man den Hintergrund genauer weiß....)

Und zwar habe ich noch nie gehört, dass Prontosan (ich nehme an Prontosan W?) seine Wirkung erst bei 28° (C?) richtig entfaltet? Das war mir neu! Gibt es da eine Quelle?

Prontosan enthält zur Konservierung gegen Keimwachstum u.a. Undecylenamidopropylbetain dies ist auch als Tensid bekannt. Tensid entfalten ihre Wirkung am besten bei wärmeren Temperaturen. (Ähnlich dem Spülmittel es fängt erst an zu wirken wenn man es in warmes Wasser gibt) dann können die Einweißbestandteile zerlegt werden, von den Fibriblasten aufgenommen und verarbeitet werden. Außerdem ist es besser für die Wunde an sich, wenn man grundsätzlich die Spüllösungen erwärmt. Wunden haben eine gewisse Temperatur, die sie brauchen um Heilung zu erzeugen (mal platt ausgedrückt), ca. 28 C wenn man einen Verbandswechsel durchführt dann kühlt diese Temperatur sowieso ab, wenn dann dazu noch eine kalte Spüllösung kommt umso mehr. Also braucht die Wunde nach dem verbandswechsel erst einmal eine gewisse Zeit um sich zu regenerieren um dann wieder mit der Heilung zu beginnen. Um eine gewisse konstante Temperatur in der Wunde aufrecht zu erhalten ist es darum wichtig möglichst wenig Temperaturverlust zu haben.

Ich hoffe ich konnte es einigermaßen verständlich erklären.....
 
Es ist eine Salbe aufgetragen worden, von der man annmimmt das es eine Antibiotikasalbe ist. Die Infos laufen hier über Dritte.

Nicht selten erlebe ich, dass Fachunkundigen versucht wird etwas möglichst verständlich zu erklären.
Wer kennt sie nicht- die Herztablette. Die Herztablette nimmt man natüelich bei Herzbeschwerden... und landet mit einer Digitovinintoxikation im KKH. Ähnlich könnte es sich bei der "Antibiotika" salbe verhalten. Deshalb die Frage: welche?

Ich nehme aber mal an: Braunovidon. Ist nach wie vor bei Ärzten sehr beliebt.

Eigentlich wissen wir nichts genaues nicht.

Elisabeth
 
In einem offiziellen Prospekt der Firma BBraun habe ich folgendes über Prontosan W gefunden: "Patienten mit chronischen Wunden sind häufig temperaturempfindlich. Auch ist die Reinigung und Mikrobiozidie unter Körpertemperatur wesentlich verbessert. Aus diesem Grund emfpiehlt sich das Anwärmen der Spüllösung auf ca. 37,5°C z.B. in einem Babyflaschenwärmer. Die Prozedur des Verbandwechsels und der Wundbehandlung gestaltet sich den Patienten angenehmer."

Zu finden ist das unter B. Braun Melsungen AG

Viele Grüße, Susanne Huber
 
Hallo Susanne...

genau....einfach und auf den Punkt ausgedrückt!!! Da 37,5 C den meisten Patienten zu warm ist und ehr wieder schmerzen verursacht bin bei ca. 28 C hängen geblieben....Was auch gut funktioniert, wenn man keinen Babyflaschenwärmer hat, man zieht es in eine Spritze auf und legt diese verschlossen auf die zur Zeit doch in allen Wohnzimmer aufgedrehte Heizung....Spritze kann man entweder mit einer Kanüle (natürlich mit Kanülenschutz) oder mit einem roten "Abschließstopfen" verschließen.....

Zur Salbe...nein wir wissen nicht genau welche, aber im Grunde ist das doch auch egal, da alle Versionen schlecht gewesen wären und sind...oder?? Also vergessen wir´s..... ;-)
 

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